Montag, 18. August 2014

[Rezension] Schattenwandler: Elijah – Jacquelyn Frank



Titel: Elijah
Autor: Jacquelyn Frank
Verlag: Egmont LYX
Erscheinungsdatum: 06. April 2010
Einband: Softcover
Seiten: 399
ISBN: 978-3-802582-38-7
Preis: 9,95 € [D]

Klappentext:
Noch nie hat der mächtige Krieger Elijah eine Schlacht verloren – bis er von Nekromanten in die Falle gelockt wird. Ausgerechnet die verführerische Siena, Königin der Lykanthropen, rettet ihn vor dem sicheren Tod. Obwohl Elijah von brennender Leidenschaft zu ihr erfasst wird, will er sich vor der einstigen Feindin keine Blöße geben. Doch der Gefahr, die ihren beiden Völkern droht, können sie nur gemeinsam begegnen...

Einordnung:
- Jacob (Teil 1) 
- Gideon (Teil 2) 
- Elijah (Teil 3)
- Damien (Teil 4)
- Noah (Teil 5)
- Adam (Teil 6)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Zu Beginn dieses Buches hat der Leser keine Gelegenheit, sich auf eine weitere dramatische Liebesgeschichte einzustellen, denn Elijah ist schwer verwundet und befindet sich in den Händen der Verräterin Ruth und zahlreicher menschlicher Nekromanten. Der Krieger hat schon genug Schlachten geschlagen, um zu wissen, dass er im Sterben liegt.
Damit wird der Handlungsstrang um Ruth aus den beiden vorherigen Bänden nahtlos fortgeführt. Wie es scheint, wird die abtrünnige Dämonin immer mächtiger. Nachdem sie erst mit Gideon den ältesten lebenden Dämon beinahe getötet hat und nun mit Elijah einer der drei besten Dämonenkrieger sterbend zu ihren Füßen liegt, frage ich mich langsam, ob überhaupt jemand sie besiegen kann.

Glücklicherweise ist Siena, die Königin der Lykanthropen, gerade auf der Jagd und rettet ihn – denn ein toter Dämon im Jagdrevier der Lykanthropen würde den noch jungen Frieden zwischen den beiden Völkern zerstören, für den sie sich so einsetzt. Wie zu erwarten war, entwickelt sich sofort Leidenschaft zwischen den beiden. Doch sie können es beide nicht zulassen.
An dieser Stelle hat mir das Buch sehr gut gefallen, denn die beiden haben tatsächlich Probleme, die sich aus einer Beziehung oder auch nur einfachem Sex ergeben würden und jammern nicht nur selbstmitleidig herum, dass das wegen der Gesetze nicht geht, die es Schattenwandlern verbieten, sich mit einer anderen Gattung zu paaren. Elijah ist als Anführer der Dämonenarmee seinem König Noah verpflichtet und kann diese Arbeit gerade jetzt, wo Ruth frei herumläuft und einen Schattenwandler nach dem anderen tötet, nicht vernachlässigen. Die größeren Probleme hat aber wohl Siena, denn das Gesetz besagt, dass sie nur einen einzigen Mann haben darf in ihrem Leben. Außerdem trägt sie die Verantwortung für ein ganzes Volk. Und sollte sie Elijah zum Mann nehmen, dann würde er König der Lykanthropen werden – als Dämon, der im Krieg unzählige Lykanthropen getötet hat. Unter anderem auch den früheren König.
Das alles sind Gründe, sich das mit der Beziehung trotz der Leidenschaft gut zu überlegen. Und es ist spannend, sich durch die diversen Streits zu lesen und zu überlegen, ob sie wohl noch ein Paar werden.

Das Buch endet so rasant wie es begonnen hat. Immer wieder in Ruth ein Thema, doch selbst mit vereinten Kräften und ausgeklügelten Angriffsplänen ist sie nicht zu besiegen. Und sie wird zu einem immer größeren Problem, denn sie hat nicht nur nichts mehr zu verlieren, sondern es gibt auch immer mehr Dinge, die die Schattenwandler vor ihr schützen müssen. Es wird sich der gleiche Handlungsstrang auch noch ins vierte Buch weiter ziehen, doch es hat sich in diesem dritten Teil so viel weiter entwickelt, dass es nicht stört. Die Geschichte zieht sich nicht ewig in die Länge, sondern bekommt immer neue, wichtige Aspekte, die die Spannung auch für den nächsten Teil aufrechterhalten.

Fazit:
Die Verräterin Ruth nimmt einen immer größeren Teil der Geschichte ein und wird mit jedem Auftauchen gefährlicher. Sie hat alle Regeln, alle Gesetze gebrochen, doch niemand kann ihr etwas entgegen setzen. Und viele meiner Lieblingscharaktere haben schon so ihren Zorn auf sich gezogen, dass ich auf jeder Seite gebangt habe, ob jemand von ihnen stirbt. Neben diesem Handlungsstrang nimmt auch das Liebesdrama zwischen Elijah und Siena einen sehr großen Teil der Geschichte ein, diesmal allerdings vollkommen gerechtfertigt. Es gefällt mir wirklich gut, wie sie sich dagegen wehren und immer wieder die wirklich zahlreichen Nachteile durchgehen und sich einfach nicht von ihrer Verantwortung für ihre beiden Völker lossagen können. Deshalb habe ich an "Elijah" nichts auszusetzen, es gibt volle fünf Schreibfedern von mir.


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