Donnerstag, 18. Dezember 2014

[Rezension] Probezeit – Judith Liere



Titel: Probezeit
Autor: Judith Liere
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungsdatum: April 2008
Einband: Softcover
Seiten: 205
ISBN: 978-3-492262-40-8
Preis: 7,95 € [D]

Klappentext:
Endlich fertig mit dem Studium! Voller Begeisterung schreibt Cobra Bewerbungen, kassiert aber jede Menge Absagen. Nur ein vielversprechender Brief ist dabei: von einem lokalen Fernsehsender, der ihr ein Volontariat in Aussicht stellt, allerdings erst nach einem dreimonatigen und so gut wie unbezahlten Praktikum. Hochmotiviert erscheint Cobra zu ihrem ersten Arbeitstag, doch dann stellt sich heraus, dass außer ihr noch zwanzig andere Praktikantinnen und Praktikanten anfangen, und nur eine oder einer von ihnen wird das Volontariat bekommen. Natürlich sind Intrigen und Zickenkrieg angesagt – und nicht nur während der langen Arbeitstage, sondern auch nach Feierabend regiert bei Cobra das Gefühlschaos. Ist der Chef wirklich so attraktiv, der Mitpraktikant nur nett oder der Exfreund immer die bessere Alternative? Ein turbulenter Roman über die Arbeit und das restliche Leben.

Einordnung:
- Hit-Single (Teil 1)
- Probezeit (Teil 2)

Rezension:
Zwei Tage, nachdem ich das Buch beendet habe, ist schlichtweg überhaupt nichts mehr hängen geblieben. Die Geschichte hat keinerlei bleibenden Eindruck hinterlassen, weder positiv noch negativ. Es wäre immerhin etwas gewesen, wenn das Buch mich im negativen Sinne aufgeregt hätte, doch es hat mich so überhaupt gar nicht berührt, dass ich das Lesen auch hätte sein lassen können.

Wenn ich genauer darüber nachdenke, dann finden sich auch hier wieder unglaublich viele Klischees. Sie verliebt sich in ihren Chef, ihr Vorgesetzter hat nur Augen und Ohren für ihre vollbusige Mitpraktikantin und Cobra passiert ein Unglück nach dem anderen. Trotzdem wird ihr nicht gekündigt. Außerdem jammert sie auch in diesem Buch wieder ziemlich viel, obwohl sie beispielsweise schon erheblich mehr Lohn bekommt als ihre Mitpraktikanten. Statt ihren Lebensstil zu ändern, der ohnehin eine ungesunde Menge Alkohol enthält, findet sie einfach ihren Job absolut schrecklich, nachdem sie ihre Zeit als Arbeitslose schon schrecklich fand und während des Studiums auch ständig gejammert hat. Es ist anstrengend, das zu lesen.

Die Handlung plätschert vor sich hin und hat auch scheinbar kein besonderes Ziel, da das Buch irgendwann einfach abbricht. Mit jeder Seite ist mit die Protagonistin unsympathischer geworden. So lässt mich das Buch nach ausführlicherem Denken zwecks Rezension mit der Frage zurück: Wie kann man so viel Alkohol trinken, so viel jammern und so wenig im Kopf haben?

Fazit:
Das Buch hat mich überhaupt nicht berührt und auch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Protagonistin ist extrem unsympathisch und ihre dauernde Wehleidigkeit anstrengend zu lesen. Da mir nach zwei Tagen kaum etwas im Kopf geblieben ist, das ich zu dem Buch sagen kann, muss sich „Probezeit“ mit nur einer Schreibfeder begnügen.


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