Mittwoch, 30. April 2014

[Rezension] Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele – Suzanne Collins



Titel: Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele
Autor: Suzanne Collins
Verlag: Oetinger Verlag
Erscheinungsdatum: 17. Juli 2009
Einband: Hardcover
Seiten: 416
ISBN: 978-3-789132-18-6
Preis: 18,95 € [D]

Klappentext:
Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung. Alljährlich finden grausame Spiele statt, bei denen nur ein Einziger überleben darf. Als die sechzehnjährige Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester ausgelost wurde, meldet sie sich an ihrer Stelle und nimmt Seite an Seite mit dem gleichaltrigen Peeta den Kampf auf. Wider alle Regeln rettet er ihr das Leben. Katniss beginnt zu zweifeln - was empfindet sie für Peeta? Und kann wirklich nur einer von ihnen überleben? Eine faszinierende Gesellschaftsutopie über eine unsterbliche Liebe und tödliche Gefahren, hinreißend gefühlvoll und super spannend.

Einordnung:
- Tödliche Spiele (Teil 1)
- Gefährliche Liebe (Teil 2)
- Flammender Zorn (Teil 3)

Rezension:
An dieses Buch bin ich mit gemischten Gefühlen heran gegangen. Die allgemeine Begeisterung für „Die Tribute von Panem“ war ja nun nicht gerade gering und normalerweise begeistern mich die Geschichten, um die es den größten Hype gibt, am wenigsten. Auch der Film hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Zum Glück hat mich das Buch aber von Anfang an in der Hand gehabt.

Gleich zu Beginn bin ich darüber gestolpert, dass das Buch im Präsens geschrieben ist. Das mag ich im Normalfall überhaupt nicht, aber die Autorin hat es als geniales Stilmittel eingesetzt. Jedes Jahr müssen bei den sogenannten Hungerspielen ein männliches und ein weibliches Tribut aus jedem der zwölf Distrikte gegeneinander antreten. Diese Spiele sind eine Strafe dafür, dass die Distrikte einen Aufstand gegen das herrschende Kapitol angezettelt haben. In der eigens dafür errichteten Arena müssen die Tribute nicht nur tagelang in der freien Natur durchhalten, sondern sich auch gegenseitig töten. Denn nur ein Tribut darf überleben.
Ich-Erzählerin Katniss ist das weibliche Tribut aus Distrikt 12. Normalerweise kann davon ausgegangen werden, dass der Protagonist ohnehin überlebt. Doch da diese Erzählperspektive verbunden mit dem Präsens theoretisch nur genutzt wird, wenn der Erzähler am Ende stirbt, schmeißt das alles über den Haufen. So ist nämlich keinesfalls klar, dass Katniss das siegreiche Tribut sein wird.

Doch das Tempus ist nicht der einzige Faktor, der die Spannung erhöht. Dank der allumfassenden Möglichkeiten der Spielleiter, Temperaturen zu ändern, Naturkatastrophen auszulösen und Bestien in die Arena zu schicken, bleibt immer ungewiss, wann Katniss die nächste Gefahr droht und wie sie aussehen wird. Außerdem gibt es noch weitere sympathische Charaktere, die allesamt auf der nächsten Seite des Buches sterben könnten. Vielleicht sogar durch Auseinandersetzungen untereinander. So bleibt kaum Zeit zum Durchatmen, denn es gibt immer jemanden, um den der Leser bangen kann.

Einer dieser sympathischen Charaktere ist Peeta Mellark, das männliche Tribut aus Distrikt 12. Die Geschichte um ihn und Katniss ist komplex und undurchschaubar, vor allem, da die beiden selbst auch nicht wissen, woran sie sind. Die grundlegende Idee ist es, dass die beiden, um Sponsoren zu bekommen, das tragische Liebespaar spielen, denn schließlich kann nur einer von ihnen überleben. Da sie von Sponsoren mit wichtigen Dingen wie Nahrung und Medizin versorgt werden können, ist es lebenswichtig, dass sie ihre Rollen überzeugend spielen. Doch die Grenzen zwischen Heuchelei und Realität verschwimmen immer wieder und immer weiter. Da Katniss die Ich-Erzählerin ist, gibt es gute Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Doch bezüglich Peeta habe ich meine Meinung, ob er seine Aussagen nun tatsächlich so meint oder bloß eine riesige Show für das Publikum abzieht, bis zum Schluss ständig geändert.

Diese Verwirrung ist nur ein Teil, der die Geschichte so unglaublich authentisch macht. In dem Zusammenhang sind mir besonders Katniss‘ Verletzungen im Kopf geblieben. Sie stammen nicht alle von dramatischen Schlachten mit anderen Tributen, sondern auch von Wespen, Feuer und Durst. Das Überleben in der freien Natur ist kein Zuckerschlecken. Diese Probleme, die mit den anderen, mordlüsternen Tributen überhaupt nichts zu tun haben, haben mir besonders gefallen.

Ehrlich gesagt, haben sie mir sogar so gut gefallen, dass ich mir überlegt habe, wie meine eigenen Überlebenschancen denn wohl aussehen würden. Da ich ein absolutes Leichtgewicht bin, käme ich wohl höher auf die Bäume als die anderen. Mit Pfeil und Bogen kann ich halbwegs passabel umgehen. Ich treffe aus mittlerer Entfernung unbewegte Ziele. Immerhin. Da sind meine Talente aber auch schon ausgereizt. Ich denke, ich kann froh sein, dass ich über das Alter hinaus bin, in dem ich ein Tribut werden könnte. Diesen Kampf überlasse ich lieber den Tributen der 74. Hungerspiele.

Fazit:
Ich bin so begeistert, ich konnte überhaupt nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Das Land Panem ist faszinierend und es gibt immer neue Dinge zu lernen. Mehr als einmal habe ich gestaunt über die Menschen, das Leben dort und die Hungerspiele. Es mangelt dem Buch von vorn bis hinten nie an Spannung, doch immer wieder gibt es Momente zum Lächeln, zum Weinen und Szenen, in denen mir eine Gänsehaut über den Körper gekrochen ist. Diese Geschichte hat meine Erwartungen weit übertroffen. Deshalb gibt es für „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ alle fünf Schreibfedern.

Sonntag, 27. April 2014

Neuzugänge #17

Völlig überraschend habe ich gestern ein neues Buch aus meinem Briefkasten gefischt. Nach "Radibutz im Hut" hat mir Helmut Glatz nun auch sein Buch "Sturm im Widiwondelland" zukommen lassen. Sobald meine Leseplanung es zulässt, werde ich mich ins Abenteuer des zweiten Widiwondels stürzen, der nun in meinem Bücherregal lebt.

"Sturm im Widiwondelland" von Helmut Glatz ist bei mir eingezogen.

Klappentext:
Zwieselchen, die Zwergspitzmaus, ist krank: Schüttelfrost, Ohrensausen, Schnurrbartzittern. Und im ganzen Haus keine Heilwurzel zu finden. Was bleibt da dem hilfsbereiten Widiwondel Winzigmann anderes übrg, als sich auf den Weg zu machen, um die geheimnisvolle Arznei zu suchen? Das Land der Geheimnisse aber steckt voller Gefahren. Der kleine Widiwondel muss die räuberischen Beutelschneiderameisen besiegen, das gefesselte Goldhähnchen befreien, den Meisterdieb Abd el Haschmich dingfest machen, dem bösen Kaktuskönig entfliehen und gegen den gefährlichen Flugdrachen kämpfen. Schließlich entdeckt er die lebensrettende Wurzel in einem... aber das soll hier nicht verraten werden.
Die Reise eines sympathischen "Zwerges" durch ein phantastisches Land voller Abenteuer und Gefahren.


Ich bin schon gespannt, wie mir diese Geschichte gefallen wird. Sie klingt auf jeden Fall spannend und ist diesmal, laut Autor, auch für etwas ältere Kinder geeignet. Beim Durchblättern habe ich auch gesehen, dass diesmal weniger Bilder in die Geschichte eingefügt sind.


Wann habt ihr zuletzt überraschend ein Buch bekommen?
Plant ihr, welche Bücher ihr als nächstes lest?

Samstag, 26. April 2014

[Rezension] Arkadien fällt – Kai Meyer



Titel: Arkadien fällt
Autor: Kai Meyer
Verlag: Carlsen Verlag
Erscheinungsdatum: 25. Juli 2013
Einband: Softcover
Seiten: 464
ISBN: 978-3-551312-43-3
Preis: 8,99 € [D]

Klappentext:
Rosa und Alessandro wollen ihre Gefühle füreinander nicht länger verbergen. Doch wie vermutet bringt ihre Liebe die Clans der Gestaltwandler gegen sie auf. Erst nach einer wilden Jagd durch die Weiten Siziliens erkennt Rosa, wer hinter dem Komplott gegen sie steckt: der, den alle nur den Hungrigen Mann nennen, der Herrscher aller Dynastien. Er ist nach Sizilien zurückgekehrt – und die Welt der Arkadier wird niemals mehr sein wie zuvor.

Einordnung:
- Arkadien erwacht (Teil 1)
- Arkadien brennt (Teil 2)
- Arkadien fällt (Teil 3)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Das Buch ist wirklich ein fulminanter Abschluss der Arkadien-Reihe. Die Ereignisse überschlagen sind, während die Handlungsorte in rascher Folge unaufhörlich wechseln. Die Luft für Rosa und Alessandro wird derweil immer dünner. Zur Flucht gezwungen hetzen sie durch ganz Sizilien, sind nirgendwo willkommen, nirgendwo sicher und gleichzeitig absolut machtlos, denn egal, was sie auch tun, es gibt immer jemanden mit mehr Macht, Geld und Einfluss, der in das Geschehen eingreift.

In den letzten beiden Bänden sind mehr Rätsel aufgetaucht als gelöst wurden - wer hinter der gefährlichen Organisation TABULA steckt und was die Familie Alcantara mit ihnen zu schaffen hat, ob Davide Alcantara tatsächlich noch lebt, was es mit den geheimnisvollen Löchern in der Menge auf sich hat und welches Geheimnis sich hinter den Statuen verbirgt, die vom Meeresgrund gestohlen wurden. Das dritte Buch nun findet auf all diese Fragen eine Antwort. Manchmal ist es recht simpel, manchmal wirklich komplex, doch die Hauptsache ist, dass tatsächlich alle losen Handlungsstränge zu einem zufriedenstellenden Ende geführt werden. Denn ich hasse offene Enden.

Nach dem Bruch des Konkordats und den diversen gewaltsamen Todesfällen bei den Alcantaras und Carnevares scheint es nicht noch schlimmer kommen zu können. Doch die verfeindeten Clans, die sich seit Urzeiten gegenseitig bekämpfen, haben plötzlich einen gemeinsamen Feind: Rosa und Alessandro. So schließen sie sich zusammen, um die beiden zu töten. Dadurch gibt es noch mehr Tote als in den Büchern zuvor und vor allem breitet sich das Sterben jetzt in eine andere Richtung aus, denn natürlich hat auch die Anti-Mafia-Einheit da noch ein Wörtchen mitzureden. Die einzigen, denen Rosa und Alessandro noch zu vertrauen wagen, sind ein leicht zurückgebliebenes Mädchen, eine schrullige Lehrerin und eine eiskalte Anwältin. So kommt es, dass plötzlich jeder in Gefahr schwebt und ich auch um das Leben eigentlich unwichtiger Nebencharaktere bangen musste. Es sterben wichtige wie unwichtige Personen, Gute wie Böse. Das steigert die Spannung immer weiter, denn es ist nie klar, wer nach dem Umblättern noch am Leben ist. Und während Sizilien im Chaos versinkt, plant ein alter Mann, ganz Arkadien zu vernichten, um TABULA zu zerstören.

Besonders gefallen hat mir, wie die alten Legenden und Mythen auf die heutige Zeit angepasst sind. In der Zeit, in der die Arkadier frei und offen in Welt gelebt und die normalen Menschen unterdrückt haben, wurde König Lykaons Grab in aller Öffentlichkeit sichtbar und erkennbar erbaut. Doch in der heutigen Zeit, in der sofort das Militär eingreifen würde, sollten die Arkadier blutrünstig wie damals in Erscheinung treten, kann ein solches Denkmal nicht mehr offen zur Schau gestellt werden. Wenn es trotzdem der Gedenkstätte eines Königs angemessen sein soll, dann muss es unter aller Augen versteckt werden.
Doch nicht nur das. Als die Arkadier der damaligen Zeit gegen die Gesetze der Götter verstießen, fielen sie einem gewaltigen Erdbeben zum Opfer, das die Dynastien beinahe auslöschte. Der Hungrige Mann ist nun wieder dabei, gegen ein solches Gesetz zu verstoßen und die Welt ins Chaos zu stürzen. Es gibt nur eine Möglichkeit, um die Katastrophe zu verhindern: Arkadien muss fallen. Die Lösung, die Kai Meyer gefunden hat, um nicht alle stumpf bei einem Erdbeben sterben zu lassen, hat mich beeindruckt. Der Schlag, den er gegen die Dynastien führt, ist eine wirklich grandiose Idee.

Dieses Buch ist ein absolut gelungenes Finale. Und es hat mich so mitgerissen, dass ich mich inzwischen manchmal dabei ertappe, dass ich tatsächlich nach den Löchern in der Menge suche.

Fazit:
Würde ich mehr als fünf Schreibfedern vergeben, dieses Buch würde sie alle bekommen. Es ist nach wie vor unglaublich spannend. An allen Ecken und Enden entstehen Konflikte. Rosa und Alessandro können niemandem mehr vertrauen. Geschickt hat der Autor die zahlreichen Handlungsstränge miteinander verbunden und führt sie zu einem imposanten Finale zusammen. „Arkadien fällt“ mit einer solchen Eleganz, dass das Buch fünf Schreibfedern bekommt.


Montag, 21. April 2014

[TAG] Liebster Award #2

Vor einiger Zeit bin ich mal wieder getaggt worden.
Diesmal von Levenyas Buchzeit.



Die Regeln sind ganz einfach:
1) Beantworte die gestellten elf Fragen.
2) Tagge neue Blogger.
3) Stelle elf neue Fragen.


Ich wurde gefragt...

Auf welches Buch wartest du 2014 am meisten?
Ich warte, ehrlich gesagt, nicht auf ein bestimmtes Buch. Es gibt keine Reihe, die ich im Moment besonders verfolge. Ich lasse mich einfach überraschen, welche Bücher dieses Jahr noch erscheinen – mein SuB ist ohnehin viel zu hoch.

Wie viele Bücher hast du dieses Jahr schon gelesen?
Da muss ich mal zählen. Bisher sind es 16 Bücher. Davon habe ich 12 im März gelesen... Ich brauche eindeutig öfter Semesterferien.

Was ist dein Lieblingsgericht?
Ach du Schreck. Diese Frage musste ich das letzte Mal in der siebten Klasse in einem Freundebuch beantworten, glaube ich. Es gibt einige Gerichte, die ich sehr gerne mag. Am meisten aber vermutlich Rouladen mit Klößen und Rotkohl.

Die ultimative Frage: Kaffee oder Tee?
Tee. Eindeutig. Ich hasse Kaffee. Sogar den Geruch kann ich nicht ausstehen. Aber Tee ist herrlich. Die Teepackungen stapeln sich bei mir in der Küche.

Was gefällt dir an meinem Blog? (Und was könnte ich noch verbessern?)
Mir gefällt besonders das Layout. Die Schriftart in den Titeln der Posts zum Beispiel. Die Bilder, die du für die Seiten wie Gästebuch, Rezensionen etc. ausgesucht hast, sind wirklich wunderschön. Dein Blog ist übersichtlich, farbenfroh... Und vor allem muss ich nicht ewig suchen, um etwas zu finden. Du hast die Seiten oben alle schön nebeneinander aufgelistet und nicht einige noch irgendwo am Bildschirmrand versteckt.

Erst das Buch oder erst der Kinofilm? Welche Reihenfolge bevorzugst du?
Das ist mir eigentlich vollkommen egal. Meist habe ich erst das Buch gelesen und schaue mir dann den Film im Kino an. Bei den Tributen von Panem und dem Bildnis des Dorian Gray ist es andersherum. Oftmals weiß ich bei Büchern aber gar nicht, dass sie verfilmt wurden. Und bei manchen Filmen weiß ich nicht, dass es Bücher dazu gibt. Ich lese, was mich interessiert. Und ich schaue, was mich interessiert.

Hast du schon einmal Fanfictions zu deinem Lieblingsbuch oder deinen Lieblingscharakteren geschrieben?
Das tue ich immer noch. Das heißt, falls ich mal dazu komme, weiter zu schreiben. Seit dem 25. Juli 2009 bin ich bei fanfiktion.de angemeldet. Da sind so einige Geschichten zusammen gekommen...

Buch vs. eBook: Was ist dein Favorit?
Eindeutig das Buch. Dafür gibt es so viele Gründe... Erst mal ist es echt und nicht bloß auf dem Bildschirm. Ich mag den Geruch und ich mag es, wie es sich anfühlt, Seiten umzublättern. Außerdem gefällt es mir, schwere, dicke Wälzer in der Hand zu halten. Einem eBook sieht man nicht an, wie dick es eigentlich ist. Ich liebe zudem auch meine Bücherregale. Ich möchte meine Bücher präsentieren und sehen, in wie viele Welten ich abtauchen kann. Bücher sind eine wunderbare Dekoration für jedes Zimmer. Besäße ich nur eBooks, wäre mein Zimmer so gut wie leer. – Das heißt aber nicht, dass ich keine eBooks lese. Wer sich meinen SuB ansieht, stellt fest, dass da verdammt viele drauf sind. Allerdings nutze ich das, um eine Auswahl zu treffen, welche Bücher ich mir kaufe. Wenn das eBook gut war, landet das Printexemplar auf meiner Wunschliste. War das Buch schlecht, habe ich es gelesen und gut ist.

Welches Buch würdest du gerne verfilmt sehen?
Die meisten Bücher verfilmen sich selbst in meinem Kopf. Aber ich glaube, ich wäre wirklich gespannt auf eine Verfilmung von „Die Gilde der schwarzen Magier“. Und natürlich alle bisher noch nicht verfilmten Bücher von Tom Clancy – allerdings nicht mit Harrison Ford als Jack Ryan, er ist deutlich zu alt für die Rolle. Schade, dass Alec Baldwin auch nicht mehr aussieht wie noch 1990, da war er nämlich ein guter Jack Ryan.

Welche magische Fähigkeit würdest du gerne besitzen?
Zuerst gibt es natürlich die Klassiker: unsichtbar werden, fliegen, Gedanken lesen. Aber im Studium wäre es wohl verdammt praktisch, wenn ich die Zeit anhalten könnte. Alles verharrt, die Uhren ticken nicht mehr, niemand bewegt sich – nur ich. Dann hätten meine Tage ein paar Stunden mehr und ich würde mehr schaffen. Ja, das war wirklich praktisch.

Wie lautet dein liebstes Zitat?
Das ändert sich immer mal wieder. Im Grunde besitze ich keine Lieblingszitate. Ich formuliere meine Aussagen lieber selbst als Zitate zu benutzen. Die meisten sind ohnehin so philosophisch, dass ich das Kotzen kriege, wenn ich nicht gerade tief in einer melancholischen Phase stecke. Allerdings mag ich ziemlich viele Zitate aus der BBC-Serie „Sherlock“. Mein momentan liebstes Zitat stammt allerdings von Special Agent G. Callen aus Navy CIS Los Angeles: „Für mich ist das Glas halb leer. Für Sam ist das Glas halb voll. Wir ergänzen uns gut. Kensi trinkt aus der Flasche, Nate stellt das Glas in Frage und Eric macht die Gläser kaputt, weil er die Füße auf den Tisch legt.“ Das bringt die Lebenseinstellung der genannten Charaktere ziemlich gut auf den Punkt.


Ich tagge...



Ich frage...

1. eBook vs. Taschenbuch vs. Hardcover: Was bevorzugst du?

2. Was hast du dir für das Jahr 2014 vorgenommen?

3. Wie hoch ist dein SuB in Büchern und in Zentimetern gemessen?

4. Wie viele Uhren hast du in deinem Zimmer?

5. Schreibst du in Druckschrift, Schreibschrift oder einer individuellen Mischung?

6. Bildungslücke: Welches Buch hast du noch nicht gelesen, obwohl scheinbar jeder andere es gelesen hat?

7. Wie viele Stunden müsste dein Tag haben, damit du optimal alles schaffst, aber auch keine Langeweile hast?

8. Tauschst du Bücher?

9. Wie viele Paar Schuhe besitzt du?

10. Wenn du zurückdenkst: Wie viele Bücher liest du wohl durchschnittlich im Jahr?

11. Wer ist dein absoluter Lieblingsautor und die Werke welches Autors kannst du dagegen überhaupt nicht leiden?


Viel Spaß!

Sonntag, 20. April 2014

Neuzugänge #16

Blöde Werbung, ehrlich. Versandkostenfrei ab 25 Euro Bestellwert. Ich wusste, ich hätte die Mail gar nicht erst lesen sollen. Natürlich habe ich es doch getan. Und dann nur aus "Interesse" ein bisschen gestöbert. Und schon war der Warenkorb voll bis oben hin. Heute kam das Paket dann an - mit ganz vielen Fortsetzungen von angefangenen Reihen, die bei mir im Regal stehen.


Gott sei Dank hat einer meiner Nachbarn das Paket angenommen. Ich hätte ja nicht so viel Lust gehabt, das durch die Stadt zu schleppen und mit der Straßenbahn herum zu kutschieren... Eigentlich hatte ich extra so bestellt, dass das Paket ankommt, wenn ich Zeit habe. Nur dieses eine Mal sind sie natürlich viel schneller als sonst.


Ich habe jetzt 61 Zentimeter neues Lesematerial. (Und 10,5 Stunden neues Filmmaterial.) Eigentlich hatte ich meine Bücherregale gerade so sortiert und hergerichtet, dass beide nett aussehen und gut gefüllt sind. Jetzt darf ich nach nicht einmal einer Woche alles wieder umsortieren. Blöde Werbung, wirklich!

Und das sind die glücklichen Gewinner meiner Kaufwut.


Klappentext "Dämon" von Matthew Delaney:
Als Meeresforscher ein im Zweiten Weltkrieg gesunkenes Schiff entdecken und bergen, können sie nicht ahnen, welche Gefahren sie damit heraufbeschwören. Denn in dem Wrack befindet sich ein Wesen, das nur ein Ziel kennt: zu töten. Mit der Überführung des Schiffes nach Boston beginnt für die Bewohner der Stadt eine Phase des Schreckens. Bizarre Morde, verstümmelte Leichen und kryptische Zeichen halten die Polizei in Atem, und alles scheint auf eine Verbindung zwischen den Gewalttaten und dem Wrack hinzudeuten. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Kriminalbeamten auf ein Geheimnis, das weit in die Vergangenheit zurückreicht.


Klappentext "Sherlock Holmes: Der Hund von Baskerville" von Sir Arthur Conan Doyle:
Der Fluch der Baskervilles lastet auf Sir Hugo. Um nicht ebenfalls ein Opfer der schrecklichen Prophezeiungen zu werden, bittet er Sherlock Holmes um Hilfe. Die Spuren eines riesigen Hundes führen den Meisterdetektiv zu geheimnisvollen Machenschaften...


Klappentext "Die Säulen der Erde" von Ken Follett:
England 1123-1173. Es ist eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen wischen Adel, Klerus und einfachem Volk, das unter Ausbeutung und Not leidet. Philip, ein junger Prior, dessen Eltern von marodierenden Söldnern abgeschlachtet wurden, träumt den Traum vom Frieden: die Errichtung einer Kathedrale gegen die Mächte des Bösen. Er und sein Baumeister Tom Builder, dessen Stiefsohn Jack und die Grafentochter Aliena müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen ihre Widersacher behaupten, ehe Kingsbridge Schauplatz des größten abendländischen Bauwerks, der "Säulen der Erde", wird...


Klappentext "Die Tore der Welt" von Ken Follett:
England im Jahre 1327. Vier junge Menschen versuchen ihr Glück zu machen: der rebellische Merthin, ein Nachfahre des großen Baumeisters Jack. Sein Bruder Ralph, der in den Ritterstand aufstrebt. Das Mädchen Caris, das sich nach Freiheit sehnt. Und Gwenda, die Tochter eines Taglöhners, die nur der Liebe folgen will. Und da ist noch Godwyn, ein aufstrebender Mönch, der nur ein Ziel vor Augen hat: Er will Prior der Abtei von Kingsbridge werden. Um jeden Preis.


Klappentext "Elijah" von Jacquelyn Frank:
Noch nie hat der mächtige Krieger Elijah eine Schlacht verloren - bis er von Nekromanten in eine Falle gelockt wird. Ausgerechnet die verführerische Siena, Königin der Lykanthropen, rettet ihn vor dem sicheren Tod. Obwohl Elijah von brennender Leidenschaft zu ihr erfasst wird, will er sich vor der einstigen Feindin keine Blöße geben. Doch der Gefahr, die ihren beiden Völkern droht, können sie nur gemeinsam begegnen...


Klappentext "Feuer" von Wolfgang Hohlbein:
Feuer wütet in Köln! Und ausgerechnet der Autodieb Will Lokkens, der sich sonst nicht in die Probleme anderer einmischt, wird unfreiwillig in das Rätsel um die Brände verwickelt. In düsteren Visionen erlebt er Szenen aus längst vergangenen Zeiten, in denen immer das gleiche unbezwingbare Feuer brennt. Bald wird ihm klar, dass weit mehr auf dem Spiel steht als nur die Stadt: Die gesamte Menschheit ist in Gefahr!


Klappentext "Sturm" von Wolfgang Hohlbein:
Ein Orkan fegt übers Land - Blitze schlagen in die Erde ein - die Welt versinkt im Chaos. Computerspezialist Dirk Gallwynd wacht schweißüberströmt aus einem Alptraum auf. Alles hat er bereits versucht, um seine verschwundene Tochter zu finden. Die letzte Spur führt nach Marokko, zu einem Mann, der das Geheimnis der Stürme an sich reißen will... Inmitten eines Hurrikans, der immer verheerende Kreise zieht, stürzt Dirk sich in einen erbitterten Kampf, bei dem es nicht nur um sein Kind, sondern um das Schicksal der gesamten Menschheit geht.


Klappentext "Der Todeskünstler" von Cody Mcfadyen:
Das Grauen ist hier. Smoky Barrett riecht den Tod, als sie die Türe öffnet. Der Boden und die Wände sind mit Blut getränkt. Auf dem Bett liegen zwei tote Körper - geschändet, entstellt, ausgeweidet. Neben ihnen kauert ein Mädchen. Der Todeskünstler hat sie besucht. Seit Jahren zerstört er ihr Leben, tötet jeden, der ihr lieb ist. Er will sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Er wird wieder zu ihr kommen...


Klappentext zu "Ausgelöscht" von Cody Mcfadyen:
Ich hatte einmal ein Leben. Doch ich erinnere mich nicht mehr daran. Ich hatte eine Familie. Doch ich kenne sie nicht mehr. Ich hatte viele Erinnerungen. Doch jemand war in meinem Gehirn. Er hat alles ausgelöscht. Und ich wünschte, er hätte mich nicht am Leben gelassen.


Klappentext zu "Bis(s) zur Mittagsstunde" von Stephenie Meyer:
Für immer mit Edward zusammen zu sein – Bellas Traum scheint wahr geworden! Kurz nach ihrem 18. Geburtstag findet er jedoch ein jähes Ende, als ein kleiner, aber blutiger Zwischenfall ihr fast zum Verhängnis wird. Edward hat keine andere Wahl: Er muss sie verlassen. Für immer. Bella zerbricht beinahe daran, einzig die Freundschaft zu Jacob gibt ihr die Kraft weiterzuleben. Da erfährt Bella, dass Edward in höchster Gefahr schwebt. Und sein Schicksal liegt in ihren Händen. Sie muss zu ihm, rechtzeitig, bis zur Mittagsstunde...


Klappentext zu "Krabat" von Otfried Preußler:
'Bald wirst du erfahren, welche Bewandtnis es mit dem Meister und dieser Mühle hat. Der Tag und die Stunde sind näher, als du vermutest.'
Neugier lockt Krabat zur Mühle am Koselbruch, vor der alle warnen, weil es dort nicht ganz geheuer sei. Ein leichtest und schönes Leben wird Krabat hier versprochen. Doch der Preis dafür ist hoch. Und aus der Verstrickung des Bösen kann ihn nur die bedingungslose Liebe eines Mädchens retten.


Klappentext "Traces: Todesschütze" von Malcolm Rose:
Willkommen in der Zukunftswelt von Traces. Luke Harding ist mit sechzehn Jahren der jüngste unter den forensischen Ermittlern. Doch er hat kaum Zeit, seinen Erfolg zu feiern, als die "Autoritäten" ihn und MALC, seinen mobilen Analyse-Roboter, auf den ersten Fall ansetzen: Ein Mitschüler ist mit einem Pfeil ermordet worden, der undurchsichtige Killer schreckt vor nichts zurück - und alle Indizien weisen auf Luke selbst hin!


Klappentext "Traces: Täterprofil" von Malcolm Rose:
Luke Harding, jüngster forensischer Ermittler der Zukunft, hat einen beunruhigenden Hinweis erhalten. Ein Insasse des Todestraktes soll unschuldig sein. Der 15-jährige Everton Kohter wurde vor zwei Jahren wegen Mordes zum Tode verurteilt, und die Hinrichtung steht unmittelbar bevor. Luke und sein Analysecomputer Malc beginnen einen Kampf gegen die Zeit, um die Wahrheit hinter den forensischen Indizien aufzudecken. Dabei stellen sie fest, dass der wahre Mörder noch frei herumläuft...


Klappentext "Traces: Sabotage" von Malcolm Rose:
Luke Harding, jüngster forensischer Ermittler der Zukunft, hat es diesmal mit Sabotage zu tun. Irgendjemand versucht, die Austragung der Internationalen Jugendspiele zu verhindern. Das Stadion befindet sich noch im Bau, und Luke wird beauftragt, einer Reihe von merkwürdigen Zwischenfällen nachzugehen: Zunächst verschwindet die Bauleiterin spurlos, dann stürzen zwei Bauarbeiter in den Tod, und eine Schwimmerin verletzt sich beim Training schwer. Doch nicht genug: Nachdem sich Luke an die Aufklärung des Falls macht, wird er selbst Opfer eines sonderbaren Unfalls. Steckt der Saboteur dahinter?


Klappentext "Traces: Blutspuren" von Malcolm Rose:
Luke Harding, jüngster forensischer Ermittler der Zukunft, wird damit beauftragt, einer verdächtig hohen Sterblichkeitsrate in einem Krankenhaus nachzugehen. Dort trifft Luke überraschend seine Eltern wieder, die er seit seiner Kindheit nicht mehr gesehen hat. Aber die Wiedersehensfreude ist getrübt, denn Lukes Vater arbeitet als Arzt in dem betroffenen Krankenhaus. Und als seine DNA an diversen Tatorten auftaucht, kommt Luke nicht umhin, ihn zum Hauptverdächtigen zu erklären. Doch ist sein Vater wirklich der Täter?


Klappentext "Falsch" von Gerd Schilddorfer:
Ein blutiger Überfall im kolumbianischen Dschungel. Drei kodierte Botschaften, von Brieftauben in die Welt getragen. Ein Vermögen als Lohn für die Entschlüsselung der Nachrichten... Der Abenteurer und Pilot John Finch macht sich in Begleitung der attraktiven Fiona Klausner und einer bunt zusammengewürfelten Truppe auf den Weg nach Europa, um ein spektakuläres Geheimnis aus der Nazizeit zu ergründen. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen übermächtige Gegner.


Klappentext "Das Bildnis des Dorian Gray" von Oscar Wilde:
'Das Bildnis des Dorian Gray', einer der meistgelesenen Romane der englischen Literatur, ist die unheimliche Geschichte vom Jüngling mit der anmutigen Gestalt, der seine Seele verkauft, um seine Schönheit zu retten.


Langsam werden meine diversen, angefangenen Reihen etwas vollständiger. Außerdem bin ich dabei, meine bisherigen Reihen neu zusammen zu stellen, sodass ich sie entweder komplett in Hardcover oder komplett als Taschenbuch besitze. Leider ist mir das bei "Bis(s) zur Mittagsstunde" schon nicht gelungen, da das Buch zwar Hardcover ist, der Schutzumschlag aber fehlt. Echt ärgerlich.

Weiß jemand von euch, woher ich nur den Schutzumschlag für das Buch bekommen kann?


Samstag, 19. April 2014

[Rezension] Radibutz im Hut – Helmut Glatz



Titel: Radibutz im Hut
Autor: Helmut Glatz
Verlag: Wolfgang Hager Verlag
Erscheinungsdatum: 03. Dezember 2012
Einband: Hardcover
Seiten: 147
ISBN: 978-3-902879-39-4
Preis: 19,90 € [D]

Klappentext:
Erziehung ist keine einfache Sache. Und die Erziehung einer kleinen Maus ist doppelt schwierig. Was aber bleibt dem Widiwondel Radibutz anderes übrig, als sich der hilflosen Waisenmaus anzunehmen, die ihm da am Flussufer zugeschwommen kommt!
Er versucht ihr beizubringen, was man im Wald von Wackelstein alles wissen muss: Warum die Bäume nicht gehen können. Wie das Echo aussieht. Worin das Geheimnis der Freundschaft besteht. Wie die Stille riecht. Warum ich ich bin. Fragen, die nicht nur ein Mäusekind bewegen.

Einordnung:
„Radibutz im Hut“ ist eine einzelne Geschichte und kein Teil einer Reihe, obwohl es zu den Widiwondeln generell noch weitere Geschichten gibt.

Rezension:
Zunächst muss ich anmerken, dass es sich bei dem Buch weniger um eine zusammenhängende Geschichte handelt, sondern vielmehr um einzelne Szenen, die in den Kapiteln dargestellt werden. Nur selten gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen aufeinanderfolgenden Szenen. Die Kapitel sind zwischen zehn Zeilen und zweieinhalb Seiten lang. Als Gute Nacht-Geschichte für jüngere Kinder oder Erstleser eignet sich das Buch daher wirklich gut. Für mich war es allerdings recht anstrengend, weil der Lesefluss ständig unterbrochen wird.
Begleitet wird die Geschichte von wirklich schönen, farbigen Zeichnungen auf mindestens jeder zweiten Seite. Die Bilder sind so eingebracht, dass sie tatsächlich das gerade ablaufende Geschehen untermalen und damit bei jüngeren Kindern das Lesen unterstützen.

Bei einigen versteckten Witzen bin ich mir aber nicht sicher, ob Kinder diese wirklich schon verstehen. Beispielsweise gibt es die chaotische Mäusefamilie, deren Kindern alle Namen aus drei Silben des Wortes „Tohuwabohu“ haben. So gibt es beispielsweise Tohuwa, Huwabo und Wabohu. Die Erklärung der Namen, die in dem Kapitel noch erfolgt, ist für Kinder wohl notwendig, aber ich glaube kaum, dass sie den Witz im Nachhinein noch lustig finden. Und mir hat diese Erklärung leider so ein bisschen die Pointe versaut.

Tatsächlich witzig und gelungen finde ich dagegen einige andere Beschreibungen. Als Radibutz beispielsweise versucht, Mimi das ABC beizubringen, sieht sie in den Buchstaben nur hässliche Tiere. Unter anderem ist das „B“ also „ein Tier mit einem dicken Bauch und einem aufgeblasenen Kopf“ (Seite 17). Noch lustiger ist die Beschreibung der Menschenwelt. In Autos sieht Mimi zum Beispiel Tiere, die Menschen fressen und sie wieder ausspucken, wenn sie ihnen nicht schmecken.

In vielen Ausflügen, die Mimi und Radibutz machen, ist eine Menge Wissen versteckt. Immer wieder besuchen sie das Eichhörnchen Knisper, den Frosch Quasimodo, den Maulwurf Schweineschnauze, den Mistkäfer Kusebauch und viele, viele andere Tiere. Jedes Mal gibt es dabei etwas Neues zu lernen. Dabei hilft sehr, dass das Buch praktisch in fünf Teile aufgeteilt ist: Herbst, Winter, Frühling, Sommer und wieder Herbst. Dadurch kann der Leser das Verhalten der Tiere über das ganze Jahr hinweg verfolgen und erfährt nicht nur, welche Tiere wasserscheu sind, sondern auch, wie Frösche, Regenwürmer und Mistkäfer den Winter überleben. Neben dem Wissen über verschiedene Tierarten werden aber auch unterschiedliche Feste wie Halloween und Fasching angesprochen.

Leider verstecken sich in den unzähligen Kapiteln aber auch einige Fehler bzw. Wiederholungen. Zu Beginn (Kapitel 5) versucht Radibutz, Mimi das Alphabet beizubringen, scheitert aber (bzw. gibt eigentlich erschreckend früh entnervt auf – ob das so ermutigend ist für Kinder, die noch Schreiben, Lesen und Rechnen lernen müssen?), einige Kapitel später (Kapitel 38) schreibt sie dann aber alle Namen nieder, die sich aus dem Wort „Tohuwabohu“ bilden lassen. Wieder kurze Zeit darauf (Kapitel 45) möchte Mimi eine „baumlange Baumgeschichte“ schreiben, wenn sie das Schreiben erst einmal gelernt hat. Da die Kapitel in chronologischer Reihenfolge erzählt werden, müsste Mimi das Schreiben zwischenzeitlich wieder verlernt haben.
Außerdem doppeln sich die Szenen gegen Ende manchmal und widersprechen sich dabei sogar teilweise. Besonders hängen geblieben ist mir die Sprache der Steine. Am Anfang ist Mimi der festen Überzeugung, dass Steine nicht sprechen können, aber Radibutz schlägt trotzdem vor, dass sie die Steine erzählen lassen. Gegen Ende stellt Mimi dann plötzlich die Frage, ob Steine sprechen können. Und diesmal weiß Radibutz die Antwort nicht. Das hat mich ein wenig verwirrt.

Das Ende kommt überraschend plötzlich. Gerade eben war Mimi noch die kleine Maus, der so viel beigebracht werden musste und die Fragen über Fragen gestellt hat. Und dann ist sie plötzlich erwachsen. Auch wenn das letzte Kapitel die Geschichte abrundet und zu einem guten Ende bringt, finde ich es nicht authentisch.

Fazit:
Als erwachsenem Leser fallen mir bei diesem Buch eher die Ungereimtheiten auf. Die Geschichte ist manchmal anstrengend zu lesen, es gibt inhaltliche Fehler und Dopplungen. Für jüngere Leser dürfte das Buch aber sehr entspannt zu lesen sein. Es enthält viel Wissen, lustige Beschreibungen, schöne Bilder und die kurzen Kapitel eignen sich gut für Erstleser. Daher bekommt „Radibutz im Hut“, obwohl es mich nicht wirklich überzeugen konnte, noch drei Schreibfedern von mir.


Samstag, 12. April 2014

Neuzugänge #15


Bis zum bitteren Ende habe ich es bei unserer Shoppingtour ausgehalten, keine Bücher zu kaufen. Und dann war uns so kalt, dass wir in einen Buchladen gegangen sind. Ich hätte die Regale leer räumen können, wirklich. Letztendlich ist es dann nur ein Buch geworden, das ich zudem schon kenne - aber auch absolut vergöttere.

"Jagd auf Roter Oktober" von Tom Clancy steht jetzt endlich in meinem Regal.


Klappentext:
Ein atemberaubendes Katz-und-Maus-Spiel in den Tiefen des Meeres. Eine Hetzjagd in der grenzenlosen Unterwasserwelt des Atlantiks. Mit diesem Buch beweist Tom Clancy, dass er der wahre Erfinder des Techno-Thrillers ist.


Seit ich "Jagd auf Roter Oktober" das erste Mal gelesen habe, kann ich gar nicht mehr genug von Tom Clancys Büchern bekommen. Wahnsinnige Spannung, Liebe zum Detail und ein berauschender Schreibstil zeichnen seine realistischen und teilweise schon prophetischen Politthriller aus. Ich bin den Büchern um Jack Ryan bzw. John Clark wirklich vollkommen verfallen. Tom Clancy ist mein absoluter Lieblingsautor. Es ist unglaublich schade, dass er letztes Jahr gestorben ist...



WAZ, 19.03.2014





Dieser Ausschnitt aus der WAZ vom 19.03.2014 beschreibt nur ein Buch, in dem Tom Clancy in gewisser Weise die Zukunft vorhersagt. Noch viel beeindruckender finde ich, dass er in einem seiner Thriller (den Namen nenne ich mal nicht, ich möchte niemanden spoilern) den 11. September prophezeit hat.











Habt ihr schon mal ein Buch von Tom Clancy gelesen?
Wer ist euer Lieblingsautor?

Dienstag, 8. April 2014

Neuzugänge #14

Der zweite Teil meiner Geburtstagsbücher ist jetzt auch angekommen. Zusammen mit einem Rezensionsexemplar von Helmut Glatz. Ganz viele neue Seiten für meinen SuB. Ich kann es einfach nicht lassen!

"Radibutz im Hut" von Helmut Glatz, "Plötzlich Prinzessin" von Meg Cabot und "Die Verratenen" von Ursula Poznanski sind bei mir eingezogen.
Außerdem habe ich mir "(K)ein Kavaliersdelikt" und "Mecklenburger Winter" von Chris P. Rolls gekauft.


Klappentext "Radibutz im Hut":
Erziehung ist keine einfache Sache. Und die Erziehung einer kleinen Maus ist doppelt schwierig. Was aber bleibt dem Widiwondel Radibutz anderes übrig, als sich der hilflosen Waisenmaus anzunehmen, die ihm da am Flussufer zugeschwommen kommt!
Er versucht ihr beizubringen, was man im Wald von Wackelstein alles wissen muss: Warum die Bäume nicht gehen können. Wie das Echo aussieht. Worin das Geheimnis der Freundschaft besteht. Wie die Stille riecht. Warum ich ich bin. Fragen, die nicht nur ein Mäusekind bewegen.


Klappentext "Plötzlich Prinzessin":
Vollblut-New-Yorkerin Mia fällt aus allen Wolken. Sie soll Prinzessin von Genovia sein und nun in dem verschnarchten kleinen Fürstentum das Zepter schwingen? Niemals! Mia wehrt sich - bis ihre royale Großmutter eingreift und ein heilloses Durcheinander anzettelt.


Klappentext "Die Verratenen":
Vertraue niemandem. Denn jemand will deinen Tod. Es könnte jeder sein.
Eine Welt, die perfekt und gerecht erscheint. Sechs Studenten, die dachten, sie kennen die Wahrheit. Doch plötzlich sind sie auf der Flucht, verraten, verfolgt und dem Schicksal ausgeliefert.


Klappentext "(K)ein Kavaliersdelikt":
Leandro ist Keyboarder in einer regional bekannten Boyband. Nach einer Probe trifft er auf Henny, ein Mädchen aus dem Kunstkurs. Sie fasziniert und verblüfft ihn, denn sie ist so ganz anders, als alle Mädchen, mit denen er bisher zusammen war. Was er nicht ahnt: Henny ist die Abkürzung für Hendrik und dieser kann sein Glück gar nicht fassen, dass sein heimlicher Schwarm ihn tatsächlich angesprochen hat. Er geht auf Leandros Flirt ein, auch wenn ihm bewusst ist, dass die Täuschung früher oder später auffliegen wird.


Klappentext "Mecklenburger Winter":
Der Winter hält das westliche Mecklenburg fest im Griff. Trotz eisiger Temperaturen hat der ehrgeizige Triathlet Kai nur ein großes Ziel vor Augen: den Sieg der Challenge Roth. Beim Training landet er unfreiwillig in einer Schneewehe und wird von dem jungen Leon gerettet.
Der sportliche Reiter ist zwar alles andere als begeistert von Kais frecher Art und seinen offensiven Flirtversuchen, dennoch entsteht zwischen ihnen eine besondere Freundschaft.
Je besser Kai Leon kennenlernt, umso komplizierter wird es allerdings. Aber Kai liebt die Herausforderungen und seine Stärken sind enorme Ausdauer und ein absoluter Siegeswille...


Eigentlich wollte ich erst die Irgendwie-Reihe von Chris P. Rolls zu Ende lesen, aber dann stand mir der Sinn nach etwas mehr Romantik. Da ich mich nicht zwischen "(K)ein Kavaliersdelikt" und "Mecklenburger Winter" entscheiden konnte, sind es kurzerhand beide geworden. Bei "Plötzlich Prinzessin" bin ich wirklich gespannt - ich kenne die Filme noch immer auswendig. Hoffentlich ist das Buch (im romantisch kitschigen Rahmen) ebenfalls gut.

Habt ihr schon mal eine schwule Romanze gelesen?
Wie häufig könnt ihr euch nicht zwischen verschiedenen Büchern entscheiden?


Montag, 7. April 2014

[Statistik] März 2014

Ich liebe Semesterferien. So viel Zeit zum Lesen. Leider haben mich meine Bücher nichts anderes mehr tun lassen. Na ja, es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Und meine Neuzugänge halten sich in Grenzen, sodass mein SuB tatsächlich kleiner wird. Etwas.

Neuzugänge:
- "Lauf" von Jamie Freveletti [gebraucht]
- "Das Böse in uns" von Cody Mcfadyen [gebraucht]
- "Ghostwalker - Fluch der Wahrheit" von Michelle Raven [geschenkt]
- "Ghostwalker - Ruf der Erinnerung" von Michelle Raven [geschenkt]

Gesamtanzahl: 6 Bücher



Gelesen und rezensiert:
- "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" von Sir Arthur Conan Doyle (432 Seiten) [4/5]
- "Ghostwalker - Die Spur der Katze" von Michelle Raven (512 Seiten) [4/5]
- "Ghostwalker - Pfad der Träume" von Michelle Raven (448 Seiten) [5/5]
- "Ghostwalker - Auf lautlosen Schwingen" von Michelle Raven (448 Seiten) [3/5]
- "Mercy - Gefangen" von Rebecca Lim (256 Seiten) [2/5]
- "Die Legende der Wächter - Die Entführung" von Kathryn Lasky (288 Seiten) [4/5]
- "Die Legende der Wächter - Die Wanderschaft" von Kathryn Lasky (288 Seiten) [4/5]
- "Die Legende der Wächter - Die Rettung" von Kathryn Lasky (224 Seiten) [5/5]
- "Die Legende der Wächter - Die Belagerung" von Kathryn Lasky (256 Seiten) [3/5]
- "Die Legende der Wächter - Die Bewährung" von Kathryn Lasky (192 Seiten) [3/5]
- "Arkadien erwacht" von Kai Meyer (448 Seiten) [4/5]
- "Arkadien brennt" von Kai Meyer (416 Seiten) [5/5]

Bücher insgesamt: 12 Bücher
Seiten insgesamt: 4208 Seiten
durchschnittliche Bewertung: 3,83 von 5 Schreibfedern