Montag, 30. Juni 2014

[Rezension] Schattenwandler: Gideon – Jacquelyn Frank



Titel: Gideon
Autor: Jacquelyn Frank
Verlag: Egmont LYX
Erscheinungsdatum: 07. Dezember 2009
Einband: Softcover
Seiten: 351
ISBN: 978-3-802582-37-0
Preis: 9,95 € [D]

Klappentext:
Seit tausend Jahren dient der Schattenwandler Gideon seinem Volk als Heiler und wurde stets für seine Weisheit und Besonnenheit geachtet. Doch er verfiel Magdalegna, der Schwester des Dämonenkönigs, und bedrängte sie mit seiner Leidenschaft. Beschämt über seinen Mangel an Beherrschung zog sich Gideon von seinem Volk zurück. Als jedoch Nekromanten Magdalegnas Leben bedrohen, muss Gideon erneut ihr Vertrauen gewinnen, um sie und sein Volk zu retten...

Einordnung:
- Jacob (Teil 1)
- Gideon (Teil 2)
- Elijah (Teil 3)
- Damien (Teil 4)
- Noah (Teil 5)
- Adam (Teil 6)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Ich finde es recht witzig, dass sich Teile des Klappentextes gar nicht auf das Buch, sondern auf den vorherigen Band beziehen. Ja, die Bedrohung der Dämonen durch Nekromanten – Menschen, die sich schwarzer Magie bedienen – ist noch immer real, allerdings wurde Magdalegna selbst ganz explizit im letzten Teil bedroht, als sie abberufen wurde. Sie kehrt allerdings schon vor Ende des Buches zu ihren Freunden zurück. Nichtsdestotrotz ist diese Erfahrung nicht spurlos an ihr vorbei gegangen, sodass sie Gideons Hilfe durchaus auch in diesem Buch noch brauchen kann.

Grundsätzlich gefällt mir dieser Teil schon besser, weil ich die beiden Hauptcharaktere sehr mag. Sowohl die Geistdämonin Magdalegna, genannt Legna, als auch der Körperdämon Gideon sind als Nebencharaktere schon im ersten Buch aufgetaucht. Die Autorin hat die unterschwelligen Andeutungen, dass es möglicherweise schon einmal intimen emotionalen oder sexuellen Kontakt zwischen den beiden gegeben hat, in diesem Buch aufgegriffen und weiter ausgebaut.
Obwohl diese Beziehung im Gegensatz zu Jacobs und Isabellas aus dem ersten Buch nicht verboten ist, ist sie deshalb nicht weniger kompliziert. Gideon als Urältester ist bereits tausend Jahre alt und hat so von Geburt an Legnas gesamtes Leben mitbekommen. Dass der Dämonenkönig Noah nicht nur Legnas Bruder, sondern auch Gideons Patenkind ist, macht sie fast zu einer Art Tochter für ihn – bis die Gefühle auftauchen. Es ist für beide nicht leicht, mit den aufkeimenden Gefühlen umzugehen. Deshalb gefällt es mir sehr gut, dass sie nicht bei der ersten Gelegenheit übereinander herfallen und bis ans Ende ihrer Tage gemeinsam glücklich sind.

Trotzdem muss ich sagen, dass der Anfang mir viel zu schnell ging. Die frostige Stimmung aus dem ersten Buch habe ich noch gut im Kopf gehabt. Legnas Abneigung konnte ich dann auch nachvollziehen, als in einem Rückblick in die Vergangenheit geschildert wird, wie Gideon sie bei ihrem ersten intimen Kontakt weggestoßen und als Kind beleidigt und gedemütigt hat. Also habe ich mich darauf eingestellt, dass es ein langer, schwerer Kampf um ihre Liebe werden würde. Stattdessen sind sie schon nach einem Viertel des Buches aufeinander geprägt – so eine Überraschung – und können sich in aller Ruhe ihrer unbändigen Lust widmen. Gott sei Dank ist Gideon wenigstens nicht immer so krankhaft eifersüchtig wie es Jacob immer noch ist.

Allerdings bleibt so auch eine Menge mehr Platz für andere Handlungsstränge. Neben zahlreichen Dämonen lernt der Leser nun auch den Vampirprinz Damien und Siena, die Königin der Lykathropen, kennen. Der Grund dafür ist ein Mordanschlag auf Isabella und ihr ungeborenes Kind. Da der Attentäter nicht auf frischer Tat ertappt wird, gibt es viele Verdächtige. Zum einen die weiteren Spezies der Schattenwandler, zum anderen aber auch die Nekromanten, mit denen sich die Dämonen schon im ersten Teil herumschlagen mussten. An dieser Stelle wird der buchübergreifende Handlungsstrang weiter aufgebaut, denn die Nekromanten sind offenbar in einer Gesellschaft organisiert, die es zu zerstören gilt.
Da neben der leidenschaftlichen Liebesgeschichte nicht mehr auch noch unzählige Dinge erklärt werden müssen, tritt das Genre Fantasy hier mehr in den Vordergrund als im ersten Buch. Es geht nicht mehr hauptsächlich um den Sex, sondern die Szenen, die tatsächlich wichtige Handlung enthalten, werden einfach aus Legnas oder Gideons Perspektive geschildert. Durch das jahrhundertelang angesammelte Wissen ist besonders letzteres immer wieder interessant. Es entsteht tatsächlich Spannung, ich habe um die Charaktere gebangt und darum, ob sie den Attentäter finden. Auch die Angst, dass einer meiner Lieblingscharaktere von den Nekromanten abberufen wird, war immer da.

Fazit:
Obwohl die Grundstruktur des Buches dem ersten Band ziemlich ähnlich ist, gefällt es mir besser. Die Protagonisten sind sympathischer und um einiges entspannter. Außerdem entwickelt das Buch diesmal sogar Spannung. Die Autorin hat deutlich mehr Wert auf die fantastischen Elemente und vor allem die buchübergreifenden Handlungsstränge gelegt. Leider geht mir der Beginn des Buches viel zu schnell und an einigen Stellen ist es so parallel zum ersten Teil aufgebaut, dass ganze Szenen bloß mit anderen Namen auch im ersten Band hätten vorkommen können. Dabei wäre es wirklich nicht schwer gewesen, die Liebesgeschichte ein klein wenig anders zu gestalten. Trotzdem bekommt „Gideon“ aber vier Schreibfedern von mir.


Sonntag, 29. Juni 2014

Neuzugänge #23

Das mit der Selbstbeherrschung ist so eine Sache. Ich wollte ein nettes Buch nebenbei lesen, das nicht meine volle Konzentration braucht. Und zack - schon hab ich mir die vier noch fehlenden Bände der Reihe auch zulegt. Ich weiß schon, wie ich mich vom Lernen abhalten kann.

Mit "Gideon", "Damien", "Noah" und "Adam" besitze ich jetzt auch die Teile 2, 4, 5 und 6 der Schattenwandler-Reihe von Jacquelyn Frank.

Klappentext "Gideon":
Seit tausend Jahren dient der Schattenwandler Gideon seinem Volk als Heiler und wurde stets für seine Weisheit und Besonnenheit geachtet. Doch er verfiel Magdalegna, der Schwester des Dämonenkönigs, und bedrängte sie mit seiner Leidenschaft. Beschämt über seinen Mangel an Beherrschung zog sich Gideon von seinem Volk zurück. Als jedoch Nekromanten Magdalegnas Leben bedrohen, muss Gideon erneut ihr Vertrauen gewinnen, um sie und sein Volk zu retten...


Klappentext "Damien":
Der mächtige Vampirprinz Damien hat sein Leben dem Schutz aller Schattenwandler verschrieben. Als die Prinzessin der Lykanthropen entführt wird, riskiert Damien alles, um sie zu retten. Nichts hat ihn jedoch auf die Leidenschaft vorbereitet, die Syreena in ihm entfacht. Aber diese Liebe darf nicht sein, bringt sie doch die Welt der Schattenwandler in höchste Gefahr...


Klappentext "Noah":
Der Dämonenkönig Noah ist auf der Suche nach seiner Seelengefährtin - und die Zeit drängt: Findet er sie nicht bald, droht er dem Wahnsinn zu verfallen. Seine Träume weisen ihm den Weg, aber noch bevor Noah seine Geliebte findet, wird diese ermordet. Der Dämon bricht mit den Gesetzen von Raum und Zeit, um sie zu retten. Doch kann er das Schicksal überlisten?


Klappentext "Adam":
Der Dämon Adam wird vierhundert Jahre in die Zukunft geschickt, um ein tragisches Ereignis zu verhindern. Dort begegnet er der Vampirin Jasmine, die schon in der Vergangenheit sein Begehren weckte - als Vampire und Dämonen noch Todfeinde waren. Nun muss er mit ihr zusammenarbeiten, um eine grausame Feindin der Schattenwandler zu besiegen. Schon bald lodert ihre Leidenschaft heißer als je zuvor...


Als Nebenbei-Lektüre sind die Bücher echt wunderbar geeignet. Die ersten beiden Bücher habe ich bereits verschlungen, denn die Welt der Dämonen gefällt mir wirklich gut. Bis auf Adam sind auch alle zukünftigen Hauptcharaktere schon vorgekommen, sodass ich weiß, dass ich zumindest den männlichen Protagonisten in Zukunft mögen werde. Ob die Protagonistinnen mich mehr überzeugen werden als Isabella aus Teil 1, bleibt abzuwarten.

Wie steht ihr zum Genre "Romantic Fantasy"?
Müsst ihr auch immer alle Bücher einer Reihe besitzen?

Samstag, 28. Juni 2014

[Rezension] Schattenwandler: Jacob – Jacquelyn Frank



Titel: Jacob
Autor: Jacquelyn Frank
Verlag: Egmont LYX
Erscheinungsdatum: 17. August 2009
Einband: Softcover
Seiten: 375
ISBN: 978-3-802582-36-3
Preis: 9,95 € [D]

Klappentext:
Seit Anbeginn der Zeiten gibt es die geheimnisvollen Schattenwandler. Die Liebe zu Sterblichen ist ihnen verboten, und ein Mann wacht darüber, dass dieses Gesetz niemals gebrochen wird: Jacob. Jahrhundertelang widerstand er jeglicher Versuchung. Doch als er die schöne Bibliothekarin Isabella rettet, flammt ein Begehren in ihm auf, das er nie zuvor gekannt hat. Und nun ist es Jacob selbst, der das eherne Gesetz der Schattenwandler bricht.

Einordnung:
- Jacob (Teil 1)
- Gideon (Teil 2)
- Elijah (Teil 3)
- Damien (Teil 4)
- Noah (Teil 5)
- Adam (Teil 6)

Rezension:
An diesen Romantic-Fantasy-Roman bin ich mit der Erwartung herangegangen, zwischen ziemlich viel Sex und Romantik eine lockere, anspruchslose Geschichte erzählt zu bekommen. Das bringt den Aufbau des Buches tatsächlich ziemlich auf den Punkt. Allerdings ist das wohl dem Genre geschuldet, denn die Welt und die Wesen, die die Autorin geschaffen hat, sind für einen Authentizitäts- und Logikfanatiker wie mich durchaus beeindruckend.

Der Einstieg in die Geschichte ist ein bisschen holprig, weil der Schreibstil gewöhnungsbedürftig ist. Besonders anstrengend zu lesen ist der Anfang, weil die Erzählperspektive mit jedem Absatz wechselt. Die Geschichte hat keinen Ich-Erzähler, doch die Szenen werden abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Der Leser springt so schnell zwischen den Gedanken der Charaktere hin und her, dass es ziemlich verwirrend wird. Nach einigen Kapiteln wird es noch schlimmer, als die Perspektive nun sogar teilweise nach jedem Satz wieder gewechselt wird. Es scheint als würde die Autorin versuchen, jede einzelne Sekunde durch die Augen aller Anwesenden darzustellen. Das bringt nicht nur Hektik und Verwirrung mit sich, sondern ist auch noch vollkommen unnötig, weil die Gefühle aller Charaktere auch so mehr als deutlich sind.
Im Laufe der Geschichte wird es allerdings leichter, dem Geschehen zu folgen. Es ist wohl einfach eine Gewöhnungssache, den schnellen Wechseln hinterher zu kommen. Da das Buch auch nicht die volle Aufmerksamkeit erfordert, um es zu verstehen, macht es auch nichts, wenn verwirrende Stellen einfach überlesen werden. Es ist in der Tat eine ziemlich leichte und anspruchslose Lektüre, die kaum Konzentration bedarf und gut nebenbei zu lesen ist, ohne dass der rote Faden verloren geht.

Dass kaum Verständnisprobleme entstehen, auch wenn die Geschichte bruchstückhaft nebenbei gelesen wird, liegt wohl auch an den zahlreichen Sexszenen, die immer wieder ausführlich erzählt werden. Das ist bei dem Genre natürlich zu erwarten und die Autorin schafft es auch, tatsächlich immer wieder neue Dinge einzubauen, trotzdem haben mich zwei Sachen ganz besonders gestört.
Die erste Sache ist die Wortwahl, an der allerdings auch die deutsche Übersetzerin schuld sein könnte. Wann immer die Charaktere ihren Höhepunkt erreichen, „explodieren“ sie. Ich finde es in Ordnung, es einmal als Metapher für die Heftigkeit zu benutzen, beim fünften Mal dachte ich mir dann allerdings, dass es ein ziemliches Wunder ist, dass immer jemand alle Einzelteile wieder zusammenflicken kann. Etwas mehr Variation hätte da auf jeden Fall geholfen – oder zumindest ein passenderes Wort.
Außerdem hat mich inhaltlich extrem gestört, dass Safer Sex scheinbar vollkommen unwichtig ist. Nicht ein einziges Mal kommt jemand auf die Idee, ein Kondom zu benutzen. Es mag für Schattenwandler normal sein, allerdings kommt Isabella aus einer menschlichen Kultur, wo es meist doch die Norm ist, sich darüber Gedanken zu machen. Statt mit gutem Beispiel voranzugehen, werden mögliche Krankheiten und eine ungewollte Schwangerschaft nicht mit einem Wort erwähnt. Ein deutlicher Widerspruch zu Isabellas vernünftigem Charakter.

Sehr gut gefallen hat mir aber die Fantasy, die die Autorin in das Buch eingebaut hat. Im ersten Moment habe ich befürchtet, dass Jacob ein Vampir ist. Doch obwohl Vampire in dieser Geschichte ebenso existieren wie Lykanthropen (gemeinhin bekannt als Werwölfe), handelt es sich bei Jacob um einen Dämon. Allerdings sind die Dämonen vollkommen anders als sie in den Mythen dargestellt werden. Es handelt sich um eine hochzivilisierte Spezies mit hohen moralischen Ansprüchen. Zu den hässlichen, grausamen Monstern, die eigentlich als Dämonen bekannt sind, werden sie erst durch die schwarze Magie der Menschen.
Außerdem sind die Dämonen nicht alle gleich, denn jeder von ihnen wird in Verbundenheit mit einem Element geboren. Durch die Evolution gibt es aktuell sechs verschiedene Elemente: Erde, Feuer, Wasser, Luft, Geist und Körper. Mir hat besonders die Tatsche gefallen, dass beispielsweise ein Erddämon nicht einfach das Element Erde beherrscht, sondern viel mehr kann. Er lebt in Einklang mit der Natur und kann sie sich zunutze machen, er kann seine molekulare Struktur verändern und als Staubwolke schnell weite Entfernungen zurücklegen und er kann fliegen, indem er die Erdanziehungskraft verändert. Gleiches gilt auch für die anderen Dämonenarten. So kann ein Geistdämon falsche Eindrücke in den Kopf anderer setzen und ein Körperdämon die Körperchemie oder den Hormonhaushalt verändern, um die Reaktionsbereitschaft zu erhöhen oder Schmerzen zu lindern.
Dass nicht jeder Dämon das gleiche kann, aber auch nicht bloß mit Kugeln aus seinem Element herumwirft, finde ich erfrischend neu. Zudem bleibt es nicht bei Vampiren, Lykanthropen und Dämonen, es gibt auch noch weitere Schattenwandler.

Die Handlung an sich steht durch diese ganzen Einführungen in eine neue Welt ziemlich im Hintergrund. Leider sind gerade die Momente, in denen tatsächlich etwas geschieht, häufig nicht besonders gelungen. Es will nicht in meinen Kopf dass es einem so mitfühlenden Wesen wie Isabella nichts ausmacht, töten zu müssen. Es ist allerdings ohnehin Isabella, an der meine Liebe zu diesem Buch scheitert. Sie wird schnell nervenaufreibend, ist bezüglich ihrer Ängste und Schwächen extrem unrealistisch konstruiert und hat außerdem die fast schon krankhafte Angewohnheit, ständig die Fäuste in die Hüfte zu stemmen. Wenn ich gezählt hätte, wie oft sie das tut, wäre die Zahl bestimmt dreistellig geworden – und das bei einem Buch, das nur 375 Seiten hat.
Obwohl ich es geschafft habe, trotz Werwölfen, Vampiren, Prägung, Jacob und Isabella, die Bella genannt wird, nur ganz selten an die Bi(s)-Saga von Stephenie Meyer zu denken, konnten die Hauptcharaktere meine Sympathie einfach nicht gewinnen.

Fazit:
Das Buch enthält ein wunderbares Stück Fantasy, sympathische Nebencharaktere, zu viele Sexszenen, zu wenig überzeugende Handlung und nervtötende Protagonisten. Die Welt der Dämonen und die Dämonen selbst gefallen mir außerordentlich gut, aber die Idee wäre in einem anderen Genre besser aufgehoben gewesen, in dem die zahlreichen Möglichkeiten in spannende Handlung umgesetzt worden wären und nicht in dauerhaften, ungeschützten Geschlechtsverkehr zwischen zwei ziemlich anstrengenden Protagonisten. Leider schafft es „Jacob“ daher nur auf drei Schreibfedern.


Montag, 23. Juni 2014

Neuzugänge #22

Nach einigen Schwierigkeiten mit der Post ist mein Bücherregal jetzt wieder um einen Bewohner reicher. Das Buch habe ich auf dem Blog von Silke gewonnen, vielen Dank dafür!

"Als die schwarzen Feen kamen" von Anika Beer steht jetzt in meinem Regal.

Klappentext:
Als ein gefährlicher Schwarm schwarzer Feen Marie bedroht, gibt es nur einen, der ihr helfen kann: Gabriel, der mysteriöse Junge, der die dunklen Wesen zu sehen vermag, die sich in den Schatten der Menschen verbergen. Doch als Marie sich entschließt, Gabriels Hilfe zu suchen, haben die schwarzen Feen die Grenze zu unserer Welt bereits durchbrochen ...

Ist das nicht ein wunderschönes Cover? Erst mal ist es grün, damit hat es mich schon voll überzeugt. Aber die schwarzen Schmetterlinge und vor allem die ganzen schwarzen Hände am Rand, machen es irgendwie gruselig. Es ist wirklich lange her, dass mich ein Cover das letzte Mal so begeistert hat. Die Geschichte klingt aber auch echt interessant. Ich wusste gar nicht, dass Feen auch böse sein können.

Was ist euer Lieblingscover?
Kennt ihr Bücher, in denen Feen auf der bösen Seite stehen?

Montag, 16. Juni 2014

[Challenge] ABC-Challenge #2


Nachdem ich letztes Mal grandios gescheitert bin, versuche ich es diese Runde noch einmal mit der Challenge von Real Booklover. Wieder müssen 26 Bücher gelesen werden, deren Titel mit allen Buchstaben des Alphabets beginnen. Die einzigen Ausnahmen sind Q, X und Y, die nur irgendwo im Titel vorkommen müssen. Außerdem werden Artikel ignoriert, bei Reihen zählt der Untertitel des Buches und Zahlen werden ausgeschrieben.

A - Adam (Schattenwandler-Reihe von Jacquelyn Frank)

B - Bestimmung [Die] (Bestimmung-Reihe von Veronica Roth)

C - Chemie des Todes [Die] (David Hunter-Reihe von Simon Beckett)

D - Damien (Schattenwandler-Reihe von Jacquelyn Frank)

E - Elijah (Schattenwandler-Reihe von Jacquelyn Frank)

F - Fours Geschichte (Bestimmung-Reihe von Veronica Roth)

G - Gideon (Schattenwandler-Reihe von Jacquelyn Frank)

H - Haus Komarow [Das] (Axel Saalbach)

I - Im Labyrinth (Die Auserwählten-Reihe von James Dashner)

J - Jacob (Schattenwandler-Reihe von Jacquelyn Frank)

K - Kalte Asche (David Hunter-Reihe von Simon Beckett)

L - Letzte Fluch [Der] (Purlunas-Reihe von Cathrin Kühl)

M - May Bee (Tomas Maidan)

N - Noah (Schattenwandler-Reihe von Jacquelyn Frank)

O - Obsidian (Obsidian-Reihe von Jennifer L. Armentrout)

P - Probezeit (Reihe um Cobra von Judith Liere)

Q

R - Roboter im Eis [Die] (Wobotniks-Reihe von Wolfgang Bellaire)


T - Tödliche Wahrheit (Bestimmung-Reihe von Veronica Roth)


V


X - Mord im Orientexpress (Agatha Christie)

Y - Yep: Warum nicht anders? (Anthologie von Jobst Mahrenholz)

Z

Sonntag, 15. Juni 2014

[Rezension] Purlunas: Der letzte Fluch – Cathrin Kühl



Titel: Purlunas – Der letzte Fluch
Autor: Cathrin Kühl
Verlag: Wölfchen Verlag
Erscheinungsdatum: 29. November 2013
Einband: Softcover
Seiten: 320 (+ 30 Seiten Anhang)
ISBN: 978-3-943406-46-7
Preis: 15,50 € [D]

Klappentext:
Endlich beginnt für die vierzehnjährige Evi Heinrich das erste Jahr in der Elementer-Schule Purlunas. Nach einem Jahrzehnt der Flucht kehrt sie zurück nach Heilquell – eine der letzten freien Städte der Elementerwelt. Schnell stößt sie auf immer mehr Geheimnisse: Warum verbieten ihre Mutter und Großmutter, über ihren Vater zu sprechen? Wieso gibt es nur zwölf Schüler pro Jahrgang auf Purlunas? Zeitgleich übermannen Evi Astralprojektionen und ziehen sie in eine vergessene Zeit, in welcher sie den Fluch des letzten Rosacallum entdeckt. Dieser könnte die Jagd des tyrannischen Weltherrschers Gideon auf sie beenden oder ihn dazu veranlassen, sie erst recht zu töten...

Einordnung:
- Der letzte Fluch (Teil 1)
- Der Geistertrank (Teil 2)
- eventuelle Fortsetzungen

Rezension:
Zwar kann ich mich nicht daran erinnern, schon einmal ein Buch über Elementer gelesen zu haben, aber auch verglichen mit anderen übernatürlichen Fähigkeiten, sind Cathrin Kühls Ideen sehr innovativ. Die Schüler der Schule Purlunas lernen neben Telekinese und Telepathie auch, fünf verschiedene Elemente zu beherrschen: Erde, Feuer, Wasser, Luft und Geist. Doch das tun sie nicht, indem sie den Kern ihrer Kraft finden und nutzen. Stattdessen wird jedes Element durch eine unterschiedliche Emotion ausgelöst. Wasser beispielsweise entsteht durch Angst, Feuer dagegen durch Aufregung. Die Elementer müssen sich in diese Gefühle hineinsteigern, sodass sie nicht zwingend jedes Element gleich gut beherrschen. Es sorgt auch für spannende Szenen, denn nicht in jedem Moment hat ein Elementer die passende Emotion zur Hand. Und selbst wenn, heißt es noch lange nicht, dass die Emotionen nicht überschäumen können.

Eine weitere Fähigkeit, die in der Welt der Elementer auftritt, sind die sogenannten Astralprojektionen. Nicht jeder Elementer besitzt diese Gabe, in der der Geist aus dem Körper in eine andere Zeit und an einem anderen Ort gezogen wird. Angeblich sind diese Astralprojektionen, von denen sowohl Evi als auch ihre Mutter Hanna heimgesucht werden, nicht kontrollierbar. Sie übermannen Evi in den ungünstigsten Situationen und führen sie an Orte, die sie niemals sehen wollte. Ihre Reisen quer durch die Zeit helfen Evi dabei, ihre Neugier zu befriedigen und ein uraltes Geheimnis zu lüften. Ganz geschickt hat die Autorin dies schon am Anfang eingebracht, sodass der Leser einen undeutlichen Ausblick auf Geschehnisse bekommt, die möglicherweise noch in der Zukunft geschehen.

Doch nicht nur die tatsächliche Handlung baut Spannung in der Geschichte auf, sondern auch die Konstruktion der Charaktere. Chris, ein Mitschüler von Evi, ist mir beispielsweise sehr sympathisch und ich habe mit ihm gefiebert, ob er mit seinen Schwärmereien für Evi eine Chance hat. Dagegen ist Sandra, die eine Stufe über Evi ist, von vorne bis hinten unsympathisch. Doch wie das Leben so spielt, sind Evi und ihre Freunde doch einmal auf Sandras Hilfe angewiesen und die ganze Zeit habe ich auf den Moment gewartet, in dem sie ihnen schadenfroh in den Rücken fällt. Auch die Lehrerinnen bereiten mir immer wieder Kopfzerbrechen. Zu Beginn sind sie sehr sympathisch, doch plötzlich wird eine zur wilden Furie, während die andere auf einmal mit dem tyrannischen Weltenherrscher per du ist. Die überraschenden Wechsel im Verhalten verschiedener Personen haben mich wirklich paranoid gemacht, sodass ich mir nicht mehr sicher bin, welche Charaktere auf der guten Seite stehen und welche nicht.

Besonders aufgefallen ist mir, dass die Autorin über das ganze Buch hinweg sehr auf Authentizität geachtet hat. Evi ist mir ihren 14 Jahren keine starke, kluge, unerschrockene Heldin. Auch sie muss manchmal Niederlagen einstecken, braucht Hilfe von ihren Freunden oder kommt nur wegen ihres Überlebensinstinkts davon. Sie besitzt auch nicht die Weitsicht einer Erwachsenen, sondern geht nur die Dinge an, die sie vor der Nase hat. Nachdem sie beispielsweise den Fluch entdeckt hat, der über Purlunas liegt, möchte sie ihn gerne brechen. Dass das nicht nur einen gebrochenen Fluch, sondern auch weitreichende Konsequenzen für die Schule und die benachbarte Stadt Heilquell nach sich ziehen würde, realisiert sie überhaupt nicht. Das alles macht Evi Heinrich zu einer sehr angenehmen Protagonistin.

Nichtsdestotrotz sind mir auch einige Punkte negativ aufgefallen. Unter anderem ist es ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, dass es nur zwölf Schüler pro Jahrgang in Purlunas gibt. Diese Tatsache geht allerdings in der Geschichte vollkommen unter, bis es explizit angesprochen und gleich auch eine Begründung dafür geliefert wird. Wer von der Begrenzung der Schülerzahl also nicht aus dem Klappentext weiß, der bekommt das Rätsel zeitgleich mit der Lösung präsentiert – nicht optimal für die Spannung.

Am meisten störe ich mich aber noch immer am Ende der Geschichte. Das ist zum Teil die Schuld der Autorin, weil die Szene einfach mittendrin abbricht. Der zweite Teil der Reihe wird eine ganze Menge Aufklärungsarbeit leisten müssen, so viele offene Handlungsstränge wie es noch gibt. Zum größeren Teil ist das wohl aber Ungeschicktheit des Verlags, gepaart mit meiner Angewohnheit, Überschriften nicht zu lesen. Das letzte Kapitel endet 30 Seiten vor Ende des Buches ganz unten auf der linken Seite, worauf auf der rechten Seite direkt die Danksagung folgt. Da ich Überschriften eigentlich nie lese, bin ich von der Geschichte direkt in die Danksagung gerasselt und habe so tatsächlich das Ende der Geschichte verpasst. Ich konnte ja aber auch nicht ahnen, dass der Verlag ganze 30 Seiten Leseproben und Vorstellungen anderer Bücher ans Ende heftet...

Fazit:
Das Buch ist an vielen Stellen so spannend, dass ich durch die Seiten geflogen bin und dann zurückblättern musste, um meine Notizen zu machen. Die eigentliche Handlung trägt dazu ebenso bei wie die Konstruktion der vielseitigen, undurchsichtigen Charaktere. Unter anderem dadurch regt das Buch sehr zum Nachdenken an, da es viel Platz für eigene Theorien und Vermutungen bietet. Besonders geeignet ist das Buch wohl für Leser, die viel auf Authentizität achten, denn diese steht hier ganz hoch im Kurs. Als einziger Kritikpunkt bleibt anzumerken, dass das Ende der Geschichte so plötzlich kommt, dass ich es verpasst habe. Insgesamt ist „Purlunas – Der letzte Fluch“ aber deutlich mit Herzblut geschrieben und bekommt daher vier Schreibfedern.



Ich bedanke mich nochmals herzlich beim Wölfchen Verlag und bei Lovelybooks für das Rezensionsexemplar.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Neuzugänge #21

Im Allgemeinen bin ich ein ziemlicher Shopping-Muffel. Aber wenn ich dann in einem Buchladen stehe, ist es um mich geschehen. Ich habe mir fest vorgenommen, nur noch Bücher zu kaufen, die auf meiner Wunschliste stehen. Leider sind das aber auch noch mehr als 70 Bücher. Aber so wächst wenigstens mein SuB nicht jedes Mal weiter, wie auch in diesem Fall.

"Arkadien erwacht", "Arkadien brennt" und "Arkadien fällt" von Kai Meyer stehen jetzt auch als Printexemplare in meinem Regal.


Klappentext "Arkadien erwacht":
Die Einsamkeit Siziliens birgt düstere Mythen und Legenden. Raubtiere jagen menschlichte Beute in den Hügeln. Raubtiere, die sich hinter der Maske verfeindeter Mafia-Clans verbergen.
Als eine Tragödie Rosa aus New York nach Italien führt, ahnt sie nicht, dass sie viel mehr ist als nur ein Mädchen auf der Flucht. Bis sie Alessandro begegnet. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie. Nach den Gesetzen der Mafia müsste er ihr Todfeind sein - doch dann stoßen sie gemeinsam auf das uralte Geheimnis ihrer Familien...


Klappentext "Arkadien brennt":
Menschen, die sich in Raubtiere verwandeln. Kämpfe zwischen Mafiaclans. Die verbotene Liebe zu Alessandro. Rosa braucht dringend Abstand und kehrt der wilden Schönheit Siziliens vorübergehend den Rücken. In New York will sie ihrer eigenen Vergangenheit nachspüren. Doch auch dort herrschen Dynastien von Gestaltwandlern hinter den Masken der Mafia. Alle Antworten auf Rosas Fragen führen direkt in die Arme ihrer Gegner. Und entfernen sie immer weiter von Alessandro...


Klappentext "Arkadien fällt":
Rosa und Alessandro wollen ihre Gefühle füreinander nicht länger verbergen. Doch ihre Liebe bringt die Clans der Gestaltwandler gegen sie auf. Nach einer atemlosen Jagd durch die Weiten Siziliens erkennt Rosa, wer wirklich hinter dem Komplott gegen sie steckt: Der Hungrige Mann, der Herrscher aller Dynastien, ist zurückgekehrt - und die Welt der Arkadier wird niemals mehr sein wie zuvor.


Als E-Books habe ich die Bücher schon gelesen und ich war wirklich begeistert. Aber wie das mit meinem Sammelzwang so ist, muss ich die Bücher dann auch als Printausgaben besitzen, um sie in meinem Regal präsentieren zu können.

Lest ihr E-Books?
Stehen eure Bücher alle in einem Bücherregal oder stapeln sie sich irgendwo, wo Platz ist?

Dienstag, 3. Juni 2014

[Statistik] Mai 2014

Wenn zum Lesen keine Zeit ist, dann zumindest zum Kaufen. Rabattaktionen an jeder Ecke und mein Sammelzwang verschlimmern das alles nur noch. Meine Bücherregale sind jetzt schon wieder voll. Ich weiß bald echt nicht mehr, wohin noch mit den ganzen Büchern. Ich brauche eindeutig eine größere Wohnung - oder mehr Staufläche.

Neuzugänge:
- "Red Rabbit" von Tom Clancy [neu]
- "Der Kardinal im Kreml" von Tom Clancy [neu]
- "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" von Suzanne Collins [neu]
- "Bis(s) zum Morgengrauen" von Stephenie Meyer [gebraucht]
- "Bis(s) zur Mittagsstunde" von Stephenie Meyer [gebraucht]
- "Die Wahrheit über Alice" von Rebecca James [Mängelexemplar]
- "Elysion" von Thomas Elbel [Mängelexemplar]
- "Dunkle Ernte" von Simon Mockler [Mängelexemplar]
- "Septemberblut" von Rebekka Pax [Mängelexemplar]
- "Purlunas - Der letzte Fluch" von Cathrin Kühl [Leserundenexemplar]

Gesamtanzahl: 10 Bücher



Gelesen und rezensiert:
- "Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe" von Suzanne Collins (431 Seiten) [4/5]
- "Die Tribute von Panem - Flammender Zorn" von Suzanne Collins (430 Seiten) [3/5]

Bücher insgesamt: 2 Bücher
Seiten insgesamt: 861 Seiten
durchschnittliche Bewertung: 3,5 von 5 Schreibfedern