Samstag, 30. August 2014

[Rezension] Schattenwandler: Adam – Jacquelyn Frank



Titel: Adam
Autor: Jacquelyn Frank
Verlag: Egmont LYX
Erscheinungsdatum: 14. Februar 2013
Einband: Softcover
Seiten: 328
ISBN: 978-3-802588-83-9
Preis: 9,99 € [D]

Klappentext:
Der Dämon Adam wird vierhundert Jahre in die Zukunft versetzt, um ein tragisches Ereignis zu verhindern. Vieles hat sich verändert, und Adam erkennt die Welt der Schattenwandler kaum wieder. Doch dann begegnet er der Vampirin Jasmine, die mit ihrer Berührung eine unbezwingbare Leidenschaft in ihm weckt.

Einordnung:
- Jacob (Teil 1) 
- Gideon (Teil 2) 
- Elijah (Teil 3) 
- Damien (Teil 4) 
- Noah (Teil 5) 
- Adam (Teil 6)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten fünf Teile enthalten!

Der Beginn dieses Buches ist vollkommen anders als erwartet. Statt dieselbe Geschichte noch ein sechstes Mal bloß mit anderen Hauptcharakteren zu erzählen, spielt der Beginn praktisch in einer parallelen Zukunft. Und die Zukunft der Schattenwandler ist wirklich düster. Noah und Elijah sind zerstritten, Seth hasst Gideon, seinen Vater, und seine Ansprüche, weil er ihnen noch nicht gerecht werden kann, Leah wächst als trauriges Mädchen mit einer großen Last auf den Schultern auf, Syreena ist nach einem Angriff von Ruth psychisch krank und laugt damit auch Damien aus. Nachdem dem Leser die Welt der Schattenwandler und die wichtigen Charaktere in den letzten fünf Büchern näher gebracht wurden, ist diese Zukunft ein ziemlicher Bruch mit allen Dingen, die bisher vorgestellt wurden. Mir hat es nicht sonderlich gefallen. Nicht nur, weil die Welt für die Charaktere unschön und düster ist, sondern auch weil die Geschehnisse überhaupt nicht zu den Charakteren passen und eine vollkommen neue Welt erschaffen wurde, in der nur die Charaktere erhalten bleiben. So ist es nur verständlich dass Leah, das erste Kind der Zeit, kaum widerstehen kann, ihre Gabe zu nutzen. Denn es gibt nur eine Person, die diese schreckliche Zukunft verhindern kann: Adam.

Ein bisschen schade finde ich, dass von Anfang an ziemlich offensichtlich ist, wer Adam ist. Schon bevor explizit erwähnt wird, welchen Hintergrund er hat, war es ziemlich offensichtlich. Ebenso wie die Tatsache, dass die beschriebene Zukunft sich ändern wird, weil Adam durch die Zeit reist, um einzugreifen. Es ist schließlich schon in den vorherigen Büchern mehrfach erwähnt worden, dass er vor etwa 400 Jahren verschwunden ist. Wenn diese Wendung überraschend sein sollte, hat sie ihr Ziel leider ziemlich verfehlt.

Trotz allem macht Adams Auftauchen natürlich Hoffnung darauf, dass Ruth irgendwie besiegt werden kann. Niemand der bisherigen Hauptcharaktere hat es fertig gebracht, sie für ihre Taten zu bestrafen. Nicht einmal gemeinsam waren die Dämonen, Vampire und Lykanthropen erfolgreich. Da ist es ein gutes Zeichen, wenn jemand aus der Vergangenheit auftaucht, um zu helfen. Doch er ist nicht der einzige, der aus einer anderen Zeit kommt. Auch aus der Zukunft erscheint jemand, um zu helfen. Das ist, finde ich, eine sehr realistische Lösung für das Problem, dass Ruth beinahe unbesiegbar scheint.
Allerdings wird bis zum Schluss des Buches nicht aufgelöst, wer die Person ist, die aus der Zukunft kommt. Auch ihre teils merkwürdigen, teils beeindruckenden Fähigkeiten werden nicht weiter erläutert. Es bleiben also am Ende der Geschichte noch einige Fragen offen. Die meisten Handlungsstränge werden aber abgeschlossen, sodass das Ende bis auf wenige Details schön abgerundet ist.

Fazit:
Der letzte Teil der Reihe konnte mich nicht wirklich packen. Der Anfang liest sich wie ein Teil einer vollkommen anderen Geschichte, weil die Welt sich sehr verändert und die Charaktere sich nicht treu bleiben. Dagegen ist das Ende ordentlich gelungen und bildet einen runden Abschluss vieler offener Handlungsstränge. Schade ist nur, dass trotz allem einige Fragen offen bleiben. Ich kann „Adam“ daher nur drei Schreibfedern geben.


Freitag, 29. August 2014

[Rezension] Schattenwandler: Noah – Jacquelyn Frank



Titel: Noah
Autor: Jacquelyn Frank
Verlag: Egmont LYX
Erscheinungsdatum: 09. Juni 2011
Einband: Softcover
Seiten: 518
ISBN: 978-3-802584-04-6
Preis: 9,99 € [D]

Klappentext:
Noah, der König der Dämonen, sucht schon seit Langem nach seiner Seelengefährtin – der Frau, die in jeder Hinsicht zu ihm passt. Monatelang sieht er sie in seinen Träumen vor sich und kommt ihr doch nicht näher. Als er sie in der Kriegerin Kestra endlich gefunden zu haben glaubt, wird diese jedoch ermordet. In seinem Schmerz bricht Noah mit den Gesetzen von Zeit und Raum, um in die Vergangenheit zu reisen und das Leben seiner Geliebten zu retten. Doch dieses Vorhaben birgt ungeahnte Gefahren ...

Einordnung:
- Jacob (Teil 1)
- Gideon (Teil 2) 
- Elijah (Teil 3) 
- Damien (Teil 4) 
- Noah (Teil 5)
- Adam (Teil 6)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten vier Teile enthalten!

Nachdem in den letzten drei Jahren alle Dämonen im näheren Umfeld des Königs durch Prägung ihre Partner gefunden haben, spürt Noah die Auswirkungen des Mondes um Samhain und Beltane immer mehr. Außerdem fehlt ihm der beruhigende Einfluss seiner Schwester Legna. Langsam verfällt er dem Wahnsinn, auch wenn er versucht, sich dagegen zu wehren. Das bleibt natürlich auch den beiden Vollstreckern nicht verborgen. Doch zum ersten Mal erfährt der Leser hier tatsächlich aus der Perspektive eines Betroffenen, wie es ist, wenn jemand dem Wahnsinn verfällt. Das Maß an Gefühllosigkeit und Gleichgültigkeit ist wirklich erschreckend. Besonders Noah ist ein exzellentes Beispiel, um den Wahnsinn, der durch den Mond ausgelöst wird, darzustellen, denn er ist normalerweise ein sehr intelligenter, rücksichtsvoller, verantwortungsbewusster und zärtlicher Mann. Doch im Wahn überwiegen die Triebe und rationale Überlegungen oder Zuneigung spielt keine Rolle mehr. Und das erfährt der Leser aus erster Hand und auf sehr eindrucksvolle Art.

Doch das Buch geht nicht nur an dieser Stelle mehr in die Tiefe als die bisherigen Bände. Wie auch schon bei Isabella und Corinne wird Kestras druidische Seite durch Noahs Berührung aktiviert. Anders als zuvor lässt die Autorin den Leser diesmal an der Entwicklung der Kräfte teilhaben. Doch nicht nur das, auch die Nutzung der Dämonenkräfte wird das erste Mal näher erläutert. Während die Dämonen in den bisherigen Bänden immer einfach Kugeln ihres jeweiligen Elements auf Angreifer geworfen haben, erklärt Noah seiner Partnerin nun Schritt für Schritt, wo die Energie zu finden ist, wie sie kontrolliert wird und welche Dinge damit möglich sind. Das schafft einen wirklich interessanten und fesselnden Einblick in die Hintergründe der Fähigkeiten. Gleichzeitig wird außerdem Spannung aufgebaut, denn Noah gehört als einziger männlicher Feuerdämon zu den mächtigsten Dämonen. Doch niemand, nicht einmal er selbst, weiß wirklich, wie groß seine Fähigkeiten sind. Das macht ihm völlig zu Recht Angst.

Das Buch beschränkt sich allerdings nicht darauf, die Geschichte von Noah und Kestra erzählen zu lassen. Immer wieder wechselt die Perspektive, sodass es auch andere Blickwinkel auf aktuelle Ereignisse gibt und andere Handlungsstränge weiterverfolgt werden können. Obwohl der Großteil der Handlung natürlich Noah und Kestra gehört, werden auch die Beziehungen von Damien und Syreena, Isabella und Jacob, Gideon und Legna und Elijah und Siena immer wieder angeschnitten. Auch aus Jasmines Perspektive wird über das Geschehen berichtet. Und nicht zuletzt natürlich auch aus der Sicht der Bösen.

In diesem Buch liegt dabei der Fokus nicht auf Ruth und Nico, sondern auf einer Gruppe gesetzloser Vampire, die sich von Damien und den Vampirgesetzen losgesagt haben und nun umher ziehen, um das Blut anderer  Schattenwandler zu trinken. Dass sie mit den dadurch angesammelten Fähigkeiten nur das Ziel haben können, Damien vom Thron zu stoßen, ist offensichtlich. Die Gefahr, die von diesen Vampiren ausgeht, droht aber an allen Ecken und Enden. Denn die Dämonen, um die sich die bisherigen Bücher gedreht haben, gehören allesamt zu den Mächtigsten ihrer jeweiligen Elemente. Während also alles darauf hinauszulaufen scheint, dass jemand Damien zum Duell herausfordern wird, bleibt die ständige Frage im Hinterkopf, ob sie sich die Kräfte der Dämonen aneignen wollen und mit welchem sie wohl anfangen würden. Diese Bedrohung ist nicht minder gering als die durch Ruth und Nico, aber es ist eine neue Entwicklung, die frischen Wind in die Geschichte bringt.

Fazit:
Viele Oberflächlichkeiten der letzten Teile werde in diesem Buch bereinigt. Die 120 Seiten, die das Buch länger ist als seine Vorgänger, tun ihm eindeutig gut. Es werden viel mehr Details erläutert, sodass es einfacher ist, in die Geschichte hineinzufinden. Auch die immer wieder wechselnden Perspektiven helfen dabei, denn so gibt es einen guten Überblick über alle aktuellen Geschehnisse. Das Buch unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht positiv von seinen Vorgängern, daher bekommt „Noah“ alle fünf Schreibfedern.


Donnerstag, 28. August 2014

Neuzugänge #26

Das Ende des Monats ist erreicht und ich habe alle meine Pflichten erfüllt. Deshalb gibt es wieder eine neue Trilogie, die mein Bücherregal weiter füllt. Eigentlich wollte ich eine andere Reihe haben, aber wenn meine Buchhandlung sie nicht vollständig als Hardcoverversion vorrätig hat, kann man da nichts machen.

"Gelöscht", "Zersplittert" und "Vernichtet" von Teri Terry stehen jetzt in meinem Regal.


Klappentext "Gelöscht":
Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Kyla wurde geslated. Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los – hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählte sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern? Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und merkt allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit – doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?


Klappentext "Zersplittert":
Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Denkt sie. Doch als Kyla im Wald von dem aufdringlichen Wayne Best angegriffen wird, setzt schlagartig ihr Erinnerungsvermögen wieder ein . Trotzdem stellen sich der 16-Jährigen weiterhin jede Menge rätselhafter Fragen: Wer ist das Mädchen mit den zertrümmerten Fingern, die in ihren Albträumen auftaucht? Und welche Rolle hat sie bei Free UK, einer terroristischen Gruppe im Untergrund, gespielt? Als ein mysteriöser Mann namens Hatten in Kylas Leben tritt, besteht für sie endlich die Möglichkeit, mehr über ihre Vergangenheit und das System der Lorder herauszufinden. Doch Hatten verfolgt als Anhänger von Free UK seine eigenen Ziele und Kyla wird immer mehr zum Spielball zwischen Lordern und Terroristen …


Klappentext "Vernichtet":
Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Denkt sie. Kylas Leben ist einmal mehr in größter Gefahr, als Nico einen hinterhältigen Anschlag auf sie ausübt. Auf der Flucht vor dem skrupellosen Anführer von Free UK, der für Kyla inzwischen zu einem unberechenbaren Gegner geworden ist, sucht sie Unterschlupf bei ihren Freunden von MIA. Dort kann sie mit neuer Identität untertauchen und aus dem Blickfeld der Lorder und der Terroristen verschwinden. Sich in Sicherheit wähnend, kreisen Kylas Gedanken wieder mehr um ihre Kindheit, und Stück für Stück kommen Erinnerungsfetzen an Lucy und ihre Eltern zurück. Als Kyla endlich ihre Mutter kennenlernt, erfährt sie, wer sie als Kind wirklich war. Doch wieso hat ihr Vater sie damals freiwillig den Terroristen übergeben? Und welch dunkles Geheimnis verbirgt sich hinter ihrer Familiengeschichte?


Ich finde die Cover der Bücher richtig gelungen. Die Bücher stehen auch schon länger auf meinem Wunschzettel, ich bin gespannt, ob sie die Erwartungen erfüllen können. Die Thematik ist auf jeden Fall interessant.

Kennt jemand von euch die Reihe?
Welches der Cover findet ihr am coolsten?

Montag, 25. August 2014

[Rezension] von Bitterweg. Das DuneburgDebakel – Platti Lorenz



Titel: von Bitterweg. Das DuneburgDebakel
Autor: Platti Lorenz
Verlag: neobooks Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 18. August 2014
Einband: eBook
Seiten: 347
ISBN: -
Preis: 5,99 € [D]

Klappentext:
Aiden Wirket weiß, wer er ist. 
Er ist Aiden Wirket aus Dormizien, dem unbedeutendsten Landstrich mitten im tiefsten Nirgendwo. Niemand geht dort hin. Niemand kommt von dort. Niemand kennt es. Nur die Bewohner haben die Angewohnheit, dort zu bleiben. Nun ja, alle bis auf Aiden.
Wie gesagt: Aiden Wirket weiß, wer er ist. Gut, zumindest wissen es die Leute, denen er in und auf seinem Weg nach Duneburg begegnet. Fern seiner Heimat ist er demnach Kopfgeldjäger, Aushilfe, öffentliches Ärgernis, Begleitung, Ordnungshüter, Auslöser ... Tja, bis er sich schließlich als Hauptverdächtiger in einem städtischen Debakel mit übernatürlichen Akteuren wiederfindet.

Einordnung:
- Das DuneburgDebakel (Teil 1)
- zwei weitere Teile sind geplant

Rezension:
Aiden Wirket ist ohne Zweifel ein faszinierender Protagonist. Er gehört zu den Menschen, die Dinge erst für unmöglich halten, wenn sie selbst daran gescheitert sind. Außerdem ist er sich seiner Fähigkeiten meistens sehr bewusst und geht entsprechend entspannt und ausgeglichen durch das Leben. Wenn er weiß, dass er nichts daran ändern kann, dass er zum Tode verurteilt in einer Arrestzelle sitzt, dann nimmt er die Situation hin. Diese Ruhe ist sein beeindrucktester Charakterzug, finde ich. Insgesamt ist er durchaus sympathisch, allerdings fehlt ihm meiner Meinung nach in einigen Szenen die Ausstrahlung, die bei den anderen Charakteren deutlich anzukommen scheint, wodurch sie in Angst und Schrecken versetzt werden.
Mein Lieblingscharakter ist eindeutig Nitja Belting. Der junge, mysteriöse Mann legt einen so geheimnisvollen ersten Auftritt hin, dass die Geschichte deutlich an Spannung zulegt und ich sehr neugierig war, was es mit ihm auf sich hat. Gleichzeitig ist sein Auftauchen das erste Anzeichen dafür, dass in diesem Buch übernatürliche Kräfte am Werk sind.

Diese Kräfte sind eine tolle Idee der Autorin. Mir gefallen die grundlegenden Fantasyaspekte des Debakels in Duneburg. Immer wieder werden in der Stadt mysteriöse Runen an Wände und Mauern geschmiert. Niemand scheint zu wissen, woher sie kommen und wozu sie gedacht sind. Doch es ist ganz offensichtlich, dass in Duneburg etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Als Aiden die Stadt betritt, hört er in allen Straßen einen merkwürdigen Gesang. Die Menschen sind geistig abwesend und sammeln sich immer wieder in Scharen auf dem Marktplatz, wo sie anscheinend ein merkwürdiges Gebilde anbeten. Das tempelähnliche Gebäude scheint die Gedanken der Menschen zu kontrollieren und ihr Verhalten zu steuern. Und diese Magie streckt ihre Finger auch nach Aiden aus.
So sehr ich die spezielle Idee, die hinter dem Tempel steckt, auch mag, so verwirrt bin ich bezüglich der Welt, in der diese Geschichte spielt. Offenbar gibt es Magie, Zauberbanne und magische Wesen, doch der Rahmen der Möglichkeiten wird in diesem Buch kein bisschen abgesteckt. Im Laufe der Handlung werden viele Dinge deutlich, die in der von der Autorin erschaffenen Welt möglich sind, allerdings gibt es keinerlei Einschränkungen, welche Dinge nicht möglich sind. Ich bin gespannt, ob die beiden noch folgenden Teil den Rahmen etwas enger setzen werden.

Auch einige andere Dinge sind teilweise merkwürdig. Beispielsweise wird Aiden zu Beginn des Buches, als er in einer Herberge um ein Zimmer bittet, von den Anwesenden für einen Kopfgeldjäger gehalten. Doch statt sich bedeckt zu halten, erzählen ihm viele Männer, dass ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt ist und wie hoch es ist. Das hat mich so verwirrt, dass ich tatsächlich nachgeschlagen habe, was ein Kopfgeldjäger ist. Auch mit dem Hinweis im Hinterkopf, dass es sich um das Genre Funny Fantasy handelt, kann ich das nicht ganz nachvollziehen, auch wenn sich das daraus entstehende Gespräch durchaus einen Lacher verdient hat – obwohl meine humoristische Ader nicht besonders ausgeprägt ist.

Positiv hervorheben kann ich aber auf jeden Fall das Ende des Buches. Die Auflösung der merkwürdigen Geschehnisse in Duneburg ist nicht nur sehr gelungen, sondern rundet diesen Haupthandlungsstrang auch gut ab. Damit ist diese Geschichte in sich abgeschlossen und nicht einfach willkürlich unterbrochen, um sie im nächsten Teil fortzusetzen. Nichtsdestotrotz gibt es auch Anspielungen, die neugierig auf den zweiten Teil machen, denn Aiden wird nun unter anderem von Nitja begleitet werden. Außerdem sind in einem Gespräch ein paar Anmerkungen zu Aiden gefallen, die viel Potenzial für die Fortsetzungen bieten und definitiv noch geklärt werden müssen.

Fazit:
Das Debüt ist Platti Lorenz gut gelungen. Die Charaktere sind sympathisch und vielfältig, auch wenn hin und wieder ein Stück Ausstrahlung auf der Strecke bleibt. Gemeinsam mit dem Protagonisten Aiden lernt der Leser Schritt für Schritt mehr über die merkwürdigen, übernatürlichen Vorkommnisse. Hinter der Geschichte steckt ein wunderbares Stück Fantasy, auch wenn die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten in der Welt im Allgemeinen durchaus eine nähere Erläuterung vertragen könnten. Trotz einiger Ungereimtheiten bekommt „von Bitterweg. Das DuneburgDebakel“ solide vier Schreibfedern von mir.


An dieser Stelle möchte ich mich für das Rezensionsexemplar herzlich bei der Autorin Platti Lorenz bedanken.

Donnerstag, 21. August 2014

[Rezension] Schattenwandler: Damien – Jacquelyn Frank



Titel: Damien
Autor: Jacquelyn Frank
Verlag: Egmont LYX
Erscheinungsdatum: 01. November 2010
Einband: Softcover
Seiten: 397
ISBN: 978-3-802583-29-2
Preis: 9,95 € [D]

Klappentext:
Der mächtige Vampirprinz Damien hat sein Leben dem Schutz aller Schattenwandler verschrieben. Als die Prinzessin der Lykanthropen entführt wird, riskiert Damien alles, um sie zu retten. Nichts hat ihn jedoch auf die Leidenschaft vorbereitet, die Syreena in ihm entfacht. Aber diese Liebe darf nicht sein, bringt sie doch die Welt der Schattenwandler in höchste Gefahr...

Einordnung:
- Jacob (Teil 1) 
- Gideon (Teil 2) 
- Elijah (Teil 3) 
- Damien (Teil 4)
- Noah (Teil 5)
- Adam (Teil 6)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten drei Teile enthalten!

Zum ersten Mal ist der Protagonist des Buches kein Dämon, sondern ein Vampir. Das gibt viel Raum, um mehr über diese Spezies zu erfahren. Die Autorin nutzt die Gelegenheit, um viele interessante Informationen in die Geschichte einzubauen. Nach den drastischen Veränderungen im Volk der Dämonen und den auch nicht ganz unwesentlichen Neuerungen bei den Lykanthropen, gibt es jetzt auch bei den Vampiren eine dramatische Weiterentwicklung. Doch diese betrifft nicht nur die Vampire, sondern alle Schattenwandler, denn es geht um das Gesetz, dass es Vampiren verbietet, das Blut anderer Schattenwandler zu trinken.
Als ich gelesen habe, aus welchem Grund das Gesetz erlassen wurde, konnte ich nur stumm fluchen. Und dass ich mich so in eine Geschichte einfühle, passiert nicht häufig. Es spielt keine Rolle, wie mächtig Ruth bisher durch die schwarze Magie geworden ist, mich lässt das Gefühl nicht los, dass sie in Zukunft das kleinere Problem sein wird. Diese Ablenkung tut der Geschichte sehr gut, denn würde sich der Teil des Buches, der sich nicht um die Liebesgeschichte dreht, schon wieder nur mit Ruth, ihren Plänen und ihren Angriffen beschäftigen, würde der Spannungsbogen in naher Zukunft in sich zusammen fallen. Doch statt die Hauptcharaktere der bisherigen Bücher weiter von einer wahnsinnigen Verräterin bedroht werden zu lassen, hat Jacquelyn Frank eine neue, noch viel größere Gefahr geschaffen. Das ist ein Grund, warum ich so durch das Buch geflogen bin.

Dieses Buch führt aber nicht nur weiter in das Volk der Vampire ein, sondern erklärt auch viele noch fehlende Details zu den Schattenwandlern im Allgemeinen. Es beginnt damit, dass sich Ruth und ihre Gefolgsleute zu Beginn der Geschichte auf dem Gebiet der Mistrale aufhalten. Die einzige Mistralsirene, die bisher in Erscheinung getreten ist, ist Windsong. Außer den Tatsache, dass Mistrale betörende Stimmen haben, alle Krankheiten heilen und sich in Vögel verwandeln können, ist jedoch noch nichts über sie bekannt. Da ich diese Art von Fantasywesen bisher noch nicht kannte, finde ich die Fähigkeiten der Mistrale sehr beeindruckend. Die ungewöhnlichen Ideen machen das Buch an dieser Stelle sehr leicht zu lesen.
Doch neben den Mistralen gibt es noch eine weitere Spezies, die bisher überhaupt keine Beachtung in den Büchern gefunden hat. Das sind die Schattenbewohner. Sie treten zum ersten Mal in Erscheinung bei einem historischen Ereignis – dem Treffen aller Anführer aller Schattenwandler. Es hat mehr als tausend Jahre gedauert, doch aufgrund der akuten Bedrohung aller Schattenwandler durch Ruth finden sich der König der Dämonen, die Königin der Lykanthropen, der Prinz der Vampire, die Ältesten der Mistrale, die erste Druidin und der Kanzler und die Kanzlerin der Schattenbewohner zu einem Treffen zusammen. Ich habe die Macht in dem Raum gespürt. Es war wirklich ein beeindruckender Gänsehautmoment, etwas, das ich in der bisherigen Geschichte vermisst habe.

Es werden jedoch nicht nur Spezies der Schattenwandler neu oder genauer eingeführt, sondern auch weitere Charaktere. Diesen stehe ich ein bisschen zwiespältig gegenüber. Auf der einen Seite gibt es Jasmine, die seit fünfhundert Jahren in Damiens Gefolge lebt, sehr eng mit ihm vertraut ist und jede Gefahr gemeinsam mit ihm überstanden hat. Sie ist sehr stark, doch ihre Zuneigung zu Damien ist ihre größte Schwachstelle. So ist es ziemlich verständlich, dass sie Syreena gegenüber sehr abgeneigt ist. Anders als bei den meisten andere Charakteren sind ihre Gedanken und Beweggründe nicht leicht zu durchschauen, wodurch sie geheimnisvoll wirkt und die Aufmerksamkeit des Lesers mehr weckt als andere Charaktere. Als ihr dann die Möglichkeit offen steht, sich Syreena vom Hals zu schaffen, hat die Autorin mit einem gemeinen Cliffhanger die Szene so wirkungsvoll unterbrochen, dass ich mit der Angst weiterlesen musste, Jasmine könnte ebenfalls zu einer Verräterin werden.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich die Protagonisten Syreena und Damien. Obwohl sie mir im letzten Teil noch gut gefallen hat, entwickelt sich Syreena jetzt eindeutig in eine negative Richtung. Ihre Harlekingestalt und ihr unnatürlichen Kräfte können noch so faszinierend sein, es lenkt nicht davon ab, dass sie fast die gesamte Geschichte über trotzig, anstrengend und bisweilen nervtötend wie ein kleines Kind ist. Sie hat bisher fast ihr gesamtes Leben im Kloster gelernt, immer bevormundet und ohne Liebe und Zuneigung, aber diese Entschuldigung ist für mich nicht gut genug, um darüber hinwegzusehen, dass die Szenen mit ihr wirklich nicht schön zu lesen waren.
Damien mag ich nach wie vor. Seine Besonnenheit, seine Kraft und seine Selbstlosigkeit sind beeindruckend. Er ist meist die Ruhe selbst und ein würdiger Prinz der Vampire. Aber er ist auch ein absoluter Einzelgänger. Das ist, neben dem Herrscherstatus, die einzige Gemeinsamkeit, die er mit Syreena teilt. Beide sind so sehr Einzelgänger, dass ihre Liebe es nicht leicht hat. Grundsätzlich ist das eine gute Idee, doch im Verlauf der Geschichte sorgt das dafür, dass beinahe sämtliche Authentizität verloren geht. Die Zuneigung wirkt nicht echt, die Beziehung gespielt. Das nimmt der Liebesgeschichte sämtlichen Reiz und ich konnte nur noch um Damiens willen hoffen, dass Jasmine Syreena nicht irgendwann an die Kehle geht.

Fazit:
Eine neue Gefahr bedroht die Schattenwandler, die sogar noch gefährlicher ist als die wahnsinnige Ruth. Dadurch wird der Spannungsbogen weiter aufgebaut und die Geschichte nimmt gerade noch rechtzeitig eine Wendung, um nicht langweilig zu werden. Außerdem hat die Autorin es endlich geschafft, Gänsehautmomente unterzubringen. Doch das hilft nicht darüber hinweg, dass die Protagonistin mit ihrem kindischen, sehr anstrengenden Verhalten ziemlich daneben ist und die gesamte Liebesgeschichte vollkommen aufgesetzt und gestellt wirkt. Leider kann ich „Damien“ daher trotz der wunderbaren restlichen Handlung nur drei Schreibfedern geben.


Montag, 18. August 2014

[Rezension] Schattenwandler: Elijah – Jacquelyn Frank



Titel: Elijah
Autor: Jacquelyn Frank
Verlag: Egmont LYX
Erscheinungsdatum: 06. April 2010
Einband: Softcover
Seiten: 399
ISBN: 978-3-802582-38-7
Preis: 9,95 € [D]

Klappentext:
Noch nie hat der mächtige Krieger Elijah eine Schlacht verloren – bis er von Nekromanten in die Falle gelockt wird. Ausgerechnet die verführerische Siena, Königin der Lykanthropen, rettet ihn vor dem sicheren Tod. Obwohl Elijah von brennender Leidenschaft zu ihr erfasst wird, will er sich vor der einstigen Feindin keine Blöße geben. Doch der Gefahr, die ihren beiden Völkern droht, können sie nur gemeinsam begegnen...

Einordnung:
- Jacob (Teil 1) 
- Gideon (Teil 2) 
- Elijah (Teil 3)
- Damien (Teil 4)
- Noah (Teil 5)
- Adam (Teil 6)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Zu Beginn dieses Buches hat der Leser keine Gelegenheit, sich auf eine weitere dramatische Liebesgeschichte einzustellen, denn Elijah ist schwer verwundet und befindet sich in den Händen der Verräterin Ruth und zahlreicher menschlicher Nekromanten. Der Krieger hat schon genug Schlachten geschlagen, um zu wissen, dass er im Sterben liegt.
Damit wird der Handlungsstrang um Ruth aus den beiden vorherigen Bänden nahtlos fortgeführt. Wie es scheint, wird die abtrünnige Dämonin immer mächtiger. Nachdem sie erst mit Gideon den ältesten lebenden Dämon beinahe getötet hat und nun mit Elijah einer der drei besten Dämonenkrieger sterbend zu ihren Füßen liegt, frage ich mich langsam, ob überhaupt jemand sie besiegen kann.

Glücklicherweise ist Siena, die Königin der Lykanthropen, gerade auf der Jagd und rettet ihn – denn ein toter Dämon im Jagdrevier der Lykanthropen würde den noch jungen Frieden zwischen den beiden Völkern zerstören, für den sie sich so einsetzt. Wie zu erwarten war, entwickelt sich sofort Leidenschaft zwischen den beiden. Doch sie können es beide nicht zulassen.
An dieser Stelle hat mir das Buch sehr gut gefallen, denn die beiden haben tatsächlich Probleme, die sich aus einer Beziehung oder auch nur einfachem Sex ergeben würden und jammern nicht nur selbstmitleidig herum, dass das wegen der Gesetze nicht geht, die es Schattenwandlern verbieten, sich mit einer anderen Gattung zu paaren. Elijah ist als Anführer der Dämonenarmee seinem König Noah verpflichtet und kann diese Arbeit gerade jetzt, wo Ruth frei herumläuft und einen Schattenwandler nach dem anderen tötet, nicht vernachlässigen. Die größeren Probleme hat aber wohl Siena, denn das Gesetz besagt, dass sie nur einen einzigen Mann haben darf in ihrem Leben. Außerdem trägt sie die Verantwortung für ein ganzes Volk. Und sollte sie Elijah zum Mann nehmen, dann würde er König der Lykanthropen werden – als Dämon, der im Krieg unzählige Lykanthropen getötet hat. Unter anderem auch den früheren König.
Das alles sind Gründe, sich das mit der Beziehung trotz der Leidenschaft gut zu überlegen. Und es ist spannend, sich durch die diversen Streits zu lesen und zu überlegen, ob sie wohl noch ein Paar werden.

Das Buch endet so rasant wie es begonnen hat. Immer wieder in Ruth ein Thema, doch selbst mit vereinten Kräften und ausgeklügelten Angriffsplänen ist sie nicht zu besiegen. Und sie wird zu einem immer größeren Problem, denn sie hat nicht nur nichts mehr zu verlieren, sondern es gibt auch immer mehr Dinge, die die Schattenwandler vor ihr schützen müssen. Es wird sich der gleiche Handlungsstrang auch noch ins vierte Buch weiter ziehen, doch es hat sich in diesem dritten Teil so viel weiter entwickelt, dass es nicht stört. Die Geschichte zieht sich nicht ewig in die Länge, sondern bekommt immer neue, wichtige Aspekte, die die Spannung auch für den nächsten Teil aufrechterhalten.

Fazit:
Die Verräterin Ruth nimmt einen immer größeren Teil der Geschichte ein und wird mit jedem Auftauchen gefährlicher. Sie hat alle Regeln, alle Gesetze gebrochen, doch niemand kann ihr etwas entgegen setzen. Und viele meiner Lieblingscharaktere haben schon so ihren Zorn auf sich gezogen, dass ich auf jeder Seite gebangt habe, ob jemand von ihnen stirbt. Neben diesem Handlungsstrang nimmt auch das Liebesdrama zwischen Elijah und Siena einen sehr großen Teil der Geschichte ein, diesmal allerdings vollkommen gerechtfertigt. Es gefällt mir wirklich gut, wie sie sich dagegen wehren und immer wieder die wirklich zahlreichen Nachteile durchgehen und sich einfach nicht von ihrer Verantwortung für ihre beiden Völker lossagen können. Deshalb habe ich an "Elijah" nichts auszusetzen, es gibt volle fünf Schreibfedern von mir.


Sonntag, 17. August 2014

Neuzugänge #25

Eigentlich wollte ich mir erst Ende des Monats neue Bücher kaufen. Aber wie das so ist, wenn Gutscheine verführerisch auf dem Schreibtisch liegen, hat das nicht hingehauen. Also habe ich mich entschieden, mal die fehlenden Bände zu den diversen Reihen in meinem Regal zu kaufen. Wenigstens teilweise.

"Pretty", "Special" und "Extra" sind die Teile 2, 3 und 4 der Reihe von Scott Westerfeld. Außerdem besitze ich jetzt "Engelspakt" von Alex Thomas,
"Flammenmond" von Rebekka Pax und "Winston - Agent auf leisen Pfoten" von Frauke Scheunemann.


Klappentext "Winston - Agent auf leisen Pfoten":
James Bond ist ein berühmter Geheimagent, sieht für einen Menschen ziemlich gut aus, weiß immer, wie er Verbrechern das Handwerk legen kann - und kommt bei den Frauen einfach sensationell an! Im Grunde genommen ist er also genau wie ich. Nur, dass ich noch kein berühmter Agent bin. Aber das kann ja noch werden!
Zufrieden schnurrend auf dem Sofa liegen und sich von Kira kraulen lassen – Winston findet, das sollte für immer so bleiben! Aber dann wird Kiras Klassenkameradin Emilia entführt. Jemand erpresst ihre Eltern und die Polizei tappt völlig im Dunkeln. Ach du heiliges Katzenklo! Jetzt muss Super-Winston wieder ran. Denn ein Geheimagent auf vier Pfoten kennt keine Furcht, wenn es um Verbrecherjagd geht. Na ja, zumindest fast keine. Und immerhin helfen ihm die Hofkatzen-Gang, eine russische Großmutter und sein unbeirrbarer Spürsinn!


Klappentext "Flammenmond":
In einem Kino in Los Angeles lebt einer der letzten Vampirclans der Stadt. Als ein Mitglied auf einer Reise nach Arizona entführt wird, bricht Vampirjäger Julius Lawhead auf, den Freund zu retten. Doch der Entführer, der mächtige Vampirmeister Nathaniel Coe, fordert ein anderes Clanmitglied zum Tausch. Julius willigt ein und setzt mit seinem schrecklichen Versprechen alles aufs Spiel — sogar seine große Liebe ...


Klappentext "Engelspakt":
Mitten in der Nacht wird Schwester Catherine Bell aus dem Bett geklingelt. Kardinal Ciban, den sie heimlich liebt, bricht schwer verletzt auf ihrer Türschwelle zusammen. In derselben Nacht wird in Rom die Leiche des Cambridge-Professors Alan Scrimgeour entdeckt, mit dem Ciban unmittelbar zuvor in Kontakt stand. Bei dem Treffen ging es um neue Hinweise im mysteriösen Mordfall seiner Schwester Sarah. Die Suche nach Scrimgeours Mörder führt Catherine zu einem rätselhaften Jungen und zu einer Macht, die alles, was ihr bisher an Bösem begegnet ist, in den Schatten stellt …


Klappentext "Pretty":
Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit - und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt, umzudenken und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn wer zu viel weiß, gerät schnell ins Visier der Behörden ...


Klappentext "Special":
Eine weitere Operation hat Tally innerlich und äußerlich verwandelt: Sie ist jetzt eine `Special´, eine Waffe in menschlicher Gestalt - grausam-schön und voller Verachtung für alle Uglies und Pretties. Die neue Tally genießt das Special-Dasein, nur manchmal wird sie von leisen Zweifeln geplagt. Umso ernster nimmt sie ihren Auftrag, die Rebellen zu jagen, die heimlich das Heilmittel in der Stadt verteilen. Tally beschließt, das Übel bei der Wurzel zu packen, indem sie das Rebellendorf aufspürt. Dazu ermöglicht sie ihrem Freund Zane unter Vorspiegelung falscher Motive die Flucht aus der Stadt. Zane nimmt Kontakt zu den Rebellen auf, nicht ahnend, dass Tally ihm folgt. Aber unterwegs in der Wildnis wird Tally von Erinnerungen an ihre eigene Zeit als Rebellin geplagt und ist sich ihrer Sache plötzlich nicht mehr so sicher.


Klappentext "Extra":
Es ist nur wenige Jahre her, dass die Rebellin Tally das Special-Regime gestürzt hat. Ohne die festgelegten Rollen und strikten Regeln jener Zeit erlebt die Menschheit eine kulturelle Renaissance: "Tech-Köpfe" tragen die neuesten High-Tech-Geräte zur Schau, "Kicker" verbreiten Klatsch und Modetrends, "Opi-Affen" sind süchtig nach extremer plastischer Chirurgie. Und all das wird von unzähligen Kameras überall und jederzeit aufgezeichnet. Die Welt ist zu einer überdimensionalen Version von "Popstars" geworden. Wer die meiste Aufmerksamkeit erregt, erhält auch die meisten Stimmen. Popularität bedeutet alles. Aya Fuse ist 15, und als wäre das nicht ätzend genug, rangiert sie auf der Popularitäts-Skala gerade mal auf Platz 451396. Das heißt, sie ist ein absoluter Niemand. Eine Extra. Ihre einzige Chance, "Extra-Land" zu entkommen, besteht darin, eine richtig gute Story aufzuspüren und ins Netz zu stellen - etwas Durchgeknalltes und noch nie da Gewesenes. Als Aya eine Gruppe von Mädchen beobachtet, die nachts die verrücktesten Streiche durchziehen, glaubt sie ihre Chance gefunden zu haben. Aber die "Schlauen Mädchen" verbergen etwas - eine unglaubliche Entdeckung, die das Gesicht der schönen neuen Welt für immer verändern könnte. Wenn Aya diese Geschichte im Netz loskickt, dann wird sie mit einem Schlag hineinkatapultiert werden in die Welt der Stars, der Berühmtheiten ... und der unberechenbaren Gefahren. In eine Welt, auf die sie niemand vorbereitet hat ...


Auf die Bücher von Scott Westerfeld bin ich besonders gespannt. Die Idee klingt wirklich originell. Frauke Scheuenmann ist die einzige, von der ich bereits ein Buch gelesen habe. Alle anderen habe ich erst einmal der Vollständigkeit halber gekauft.

Kennt jemand eine der Reihen?
Müsst ihr Reihen auch immer vollständig im Regal haben?

Donnerstag, 7. August 2014

[Statistik] Juli 2014

Egal, wie früh ich anfange zu lernen, am Ende wird es doch immer stressig. Obwohl das anders geplant war, habe ich also diesen Monat gar nicht gelesen und bin erst ganz zum Schluss dazu gekommen, wenigstens neue Bücher zu kaufen. Schade, dass sich das vermutlich auch erst mal wenig ändern wird.

Neuzugänge:
- "von Bitterweg. Das DuneburgDebakel" von Platti Lorenz [Rezensionsexemplar]
- "Die Bestimmung" von Veronica Roth [neu]
- "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" von Veronica Roth [neu]
- "Die Bestimmung - Letzte Entscheidung" von Veronica Roth [neu]