Dienstag, 28. Oktober 2014

[Rezension] Die Auserwählten: In der Brandwüste – James Dashner



Titel: Die Auserwählten – In der Brandwüste
Autor: James Dashner
Verlag: Carlsen Verlag
Erscheinungsdatum: Juni 2012
Einband: Hardcover
Seiten: 482
ISBN: 978-3-551520-35-7
Preis: 18,95 € [D]

Klappentext:
Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, endlich wären sie frei. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die mit einem tödlichen Virus infiziert sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Innerhalb von zwei Wochen müssen sie die Brandwüste durchqueren – sonst sind sie verloren.

Einordnung:
- Kill Order (Prequel)
- Phase Null (Prequel 2)
- Im Labyrinth (Teil 1) 
- In der Brandwüste (Teil 2)
- In der Todeszone (Teil 3)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Als wäre die Zeit im Labyrinth nicht schon schlimm genug für die Jungen gewesen. Kaum sind sie der Hölle entkommen, führt ANGST die nächsten Experimente an ihnen durch. Obwohl es grausam ist und heutzutage von keiner Ethikkommission genehmigt werden würde, muss ich doch sagen, dass ANGST gute wissenschaftliche Arbeit leistet. Es verleiht dem Buch viel Authentizität, dass sie beispielsweise mit mehreren Stichproben arbeiten: Die Gruppe der Jungen ist nicht die einzige Gruppe in einem Labyrinth gewesen, wie Thomas und seine Freunde gleich zu Beginn des Buches erfahren. Es gibt noch eine zweite Gruppe, die nur aus Mädchen besteht und dasselbe durchmachen musste. Ob der Zweck die Mittel heiligt, darüber lässt sich streiten. Doch es steht fest, dass die Absichten von ANGST eigentlich gut sind. Sie scheinen im Laufe ihres Experimentes nur aus den Augen verloren zu haben, dass ihre Versuchspersonen Menschen sind.

In gewisser Weise überträgt sich das auch auf den Leser, denn obwohl eine Vielzahl von Charakteren in den verschiedenen Szenen aktiv ist, werden nur wenige Namen genannt. Auch Thomas fällt im Laufe der Geschichte immer wieder auf, dass er Jungen neben sich sterben sieht, deren Namen er nicht einmal kennt. Und so, wie das bei ihm außer leichten Gefühlen des Grauens über die Brutalität von ANGST nichts auslöst, lässt es auch mich kalt, wenn die Charaktere ihre erste Erwähnung – teilweise selbst dann ohne Namen – in ihrer Todesszene haben.
Einige neue Charaktere werden jedoch ausführlicher eingeführt, darunter Jorge und Brenda. Beide leben mit den Infizierten in der Brandwüste. Während Jorge als intelligenter Anführer durchaus sympathisch ist, habe ich gegen Brenda von Anfang an Misstrauen gehegt. Teresa, die im ersten Teil viel mit Thomas gemeinsam unterwegs war, habe ich schon nicht gemocht und sie hat es mir auch nicht leichter gemacht, mit Thomas warm zu werden. Brenda ist aber noch um einiges schlimmer. Sie macht einen unglaublich heuchlerischen Eindruck, hat eindeutig eine manipulative Ader und ist der Grund dafür, dass ich eine regelrechte Abneigung gegen den Teil des Buches entwickelt habe, in dem Thomas notgedrungen mit ihr allein unterwegs ist. Es ist lange her, dass ein Buch so starke Emotionen in mir geweckt hat, dass ich am liebsten darauf einschlagen würde. Aber Brenda hat das eindeutig geschafft.

Trotzdem baut der Handlungsstrang mit Brenda auch Spannung auf. Nachdem sich die Rettung aus dem Labyrinth als Inszenierung von ANGST herausgestellt hat, stellt sich immer wieder die Frage, welche Ereignisse von ANGST geplant sind und welche sich spontan entwickeln. Jede Hilfe könnte in eine nur noch größere Misere führen, immer ist unklar, wem Thomas vertrauen kann und wem nicht und die Dinge gehen in einem so ausgewogenen Maß gut wie schief, dass das auch nicht geklärt werden kann. Während die extreme körperliche Belastung den Charakteren vorbehalten bleibt, nimmt dieser Psychoterror auch den Leser ordentlich mit.

Das sorgt dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Außerdem besteht dieses Buch, ebenso wie der erste Teil, aus vielen, sehr kurzen Kapiteln, die teilweise drei oder vier Seiten lang sind. Damit hat auch der Aufbau des Buches dazu beigetragen, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Die Kapitel sind so kurz, dass man immer noch eben ein Kapitel lesen kann und dann das kurze Stück auch noch und die paar Seiten auch noch schnell. Und schon ist das Buch beendet.

Fazit:
Auf der einen Seite sind die Schicksale vieler Charaktere wirklich nicht berührend, auf der anderen Seite sorgen neue Charaktere für hochkochende Emotionen. Im Laufe der Geschichte entstehen immer mehr Situationen, in denen sich der Leser gemeinsam mit Thomas fragen muss, wem er vertrauen kann. Nichts ist gewiss, sodass das Buch teilweise ordentlich an die Nieren geht. „In der Brandwüste“ ist eine solide Fortsetzung, die jedoch den Eindruck, sie diene nur zur Überbrückung zwischen Beginn und Ende, nicht vollkommen abschütteln kann und daher nur vier Schreibfedern bekommt.


Montag, 27. Oktober 2014

Neuzugänge #31

Da bei uns demnächst "Die Bücherdiebin" und "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" im Unikino laufen, muss ich doch die Bücher vorher unbedingt lesen. Daher stehen sie jetzt beide in meinem Regal. Und wie das so ist, ein Buch kommt selten allein zwei Bücher kommen selten allein, also habe ich die Bände der Numbers-Reihe, die gerade vorrätig waren, auch gleich mitgenommen.

"Numbers - Den Tod im Blick" (Teil 1) und "Numbers - Den Tod im Griff" (Teil 3) von Rachel Ward will ich schon länger unbedingt lesen.
Mit "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak und "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green sind auch zwei "Klassiker" in meinem Regal eingezogen.


Klappentext "Die Bücherdiebin":
Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner - auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und sie stiehlt ihr erstes Buch - ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.


Klappentext "Das Schicksal ist ein mieser Verräter":
Hazel Grace und Augustus lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten kennen und fühlen sich vom ersten Augenblick an vom anderen angezogen. Hazel liebt Gus für seine Schlagfertigkeit und für seine offensive Art, wie er mit seinem Schicksal umgeht. Und Augustus baggert Hazel auf seine charmant witzige Art an, als gäbe es kein Morgen. Aber Hazel hat Angst. Sie will für niemanden eine tickende Zeitbombe sein, und genau so fühlt sie sich in ihrer Erkrankung. Doch dann kann sie sich Gus' Charme nicht mehr entziehen, der ihr einen ihrer größten Wünsche erfüllt und sie kurzerhand nach Amsterdam entführt. So furchtbar ihre Diagnosen sind, Hazel und Augustus feiern das Leben und die Liebe, und kosten die kurze Zeit, die ihnen bleibt, jede Sekunde aus.


Klappentext "Numbers - Den Tod im Blick":
Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn sie markiert den Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird.
Also meidet Jem Menschen. Doch dann lernt sie Spinne kennen - und ist glücklich, zum ersten Mal. Bis bei einem Trip zum Londoner Riesenrad etwas Schreckliches passiert: Um sie herum haben alle dieselbe Zahl...


Klappentext "Numbers - Den Tod im Griff":
England, 2030 - Adam ist kein Unbekannter mehr. Seit er versucht hat die Menschheit vor der großen Katastrophe zu bewahren, weiß jeder von seiner Gabe: Wenn Adam in fremde Augen schaut, kann er das Todesdatum seines Gegenübers sehen. Und genau das macht ihn zum Objekt der Begierde von Saul und seinen Männern. Sie wollen, dass Adam für die Regierung arbeitet. Doch Adam kann Saul nicht trauen. Denn irgendetwas stimmt nicht mit seiner Zahl...


Auf die Numbers-Reihe bin ich besonders gespannt. Bisher habe ich nur einen kurzen Blick hinein geworfen, aber ich freue mich schon darauf, die Reihe zu lesen. "Die Bücherdiebin" habe ich bereits angefangen und bin bisher ziemlich enttäuscht, wenn ich ehrlich bin. Aber vielleicht wird das noch. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" kann mich eigentlich nur positiv überraschen, denn Krebs-Bücher sind überhaupt nicht mein Ding. Obwohl es natürlich tragisch ist, ist es immer dasselbe Drama mit demselben Herzschmerz und am Ende ist jemand der Krankheit erlegen. Ich hoffe wirklich, dass mich das Buch trotzdem überzeugen kann.

Wie steht ihr zu Romanen über krebskranke Menschen?
Welche Erfahrungen habt ihr mit den Bücher gemacht, die ich jetzt neu besitze?

Donnerstag, 23. Oktober 2014

[Rezension] Die Auserwählten: Im Labyrinth – James Dashner



Titel: Die Auserwählten – Im Labyrinth
Autor: James Dashner
Verlag: Carlsen Verlag
Erscheinungsdatum: März 2011
Einband: Hardcover
Seiten: 488
ISBN: 978-3-551520-19-7
Preis: 16,95 € [D]

Klappentext:
Er heißt Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem seltsam bizarren Ort gelandet – einer Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth, in dem mörderische Kreaturen lauern. Gemeinsam mit fünfzig anderen Jungen sucht Thomas den Weg in die Freiheit. Doch dafür bleibt ihnen nicht viel Zeit...

Einordnung:
- Kill Order (Prequel)
- Phase Null (Prequel 2)
- Im Labyrinth (Teil 1)
- In der Brandwüste (Teil 2)
- In der Todeszone (Teil 3)

Rezension:
Ich war wirklich gespannt auf das Buch, weil der Trailer zur Verfilmung mich echt neugierig gemacht hat. Leider muss ich sagen, dass mich das Buch dann doch etwas enttäuscht hat. Schon am Anfang hatte ich Probleme, in die Geschichte hinein zu finden. Thomas wird mit einem Aufzug hinauf auf eine Lichtung gefahren, wo ihn fünfzig andere Jungen erwarten. Niemand erklärt ihm, was los ist, alle starren ihn nur an. Und Thomas kann sich an nichts mehr erinnern – außer an seinen Namen.
Dass jeder in dieser Situation verwirrt ist, vielleicht auch ängstlich und ein wenig zornig darüber, von niemandem Antworten zu bekommen, kann ich verstehen. Doch Thomas hat so extrem schnelle Stimmungsschwankungen als wäre er schwanger. Im einen Moment ist er noch ängstlich, dann ist er plötzlich wütend, aus unerklärlichen Gründen tiefenentspannt, auf einmal unendlich neugierig, aus heiterem Himmel ziemlich aggressiv, himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.
All diese Stimmungsschwankungen kommen ganz plötzlich, passen häufig gar nicht in die Situation und seltsamerweise kann sich Thomas auch nie erklären, warum er plötzlich so fühlt. Und an seiner Verwirrung – von der nie die Rede ist – kann es auch nicht liegen, weil seine Bestimmung ihm ganz plötzlich nebenbei einfällt und ihn mit Gelassenheit erfüllt. Ich bemühe mich immer, mich in die Protagonisten hinein zu fühlen, aber bei Thomas war das so anstrengend, dass ich es dann einfach gelassen habe.

Das ist möglicherweise auch ein Grund dafür, warum ich mit ihm bis zum Schluss nicht warm geworden bin. Er, seine Gedanken und seine Handlungen sind mir über viele Szenen hinweg einfach suspekt gewesen. Ich konnte keinerlei Bindung zu ihm aufbauen, sodass ich in den entscheidenden Szenen auch nicht mit ihm fürchten, leiden und trauern konnte.
Glücklicherweise gibt es in Minho und Newt zwei Nebencharaktere, die große Rollen spielen und mir sehr sympathisch sind. Mit Newt freundet sich Thomas ziemlich bald an, nachdem er auf der Lichtung gelandet ist. Er ist, neben Alby, der stellvertretende Anführer der Jungen und erledigt diese Aufgabe mit Bravour. Sein diplomatisches Geschick ist beeindruckend und er schafft es wirklich, fünfzig erinnerungslose Jungen zu einer funktionierenden Einheit zusammen zu halten, in der jeder seine Aufgabe hat und ihr gewissenhaft nachgeht. Das ist besonders deshalb wichtig, weil die Jungen zum Großteil Selbstversorger sind. Auf der Lichtung gibt es Obst- und Gemüsegärten ebenso wie einen Bauernhof mit Tieren und einem Schlachthaus. Würde sich niemand darum kümmern, würden sie vermutlich alle verhungern.
Minho erfüllt mit seiner Rolle als Hüter der Läufer eine ebenso wichtige Aufgabe. Die Läufer sind diejenigen Jungen, die jeden Tag durch das Labyrinth rennen und nach einem Ausgang suchen. Als ihr Hüter ist Minho der Anführer dieser Gruppe und bestimmt mit der Ernennung von Läufern die einzigen Personen, die das Labyrinth betreten dürfen. Seine schonungslose Ehrlichkeit macht ihm zwar nicht nur Freunde, doch gerade deshalb hatte ich das Gefühl, ihm vollkommen vertrauen zu können – eine wahre Seltenheit in diesem Buch.

Die Geschichte hat jedoch durchaus auch ihre positiven Seiten. Zunächst einmal war ich sehr neugierig, was es mit dem Labyrinth auf sich hat und warum die Jungen darin eingeschlossen sind. Zwar war von Anfang an deutlich, dass es sich um ein dystopisches Buch handelt, allein schon wegen der futuristischen Monster, die nachts durch das Labyrinth wandeln und jeden töten, der sich darin aufhält, weil er es nicht rechtzeitig zurück auf die Lichtung geschafft hat – oder verbannt wurde. Doch es ist lange Zeit ein Rätsel, warum die Jungen ihr Gedächtnis verloren haben und weshalb sie auf der Lichtung gefangen sind. Immer wieder geschehen Dinge, die andere Mutmaßungen erlauben. Beispielsweise wird die Lichtung von elektronischen Wesen, genannt Käferklingen, überwacht. Es könnte daher zur Belustigung anderer Menschen außerhalb dienen. Doch die Medizin, die denjenigen verabreicht wird, die im Labyrinth von den Monstern verletzt werden, bringt teilweise ihre Erinnerungen zurück – Erinnerungen an eine schreckliche Welt außerhalb des Labyrinths. So stellt sich die Frage, ob die Jungen möglicherweise vor der Welt gerettet wurden oder ob sie auf dieser Lichtung unter Quarantäne stehen und die Monster ihre Bewacher sind.

Die einzige unmittelbare Gefahr, die sich für die Jungen ergibt, sind diese Monster. Da keines von ihnen jemals auf die Lichtung gekommen ist, besteht die Gefahr nur im Labyrinth. Somit wird es spannend, als sich Thomas im Labyrinth befindet. An dieser Stelle zeigen sich sein Mut und sein gutes Herz. In Gefahrensituationen ist er viel ruhiger, konzentrierter und angenehmer zu ertragen. Die Spannung kommt daher deutlich rüber und ich bin so durch die Seiten gehetzt wie Thomas durch das Labyrinth gerannt ist. Und immer bleibt die Frage, ob die Sache gut ausgeht, denn natürlich ist Thomas nicht allein und es ist keine Seltenheit, dass im Labyrinth jemand zu Tode kommt. Dieses erste Mal, dass sich Thomas im Labyrinth befindet, hat mir erst richtig in die Geschichte geholfen – nach einem Drittel des Buches erst, aber dafür war die Spannung umso extremer.

Nicht in meine Wertung eingegangen ist meine Kritik an der Übersetzung, schließlich kann der Autor nichts dafür, trotzdem möchte ich sie an dieser Stelle kurz erwähnen. Es ist verständlich, dass es unter so vielen Jugendlichen lauter und ungehobelter zugeht, allerdings ist mir insbesondere am Anfang aufgefallen, dass ständig herumgeschrien wird. In einer ganz normalen Unterhaltung schreien sich die Leute plötzlich an, wenn jemand eine Nachricht überbringt, schreit er sie, obwohl er direkt neben dem Empfänger steht, in absolut ruhigen, entspannten Momenten ohne jegliche Diskussion werden zwischenzeitlich immer wieder Sätze geschrien. Und jedes Mal steht in der deutschen Version „schreien“ dort. Ich habe mir zur Kontrolle die englische Version angeschaut und muss sagen, dass da erstens seltener herumgeschrien wird, zweitens aber auch viele Synonyme für „scream“ benutzt werden wie „yell“ oder „shout“. Das Geschrei wäre im Deutschen erträglicher gewesen, wenn sich die Wortwiederholungen nicht so extrem gehäuft hätten.

Fazit:
Das Buch konnte meinen Erwartungen nicht entsprechen. Ich habe erst nach einem Drittel überhaupt in die Geschichte hinein gefunden und bin mit dem Protagonisten, Thomas, bis zum Schluss nicht warm geworden. Trotz allem kommt in der Geschichte auch Spannung auf und die wichtigsten Nebencharaktere sind sehr sympathisch. Alles in allem gefällt mir die Idee hinter dieser Dystopie, die Umsetzung trifft meinen Geschmack aber nicht besonders. Daher bekommt „Die Auserwählten – Im Labyrinth“ nur drei Schreibfedern von mir.



Anmerkung zum Schluss: Der Film ist absolut sehenswert. Obwohl ich das Buch vorher gelesen habe und genau wusste, was als nächstes passieren würde, hat mich der Film wirklich fix und fertig gemacht. Er würde alle fünf Schreibfedern bekommen.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Neuzugänge #30

Es flattern reBuy-Gutscheine ohne Ende in mein Postfach, dann ist die Bestellung auch noch versandkostenfrei und mein Kaufalarm teilt mir mit, dass viele der Bücher, die ich gerne hätte, verfügbar sind. Tja, und schon ist eine neue Bestellung auf dem Weg. Heute Morgen ist sie bei mir eingetroffen und ich kann einige der angefangenen Reihen in meinem Regal vervollständigen oder erweitern.


"Hit-Single" von Judith Liere, "Sturms Jagd" von Michael Quandt, "Golem" von Matthew Delaney und "Feuer in Atlantis", "Der Palast der Furien" und
"Die Schlucht der toten Augen" von Marco Sonnleitner vervollständigen diverse Reihen.
"Was geschah in Echo Falls?" von Peter Abrahams, "Der Genesis-Plan" von James Rollins und "Der Scherbensammler" und "Der Sommerfänger"
von Monika Feth ergänzen einige meiner Reihen.
"Die Auswahl" von Ally Condie eröffnet eine neue Reihe, aber ich konnte nicht widerstehen.


Klappentext "Hit-Single":
Ein bisschen Fremdgehen reicht, und - zack - ist Cobra ihren Freund los. Mitsamt Wohnung. Nach ein paar tristen Nächten im alten VW-Bulli findet sie zum Glück ein Zimmer in einer netten WG im Hamburger Schanzenviertel. Und außerdem findet sie: Wenn schon verlassen, dann aber auch wildes Singlemädchen-Leben. Doch auch bei Männern, Wodka und Rock 'n' Roll gilt die alte Regel: Leichter gesagt als getan...


Klappentext "Sturms Jagd":
Mara Sturm ist Kriminalkommissarin aus Überzeugung, aber sie steckt in der Krise: Ihr Vorgesetzter teilt der rebellischen Ermittlerin einen überkorrekten Partner zu, privat liegt sie im Streit mit ihrem Bruder, einer bekannten Halbwelt-Größe. Da verschwindet in Köln eine junge Frau. Eine erste Spur führt Mara zu einem groß angelegten Coup der Russenmafia. Vom Chef im Stich gelassen und mit einem Partner, dem sie nicht traut, ermittelt Mara Sturm allein - und gerät als Geisel in die Fänge ihrer Gegner. Sturms Jagd ist der härteste Einsatz ihres Lebens...


Klappentext "Golem":
Jemand, der dir sehr nahe steht, wird dein Leben zerstören. Er wird deine Identität auslöschen. Er wird all jenen Leid zufügen, die du liebst. Und er wird dir ein Geheimnis verraten, das deine ganze Existenz infrage stellt: Was wäre, wenn du überhaupt kein Mensch bist?


Klappentext "Feuer in Atlantis":
Der 11-jährige Tom stürzt bei einem mysteriösen Unfall über die Klippen von Santorin ins Meer und findet sich in der fantastischen Unterwasserwelt Nautaquia wieder. Obwohl alles um ihn herum völlig unglaublich erscheint, muss Tom bald einsehen, dass seine alte Welt nur eine von vielen ist und noch dazu ganz anderen Gesetzen unterliegt, als er bisher dachte. Schließlich gelangt er in die sagenumwobene Stadt Atlantis - wo abenteuerliche Gefahren schon auf ihn warten...


Klappentext "Der Palast der Furien":
Nach den Sommerferien beginnt für Tom und seine Freunde Florin und Bert das zweite Schuljahr, das sie diesmal im Hadamon, der unterirdischen Höhlenwelt, verbringen. Doch schon bald nach ihrer Ankunft in der dortigen Schule ereignen sich mysteriöse Vorfällt, an denen Tom schuld zu sein scheint. Wer hat es auf ihn abgesehen?


Klappentext "Die Schlucht der toten Augen":
Im dritten Schuljahr besuchen Tom und seine beiden Freunde Florin und Bert die Schule des Arielats, das St.-Flynce-College. Hier in der Luftwelt, aber auch unten auf der Erde sorgen seltsame und noch nie dagewesene Naturphänomene für Aufregung und Verwirrung. Wer steckt wohl hinter diesen Absonderlichkeiten? Auf die drei Jungen warten wieder gefährliche Abenteuer...


Klappentext "Was geschah in Echo Falls?":
Eigentlich hat die dreizehnjährige Ingrid schon genug um die Ohren mit dem Fußballtraining, der heißersehnten Hauptrolle in dem Theaterstück "Alice im Wunderland", den in letzter Zeit ziemlich seltsamen Eltern und dem exzentrischen Großvater. Doch dann geschieht ein Mord in der sonst so beschaulichen Kleinstadt, und wie es aussieht, ist Ingrid die Letzte, die das Opfer lebend gesehen hat. Außer dem Mörder. Immer mehr Rätsel tun sich auf, und die Polizei scheint im Dunklen zu tappen. Ingrid sieht nur noch eine Möglichkeit: Mit Hilfe ihres Idols Sherlock Holmes muss sie sich selbst auf die gefährliche Suche begeben und den Mordfall auf eigene Faust aufklären.


Klappentext "Der Genesis-Plan":
Scheinbar grundlos werden friedliche buddhistische Mönche zu reißenden Bestien. Doch der Wahnsinn wird gesteuert. Eine unheimliche Verschwörergruppe will die Apokalypse heraufbeschwören, und nur ein Mann kann sie aufhalten - Painter Crowe von der SIGMA Force. Aber auch er zeigt bereits erste Symptome der blindwütigen Raserei...


Klappentext "Der Scherbensammler":
Mina findet sich ohne jegliche Erinnerung neben der Leiche ihres Vaters wieder. Alles deutet darauf hin, dass sie ihn ermordet hat. Jette aber glaubt fest an die Unschuld der neuen Freundin und versteckt sie vor der Polizei. Nach und nach jedoch entdeckt sie beängstigende Seiten an Mina. Ihr wird klar, dass sie gar nicht weiß, wer das Mädchen wirklich ist. Und sie gerät in tödliche Gefahr.


Klappentext "Der Sommerfänger":
Sommer. Hitze. Die Erdbeerpflücker auf den Feldern. Wie damals, als Jette an ihrer ersten großen Liebe fast gestorben wäre. Zwei Jahre sind vergangen und endlich ist sie wieder veriebt. Doch dann wird der Mitbewohner ihres neuen Freundes Luke ermordet aufgefunden - und Luke verschwindet spurlos...


Klappentext "Die Auswahl":
Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die ein absolut sicheres Leben garantiert. Doch dafür musst du dich den Gesetzen des Systems beugen: den Menschen lieben, der für dich ausgewählt wird. Was würdest du tun? Für die wahre Liebe dein Leben riskieren?


Ausnahmsweise habe ich es geschafft, nur Bücher zu kaufen, die auch auf meinem Wunschzettel stehen. Das einzige Problem ist, dass meine Regale mit diesen Neuzugängen schon wieder überlaufen. Ich weiß einfach nicht, wohin mit den ganzen Büchern. Trotzdem sammel ich immer weiter, ich will die ganzen Reihen schließlich vollständig lesen.

Wie viele Bücherregale habt ihr?
Kauft ihr Bücher bei Gelegenheit oder zu festen Terminen?

Montag, 6. Oktober 2014

[TAG] Liebster Award #3

Ich bin mal wieder getaggt worden.
Gleicher Award, anderes Banner – ich bin trotzdem noch mal dabei.
Vielen Dank an Nora.


 Die Regeln:
1) Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
2) Beantworte die gestellten Fragen.
3) Nominiere elf neue Blogs mit weniger als 200 Followern.
4) Stelle elf eigene Fragen.


Ich wurde gefragt...

Liest du manchmal mehrere Bücher parallel oder immer nur eins?
Ich lese grundsätzlich nie mehrere Bücher parallel. Wenn ich mich hinsetze und ein Buch lese, dann möchte ich in die Geschichte eintauchen und mich darin verlieren. Und das geht ganz schlecht, wenn ich ständig zwischen den Welten hin und her springe und möglicherweise sogar Details des einen Buches versehentlich in die andere Geschichte einbaue und mich dann wundere, warum das alles nicht hinhaut.

Hast du selbst schon einmal ein Buch / eine Geschichte geschrieben und veröffentlicht?
Ja, habe ich tatsächlich. Bisher bin ich mit Kurzgeschichten in vier Anthologien vertreten. Wer möchte, kann das auf meinem Blog unter „Veröffentlichungen“ nachlesen. Ich wünschte, es wären mehr, aber wenn die Zeit zum Schreiben fehlt, wird das wohl nichts. Falls die Frage auch FanFictions einschließt, dann kann ich allerdings noch mit einer ganzen Reihe anderer Geschichten aufwarten. Teilweise tatsächlich aus Fandoms, aber auch eigene Werke, die bloß nicht gut genug sind, um sie für Geld zu verkaufen.

Welches ist dein Lieblingsgenre?
Uff. Also seit ich Tom Clancy für mich entdeckt habe, gehören Politthriller definitiv dazu. Allerdings bin ich in dem Genre nicht intensiv genug unterwegs, um sagen zu können, ob ich tatsächlich Politthriller toll finde oder ob ich bloß seine Politthriller mag. Ansonsten natürlich das obligatorische Genre Fantasy, wenn die Geschichte gut gemacht ist, tatsächlich auch Romantic-Fantasy. Außerdem entdecke ich gerade Science-Fiction und Dystopien für mich.

Hörst du Musik beim Lesen oder stört dich das eher?
Das ist mir vollkommen egal. Wenn das Buch gut ist, dann versinke ich so darin, dass ich alles um mich herum ausblende. Da stört Musik nicht, da stören Gespräche nicht, da stört auch die Party in der Wohnung über mir nicht. Und wenn das Buch schlecht ist, dann bin ich so mit meinen Gedanken an alles beschäftigt, was an diesem Buch schlecht ist, dass ich auch nichts mitbekomme.

Wie viele Bücher liest du pro Monat?
Im Moment bin ich froh, wenn ich die drei Bücher pro Monat schaffe, die ich mir vorgenommen habe. Je näher die Prüfungszeit rückt, desto weniger Bücher werden es. Wenn ich allerdings tatsächlich mal Semesterferien habe und nicht die gesamte vorlesungsfreie Zeit mit Lernen für die nächste Prüfung verbringe, können da auch mal zwölf Bücher im Monat draus werden.

Besuchst du dieses Jahr die Frankfurter Buchmesse und warst du schon einmal dort?
Die Buchmessen und ich, das ist eine Geschichte für sich. Wenn die Leipziger Buchmesse stattfindet, sind Semesterferien und ich bin bei meinen Eltern, was näher an Frankfurt als an Leipzig liegt. Wenn dann die Frankfurter Buchmesse stattfindet, bin ich an meinem Studienort, der weit weg von Frankfurt liegt, dafür aber direkt bei Leipzig um die Ecke. Mit anderen Worten: Ich war noch nie auf einer Buchmesse und obwohl ich unbedingt mal hin will, wird es dieses Jahr mit Frankfurt leider nichts.

Auf welchen Buchcommunities treibst du dich rum?
Angemeldet bin ich auf lovelybooks, wasliestdu und vorablesen. Ziemlich aktiv bin ich, wenn ich mal Zeit habe, eigentlich nur auf lovelybooks. Ich bemühe mich, wasliestdu aktuell zu halten, mehr aber auch nicht. Und bei vorablesen habe ich noch nie irgendetwas gemacht.

Liest du auch Biografien? Und wenn ja, über welche Persönlichkeiten?
Biografien sind echt langweilig. Ich habe eine von Marie Curie gelesen, aber das war’s dann auch. Wenn ich Bedarf hätte, könnte ich mir von meinem Vater Biografien sämtlicher amerikanischer Präsidenten ausleihen, aber außer Washington, Jefferson, Roosevelt und Kennedy übt da keiner auch nur in geringster Art und Weise Faszination auf mich aus.

Wurde dir als Kind vorgelesen? Und falls du schon eigene Kinder hast, liest du ihnen regelmäßig vor?
Oh ja, mir wurde vorgelesen, was das Zeug hält. Besonders an „Der Weihnachtsmann und seine Freunde“ kann ich mich noch erinnern. Und bei „Urmel“ haben sich meine Eltern bei Kommentaren wie „Rapf hinter den Bupf!“ regelmäßig Knoten in die Zunge gelesen. Eigene Kinder habe ich noch nicht, aber ich weiß ganz genau, dass ich ihnen, wenn ich irgendwann mal welche habe, ganz viel vorlesen werde.

Schon mal die Nacht durchgelesen, weil es so spannend war? Und welches Buch war das?
Ich lese regelmäßig bis spät in die Nacht, weil mich das Buch so fesselt. Komplett durchgemacht habe ich noch nie, aber das liegt dann daran, dass das Buch so schnell durch war, dass noch ein paar Stunden der Nacht übrig waren. Am ehesten dran kommt der letzte Harry Potter Teil. Den habe ich Samstagmorgen um 8 Uhr vom Postboten gekommen – und ab da habe ich an dem Buch geklebt, bis ich es Sonntagmorgen um 4 Uhr durch hatte. Ich hab’s nicht mal zum Essen weggelegt.

Liest du gerne Buchreihen oder lieber Einzelbände?
Ich lese gerne gute Bücher. Da ist mir egal, ob es Reihen sind oder nicht. Allerdings muss ich sagen, dass Einzelbände (mit einigen Ausnahmen wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“) selten so gehyped werden, dass ich glaube, sie mal lesen zu müssen, nur um mitreden zu können. Und Reihen sehen, wenn sie einheitliche Cover haben, natürlich schöner im Regal aus. Generell lese ich aber alles. Reihen allerdings meist erst, wenn sie komplett veröffentlicht sind. Ich hasse es, warten zu müssen und dann möglicherweise festzustellen, dass sich das nicht mal gelohnt hat.


Ich tagge...

... niemanden. Da der Award selbst auf meinem Blog, wo ja nicht besonders viel los ist und sich die Leser nicht gerade türmen, schon dreimal angekommen ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass es noch jemanden gibt, der nicht schon mal dran teilgenommen hat. Wer trotzdem gerne möchte, darf einfach Noras Fragen noch mal benutzen. :)

Sonntag, 5. Oktober 2014

[Statistik] September 2014

Und schon sind die "Semesterferien" wieder vorbei. Da die Prüfungstermine so schön verteilt lagen, konnte ich diesmal nicht einen ganzen Monat hinter meinen Büchern verschwinden. Aber immerhin habe ich überhaupt etwas gelesen! Bei den Neuzugängen sieht das anders aus. Wie immer. Dafür ist irgendwie immer Zeit.

Neuzugänge:
- "Die Auserwählten - Im Labyrinth" von James Dashner [Mängelexemplar]
- "Die Auserwählten - In der Brandwüste" von James Dashner [neu]
- "Die Auserwählten - In der Todeszone" von James Dashner [neu]
- "Die Flammende" von Kristin Cashore [gebraucht]
- "Die inneren Werte von Tanjas BH" von Alex Haas [gebraucht]
- "Die Vernichteten" von Ursula Poznanski [neu]
- "Intrige" von Robert Harris [gebraucht]
- "Niemandsland" von Watt Key [gebraucht]
- "Outlaw" von Lee Child [gebraucht]
- "Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover [neu]
- "Weil ich Will liebe" von Colleen Hoover [neu]
- "Winterlicht" von Melina Marchetta [gebraucht]

Gesamtanzahl: 12 Bücher



Gelesen und rezensiert:
- "Die Bestimmung" von Veronica Roth (475 Seiten) [4/5]
- "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit" von Veronica Roth (506 Seiten) [4/5]
- "Die Bestimmung - Letzte Entscheidung" von Veronica Roth (506 Seiten) [5/5]

Bücher insgesamt: 3 Bücher
Seiten insgesamt: 1487 Seiten
durchschnittliche Bewertung: 4,3 von 5 Schreibfedern