Mittwoch, 26. November 2014

[Rezension] Das Haus Komarow – Axel Saalbach



Titel: Das Haus Komarow
Autor: Axel Saalbach
Verlag: Latos Verlag
Erscheinungsdatum: 24. Oktober 2014
Einband: Softcover
Seiten: 447
ISBN: 978-3-943308-58-7
Preis: 12,99 € [D]

Klappentext:
Unzählige Jahre des Krieges lasten auf Deutschland, das nur noch der unbedeutende Teil eines riesigen russisch-europäischen Zarenreichs ist. Technologie ist verschwunden, soziales Leben findet nicht mehr statt und die Bevölkerung leidet. Die Polizeigewalt wird von Söldnern ausgeübt, die im Dienste von Versorgerclans stehen und ihre Macht ausnutzen, um die Menschen zu terrorisieren. Erst als einem dieser Clans, dem Hause Komarow, die Herrschaft über das deutsche Gebiet zugesprochen wird, keimt Hoffnung auf. Nach dem heimtückischen Mord am Oberhaupt der Familie liegt es an einem einzigen Mann, diese Hoffnung nicht sterben zu lassen...

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Das Buch spielt im Jahre 2208 im ehemaligen Deutschland. Der Protagonist heißt Anatol Komarow und ist der Bruder des derzeitigen Familienoberhauptes. Er hält sich jedoch nicht mehr in Berlin auf, sondern ist auf der Flucht, da er wegen eines Verbrechens gesucht wird, das er nicht begangen hat. Doch die einzige Möglichkeit, sich zu rehabilitieren und das Leid des Volkes zu beenden, mit dem er ein Jahr lang anonym lebt und leidet, besteht darin, in die Hauptstadt zurückzukehren und seine Unschuld zu beweisen.
Das erweist sich jedoch als schwieriges Unterfangen, denn die Gardisten des Hauses Komarow, die überall im Land die Polizeigewalt ausüben, kennen sein Gesicht. Die sanfte Einführung in die Situation zu Beginn des Buches verdeutlicht ziemlich schnell, wie wichtig es ist, dass Anatol es schafft, seine Unschuld zu beweisen. Dadurch steigert sich die Spannung während seiner Reise immer mehr und erreicht bei jedem Zwischenfall einen neuen Höhepunkt. Denn nachdem er einmal aufgeflogen ist, heftet sich ein machthungriger Gardist namens Timur Kirsipuu an seine Fersen und lässt sich einfach nicht abschütteln. Immer wieder gerät Anatol dadurch in Lebensgefahr und die Umstände zwingen ihn, wirklich kreative Lösungen für seinen Weg zu finden. Und je mehr sich die Geschichte dem Ende nähert, desto mehr steigt die Spannung.

Natürlich bleibt bei so einer Verfolgungsjagd in einem vom Krieg zerfressenen Land, in dem Menschenleben nichts wert sind, die Gewalt nicht aus. Im Laufe der Geschichte gibt es viele Tote und viel Blut, aber das Buch ist nicht unnötig brutal. Gezielte Morde werden zwar explizit beschrieben, aber ohne unnötige Details. Es ist eine ausgewogene Mischung zwischen ermordeten Menschen, die das Leben verdient hätten, und tatsächlichen Überlebenden. Trotz der häufig präsenten Gewalt artet es nie in ein Massengemetzel aus, sodass das Buch seine Authentizität und seine Spannung hält.
Dennoch liegt in den Todesfällen auch eine der Schwächen des Buches, denn meiner Meinung nach gibt es ein bisschen zu viele Kopfschüsse. Es ist nicht nur so, dass die Gardisten und alle anderen Widersacher Anatols eine ziemliche Vorliebe für diese Art der Exekution zu haben scheinen, sondern dass sie darin auch noch verdammt gut sein müssen. Im Grunde ist dieses Detail nicht wichtig, aber es ist mir dennoch aufgefallen, dass die Schützen teilweise sogar bewegliche Ziele in einiger Entfernung noch mit einem Kopfschuss niederstrecken.

Auch einige andere Details sind mir hängen geblieben, ohne allerdings zu sehr zu stören. Zum einen mag ich Anatols Hund Diesel für seine Loyalität und seinen Gehorsam wirklich gern, doch manchmal war er gerade dadurch etwas zu menschlich. Besonders aufgefallen ist mir das in einer Szene, die aus Diesels Perspektive geschildert wird. Zum anderen taucht zwischenzeitlich eine Gruppe Kinder in der Geschichte auf, die mir ein bisschen zu überzeugend und zu schlagkräftig sind. Da es den Menschen in der deutschen Oblast verboten ist, Kinder zu bekommen, ohne eine Abgabe zu verrichten, gibt es viele illegale Kinder. Diese müssen von Geburt an um ihr Leben fürchten und kämpfen täglich ums Überleben. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass die Jüngsten erst drei oder vier Jahre alt und die Ältesten auch kaum zehn Jahre älter sind, sind sie bei ihren waghalsigen Unternehmungen, die eigentlich Kamikazeaktionen sein sollten, einfach zu erfolgreich. Insgesamt sind diese Unstimmigkeiten aber nur geringfügig und lassen sich auch leicht überlesen.

Durchweg positiv ist mir dagegen die Sprache aufgefallen. Sie ist sehr schön an die Zeit und die Umstände angepasst. Der Autor verzichtet nicht nur auf die denglischen Ausdrücke und modernen Wortneuschöpfungen der heutigen Sprache, sondern ersetzt die Begriffe sogar teilweise durch Wörter aus der Zeit, in der Russland noch ein Zarenreich war. Beispielsweise wird der deutsche Verwaltungsbezirk als deutsche „Oblast“ bezeichnet und Entfernungen werden in „Werst“ gemessen. Obwohl ich diese Begriffe nachschlagen musste, hat es nicht gestört, denn es sind der Zeit angepasste Begriffe und nicht bloß ausgefallene und im Grunde unnötige Synonyme. Außerdem erklären sich viele der Begriffe von selbst, sodass der Lesefluss dadurch nur selten unterbrochen wird.

Fazit:
Das Buch ist ein dystopischer Thriller, in dem eine Menge Russen auftauchen – für mich ideal. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und hat mit Anatol Komarow einen sehr sympathischen Protagonisten. Außerdem ist die Sprache gut an die Umstände angepasst und obwohl viel Blut fließt, ist das Buch nicht unnötig brutal. Im Detail weist das Buch einige kleine Schwächen auf, insgesamt die Geschichte aber wirklich gelungen. „Das Haus Komarow“ ist ein großartiges Debüt und bekommt daher absolut verdiente vier Schreibfedern von mir.



 Ich bedanke mich ganz herzlich bei Axel Saalbach für dieses Rezensionsexemplar!

Dienstag, 25. November 2014

[Challenge] SuB-Radikalkur 2015 - Meine Spardose



Hier könnt ihr die Fortschritte bei meiner SuB-Radikalkur verfolgen. Nach jedem gelesenen oder gekauften Buch wird mit der Spardose abgerechnet, damit ich mich auch wirklich an meine eigenen Regeln halte. Am Ende des Monats folgt immer ein Resümee, wie viel mein SuB abgenommen hat.


Die Regeln im Überblick:
100 gelesene Seiten = 10ct
Seiten von Fachbüchern zählen doppelt = x2
beendetes Buch = 1 €
beendete Reihe (mit 2-5 Büchern) = 50 ct
beendete Reihe (mit 6-10 Büchern) = 1 €
beendete Reihe (mit 11-15 Büchern) = 2 €
5-9 Bücher/Monat = 50 ct
10-14 Bücher/Monat = 1 €
buchkauffreier Monat = 2 €
Buch für eine Challenge = 20 ct
Geld für verkaufte Bücher = in die Spardose


Mein übrig gebliebenes Guthaben: 4,657€


Januar

Mein SuB zu Beginn des Monats: 297 Bücher

Spardose
+ 1,656€ "Mord im Orientexpress" [beendet: 1€; 256 Seiten: 0,256€; ABC-Challenge und Klassiker: 0,40€]
+ 1,568€ "Schöne neue Welt" [beendet: 1€; 368 Seiten: 0,368€; Klassiker: 0,20€]
+ 1,314€ "Ein unmöglicher Weihnachtswunsch" [beendet: 1€; 114 Seiten: 0,114€; ABC-Challenge: 0,20€]
+ 2,161€ "Seelen" [beendet: 1€; 912 Seiten: 0,912€; Klassiker: 0,20€]
+ 1,988€ "3096 Tage" [beendet: 1€; 288 Seiten: 0,288€; SuB-Abbau-2015: 0,20€; fünftes Buch/Monat: 0,50€]
+ 1,049€ "Bang! - The Universe Verse Book 1" [beendet: 1€; 49 Seiten: 0,049€]
+ 1,044€ "It's Alive! - The Universe Verse Book 2" [beendet: 1€; 44 Seiten: 0,044€]
+ 1,538€ "Great Apes! - The Universe Verse Book 3" [beendet: 1€; 38 Seiten: 0,038€; beendete Reihe: 0,50€]
+ 1,309€ "Drahtseiltänzer" [beendet: 1€; 309 Seiten: 0,309€]
- 9,990€ "Drahtseiltänzer" [gekauft]


gelesene Bücher: 9
gelesene Seiten: 2378
gekaufte Bücher: 1 (+ 1 Rezensionsexemplar)
erlesenes Geld: 13,578€
ausgegebenes Geld: 9,99€


Februar

Mein SuB zu Beginn des Monats: 290 Bücher

Spardose
+ 1,673€ "Westside Blvd. - Entführung in L. A." [beendet: 1€; 473 Seiten: 0,473€; ABC-Challenge: 0,20€]
+ 0,652€ "Psychologische Diagnostik" [Fachbuch mit 326 Seiten: 0,326€ x 2]
+ 1,653€ "Die Auswahl" [beendet: 1€; 453 Seiten: 0,453€; SuB-Abbau-2015: 0,20€]
+ 1,455€ "Die Flucht" [beendet: 1€; 455 Seiten: 0,455€]
+ 2,094€ "Die Ankunft" [beendet: 1€; 594 Seiten: 0,594€; beendete Reihe: 0,50€]


gelesene Bücher: 4 (+1 unvollständig; +17 aussortiert)
gelesene Seiten: 2301
gekaufte Bücher: 0 (+1 Geschenk)
erlesenes Geld: 7,527€ + 2€ = 9,527€
ausgegebenes Geld: 0€


März

Mein SuB zu Beginn des Monats: 270 Bücher

Spardose
+ 1,643€ "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" [beendet: 1€; 243 Seiten: 0,243€; SuB-Abbau-2015 und Klassiker: 0,40€]
+ 2,056€ "Die Chemie des Todes" [beendet: 1€; 656 Seiten: 0,656€; SuB-Abbau-2015 und ABC-Challenge: 0,40€]
+ 1,046€ "Asterix: Die goldene Sichel" [beendet: 1€; 46 Seiten: 0,046€]
+ 1,031€ "Das kleine ich bin ich" [beendet: 1€; 31 Seiten: 0,031€]
+ 2,139€ "Irgendwie Top" [beendet: 1€; 639 Seiten: 0,639€; fünftes Buch/Monat: 0,50€]
+ 1,756€ "Jim Knopf und die Wilde 13" [beendet: 1€; 256 Seiten: 0,256€; beendete Reihe: 0,50€]
- 17,990€ "Irgendwie Top" [gekauft]
- 6,130€ "Tribute von Panem - Gefährliche Liebe" [gekauft]
- 4,480€ "Seelen" [gekauft]


gelesene Bücher: 6 (+21 aussortiert)
gelesene Seiten: 1871
gekaufte Bücher: 3 (+1 Rezensionsexemplar)
erlesenes Geld: 9,671€ (+ 7,59€ für verkaufte Bücher)
ausgegebenes Geld: 28,60€


April

Mein SuB zu Beginn des Monats: 245 Bücher

Spardose
+ 1,840€ "Kalte Asche" [beendet: 1€; 640 Seiten: 0,640€; ABC-Challenge: 0,20€]
+ 1,883€ "Irgendwie Lions Roar" [beendet: 1€; 383 Seiten: 0,383€; beendete Reihe: 0,50€]
+ 1,464€ "May Bee" [beendet: 1€; 264 Seiten: 0,264€; ABC-Challenge: 0,20€]
+ 1,366€ "Selection" [beendet: 1€; 366 Seiten: 0,366€]
+ 1,376€ "Selection 2 - Die Elite" [beendet: 1€; 376 Seiten: 0,376€]
+ 1,367€ "Selection 3 - Der Erwählte" [beendet: 1€; 367 Seiten: 0,367€]
+ 1,394€ "Die Roboter im Eis" [beendet: 1€; 194 Seiten: 0,194€; ABC-Challenge: 0,20€]
+ 1,069€ "Rot. Grün? Blind!" [beendet: 1€; 69 Seiten: 0,069€]
+ 1,264€ "Winston - Agent auf leisen Pfoten" [beendet: 1€; 264 Seiten: 0,264€]
+ 2,694€ "Interview mit einem Vampir" [beendet: 1€; 294 Seiten: 0,294€; Klassiker und SuB-Abbau-2015: 0,40€; zehntes Buch/Monat: 1€]


gelesene Bücher: 10 (+17 aussortiert)
gelesene Seiten: 3217
gekaufte Bücher: 0 (+23 Geschenke, +1 Rezensionsexemplar)
erlesenes Geld: 15,717€ + 2€ = 17,717€
ausgegebenes Geld: 0€


Mai

Mein SuB zu Beginn des Monats: 242 Bücher

Spardose
+ 1,936€ "Bodycaught" [beendet: 1€; 936 Seiten: 0,936€]
+ 1,597€ "Obsidian" [beendet: 1€; 397 Seiten: 0,397€; ABC-Challenge: 0,20€]
+ 1,459€ "Onyx" [beendet: 1€; 459 Seiten: 0,459€]
+ 1,536€ "Reise zum Mittelpunkt der Erde" [beendet: 1€; 336 Seiten: 0,336€; Klassiker: 0,20€]
+ 1,959€ "Opal" [beendet: 1€; 459 Seiten: 0,459€; fünftes Buch/Monat: 0,50€]
+ 1,680€ "Feenlicht" [beendet: 1€; 480 Seiten: 0,480€; SuB-Abbau-2015: 0,20€]
+ 1,900€ "Magierlicht" [beendet: 1€; 400 Seiten: 0,40€; beendete Reihe: 0,50€]
- 12,770€ "Die Königliche" [gekauft]
- 3,650€ "verliefen sich im Wald" [gekauft]


gelesene Bücher: 7
gelesene Seiten: 3467
gekaufte Bücher: 2 (+1 Geschenk, +1 Gewinn)
erlesenes Geld: 12,067€
ausgegebenes Geld: 16,42€


Juni

Mein SuB zu Beginn des Monats: 239 Bücher

Spardose
+ 1,177€ "Gefühltes Herz[beendet: 1€; 177 Seiten: 0,177€]
+ 1,576€ "Wahrnehmung und Aufmerksamkeit" [beendet: 1€; Fachbuch mit 228 Seiten: 0,228€ x 2]
+ 1,551€ "Ich und die Menschen[beendet: 1€; 351 Seiten: 0,351€; SuB-Abbau-2015: 0,20€]
+ 1,430€ "Ghostwalker 4: Fluch der Wahrheit" [beendet: 1€; 430 Seiten: 0,430€]
+ 1,925€ "Ghostwalker 5: Ruf der Erinnerung" [beendet: 1€; 425 Seiten: 0,425€; fünftes Buch/Monat: 0,50€]
+ 2,427€ "Ghostwalker 6: Tag der Rache" [beendet: 1€; 427 Seiten: 0,427€; beendete Reihe: 1€]


gelesene Bücher: 6
gelesene Seiten: 2038
gekaufte Bücher: 0
erlesenes Geld: 10,086€ + 2€ = 12,086€
ausgegebenes Geld: 0,00€


Juli

Mein SuB zu Beginn des Monats: 234 Bücher

Spardose
+ 1,117€ "Caius in der Klemme" [beendet: 1€; 117 Seiten: 0,117€]
+ 1,343€ "Rubinrot" [beendet: 1€; 343 Seiten: 0,343€]
+ 1,392€ "Saphirblau" [beendet: 1€; 392 Seiten: 0,392€]
+ 2,182€ "Smaragdgrün" [beendet: 1€; 482 Seiten: 0,482€; beendete Reihe: 0,50€; SuB-Abbau-2015: 0,20€]
+ 1,703€ "Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter" [beendet: 1€; 203 Seiten: 0,203€; fünftes Buch/Monat: 0,50€]
+ 1,365€ "Schuhtick" [beendet: 1€; 365 Seiten: 0,365€]
+ 1,136€ "Leben und Liebe" [beendet: 1€; 136 Seiten: 0,136€]
+ 1,398€ "Selection 4 - Die Kronprinzessin" [beendet: 1€; 398 Seiten: 0,398€]
+ 1,429€ "Gelöscht" [beendet: 1€; 429 Seiten: 0,429€]
- 16,99€ "Selection 4 - Die Kronprinzessin" [gekauft]
- 12,95€ "Winston 3 - Jagd auf die Tresorräuber" [gekauft]


gelesene Bücher: 9
gelesene Seiten: 2865
gekaufte Bücher: 2 (+1 Gewinn, +3 Geschenke)
erlesenes Geld: 13,065
ausgegebenes Geld: 29,94€


August

Mein SuB zu Beginn des Monats: 231 Bücher

Spardose
+ 1,400€ "Zersplittert[beendet: 1€; 400 Seiten: 0,40€]
+ 1,868€ "Bezwungen / Vernichtet" [beendet: 1€; 368 Seiten: 0,368€; beendete Reihe: 0,50€]
+ 1,460€ "Asche und Phönix" [beendet: 1€; 460 Seiten: 0,46€]


gelesene Bücher: 3 (+35 aussortiert)
gelesene Seiten: 1228
gekaufte Bücher: 0 (+1 Leserundenexemplar)
erlesenes Geld: 4,728€ + 2€ = 6,728€
ausgegebenes Geld: 0,00€


September

Mein SuB zu Beginn des Monats: 194 Bücher

Spardose
+ 1,439€ "Affenbruder[beendet: 1€; 439 Seiten: 0,439€]
+ 1,300€ "Dämonenasche" [beendet: 1€; 300 Seiten: 0,300€]
+ 1,492€ "Sturz in die Zeit" [beendet: 1€; 492 Seiten: 0,492€]
+ 1,398€ "Phantasmen" [beendet: 1€; 398 Seiten: 0,398€]
+ 2,039€ "Sixteen Moons" [beendet: 1€; 539 Seiten: 0,539€; fünftes Buch/Monat: 0,50€]
- 3,35€ "Sturz in die Zeit" [gekauft]
- 9,30€ "Phantasmen" [gekauft]


gelesene Bücher: 5
gelesene Seiten: 2168
gekaufte Bücher: 2 (+2 Rezensionsexemplare, +3 Geschenke)
erlesenes Geld: 7,668
ausgegebenes Geld: 12,65€


Oktober

Mein SuB zu Beginn des Monats: 196 Bücher

Spardose
+ 1,283€ "Sveta und der Junge aus dem Wald[beendet: 1€; 283 Seiten: 0,283€]
+ 1,307€ "Hard Skin" [beendet: 1€; 307 Seiten: 0,307€]
+ 1,501€ "Die rote Königin" [beendet: 1€; 501 Seiten: 0,501€]
+ 1,333€ "Hamish und die Weltstopper" [beendet: 1€; 333 Seiten: 0,333€]
+ 1,945€ "Das Juwel" [beendet: 1€; 445 Seiten: 0,445€; fünftes Buch/Monat: 0,50€]
+ 1,382€ "Young World - Die Clans von New York" [beendet: 1€; 382 Seiten: 0,382€]
+ 1,324€ "Magie voller Tücken" [beendet: 1€; 324 Seiten: 0,324€]


gelesene Bücher: 7
gelesene Seiten: 2575
gekaufte Bücher: 0 (+2 Rezensionsexemplare; +2 Gewinne; +1 Leserundenexemplar)
erlesenes Geld: 10,075€ + 2€ = 12,075€
ausgegebenes Geld: 0,00€


November

Mein SuB zu Beginn des Monats: 194 Bücher

Spardose
+ 1,437€ "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch[beendet: 1€; 237 Seiten: 0,237€; Klassiker: 0,20€]


gelesene Bücher: 1
gelesene Seiten: 237
gekaufte Bücher: 0 (+3 Rezensionsexemplare; +2 Tauschbücher)
erlesenes Geld: 1,437€ + 2€ = 3,437€
ausgegebenes Geld: 0,00€


Dezember

Mein SuB zu Beginn des Monats: 198 Bücher

Spardose
+ 1,556€ "Talon - Drachenzeit[beendet: 1€; 556 Seiten: 0,556€]
+ 1,332€ "Magisterium - Der Weg ins Labyrinth[beendet: 1€; 332 Seiten: 0,332€]
+ 1,446€ "Origin[beendet: 1€; 446 Seiten: 0,446€]
+ 1,204€ "Die Roboterchroniken IV - Angriff aus dem Cyberspace" [beendet: 1€; 204 Seiten: 0,204€]
- 17,99€ "Nightmares 1" [Kauf]
- 10,50€ "Ich fürchte mich nicht" [Kauf]


gelesene Bücher: 4 (+21 aussortiert)
gelesene Seiten: 1538
gekaufte Bücher: 2 (+1 Geschenk)
erlesenes Geld: 5,538
ausgegebenes Geld: 28,49€




Jahresfazit

Mein SuB zu Beginn des Jahres: 297 Bücher
Mein SuB zum Ende des Jahres: 176 Bücher

Insgesamt erlesenes Geld: 130,747€
Insgesamt ausgegebenes Geld: 126,09€

Gekaufte Bücher: 12 Bücher
Gewinne: 4 Bücher
Geschenke: 32 Bücher
Tauschbücher: 2 Bücher
Rezensionsexemplare: 10 Bücher
Leserundenexemplare: 2 Bücher

Gelesene Bücher: 71 Bücher
Aussortierte Bücher: 111 Bücher

Gelesene Seiten: 25.883 Seiten

Montag, 24. November 2014

Neuzugänge #34

Pünktlich zum Erscheinungstermin konnte ich mir heute ein Buch abholen, dass ich mir schon vor eine Weile vorbestellt hatte. Auch wenn es mich ärgert, dass es dieses zusätzliche Buch nicht als gebundene Ausgabe gibt und das Taschenbuch auch noch ein wenig kleiner ist als die gebundenen Ausgaben der restlichen Reihe, bin ich schon sehr gespannt darauf. Das Cover ist auf jeden Fall schon mal echt gelungen.

"Die Bestimmung - Fours Geschichte" von Veronica Roth ist auf meinem SuB gelandet.


Klappentext:
"Fours Geschichte" enthält wichtige Hintergrundinformationen, erzählt aus Fours Sicht. Denn bestimmt hat sich jeder schon einmal gefragt: Wie kam Four überhaupt zu den Ferox? Wie lernte er Tris kennen? In neuen Episoden und exklusiven Szenen erzählt Veronica Roth endlich alles über ihn.


Normalerweise kaufe ich solche zusätzlichen Bücher nicht, weil es einfach nur sinnlose Geldmacherei der Autoren und/oder Verlage ist. Da ich Four aber wirklich mag und finde, dass sich das Geld für zusätzliche 320 Seiten durchaus lohnt, mache ich für diese Reihe eine Ausnahme. Ich bin wirklich gespannt, welche neuen Geheimnisse enthüllt werden - denn wie er Tris kennengelernt hat, ist ja nun eigentlich schon bekannt.

Was sagt ihr zu dem Cover?
Kauft ihr euch das Zusatzmaterial zu Buchreihen?

Mittwoch, 19. November 2014

Neuzugänge #33

Eigentlich wollte ich bloß "Die Roboter im Eis" kaufen, weil es das bald nur noch in neuer Auflage gibt und ich die Reihe aber einheitlich im Regal stehen haben möchte. Doch die vielen unvollständigen Reihen stören mich wirklich. Also sind es doch ein paar Bücher mehr geworden. Hinzu kam dann noch eine Rezensionsanfrage, sodass mein SuB nun doch schon wieder um fünf weitere Bücher gewachsen ist.

"Die Roboter im Eis" von Wolfgang Bellaire, "Numbers - Den Tod vor Augen" von Rachel Ward, "Ghostwalker - Tag der Rache" von Michelle Raven
und "Die Blutlinie" von Cody Mcfadyen ergänzen die Reihen in meinem Regal.
"Das Haus Komarow" von Axel Saalbach hat als Rezensionsexemplar den Weg zu mir gefunden.


Klappentext "Die Roboter im Eis":
Schiffbruch im Packeis. Der Roboterjunge Jonathan treibt auf einer Eisscholle. Seine Regenerationsmechanismen treten in Kraft. Wie ist er hierhergekommen, wo sind die Wobotniks, seine Familie, und vor allem: Welches düstere Geheimnis birgt das sinkende Schiff?


Klappentext "Numbers - Den Tod vor Augen":
England, 2027. Wenn Adam in fremde Augen schaut, sieht er das Todesdatum seines Gegenübers. Mehr noch - er spürt, ob jemand glücklich stirbt, einsam oder brutal. Als Adam immer und immer wieder das gleiche Datum erblickt, weiß er: Etwas Schreckliches steht bevor! Doch was kann so gewaltig sein, dass es dermaßen viele Opfer fordert? Adam  setzt alles daran, es herauszufinden, um das Schlimmste zu verhindern. Doch dazu muss er ins Zentrum des Geschehens...


Klappentext "Die Blutlinie":
Nach dem Mord an einer Freundin folgt FBI-Agentin Smoky Barrett der Fährte des Killers. Doch die Spuren, die der eiskalte Serienmörder hinterlässt, sind so blutig, dass ihr ganzes Können gefragt ist. Die Zeit arbeitet gegen sie, und mit jedem neuen Verbrechen gelangt Smoky zu einer erschreckenden Erkenntnis: Der Mörder möchte sich einen Traum erfüllen - einen Traum, der für viele zum Albtraum werden könnte...


Klappentext "Ghostwalker - Tag der Rache":
Nach der Flucht der Gestaltwandler aus dem Labor des Geschäftsmanns Lee sinnt dieser auf Rache. Als er die Flüchtigen in einer Auswilderungsstation in Namibia aufspürt, sieht er seine Chance auf Vergeltung gekommen. Vor anderthalb Jahren hatte der Wandler Harken die Station verlassen, um die Leiterin Mia zu schützen. Nun ist die Löwenwandlerin dennoch ins Blickfeld des Feindes geraten. Harken bleibt keine Wahl, als zurückzukehren und die Frau zu retten, die er liebt...


Klappentext "Das Haus Komarow":
Unzählige Jahre des Krieges lasten auf Deutschland, das nur noch der unbedeutende Teil eines riesigen russisch-europäischen Zarenreichs ist. Technologie ist verschwunden, soziales Leben findet nicht mehr statt und die Bevölkerung leidet. Die Polizeigewalt wird von Söldnern ausgeübt, die im Dienste von Versorgerclans stehen und ihre Macht ausnutzen, um die Menschen zu terrorisieren. Erst als einem dieser Clans, dem Hause Komarow, die Herrschaft über das deutsche Gebiet zugesprochen wird, keimt Hoffnung auf. Nach dem heimtückischen Mord am Oberhaupt der Familie liegt es an einem einzigen Mann, diese Hoffnung nicht sterben zu lassen...


Die Reihen "Numbers" und "Ghostwalker" besitze ich jetzt vollständig, sodass ich hoffentlich demnächst dazu komme, sie anzufangen bzw. zu beenden. Auf die Thriller von Cody Mcfadyen bin ich schon länger gespannt, da ich jetzt endlich den ersten Teil besitze, kann ich damit auch demnächst beginnen. Besonders gespannt bin ich aber auf "Das Haus Komarow", die Idee klingt gut und ich habe eine Schwäche für Russen...

Kauft ihr Reihen ganz, bevor ihr sie lest?
Welche Länder mögt ihr als Handlungsort besonders gern?

Dienstag, 18. November 2014

[Rezension] Das Schicksal ist ein mieser Verräter – John Green



Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Autor: John Green
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 01. Mai 2014
Einband: Softcover
Seiten: 333
ISBN: 978-3-423625-83-8
Preis: 9,95 € [D]

Klappentext:
Hazel Grace und Augustus lernen sich in einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten kennen und fühlen sich vom ersten Augenblick an vom anderen angezogen. Hazel liebt Gus für seine Schlagfertigkeit und für seine offensive Art, wie er mit seinem Schicksal umgeht. Und Augustus baggert Hazel auf seine charmant witzige Art an, als gäbe es kein Morgen. Aber Hazel hat Angst. Sie will für niemanden eine tickende Zeitbombe sein, und genau so fühlt sie sich in ihrer Erkrankung. Doch dann kann sie sich Gus' Charme nicht mehr entziehen, der ihr einen ihrer größten Wünsche erfüllt und sie kurzerhand nach Amsterdam entführt. So furchtbar ihre Diagnosen sind, Hazel und Augustus feiern das Leben und die Liebe, und kosten die kurze Zeit, die ihnen bleibt, jede Sekunde aus.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
An das Buch bin ich äußerst skeptisch herangegangen, weil ich normalerweise nichts mit Krebsbüchern anfangen kann. So tragisch die Erkrankung auch ist, es ist immer das gleiche Drama mit ganz viel Herzschmerz und am Ende stirbt jemand. Beim Lesen dieses Buches habe ich dann aber schnell gemerkt, dass es mit allen Klischees bricht.
Auch in dieser Geschichte ist eine solche Erkrankung natürlich ein schwerer Schicksalsschlag für eine Familie, doch das Leben geht für die Angehörigen trotzdem weiter. Und gerade bei unheilbaren Krebsarten müssen sich die Eltern einfach Gedanken darum machen, wie es nach dem Tod ihres Kindes weiter gehen soll. Das Leben wartet nicht, bis sie ihre Trauer verarbeitet haben. Das ist brutal, aber leider Realität, sodass ich es wunderbar finde, dass der Autor das in der Geschichte darstellt. Es dreht sich nicht ausschließlich alles um die Kinder, schließlich haben alle anderen Charaktere trotzdem auch ein eigenes Leben.
Außerdem wird immer wieder hervorgehoben, dass erkrankte Kinder häufig den „Krebsbonus“ bekommen, also besondere Vergünstigungen, weil sie so krank sind. Für Hazel und Gus bedeutet das, dass sie unter anderem trotz ihrer Minderjährigkeit Champagner im Flugzeug bekommen, weil die Flugbegleiterin Mitleid mit ihnen hat. Daran und an Kaitlyn, einer Freundin von Hazel, wird deutlich, dass Krebskinder nicht nur wegen ihrer Krankheit kein normales Leben führen können, sondern vor allem, weil die Umwelt peinlich berührt und mit Vorurteilen darauf reagiert. Das stört Hazel und Gus meist ebenso wie mich, denn sie sind auch einfach nur Menschen – zwar sterbenskrank, aber trotzdem einfach nur Menschen. Im Gegensatz zu den Protagonisten in vielen anderen Krebsbüchern, wollen die beiden das Mitleid nicht. Sie leben ihr Leben so gut sie können wollen ihren Familien und anderen nicht zur Last fallen. Das minimiert das Gejammer in dieser Geschichte, sodass Melancholie nur in Situationen eine Rolle spielt, in denen sie angebracht ist.
Ein weiteres Klischee, das in dem Buch nicht nur ignoriert, sondern sogar noch auf die Schippe genommen wird, ist der unglaubliche Kampfgeist der Krebskinder. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Leben mit Krebs ein ziemlicher Kampf ist, aber Aussagen wie „Er hat tapfer bis zum Ende gekämpft“ klingen für mich immer wie Floskeln. Das Buch kritisiert diese Darstellung in Form von Hazel, die selbst keine Krebsbücher mag, weil sie die Geschichten als unrealistisch empfindet. Deshalb wird in diesem Buch nicht gekämpft bis zum bitteren Ende, sondern ein Patient mit Krebs im Endstadium von den Medikamenten sediert, vor sich hin murmelnd in seinem eingenässten Bett gefunden. Ich kenne mich mit Krebs nicht aus, aber diese Darstellung finde ich weit realistischer.

Das Buch ist nicht zuletzt deshalb schön zu lesen, weil es herrlich sarkastisch und humorvoll geschrieben ist. Natürlich gibt es leichte Anflüge von Depression, aber insgesamt sind gerade die Gespräche zwischen Hazel und Gus meist sehr witzig als traurig. Sie und Isaac, ein Freund von Gus, erfreuen sich ihres Lebens beispielsweise bei einem sprachgesteuerten Computerspiel, dem sie teilweise nicht jugendfreie Anweisungen geben und so ständig vom Computer missverstanden werden. Trotz der Schwere ihrer Krankheit haben sie häufig ein freches, ironisches Wort auf den Lippen. Und dadurch, dass die meist wirklich guten Krebswitze von ihnen als Patienten gemacht werden, sind sie auch ohne weiteres als Witze hinnehmbar.

Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, hatte ich direkt eine Vermutung, wie die Geschichte enden könnte und dass mir das aus Authentizitätsgründen nicht gefallen würde. Schlussendlich hatte ich Recht mit meiner Vermutung, aber überraschenderweise hat mir das Ende trotzdem gefallen. Die Charaktere sind so sympathisch gestaltet und die Liebesgeschichte entwickelt sich ganz langsam und zart, sodass mich das Buch wirklich angesprochen hat. Außerdem geht dem Ende wegen ausführlicher und vor allem rechtzeitiger Beschreibungen die Authentizität überhaupt nicht verloren. Das Buch hat mich tatsächlich umgestimmt.

Fazit:
Dieses Krebsbuch enthält eine Geschichte ohne die üblichen Klischees, die Charaktere begegnen der Krankheit sarkastisch und humorvoll und die Beschreibungen klingen hart und realistisch, ohne dabei unsensibel zu werden. Hazel und Gus sind zwei sehr sympathische Protagonisten, die keinen Wert auf Mitleid legen und dadurch das nervenaufreibende Jammern in Grenzen halten. Zu Tränen gerührt hat mich die Geschichte zwar nicht, aber es ist definitiv ein gutes Buch, das ich durchaus auch noch mehrmals lesen werde. Deshalb bekommt „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ wohlverdiente vier Schreibfedern von mir.


Montag, 17. November 2014

[Challenge] SuB-Radikalkur 2015

Überquellende Bücherregale. Armeen ungelesener Bücher. Spontankäufe an allen Ecken und Enden. Gute Vorsätze hin oder her, der Stapel ungelesener Bücher schafft es trotzdem, ständig weiter zu wachsen. Um den langsam wirklich erschreckenden Ausmaßen entgegen zu wirken, habe ich beschlossen, meinem SuB eine Radikalkur zu verschreiben.




Zeitraum: 01.01.2015 bis 31.12.2015

Ziel: Mit den gelesenen Büchern soll eine virtuelle Spardose gefüllt werden. Neue Bücher dürfen ausschließlich aus dieser Spardose bezahlt werden.


„Das Einzige, das man bei einer Diät verliert, ist die Lust.“
(Erhard Blanck)

Zur Unterstützung habe ich daher die liebe Lisa mit ins Boot geholt. Damit die Motivation erhalten bleibt, würden wir uns über weitere Mitstreiter sehr freuen (und wenn ihr nur zum Spaß mitmacht, um z. B. zu schauen, wie viel Geld sich in eurer „Spardose“ ansammeln könnte).


Die Regeln
100 gelesene Seiten = 10 ct
Seiten von Fachbüchern zählen doppelt = x2
beendetes Buch = 1 €
beendete Reihe (2-5 Bücher) = 50 ct
beendete Reihe (6-10 Bücher) = 1 €
beendete Reihe (11-15 Bücher) = 2 €
5 oder mehr Bücher/Monat = 50 ct
buchkauffreier Monat = 2 €
Buch für eine Challenge = 20 ct


Die Beträge sind für mich ganz bewusst so niedrig gesetzt, damit ich lerne, mich ein bisschen zu beherrschen. Wer sich uns anschließen möchte, darf natürlich auch gerne eigene Beträge festlegen und die Regeln dem eigenen Lesestil anpassen, sodass sie beispielsweise auch Rezensionsexemplare einschließen. Lasst eurer Fantasie freien Lauf!


Meine Spardose: hier ist meine eigene Spardose einsehbar


Wenn ihr mitmacht und mir den Link zur Seite mit euren Fortschritten schickt, dann verlinke ich euch natürlich auch. Solltet ihr keinen Blog haben, könnt ihr natürlich auch auf Facebook, Twitter, Wasliestdu, lovelybooks etc. mitmachen oder einfach am Ende des Monats einen Kommentar mit eurem aktuellen Guthaben hinterlassen. Falls ihr noch Fragen oder Anregungen habt, immer her damit.


Jetzt geht’s dem SuB an den Kragen!
Wer zieht mit uns in den Kampf?





Teilnehmer:
- Ich (20,848€; 10 gekaufte Bücher)
- Lisa (10,78€; 19 gekaufte Bücher)
- Valrike (32,93€; 0 gekaufte Bücher)

Freitag, 14. November 2014

[Rezension] Die Bücherdiebin – Markus Zusak



Titel: Die Bücherdiebin
Autor: Markus Zusak
Verlag: blanvalet Verlag
Erscheinungsdatum: 07. September 2009
Einband: Softcover
Seiten: 586
ISBN: 978-3-442373-95-6
Preis: 9,99 € [D]

Klappentext:
Im Alter von neun Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner - auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und sie stiehlt ihr erstes Buch - ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Da viele Leser sich von dem Buch begeistert gezeigt haben, bin ich mit relativ hohen Erwartungen an die Geschichte heran gegangen, die durch den Titel und den Klappentext nur noch verstärkt wurden. Jetzt, wo ich mit dem Lesen fertig bin, muss ich aber sagen, dass es lange her ist, dass ich mich das letzte Mal so durch ein Buch gequält habe. Mehr als zwei Wochen habe ich daran gelesen und mir ungefähr ab der Mitte immer wieder gewünscht, es möge endlich vorbei sein. Die Geschichte ist von vorne bis hinten absolut langweilig. Die Handlung plätschert bedeutungslos vor sich hin und trotz der zahlreichen Seiten habe ich keinen roten Faden finden können, da die Szenen teilweise nicht einmal in chronologischer Reihenfolge erzählt werden.

Die größte Enttäuschung war für mich, dass die Bücherdiebin eigentlich nur ein einziges Buch tatsächlich stiehlt. Alle übrigen Bücher bekommt sie geschenkt, rettet sie aus dem Feuer oder nimmt sie mit stilschweigender Erlaubnis mit – zusammen mit den extra bereit gestellten Keksen. Und selbst, wenn all diese Bücher als gestohlen angesehen werden, sind es trotzdem nicht besonders viele. Der Titel des Buches ist dementsprechend viel zu reißerisch für den Inhalt der Geschichte und trägt maßgeblich dazu bei, dass meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllt wurden.

Auch gibt es zwar durchaus Momente, in denen das Buch hätte spannend sein können, doch durch die Tatsache, dass der Handlung immer wieder vorgegriffen wird, passiert überhaupt nichts Unerwartetes. Beispielsweise wird immer schon sehr früh verraten, wer sterben wird, manchmal sogar schon beim ersten Auftritt des Charakters. Dadurch wird auch das kleinste Stück Spannung sofort zunichte gemacht. Die Art und Weise, auf die ein Charakter zu Tode kommt, liefert der Erzähler immer gleich noch mit und wenn er das einmal nicht tut, dann reicht das Wissen darüber, dass das Buch während des zweiten Weltkrieges spielt, um eine ziemlich genaue Vorstellung der Umstände zu bekommen.

Zu Beginn der Geschichte habe ich den Erzähler aber durchaus noch als positiven Aspekt wahrgenommen, denn die Handlung wird aus der Perspektive des Todes geschildert. Die Idee ist wirklich gut. Anfangs sind auch die Szenen, in denen er von sich selbst spricht, von seiner Arbeit oder von der Vorstellung, die die Menschen von ihm haben, noch gelungen. Die einzige Aussage, die mir aus dem Buch hängen geblieben ist, stammt auch vom Tod: „Wollt ihr wissen, wie ich wirklich aussehe? Ich sage es euch. Schaut in einen Spiegel.“ (Seite 335) Doch schon relativ bald gleichen sich die Erzählungen immer mehr und driften in melancholisches, philosophisches Gejammer ab.

Als einzigen durchweg positiven Punkt kann ich die kurzen Einwürfe nennen, die während der Geschichte immer wieder zentriert und fettgedruckt hervorgehoben werden. Diese Stellen markieren wichtige Details in Gesprächen oder geben Zusammenfassungen der nächsten Seiten. Dadurch ist es für das Verständnis nicht nachteilig, wenn die Szenen nicht allzu aufmerksam gelesen werden. Außerdem reißen die Einwürfe immer wieder aus dem träge dahin plätschernden Lesefluss, sodass sich die Augen nicht irgendwann ohne die Gedanken die Zeilen entlang bewegen.

Fazit:
Das Buch ist langweilig und hat zwei- bis dreihundert Seiten mehr als die Handlung eigentlich hergibt. Alle möglicherweise spannenden Ereignisse werden vorweggenommen und ein roter Faden ist nicht zu finden. Außerdem hält auch der Titel des Buches nicht, was er verspricht. Wegen der aufweckenden Einwürfe zwischendurch und der ersten expliziten Auftritte des Todes bekommt „Die Bücherdiebin“ aber immerhin noch zwei Schreibfedern.


Mittwoch, 12. November 2014

[Rezension] Yep: Warum nicht anders? – Jobst Mahrenholz [Hrsg.]



Titel: Yep – Warum nicht anders?
Herausgeber: Jobst Mahrenholz
Verlag: Dead Soft Verlag
Erscheinungsdatum: 24. Oktober 2014
Einband: eBook
Seiten: 197
ISBN: 978-3-944737-73-7
Preis: 5,99 € [D]

Klappentext:
15 Jahre dead soft verlag – zu diesem Jubiläum gibt es die passende Anthologie. Sieben brandneue Kurzgeschichten von Susann Julieva, Sandra Gernt, Sandra Busch, Sabine Damerow, S.B. Sasori, Jobst Mahrenholz und Simon Rhys Beck. Der Erlös dieses Buches geht an die Initiative Rosa-Lila in Neubrandenburg. Alle Mitwirkenden verzichten auf ihr Honorar.

Einordnung:
Es handelt sich um eine Anthologie, die kein Teil einer Reihe ist. Um die Geschichte von S. B. Sasori entsteht allerdings momentan ein kompletter Roman.

Rezension:
Die Anthologie bedient trotz ihrer Kürze eine sehr große Vielfalt von Charakteren und Beziehungen. Es gibt den Klischeeschwulen mit ausgeprägter weiblicher Seite, aber auch das vor Männlichkeit strotzende Muskelpaket. Außerdem befassen sich die verschiedenen Beiträge mal mit sanfter, vorsichtiger emotionaler Zuneigung zwischen den Protagonisten, mal erlebt der Leser die erste Liebe eines Jugendlichen und manchmal geht es auch bloß um die körperliche Leidenschaft. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass die Geschichten sich selbst in ihrem grundsätzlichen Aufbau unterscheiden. In diesem Punkt ist die Anthologie wirklich gelungen.

Obwohl in allen Geschichten natürlich homosexuelle Charaktere vorkommen, spielt das aber nicht immer eine Rolle. Es gibt Geschichten wie „Wahre Christen“ (von Sandra Gernt), die um Homosexuelle aufgebaut sind, aber auch solche Beiträge, in denen die Geschichte mit heterosexuellen Charakteren ebenso funktioniert hätte (z. B. „Sommer am See“ von Susann Julieva) oder in denen die Homosexualität, wie in S. B. Sasoris Geschichte „Tanz auf dem Drahtseil“, nur ein kleiner Teil des Hauptthemas ist.

Zur Handlung möchte ich speziell anmerken, dass Sandra Gernt mit „Wahre Christen“ zwar das Klischee der erzkatholischen Familie aus Bayern bedient, die absoluten Hass auf Homosexuelle schiebt, es jedoch nicht dabei belässt. Wo normalerweise dann der Hass in die andere Richtung, nämlich auf die intoleranten Christen, geschürt wird, wird hier auch die andere christliche Perspektive dargestellt, in der Gott jeden Menschen liebt und die Nächstenliebe nicht vor Homosexuellen Halt machen sollte. Das rechtfertigt die Intoleranz vieler Christen nicht, aber es verhindert, dass sie alle in einen Topf geworfen werden, denn „Christ“ lässt sich genauso wenig verallgemeinern wie „Schwuler“. Dieser Aspekt, der häufig nicht dargestellt wird, hebt die Geschichte aus dem Strom purer Klischee-Homophobie-Geschichten heraus.
Die Charaktere haben mir bei S. B. Sasori besonders gefallen, weil sie keine Prototypen sind, keine Stereotype, die das positive oder negative Extrem vertreten. Ihre Gedanken und Reaktionen sind wunderbar authentisch, weil durchaus mal zurückhaltend reagieren, überfordert sind und Zeit zum Nachdenken brauchen. Bei all der Toleranz sind sie immer noch Menschen, die das Outing des Sohnes doch auch überrumpeln kann. Die perfekte Reaktion hat niemand parat, aber in dieser Geschichte ist das nicht gleichbedeutend mit Intoleranz, wodurch eine herrliche Glaubwürdigkeit entsteht. Besonders erwähnenswert finde ich, dass sich das über alle Charaktere hinweg erstreckt und nicht bloß die Protagonisten so aufgebaut sind.

Positiv aufgefallen ist mir im Verlauf des Lesens, dass die ersten Geschichten sehr keusch geschrieben sind und explizite Szenen nur angerissen und dann ausgeblendet werden, sofern es überhaupt dazu kommt. Nicht einmal das ist in jeder Geschichte nötig. So liegt viel die Handlung im Vordergrund, durch die sich die Beiträge voneinander unterscheiden. Leider findet dann aber die komplette Erotik mit allen expliziten Szenen in einer einzigen Geschichte statt, sodass das Verhältnis zwischen Handlung und Sex dort deutlich zu letzterem tendiert. Prinzipiell ist das keine schlechte Idee, körperliches Verlangen gehört schließlich auch zum Leben, für mich häufte es sich aber etwas arg heftig.

Auch an anderen Stellen gibt es noch kleine Schwachpunkte. Manchmal ist das Drama der Geschichte ein bisschen unrealistisch und überzogen, sodass eine sanftere Lösung vielleicht der bessere Weg gewesen wäre, schließlich ist in einer Kurzgeschichte nur begrenzt Platz. An einer anderen Stelle erfolgen immer wieder längere und für die Handlung nicht zwingend notwendige Aufzählungen, die sich zwar leicht überspringen lassen, ansonsten aber den Lesefluss unterbrechen. Insgesamt sind es aber nur hin und wieder kleine Schönheitskorrekturen.

Fazit:
Die Anthologie enthält abwechslungsreiche Geschichten mit vielfältigen Charakteren. Klischees werden bedient und gebrochen und es wartet hin und wieder eine ordentliche Überraschung auf den Leser. Hier und da gibt es kleine Ungereimtheiten, die aber im Grunde nur wegen der Kürze der Geschichten auffallen. Daher bekommt „Yep – Warum nicht anders?“ insgesamt vier Schreibfedern von mir.