Donnerstag, 26. März 2015

[Rezension] Jim Knopf und die Wilde 13 – Michael Ende



Titel: Jim Knopf und die Wilde 13
Autor: Michael Ende
Verlag: Thienemann Verlag
Erscheinungsdatum: 1962
Einband: Hardcover
Seiten: 256
ISBN: 978-3-522176-51-4
Preis: 14,99 € [D]

Klappentext:
Dies ist das zweite große Abenteuerbuch der beiden berühmten Lokomotivführer, denen kein Weg zu weit, kein Wasser zu tief und kein Berg zu hoch ist, um ihr Ziel zu erreichen.

Einordnung:
- Jim Knopf und die Wilde 13 (Teil 2)

Rezension:
Diese Fortsetzung ist eindeutig keine Fortsetzung um der Fortsetzung willen. Stattdessen klärt „Jim Knopf und die Wilde 13“ alle Fragen, die im ersten Teil noch unbeantwortet bleiben. Es wird beispielsweise dem Geheimnis von Jims Herkunft nachgegangen. Dafür müssen sie die „Wilde 13“ ausfindig machen, eine grausame Piratenbande, die Jim als Säugling in einem Päckchen an den Drachen Mahlzahn geschickt haben.
Doch es werden nicht nur neue Figuren vorgestellt, auch alte Bekannte sind wieder anzutreffen. Schließlich haben die beiden Freunde Herrn Tur Tur weiter einsam in der Wüste zurückgelassen und auch der Halbdrache Nepomuk hat offensichtlich unter der Rassenpolitik der reinrassigen Drachen gelitten. Für beide Probleme wird in diesem Buch eine Lösung gefunden, schließlich verwehren Jim und Lukas niemandem ihre Hilfe, der sie braucht.

Wie schon im ersten Teil, hat Michael Ende auch in diesem Buch wieder unauffällig Wissen in die Geschichte eingebaut. Durch puren Zufall erfinden Jim und Lukas auf ihrer Reise ein Perpetumobil, nachdem sie den Meeresbewohnern auf magnetischen Klippen einen Gefallen getan haben. Lukas erklärt dem erstaunten Jim, was ein Perpetumobil ist, sodass es auch der Leser genauer erfährt. Außerdem finden sich im Einband detaillierte Zeichnungen und Notizen zu der Erfindung, die sie gemacht haben. In diesem Zusammenhang wird auch erklärt, dass die Luft in großer Höhe zu dünn zum Atmen ist, denn Lukas und Jim versuchen, mit ihrem Perpetumobil über das Gebirge „Krone der Welt“ zu fliegen, um Herrn Tur Tur in der Wüste, „Ende der Welt“ genannt, zu besuchen.
Neben diesen Fakten findet der Autor jedoch auch für andere Dinge Erklärungen. Die goldenen Drachen, die in China überall zu finden sind, haben nach diesem Buch beispielsweise ihren Ursprung im „Goldenen Drachen der Weisheit“. Dieser unterrichtet die nach immer mehr Wissen strebenden „Blüten der Gelehrsamkeit“, wie die Gelehrten des Kaisers heißen. Außerdem haben die Magnetfelsen im Barbarischen Meer, die Schiffe mit ihrer Kraft anziehen und zerschellen lassen, große Ähnlichkeit mit den Geschichten über das Bermuda-Dreieck. Die versunkene Stadt, die nicht weit entfernt liegt, weist zudem Parallelen zum sagenumwobenen Atlantis auf und liefert eine Begründung für das Versinken.

Fazit:
Auch dieses Buch über Jim Knopf und Lukas, den Lokomotivführer, war wieder sehr schön zu lesen. Die Geschichte geht spannend weiter. Es werden offene Fragen geklärt und alte Bekannte schauen wieder vorbei. Neue Freundschaften entstehen jedoch auch. Und ganz nebenbei hat der Autor wieder Wissen und Fakten in das Buch eingebaut, sowie sich fantastische Erklärungen für reale Gegebenheiten überlegt. Auch „Jim Knopf und die Wilde 13“ bekommt alle fünf Schreibfedern von mir.




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