Dienstag, 21. Juli 2015

[Gast-Rezension] Napoleon & T-Kex – Annika Langa

Bei dieser Rezension handelt es sich um einen Gastbeitrag. Sie spiegelt also nicht meine Meinung wider, da ich selbst das Buch nicht gelesen habe.



Titel: Napoleon & T-Kex
Autor: Annika Langa
Verlag: Kosmos Verlag
Erscheinungsdatum: 07. Juli 2014
Einband: Hardcover
Seiten: 256
ISBN: 978-3-440138-53-3
Preis: 12,99 € [D]

Klappentext:
Im schwedischen Storsjö-See gibt es ein Ungeheuer. Manche glauben, es sei nur ein Fabelwesen, aber der 14-jährige Napoleon Larsson – von allen nur Nappe genannt – weiß es besser. Zusammen mit seinen Freunden Jonas und Khaya findet er nämlich das Junge des Seeungeheuers: ein waschechtes Dino-Baby! Die drei taufen das Kleine auf den Namen Elvis T-Kex Presley und verstecken es unter Napoleons Bett. Doch die Freunde sind nicht die einzigen, die hinter dem Geheimnis des besonderen Tieres her sind. Monsterjäger haben Wind von der Sache bekommen und sind bereit, alles zu tun, um an T-Kex heranzukommen. Alles ... !

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Nappe, kurz für Napoleon, ist kein normaler Junge. Insgeheim glaubt er, dass er entweder ein Alien ist oder bei der Geburt vertauscht wurde, denn irgendwie passt er so gar nicht in sein Heimatdorf und erst recht nicht in seine Familie. Er macht sich viele Gedanken, zum Beispiel, dass jeden Tag sehr viele Tierarten aussterben, über den Klimawandel oder über Khaya, das coolste Mädchen überhaupt. Sein größtes Hobby ist es, ein Archiv mit Steckbriefen über alle schon ausgestorbenen oder vom Aussterben bedrohten Tierarten zu erstellen.
Ganz im Gegensatz dazu stehen die Monsterjäger: Sie jagen seltene Tiere, um sie an Interessenten zu verkaufen. So auch beim Ungeheuer vom Storsjön-See, wobei sie dieses einfach nur erschießen wollen, um dann sein Jungtier einzufangen und zu verkaufen. Als sie diesen Plan eines Mitternachts umsetzen wollen, gelingt das nur zur Hälfte, denn das Ungeheuerbaby entkommt und wird am nächsten Tag von Nappe und seinen Freunden gefunden. Doch die Monsterjäger geben die Verfolgung nicht auf!

Das Buch ist wirklich gut. Es ist nicht nur an das angestrebte Publikum (Kinder von ca. 11 Jahren) angepasst, sondern auch für Erwachsene angenehm zu lesen. Der Humor ist nicht kindisch, sondern für alle Altersklassen amüsant. Die Personen – insbesondere Napoleon, mit dem man sich sehr gut identifizieren kann – werden liebevoll gezeichnet und würdig eingeführt. Die Anzahl der auftretenden Charaktere ist für einen Einzelband angemessen und die tatsächlich wichtigen Figuren sind auch als solche erkennbar. Die Handlung ist gut überlegt, ohne dass man alle „plot twists“ sofort vorhersehen könnte. Es gibt vor allem auch Handlung, die nicht später noch einmal wichtig wird, was mir bei anderen Geschichten häufig fehlt. Das lässt Nappes Erzählung realistischer und weniger gekünstelt wirken.
Aus besagtem „Archiv“ werden immer wieder Seiten im Buch gezeigt, wenn es thematisch passt oder auch einfach nur so. Dadurch erfährt man zusätzlich noch interessante Fakten über lebende und nicht mehr lebende Tiere (z. B. über Berggorillas oder den Dodo). Vor jedem neuen Kapitel ist immer eine (niedliche) Zeichnung zu finden, die einem eine Idee darüber gibt, wo das Kapitel spielen wird, aus welcher Sicht es vermutlich erzählt werden wird und welche Personen/Ungeheuer vermutlich eine zentrale Rolle darin einnehmen werden. Süß ist außerdem die Dino-Sprache: Ja, klein T-Kex kann „sprechen“ oder vielmehr niedliche Laute von sich geben, deren Bedeutung meist aus dem Zusammenhang klar oder auf magische Weise von Ziehvater Nappe sofort erkannt wird. (Noch ein Grund dafür, sich die Zeit zu nehmen, das Buch mit jemandem gemeinsam zu lesen.)

Fazit:
„Napoleon & T-Kex“ ist ein wundervolles Buch, an dem einfach jeder Gefallen finden kann. Es ist spannend, gefühlvoll, realistisch (zumindest so realistisch, wie ein Buch über noch lebende Dinos sein kann) und zuckersüß. Die Hauptperson ist liebenswert, doch auch die meisten Nebencharaktere muss man einfach ins Herz schließen. Das supercoole Cover hält also eindeutig, was es verspricht! „Napoleon & T-Kex“ bekommt fünf Schreibfedern und eine fette (Vor-)Leseempfehlung!


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