Freitag, 31. Juli 2015

[Rezension] Gelöscht – Teri Terry



Titel: Gelöscht
Autor: Teri Terry
Verlag: Coppenrath Verlag
Erscheinungsdatum: Juni 2013
Einband: Hardcover
Seiten: 429
ISBN: 978-3-649611-83-7
Preis: 17,95 € [D]

Klappentext:
Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Kyla wurde geslated. Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los – hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählte sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern? Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und begreift allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit – doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?

Einordnung:
- Gelöscht (Teil 1)
- Zersplittert (Teil 2)
- Bezwungen (ehem. Vernichtet) (Teil 3)

Rezension:
Die Welt, die die Autorin erschaffen hat, ist realistisch konzipiert. Die Geschichte spielt im Jahr 2054 in England, das sich von der EU distanziert und alle Grenzen geschlossen hat. Daraufhin hat sich immer mehr Terrorismus ausgebreitet und selbst für Jugendliche wurden Todesstrafen verhängt. Um das Problem einzudämmen, ist das Slating erfunden worden: Den Jugendlichen werden sämtliche Erinnerungen genommen und ein Gerät, das Levo genannt wird, überwacht ihre Emotionen und setzt sie außer Gefecht, wenn die Gefahr besteht, dass sie anderen Menschen Schaden zufügen.
Mitten in diese Welt wird die 16-jährige Kyla gesetzt, nachdem sie geslated wurde. An ihrer Seite erfährt der Leser, wie es momentan in England aussieht, welche Konflikte und welche Fronten es gibt. Dadurch erspart sich die Autorin eine lange Einleitung und beginnt stattdessen direkt mit der Geschichte. Je länger Kyla aber bei ihrer neuen Familie lebt, desto deutlicher wird, dass das Slating nicht so gut ist wie es zu sein scheint. Immer wieder werden Andeutungen gemacht, dass das Levo nicht nur daran hindert, starke negative Gefühle zu empfinden, sondern die Slater auch von ihrer Familie, ihren Lehrern, ihren Ärzten und Betreuern überwacht werden, dass ihr Gehirn manipuliert wurde, um sie die meisten Zeit über fröhlich und glückselig sein zu lassen, und dass sie bei nachdrücklichen Argumentationen kaum einen eigenen Willen besitzen.
All diese Dinge sind wichtige Grundsteine, um die Konflikte in der Geschichte voranzutreiben und die Handlung rasant zu gestalten. Leider geschieht weder das eine noch das andere in diesem Buch. So nachvollziehbar und realistisch die Geschichte auch ist, sie nimmt nie richtig Fahrt auf, sondern plätschert immer nur munter vor sich hin. Wer auf Actionszenen oder große Verschwörungen hofft, wird enttäuscht werden. Unterschwellig sind die Konflikte zu spüren, doch keiner kommt wirklich zum Tragen.

Eine bessere Spannungsquelle sind die Charaktere. Von Anfang an ist unklar, wer auf welcher Seite steht. Im Laufe der Geschichte wird dann deutlich, dass überhaupt niemand ist wie er zu sein scheint: Fürchterlich nette Menschen werden plötzlich angsteinflößend oder distanzierte, herablassende Betreuer „vergessen“ offensichtlich absichtlich sensible Details in ihren Berichten über Kyla. Und wenn es endlich aussieht als hätte Kyla eine Person durchschaut, ändert sich plötzlich wieder alles. Es entsteht große Spannung dadurch, dass weder Kyla noch der Leser weiß, welcher Figur Vertrauen geschenkt werden kann und welcher nicht. Das wird noch dadurch verstärkt, dass Kyla trotzdem ziemlich leichtfertig einer ganzen Menge von Personen Dinge anvertraut, die niemand wissen dürfte. Und das könnten sich jeden Moment rächen.

Obwohl mir das Buch insgesamt gefällt, fehlt ihm doch das gewisse Etwas. Obwohl ich Kyla mag, habe ich emotional nicht mit ihr gefühlt, weder wenn sie glücklich war noch wenn der Kummer ihren Levo-Wert beinahe auf eine tödliche „2“ hätte sinken lassen. Sie ist die einzige Erzählerin der Geschichte, die außerdem noch in der Ich-Perspektive erzählt, trotzdem wirkt sie nicht greifbar und relativ oberflächlich. Hinzu kommt die im Klappentext erwählte Liebesgeschichte, die platt von oben herab in ein paar Sätzen geschildert wird. Wenn sich Kyla und Ben nicht geküsst hätten, wäre vermutlich vollkommen an mir vorbei gegangen, dass sie verliebt sind. Die Emotionen wirken aus der Luft gegriffen, setzen viel zu plötzlich ein und sind gleich darauf wieder nebensächlich, sofern sie nicht benötigt werden, um die Geschichte voranzutreiben. An dieser Stelle hätte das Buch gerne etwas ausführlicher sein können, vor allem, weil Kyla nach dem Slating keinerlei Erinnerungen daran hat, wie es ist, zu lieben oder geliebt zu werden.

Fazit:
Die Autorin hat eine realistische Welt konzipiert, in die sie eine logisch begründete Geschichte gesetzt hat. Gemeinsam mit der Ich-Erzählerin Kyla kann der Leser immer neue Aspekte entdecken und sich ein Bild über das Ausmaß des Slatings machen. Leider werden die angedeuteten Konflikte, die sich daraus ergeben, in diesem Buch nicht aufgegriffen, sodass die Handlung vor sich hin plätschert. Spannung entsteht nur dadurch, dass von Anfang bis Ende unklar ist, welche Charaktere vertrauenswürdig sind. Da außerdem die Protagonistin kaum greifbar und die Liebesgeschichte platt und schnell abgehandelt ist, bekommt „Gelöscht“ nur vier Schreibfedern, obwohl es mir gefallen hat.

Montag, 27. Juli 2015

[Rezension] Selection: Die Kronprinzessin – Kiera Cass



Titel: Selection – Die Kronprinzessin
Autor: Kiera Cass
Verlag: Fischer Verlag
Erscheinungsdatum: 23. Juli 2015
Einband: Hardcover
Seiten: 398
ISBN: 978-3-737352-24-6
Preis: 16,99 € [D]

Klappentext:
Nachdem Prinz Maxon einst sein Herz verschenkt hat, ist es nun an seiner Tochter Eadlyn, der Kronprinzessin von Illeá, ein neues Casting abzuhalten. 35 junge Männer reisen aus dem ganzen Königreich an und liegen der Prinzessin zu Füßen. Das Volk fiebert ergriffen mit, wer Eadlyns Herz erobern wird. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht ein kleines Problem: Eadlyn hat dem Casting nur zugestimmt, um das ausgebrachte Volk mit einer glamourösen Show zu besänftigen. Und an das große Glück glaubt sie sowieso nicht. Doch die Liebe hat ihre eigenen Pläne mit der jungen Prinzessin.

Einordnung:
- Selection (Teil 1) 
- Selection - Die Elite (Teil 2) 
- Selection - Die Kronprinzessin (Teil 4)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten drei Teile enthalten.

Von Anfang an war ich mir nicht sicher, ob ich mich auf das Buch freuen sollte, weil ich befürchtet habe, dass es einfach nur eine Neuauflage der ersten drei Teile ist, bloß mit einer neuen Protagonistin und diesmal von der anderen Seite des Tisches geschildert. Leider hat sich dann beim Lesen ziemlich schnell herausgestellt, dass es genau so ist. Auch in diesem Buch geht es wieder um schöne Kleider, Dates mit den Kandidaten und Unruhen im Volk. Aus unterschiedlichen Gründen müssen die Kandidaten nach und nach das Casting verlassen und es gibt, zumindest für den Leser, mehr sympathische Charaktere als gut ist. Im Grunde ist es also tatsächlich nur eine Neuauflage der Geschichte mit der nächsten Generation.

Außerdem muss ich gerade zu den Charakteren sagen, dass es nicht nur sympathische Figuren gibt. An allererster Stelle  ist dort Eadlyn zu erwähnen, mit der ich die ganze Geschichte über nicht warm geworden bin. So volksnah America (die in diesem Buch übrigens weniger America als vielmehr eine zweite Amberly ist) auch war, so volksfern ist ihre Tochter. Sie behauptet zwar, mit der Abschaffung der Kasten einverstanden zu sein und es zu befürworten, lässt aber bei jeder Gelegenheit ihre Vorurteile gegen Menschen durchklingen, die ehemals niedrige gesellschaftliche Stellungen hatten. Ständig (ungefähr alle drei Kapitel) führt sie sich vor Augen, dass niemand so mächtig ist wie sie. Sie hält sich für besser und wertvoller, ist arrogant und überheblich, stößt ständig allen mit voller Absicht vor den Kopf und wird ganz weinerlich, wenn sie sich darüber beklagt, dass sie doch eigentlich gar nicht Königin werden möchte und das alles aufgebürdet bekommen hat. Wenige Szenen später kann sie dann wiederum bei einigen Schwierigkeiten, wie dem Beschuss mit faulendem Obst, überhaupt nicht verstehen, warum das Volk sie als hübsche, intelligente, tolle und wunderbare Prinzessin plötzlich nicht mehr mag. Dabei hat sie nur bisher übersehen, dass das Volk sie noch nie wirklich mochte und ihr erst recht nicht vertraut hat. Kurz gesagt: Sie ist all das, was America nicht war, und hat es mir damit unmöglich gemacht, sie zu mögen und ihre Handlungen nachzuvollziehen, auch wenn ihr im Laufe der Geschichte langsam die Augen geöffnet werden, denn selbst ihr 14-jähriger Bruder konfrontiert sie offen damit, dass sie selbstherrlich und egozentrisch ist.

Trotz dieser Kritikpunkte kann ich mich nicht dagegen wehren, dass mir das Buch auch gefallen hat. Der Schreibstil der Autorin ist so einnehmend, dass die Kapitel geradezu vorbei fliegen, auch wenn die Spannung manchmal auf der Strecke bleibt. Außerdem hat das Buch einen ganz gemeinen Cliffhanger, als sich die Ereignisse am Ende überschlagen, sodass ich allein deswegen schon neugierig auf den nächsten Band bin. Deswegen und weil ich wissen will, ob die Autorin sich tatsächlich dazu hinreißen lässt, sich selbst ein Bein zu stellen und den Kandidaten gewinnen zu lassen, von dem ich (wegen der extremen Offensichtlichkeit) schon seit der ersten Seite befürchte, dass er es am Ende sein wird.

Fazit:
Der vierte Teil der Reihe ist eigentlich bloß eine Neuauflage der ersten drei Bände. Die einzigen Unterschiede sind die Protagonisten und die Gründe, aus denen das Volk unzufrieden ist. Hinzu kommt, dass Eadlyn, Kronprinzessin und Protagonistin, arrogant, überheblich, selbstherrlich und volksfern ist, sodass sie keinerlei Sympathie wecken konnte. Nichtsdestotrotz hat es das Buch trotzdem irgendwie geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen und lässt mich wegen des extremen Cliffhangers am Ende dem nächsten Teil entgegen fiebern. Insgesamt gibt für „Selection – Die Kronprinzessin“ es nach langer Überlegung drei Schreibfedern.


Samstag, 25. Juli 2015

[Rezension] Leben und Liebe – Juli D. Finn



Titel: Leben und Liebe
Autor: Juli D. Finn
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 11. Januar 2014
Einband: Softcover
Seiten: 136
ISBN: 978-1-493772-30-8
Preis: 6,96 € [D]

Klappentext:
Ich bin schwul!
Während des Flo seinen besten Freunden irgendwie schonend mitteilen muss, um die peinlichste Situation ever zu beenden, hat Matti mit den harten Vorurteilen der Schulkameraden zu kämpfen. Milan und Stellan dagegen wissen genau was sie wollen, doch leider müssen sie es auch irgendwann den erzkonservativen Eltern mitteilen. Dass Julian schwul ist, weiß er, doch was er tatsächlich begehrt, wissen nur die Wenigsten. Und Sandro und Marek müssen erst noch herausfinden, was sie wirklich wollen.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Das Buch besteht aus sechs Kurzgeschichten, die sich alle sehr voneinander unterscheiden, obwohl es in allen um Outings geht. Die Autorin hat die Thematik immer auf eine andere Art und Weise angefasst und auch die trotz der Kürze gut ausgearbeiteten Charaktere sorgen dafür, dass die Geschichten voneinander unterscheidbar sind. Sympathische und eher weniger sympathische Figuren treffen in unterschiedlichen Settings aufeinander und trotzdem bleibt immer auch Zeit, Details zu beschreiben, die für die Geschichte an sich vollkommen irrelevant sind. So entstehen trotz des gleichen Themas sechs vollkommen unterschiedliche Umsetzungen, die sich durch den schönen Schreibstil sehr gut lesen lassen und für kurze Szenen immer wieder wirklich packende Emotionen vermitteln.

Lediglich die Enden der Geschichten haben mir manchmal nicht so richtig gefallen. Es liegt wohl mit daran, dass es sich um Kurzgeschichten handelt, aber hin und wieder kommen die Wendungen zum (Happy) End zu schnell und wirken daher gekünstelt. Die Geschichten  hätten fast alle vielleicht nicht ein eigenes Buch, aber zumindest mehr Seiten verdient, schon allein, um die Problematiken weiter ausführen zu können und sie nicht durch die schnelle Lösung als nichtig darzustellen. Inhaltlich hat mir eigentlich immer gefallen, wie die Handlung endet, es kam nur zu plötzlich, dass die Lösung schon da ist, nur ein oder zwei Seiten, nachdem das Problem geschildert wurde.

Zum Abschluss habe ich noch einen Lacher: Mich haben die Titel der Geschichten mitten im Buch plötzlich ziemlich verwirrt. Während die erste Geschichte „Lapdance für Lars“ und die zweite Geschichte „Geheime Gefühle für Nicholas“ heißt, passt der Titel der dritten Geschichte („Amore Italiano für Carolin“) gar nicht – weder sinngemäß noch bezüglich des Namens, schließlich geht es in dem Buch um das Outing schon schwulen Männern. In dem Moment ging mir dann auf, dass „für X“ die Widmung der Geschichte ist und nicht Teil des Titels. Das fand ich im Nachhinein doch sehr witzig, vor allem, weil mir irgendwie gar nicht aufgefallen war, dass in den ersten beiden Geschichten weder ein Lars noch ein Nicholas vorkommen.

Fazit:
Die Konzeption der Kurzgeschichten ist der Autorin gut gelungen. Trotz der Kürze weisen die Charaktere Tiefe auf, die Settings unterscheiden sich deutlich voneinander und immer wieder haben auch unwichtige Details Einzug in die Geschichte erhalten. Dank des schönen Schreibstils und einiger wirklich packender, emotionaler Szenen ließ sich das Buch wunderbar lesen. Lediglich die ziemlich plötzlichen und daher manchmal etwas gekünstelt wirkenden Lösungen der Geschichten haben mir nicht immer gefallen. Insgesamt bekommt „Leben und Liebe“ daher vier Schreibfedern von mir.


Freitag, 24. Juli 2015

[Rezension] Schuhtick – Beth Harbison



Titel: Schuhtick
Autor: Beth Harbison
Verlag: Krüger Verlag
Erscheinungsdatum: 07. September 2010
Einband: Softcover
Seiten: 365
ISBN: 978-3-596176-56-4
Preis: 8,95 € [D]

Klappentext:
Nur noch dieses eine Paar! Lorna kann nicht anders: sie ist wehrlos bei Stilettos und kauf Pumps auf Pump. Aber was tun, wenn die Schulden höher sind als die Manolos? Lorna sucht per Anzeige andere Schuhsüchtige und lernt Helen, Sandra und Jocelyn kennen. Sie alle laufen mit Größe 38 durchs Leben, aber was sie außer Schuhen ins Träumen und ins Stolpern bringt, ist höchst unterschiedlich. Eigentlich suchen sie ja nur nach dem perfekten Schuh, aber auf einmal entdecken sie, dass das Glück nicht immer in einem Karton stecken muss.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Ich frage mich immer noch, warum ich das Buch eigentlich gekauft habe. Vermutlich, weil es gerade ein Schnäppchen war. Das ist dann tatsächlich etwas, das ich lange Zeit (jetzt zum Glück nicht mehr) mit Lorna, einer der Protagonistinnen dieses Buches, gemeinsam hatte – wenn reduziert, dann kaufen! Sie Schuhe, ich Bücher. Damit enden die Gemeinsamkeiten aber schon. Auch in den anderen Charakteren konnte ich mich nicht wirklich wiederfinden, vor allem, weil ich überhaupt absolut gar keine Ahnung von Schuhen habe.

Letztendlich war es dann aber doch nicht so schlimm wie erwartet. Das Buch ist absolut im Durchschnitt. Ich fand es nicht schlecht, aber es hat mich auch nicht vom Hocker gehauen.
Gelungen sind beispielsweise einige Geheimnisse, die erst im Laufe des Buches gelüftet werden. Das ist vor allem bei Helene der Fall. Sie ist die Frau eines Politikers, der irgendwann einmal für das Amt des Präsidenten kandidieren möchte. Doch immer wieder wird deutlich, wie lieblos der Umgang zwischen ihnen ist und immer wieder wird ein großes Geheimnis in Helenes Vergangenheit erwähnt, von dem ihr Mann unter keinen Umständen erfahren darf. Worin genau dieses Geheimnis besteht, ist lange Zeit unklar. Bei der Auflösung stellt sich dann heraus, dass Helenes Besorgnis wegen ihres Ehemanns durchaus berechtigt ist.
Negativ ist mir dagegen der Zwang zum Happy End aufgefallen. Es ist schön, dass das Buch ein fröhliches Ende hat, allerdings wirkt es an einigen Stellen sehr aufgesetzt. Die Autorin hat sich nicht damit begnügt, die Stolpersteine und Hindernisse aus dem Leben der vier Frauen zu räumen, sie muss auch allen noch einen Partner an die Seite stellen – auch wenn sie dafür auf den letzten Seiten noch eine neue Figur erfinden muss. Das bis dahin recht authentische Buch driftet da ein wenig in reines Wunschdenken ab.
Trotzdem ließ sich die Geschichte ganz gut lesen. Die meiste Zeit über ist es realistisch und die Personen sind bodenständig und greifbar. Auch der Schreibstil begleitet flüssig durch das Buch, obwohl ich hin und wieder Absätze doppelt lesen musste, weil ich den Perspektivenwechsel irgendwie übersehen habe.

Fazit:
Das Buch hat keine gravierenden Schwächen, kann aber auch nicht mit besonderen Stärken aufwarten. Die Geschichte ist die meiste Zeit über realistisch, die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn ich mich nicht mit ihnen identifizieren konnte, und der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Alles in allem ist das Buch absoluter Durchschnitt und liefert keinen übermäßigen Gesprächsstoff. „Schuhtick“ bekommt als nette, sehr leichte Lektüre drei Schreibfedern von mir.




Donnerstag, 23. Juli 2015

Neuzugänge #45

Ich habe endlich wieder ein Buch gekauft. So ganz klassisch mit Bargeld im Laden. Das war ein ziemlich gutes Gefühl, auch wenn es viel zu schnell vorbei war, weil ich ja ganz genau wusste, wonach ich geschaut habe. Trotzdem eine Erleichterung nach elf Wochen und fünf Tagen (was, schon so lange her?) das erste Mal wieder einen Buchladen zu betreten! (Das musste ich jetzt doch gleich mal nachschauen: Das letzte Mal, dass ich einen Buchladen betreten und für den vollen Preis ein neues Buch von meinem eigenen Geld gekauft habe, war der 27. Oktober 2014. Die Challenge zeigt ganz eindeutig ihre Wirkung.)

"Winston - Jagd auf die Tresorräuber" von Frauke Scheunemann habe ich allerdings tatsächlich nicht heute gekauft, sondern schon (wegen der Challenge ganz inoffiziell) auf der Buchmesse im März.
Aber "Selection - Die Kronprinzessin" von Kiera Cass habe ich heute im Laden erstanden.


Nachdem Winston jetzt auch offiziell abbezahlt und in meinem Regal eingezogen ist, muss ich nur noch für sieben weitere Bücher das Geld erlesen, damit ich sie offiziell in mein Regal stellen darf. Ein Glück, dass ich nächstes Jahr während der Buchmesse keine Zeit habe. Aber es zeigt, wie wirkungsvoll die Radikalkur ist!
Auf Selection 4 bin ich gar nicht so gespannt, wenn ich ehrlich bin. Aber es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich am Erscheinungstag eines Buches in den Laden gegangen bin und es gekauft habe. Von daher habe ich mich trotzdem gefreut. Heute Abend werde ich gleich mal reinschauen, ob es sich lohnt oder ob es nur eine Neuauflage der ersten drei Bücher ist.

Wart ihr schon mal auf einer Buchmesse?
Kauft ihr Neuerscheinungen im Laden oder im Internet?

Dienstag, 21. Juli 2015

[Gast-Rezension] Napoleon & T-Kex – Annika Langa

Bei dieser Rezension handelt es sich um einen Gastbeitrag. Sie spiegelt also nicht meine Meinung wider, da ich selbst das Buch nicht gelesen habe.



Titel: Napoleon & T-Kex
Autor: Annika Langa
Verlag: Kosmos Verlag
Erscheinungsdatum: 07. Juli 2014
Einband: Hardcover
Seiten: 256
ISBN: 978-3-440138-53-3
Preis: 12,99 € [D]

Klappentext:
Im schwedischen Storsjö-See gibt es ein Ungeheuer. Manche glauben, es sei nur ein Fabelwesen, aber der 14-jährige Napoleon Larsson – von allen nur Nappe genannt – weiß es besser. Zusammen mit seinen Freunden Jonas und Khaya findet er nämlich das Junge des Seeungeheuers: ein waschechtes Dino-Baby! Die drei taufen das Kleine auf den Namen Elvis T-Kex Presley und verstecken es unter Napoleons Bett. Doch die Freunde sind nicht die einzigen, die hinter dem Geheimnis des besonderen Tieres her sind. Monsterjäger haben Wind von der Sache bekommen und sind bereit, alles zu tun, um an T-Kex heranzukommen. Alles ... !

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Nappe, kurz für Napoleon, ist kein normaler Junge. Insgeheim glaubt er, dass er entweder ein Alien ist oder bei der Geburt vertauscht wurde, denn irgendwie passt er so gar nicht in sein Heimatdorf und erst recht nicht in seine Familie. Er macht sich viele Gedanken, zum Beispiel, dass jeden Tag sehr viele Tierarten aussterben, über den Klimawandel oder über Khaya, das coolste Mädchen überhaupt. Sein größtes Hobby ist es, ein Archiv mit Steckbriefen über alle schon ausgestorbenen oder vom Aussterben bedrohten Tierarten zu erstellen.
Ganz im Gegensatz dazu stehen die Monsterjäger: Sie jagen seltene Tiere, um sie an Interessenten zu verkaufen. So auch beim Ungeheuer vom Storsjön-See, wobei sie dieses einfach nur erschießen wollen, um dann sein Jungtier einzufangen und zu verkaufen. Als sie diesen Plan eines Mitternachts umsetzen wollen, gelingt das nur zur Hälfte, denn das Ungeheuerbaby entkommt und wird am nächsten Tag von Nappe und seinen Freunden gefunden. Doch die Monsterjäger geben die Verfolgung nicht auf!

Das Buch ist wirklich gut. Es ist nicht nur an das angestrebte Publikum (Kinder von ca. 11 Jahren) angepasst, sondern auch für Erwachsene angenehm zu lesen. Der Humor ist nicht kindisch, sondern für alle Altersklassen amüsant. Die Personen – insbesondere Napoleon, mit dem man sich sehr gut identifizieren kann – werden liebevoll gezeichnet und würdig eingeführt. Die Anzahl der auftretenden Charaktere ist für einen Einzelband angemessen und die tatsächlich wichtigen Figuren sind auch als solche erkennbar. Die Handlung ist gut überlegt, ohne dass man alle „plot twists“ sofort vorhersehen könnte. Es gibt vor allem auch Handlung, die nicht später noch einmal wichtig wird, was mir bei anderen Geschichten häufig fehlt. Das lässt Nappes Erzählung realistischer und weniger gekünstelt wirken.
Aus besagtem „Archiv“ werden immer wieder Seiten im Buch gezeigt, wenn es thematisch passt oder auch einfach nur so. Dadurch erfährt man zusätzlich noch interessante Fakten über lebende und nicht mehr lebende Tiere (z. B. über Berggorillas oder den Dodo). Vor jedem neuen Kapitel ist immer eine (niedliche) Zeichnung zu finden, die einem eine Idee darüber gibt, wo das Kapitel spielen wird, aus welcher Sicht es vermutlich erzählt werden wird und welche Personen/Ungeheuer vermutlich eine zentrale Rolle darin einnehmen werden. Süß ist außerdem die Dino-Sprache: Ja, klein T-Kex kann „sprechen“ oder vielmehr niedliche Laute von sich geben, deren Bedeutung meist aus dem Zusammenhang klar oder auf magische Weise von Ziehvater Nappe sofort erkannt wird. (Noch ein Grund dafür, sich die Zeit zu nehmen, das Buch mit jemandem gemeinsam zu lesen.)

Fazit:
„Napoleon & T-Kex“ ist ein wundervolles Buch, an dem einfach jeder Gefallen finden kann. Es ist spannend, gefühlvoll, realistisch (zumindest so realistisch, wie ein Buch über noch lebende Dinos sein kann) und zuckersüß. Die Hauptperson ist liebenswert, doch auch die meisten Nebencharaktere muss man einfach ins Herz schließen. Das supercoole Cover hält also eindeutig, was es verspricht! „Napoleon & T-Kex“ bekommt fünf Schreibfedern und eine fette (Vor-)Leseempfehlung!


Montag, 20. Juli 2015

[Rezension] Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter – Susin Nielsen



Titel: Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter
Autor: Susin Nielsen
Verlag: Carlsen Verlag
Erscheinungsdatum: 25. Juni 2013
Einband: Softcover
Seiten: 203
ISBN: 978-3-551583-00-0
Preis: 13,00 € [D]

Klappentext:
Da hat Violets Mutter doch tatsächlich schon mal mit George Clooney zusammengearbeitet, zwar nur, um ihm die Haare zu machen – aber immerhin. Doch auf die Idee, dass er der perfekte Stiefvater für Violet und ihre Schwester Rosie sein könnte, kommt sie nicht. Also muss Violet die Sache selbst in die Hand nehmen. Und beschließt den verhassten Besuch bei ihrem Vater und dessen neuer Frau in Hollywood für ein Treffen mit dem Filmstar zu nutzen. Für irgendwas muss es ja gut sein, dass ihr Vater gerade an einer neuen Fernsehserie arbeitet. Und so schwer wird es doch wohl nicht sein, in der berühmtesten Filmstadt der Welt auf einen Filmstar zu treffen.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Das Buch beginnt etwas ruppig, weil die beschriebenen Szenen mit jedem Absatz (also teilweise alle fünf Zeilen) wechseln. Das liegt wohl daran, dass die Erzählung etwas in der Vergangenheit beginnt und der Leser zunächst auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht werden muss. Dabei informiert die Protagonistin Violet auf den ersten acht Seiten in einem halsbrecherischen Tempo über alle Geschehnisse des bisherigen Tages. Der Leser rennt geradezu durch das nachträgliche Weihnachtsfest, das sie mit ihrer Schwester bei ihrem Vater und dessen neuer Frau verbracht hat. Auch wenn es nett ist, kurz in die Situation eingeführt zu werden, ist der Einstieg durch dieses Tempo nicht so richtig gelungen.

Vielleicht entstand auch dadurch anfangs der Eindruck, dass es sich um ein ganz lustiges, aber nur mäßig interessantes Kinderbuch handeln könnte. Doch nach und nach entwickelt sich eine wirklich tiefgehende, berührende Geschichte. Da die Handlung aus der Perspektive der 12jährigen Violet geschildert wird, erfährt der Leser hautnah, wie sie mit der Scheidung ihrer Eltern umgeht, was sie von den neuen Freunden ihrer Mutter hält und wie ihr die Verantwortung für ihre kleine Schwester auf den Schultern lastet. Es gibt keine übertriebene Dramatik und keine niederschmetternden Schicksalsschläge, aber einige Szenen werden so eindringlich und emotional beschrieben, dass mir Violets mit Händen greifbare Verzweiflung wirklich die Tränen in die Augen getrieben hat. Ich habe lange nicht mehr so mit einer Protagonistin gelitten.

Mir persönlich haben außerdem die vielen (vor allem korrekten!) psychologischen Details in der Geschichte gefallen. Nicht nur Violet entwickelt nach der Scheidung ihrer Eltern eine psychische Störung, auch ihre kleine Schwester Rosie reagiert mit Problemen wie Bettnässen. Hinzu kommt Violets beste Freundin Phoebe, deren Eltern Psychologen sind, sodass auch von dieser Seite immer wieder Verhaltensanalysen erfolgen, nicht zuletzt auch zu Violets Bemühungen, George Clooney als Stiefvater zu gewinnen. Die Darstellungen sind alle korrekt, aber trotzdem wirkt es nicht überpsychologisiert. Die Probleme und Reaktionen sind vollkommen normal in die Erzählung eingebunden, sodass das Buch eindeutig nicht als Oberlehrer daherkommt, um über die Emotionen und Gedankengänge von Scheidungskindern zu belehren. Diese Details sind einfach nur einige unter vielen.

Fazit:
Anfangs schien es sich um ein lockeres Kinderbuch zu handeln, doch ziemlich bald hat sich daraus eine berührende Geschichte entwickelt. Die Verzweiflung der Protagonistin Violet hat mir Tränen in die Augen getrieben, denn sie ist vollkommen machtlos gegen die Scheidung ihrer Eltern und die neuen Freunde ihrer Mutter. Eindringlich beschriebene Szenen werden mit psychologischen Details ausgeschmückt, ohne das Thema Scheidungskinder jedoch zu überpsychologisieren. Lediglich der Beginn der Geschichte ist für meinen Geschmack zu hektisch und zu ruppig. Daher bekommt „Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter“ insgesamt vier Schreibfedern.




Sonntag, 19. Juli 2015

[Rezension] Liebe geht durch alle Zeiten: Smaragdgrün – Kerstin Gier



Titel: Liebe geht durch alle Zeiten - Smaragdgrün
Autor: Kerstin Gier
Verlag: Arena Verlag
Erscheinungsdatum: 08. Dezember 2010
Einband: Hardcover
Seiten: 482
ISBN: 978-3-401063-48-5
Preis: 18,99 € [D]

Klappentext:
Was tut man, wenn einem das Herz gebrochen wurde? Richtig, man telefoniert mit der besten Freundin, isst Schokolade und suhlt sich wochenlang im Unglück. Dumm nur, dass Gwendolyn, Zeitreisende wider Willen, ihre Energie für ganz andere Dinge braucht: zum Überleben zum Beispiel. Denn die Fäden, die der zwielichtige Graf von Saint Germain in der Vergangenheit gesponnen hat, ziehen sich nun auch in der Gegenwart zu einem gefährlichen Netz zusammen. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, müssen Gwendolyn und Gideon – Liebeskummer hin oder her – nicht nur auf einem rauschenden Ball im 18. Jahrhundert zusammen Menuett tanzen, sondern sich in jeder Zeit kopfüber ins Abenteuer stürzen...

Einordnung:
- Rubinrot (Teil 1) 
- Saphirblau (Teil 2) 
- Smaragdgrün (Teil 3)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten.

Während der zweite Band unglaublich langweilig war, wartet „Smaragdgrün“ wieder mit einiger Spannung auf. Die Geschichte ist auch diesmal wieder gut und flüssig zu lesen und besonders die Sprüche des Wasserspeierdämons Xemerius heitern die Situation immer wieder auf. Doch diesmal geht es auch den zahlreichen ungelösten Geheimnissen an den Kragen, denn Gwendolyn ist fest entschlossen, die Rätsel zu lösen. Dabei begibt sie sich nicht nur selbst immer wieder in Gefahr, sondern zieht natürlich auch Gideon mit hinein. Mehrmals entkommen sie nur äußerst knapp, denn neben dem Grafen von Saint Germain und der florentinischen Allianz wendet sich auch noch ein Teil der Familie gegen Gwendolyn.
Leider lässt der vielversprechende Beginn nach einiger Zeit wieder etwas nach, denn obwohl Gwendolyn endlich dabei ist, alle Rätsel zu lösen, die noch ungeklärt sind, wird sie damit bis zum Ende des Buches nicht fertig. Während einige Auflösungen vorhersehbar sind und andere für Überraschung sorgen, werden bestimmte Aspekte einfach überhaupt nicht angesprochen, obwohl das Buch mit fast 500 Seite noch dicker ist als die bisherigen Teile. In viele Richtungen werden zumindest Andeutungen gemacht, beispielsweise bezüglich der Identität von Mr. Bernhard, aber trotz allem werden nicht alle aufgeworfenen Fragen beantwortet.

Hinzu kommt außerdem, dass die Auflösung der diversen Handlungsstränge und Geheimnisse in sich auch nicht konsistent ist. Immer wieder gibt es Logikfehler oder Widersprüche, die daran hindern, sich vollkommen in die Geschichte hineinzudenken. Beispielsweise sagt der Graf, dass die Gegenwart sich nicht ändern kann, weil wenn jemand in der Zukunft beschlösse, die Vergangenheit zu ändern, dann wäre die Veränderung ja bereits geschehen und dementsprechend würde sich an der Gegenwart nichts ändern. An sich klingt das logisch und nachvollziehbar – bis Gwendolyn in die Vergangenheit reist und dort etwas tut, das die Gegenwart sehr wohl ändert.
Erklärungen dazu („Das ist eine Ausnahme“ – sehr überzeugend!) sind auf den Seiten der Autorin oder der Bücher im Internet nachzulesen, hätten sich allerdings, wenn diese Widersprüche schon im Buch geschildert werden müssen, in der Geschichte deutlich besser gemacht. Diese Logikfehler haben dazu geführt, dass ich mich nicht so richtig in die Geschichte hineinfühlen konnte, denn ständig sind Dinge geschehen, die mich völlig verwirrt haben, sodass ich noch einmal zurückblättern und es dann einfach überfliegen musste, bis ich wieder verstanden habe, worum es gerade geht. Daher war es häufig auch schwierig, zu überlegen, wie es wohl endet oder was als nächstes passieren würde, sodass ein Teil der Spannung verloren ging.

Abgesehen von diesen Fehlern gefällt mir die Auflösung aber ziemlich gut. Bis zu einem gewissen Teil war sie vorhersehbar, aber viele Details haben dann doch noch überrascht. Die Autorin hat es außerdem geschafft, auf den letzten Seiten noch einen absoluten Schreckmoment einzubauen, der mich die letzten Seiten noch schneller hat lesen lassen. Leider endet die Geschichte danach ziemlich abrupt, sobald dem Leser die eigentliche Idee der Geschichte nahegebracht wurde. Es wirkt beinahe als wäre der Autorin da aufgefallen, dass sie ja schon 500 Seiten geschrieben hat. Mehr Erklärungen und weitere Ausführungen wären an der Stelle aber noch ziemlich interessant gewesen, da beispielsweise die Reaktion der Geheimloge oder der Familie Montrose gar nicht mehr betrachtet werden. Dafür wäre, meiner Meinung nach, nach so vielen Seiten auch noch Platz gewesen.

Fazit:
Alles in allem läuft die Geschichte in diesem Band fast schon zu langsam an und endet dann ziemlich abrupt, sodass der runde Abschluss fehlt. Außerdem werden dem Leser für viele Rätsel nur Denkanstöße gegeben, während andere Geheimnisse vollkommen ungelüftet bleiben. Unter den aufgeklärten Geheimnissen finden sich dann teilweise auch noch Widersprüche, sodass mir am Ende der Trilogie die Regeln der Zeitreisen immer noch nicht wirklich klar sind. Trotzdem lässt sich das Buch sehr gut lesen, es kommt immer wieder Spannung auf, Xemerius heitert die Stimmung immer wieder auf und einige überraschende Erkenntnisse gibt es auch. Daher bekommt „Smaragdgrün“ trotzdem drei Schreibfedern von mir.


Donnerstag, 16. Juli 2015

[Rezension] Liebe geht durch alle Zeiten: Saphirblau – Kerstin Gier



Titel: Liebe geht durch alle Zeiten - Saphirblau
Autor: Kerstin Gier
Verlag: Arena Verlag
Erscheinungsdatum: 01. Januar 2010
Einband: Hardcover
Seiten: 392
ISBN: 978-3-401063-47-8
Preis: 16,99 € [D]

Klappentext:
Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist vielleicht keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!

Einordnung:
- Rubinrot (Teil 1) 
- Saphirblau (Teil 2)
- Smaragdgrün (Teil 3)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten.

Nachdem ich die 400 Seiten beendet habe, bin ich immer noch auf der Suche nach der Handlung. Alle Geschehnisse aus diesem Buch lassen sich in einem Satz zusammenfassen, der sich dann auch noch nur auf die letzten zehn Seiten bezieht. Die ganze restliche Zeit rätselt Gwendolyn an den Geheimnissen der Wächter herum, berät sich stundenlang mit Leslie, die netterweise mit Gideons ganz zufällig auftauchendem und vollkommen überflüssigen kleinen Bruder auch einen umwerfend aussehenden Jungen an die Seite gestellt bekommt, brütet über ihr ewiges Hin-und-Her mit Gideon oder lässt sich darüber aus, dass ihre Cousine Charlotte in allem besser ist und der Lehrer sie ungerecht behandelt. Im Grunde dreht sich also alles nur genauso weiter im Kreis wie im ersten Teil. Auch werden im Verlauf der Geschichte keinerlei Geheimnisse gelüftet, es kommen eher noch welche oben drauf.

Außerdem sieht es mit überraschenden Erkenntnissen in diesem Band auch nicht besonders rosig aus. Ich bin nicht umhingekommen, der arroganten Charlotte einige Male Recht zu geben, wenn sie über Gwendolyns eingeschränkte Hirnkapazität herzieht. Die Antworten auf einige der Fragen, die sich Gwendolyn stellt, sind in der Geschichte wortwörtlich niedergeschrieben und sie versteht es einfach nicht. Sie rezitiert die Prophezeiung zum Kreis der Zwölf und stellt im nächsten Moment eine Frage, die ihr letzter Satz eigentlich schon beantwortet hat. Ein anderes Mal hat sie einen Zettel mit zwei Zahlenkombinationen in der Hand, hinter denen jeweils ein N und ein O stehen – und doch braucht es Raphael, Gideons kleinen Bruder, um ihr zu erklären, dass es sich dabei um Koordinaten handelt. So sympathisch ihre Unbedarftheit im ersten Teil noch gewesen ist, in diesem Buch artet es beinahe in Dummheit aus. Möglicherweise liegt das daran, dass die Handlung irgendwie gestreckt werden musste, um sie in drei Bücher aufteilen zu können, aber dadurch habe ich einige Gespräche zwischen Gwendolyn und Leslie nur noch überflogen, weil ich die Lösung des Rätsels schon kannte und wusste, dass sie da ohnehin erst 100 Seiten später drauf stoßen würden.

Der einzige Lichtpunkt der Geschichte ist, zumindest zeitweise, die Beziehung von Gideon und Gwendolyn. Anders als zu erwarten war, sind die beiden nicht sofort nach ihrem ersten Kuss zusammen und glücklich bis an ihr Lebensende. Stattdessen brühtet jeder für sich über seinen Gefühlen und vor anderen halten sie grundsätzlich Abstand zueinander. Nur wenn sie allein sind, können sie die Finger nicht voneinander lassen und testen es ein ums andere Mal aus. Das hört dann allerdings auch gar nicht mehr auf. Besonders Gideons Stimmung schwankt extrem und er ist in einem Moment fürchterlich romantisch, während er im nächsten Moment ohne erkennbaren Grund wieder arrogant und beleidigend ist. Für meinen Geschmack waren das einige Hormone zu viel.

Fazit:
Genau wie im ersten Teil, werden auch in diesem Buch wieder keinerlei Geheimnisse gelüftet. Hinzu kommt ein enormer Mangel an Handlung, da sich alles nur weiter im Kreis dreht, wie es das schon im ersten Band getan hat. Gwendolyns Unbedarftheit ist außerdem dabei, sich in Dummheit zu verwandeln, sodass sie ewig an den wortwörtlich niedergeschriebenen Antworten auf ihre Fragen tüftelt. Ihre Beziehung zu Gideon ist anfangs schön zu lesen und endlich nicht sofort Friede-Freude-Eierkuchen, aber mit der Zeit werden die Stimmungsschwankungen lästig. Lediglich der Schreibstil hat mir gefallen. Und es ist zwar modern, aus allen Geschichten Trilogien zu machen, aber dieses Buch ist wirklich absolut überflüssig. Daher bekommt „Saphirblau“ auch nur zwei Schreibfedern.




Mittwoch, 15. Juli 2015

Neuzugänge #44

Gott, ist das lange her, seit das letzte Mal neue Bücher bei mir eingezogen sind. Also habe ich jetzt (mal wieder) einen Gutschein eingelöst. Und bei einer riesigen Buchverlosung von lovelybooks habe ich auch ein Buch abgestaubt. Eigentlich wollte ich noch eine Woche damit warten, das der Welt mitzuteilen, um meine dann gekauften Neuzugänge (nein, ich warte nicht ganz hibbelig auf Selection 4) gleich noch mit vorzustellen. Aber wie das immer so ist, konnte ich mich einfach nicht zurückhalten.

"Lieber George Clooney, bitte heirate meine Mutter" von Susin Nielsen habe ich bei der
 Verlosung von lovelybooks gewonnen.
"Evermore - Das Schattenland" von Alyson Noel fehlte mitten in der Reihe, jetzt kann ich zumindest alle Bücher
am Stück lesen. "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" von Michael Ende stand schon länger
auf meiner Wunschliste und "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" von Oliver Sacks habe ich mir auf
mehrfache Empfehlung mehrere Dozenten in den Einkaufskorb gelegt.


Juli scheint irgendwie der Monat der langen Buchtitel zu sein. Evermore wird wohl erst mal in den Untiefen meines Regals verschwinden, die Reihe habe ich bisher noch nicht angefangen. Auf das Buch von Susin Nielsen bin ich auch nicht so richtig gespannt, eigentlich habe ich mich nur des Titels wegen dafür beworben. Neugierig bin ich eigentlich nur auf das Buch von Oliver Sacks, denn meine Dozenten schwärmen nur von Büchern, die tatsächlich auch guten psychologischen Stoff enthalten, und auf den Wunschpunsch - die Serie habe ich früher immer im Fernsehen gesehen.

Welche Bücher habt ihr als Kinder gelesen?
Kauft ihr manchmal ein Buch nur, weil der Titel gut / lustig klingt?

Dienstag, 14. Juli 2015

[Rezension] Liebe geht durch alle Zeiten: Rubinrot – Kerstin Gier



Titel: Liebe geht durch alle Zeiten - Rubinrot
Autor: Kerstin Gier
Verlag: Arena Verlag
Erscheinungsdatum: 01. Januar 2009
Einband: Hardcover
Seiten: 343
ISBN: 978-3-401063-34-8
Preis: 15,99 € [D]

Klappentext:
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16-jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Einordnung:
- Rubinrot (Teil 1)
- Saphirblau (Teil 2)
- Smaragdgrün (Teil 3)

Rezension:
Mit Gwendolyn hat die Autorin eine sehr sympathische Protagonistin geschaffen, die sehr authentisch handelt, denkt und fühlt. Das wird schon zu Beginn relativ schnell deutlich, denn für sie kommt es vollkommen unerwartet, dass sich plötzlich Schwindelgefühle hat und mit einem großen Satz in der Vergangenheit landet. Auch wenn ihr natürlich bekannt ist, dass in ihrer Familie das Zeitreise-Gen vererbt wird, so haben sich doch alle jahrelang darauf vorbereitet, dass es ihre Cousine Charlotte sein würde, der die Ehre zuteilwird. Charlotte bekam seit frühester Kindheit Musik-, Reit- und Fechtunterricht, wurde über Politik und Benehmen in den letzten 500 Jahren informiert und in die Geheimnisse des Chronografen eingeführt. Das alles muss Gwendolyn nun über Nacht lernen und ist verständlicherweise verwirrt, überfordert und auch ein wenig verängstigt. Dass sie trotz allem ihren eigenen Kopf behält, ist ihr hoch anzurechnen. Statt vor Ehrfurcht zu verstummen und vor der Geheimloge der Wächter zu katzbuckeln, erzählt sie alles ihrer besten Freundin Leslie und geht locker und ungezwungen ihren eigenen Weg.

Parallel zum Leser lernt sie außerdem alles über die Vergangenheit. Es beginnt mit der Mode, denn für jeden Zeitsprung müssen die Genträger wie in der jeweiligen Zielzeit gekleidet werden, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Die Beschreibungen der Kostüme bieten einen guten Einblick in die damalige Mode. Vor allem viele Details werden erläutert, denn Dank der modernen Stoffe und Herstellungsmethoden sehen die Kostüme zwar aus wie aus der damaligen Zeit, sind aber an einigen Stellen um einiges leichter und bequemer. Doch nicht nur das, auch der Umgang mit einem Fächer, das richtige Knicksen, der Unterschied zwischen Durchlaucht und Erlaucht und eine Liste mit modernen Wörtern, die sie auf keinen Fall benutzen darf, wird ihr eingetrichtert. Hinzu kommt dann noch alles Wissen über Kriege, wichtige Politiker und historische Ereignisse. All diese Fakten bekommt auch der Leser vermittelt, wenn auch häufig in gekürzter Form.
Problematisch daran sind lediglich die vielen Jahreszahlen. Mit dem Chronografen ist es den Zeitreisenden möglich, die exakte Uhrzeit und das exakte Datum einzustellen, an dem sie in der Vergangenheit landen möchten. Jedes Mal, wenn Gwendolyn das tut, wird das in der Geschichte auch erwähnt. Allerdings springt sie nicht immer ins selbe Jahr, sodass es schwierig ist, parallel zu den Geschichtsstunden, dem Studium von historischen Dokumenten, dem Pro- und dem Epilog des Buches den Überblick zu behalten. Sollte bei einigen Jahreszahlen ein Wiedererkennungseffekt entstehen, dann sind es eindeutig zu viele.

Hinzu kommen nämlich auch noch die kurzen Einwürfe zwischen den Kapiteln. Dort bekommt der Leser immer einen Einblick in Zitate aus den Annalen der Wächter, aus Chroniken, Geheimschriften und Stammbäumen. Diese Einblicke sind meist nur eine Seite lang, aber dabei mit mindestens einer Jahreszahl versehen, die noch zusätzlich verwirrt. Doch gerade diese kurzen Zitate bauen auch Spannung auf, denn so mysteriös sie am Anfang auch sind, gegen Ende offenbaren sie dem Leser immer mehr Informationen, die die Charaktere noch nicht haben.
Alle Rätsel werden dabei natürlich nicht gelöst, sodass auch die übrige Geschichte wirklich fesselnd ist. Die geheime Geheimloge der Wächter hat eine ganze Menge Geheimnisse, von denen teilweise keiner so richtig zu wissen scheint, worin sie eigentlich bestehen. Schade nur, dass davon zum Ende des ersten Teils auch überhaupt nichts aufgelöst wird, sodass es nur der Spannungsaufbau für die beiden folgenden Bücher ist.

Fazit:
Zeitreisen sind für mich mal eine neue Art Fantasy. Das nutzt die Autorin, um neben den Geschehnissen der Gegenwart auch ein bisschen über wichtige Details aus der Vergangenheit zu berichten, ohne es allerdings zu übertreiben. Gwendolyn, die Protagonistin und Ich-Erzählerin der Geschichte, ist trotz ihrer Naivität und jugendlichen Unbedarftheit sehr sympathisch und vor allem authentisch. Insgesamt ist das Buch ein spannender Auftakt, auch wenn die unglaublich vielen Jahreszahlen eher verwirren als helfen und von den unzähligen Rätseln am Ende dieses Buches nicht ein einziges gelöst wurde. „Rubinrot“ bekommt vier Schreibfedern von mir.




Dienstag, 7. Juli 2015

[Rezension] Caius in der Klemme – Henry Winterfeld



Titel: Caius in der Klemme
Autor: Henry Winterfeld
Verlag: Omnibus Verlag
Erscheinungsdatum: 01. August 1997
Einband: Softcover
Seiten: 117
ISBN: 978-3-570203-49-1
Preis: 6,00 € [D]

Klappentext:
Caius steckt tief in der Klemme: Wegen angeblicher Verschwörung gegen den großen Caesar wurde er zum Tode verurteilt. Nur der  berühmte Wagenlenker Ben Gor könnte den Irrtum aufklären. Doch als der Lehrer Xantippus Ben Gor endlich ausfindig macht, warten Caius und seine Freunde bereits im Kerker auf ihre Hinrichtung. Allein ein Sieg Ben Gors im Wagenrennen gegen den berüchtigten Ikarus kann sie jetzt noch retten ...

Einordnung:
- Caius ist ein Dummkopf (Teil 1)
- Caius geht ein Licht auf (Teil 2)
- Caius in der Klemme (Teil 3)

Rezension:
Da die bisherigen Kinderbücher mit Setting im alten Rom, die ich gelesen habe, nicht unbedingt gelungen waren, bin ich sehr skeptisch an dieses Buch herangegangen. Doch der Autor hat es hier ziemlich gut gelöst. Wann immer er Gebäude, Kleidungsstücke oder lateinische Bezeichnungen benutzt, erklärt er sie ausreichend. Außerdem lassen sich alle Begriffe und Namen im Verzeichnis am Ende des Buches nachlesen. So hat der Autor geschichtliche Fakten in das Buch eingebaut, ohne dass dadurch Verwirrung entsteht.
Das liegt wohl auch mit daran, dass die übrige Sprache gut an die Ausdrucksweise in der heutigen Kindheit angepasst ist. Die Jungen, um die es in der Geschichte geht, „glotzen“ sich beispielsweise zwischenzeitlich an und bezeichnen sich gegenseitig als „hirnverbrannt“ und „Blödian“. Diese Wörter nehmen aber nie Überhand, sodass es trotzdem noch gut zu lesen ist.

Spannend ist die Geschichte auch, denn eine Aufregung folgt auf die andere. Hin und wieder gibt es überraschende Wendungen, die für ältere Leser zum Teil recht offensichtlich sind, für die Zielgruppe (10+) aber vermutlich nicht. Trotzdem hätte das Buch an einigen Stellen noch spannender sein können. Dadurch, dass Caius zwar der Protagonist, aber nicht der Erzähler ist und die Geschichte immer aus der Perspektive der anderen Jungen erzählt wird, werden viele spannende Geschehnisse nicht aktiv erlebt. Der Leser bekommt sie lediglich kurz zusammengefasst von Caius erzählt. Natürlich würden ausufernde Erzählungen den Rahmen eines Kinderbuches sprengen, aber einige Szenen hätten dennoch kurz direkt erzählt werden können, sodass der Leser den Ausgang noch nicht kennt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Anzahl der Charaktere. Die Perspektive liegt immer auf der Gruppe Jungen, die (bis auf Caius) immer gemeinsam unterwegs sind. Jeder von ihnen wird dargestellt mit seinem Namen und einer herausragenden Eigenschaft, wie beispielsweise Rufus, der eine Schwäche für Caius‘ Schwester Claudia hat. Ich kann jedoch am Ende des Buches noch immer nicht alle Namen wiedergeben, geschweige denn die Eigenschaft, die den Charakter ausmacht. Eigentlich weiß ich nicht einmal, wie viele Jungen es denn genau sind. Ich schwanke zwischen sechs und sieben. Für die Kürze des Buches sind es auf jeden Fall definitiv zu viele – vor allem, weil jeder zu jeder Gelegenheit seinen Senf abgibt und so in einer Konversation jeder kaum mehr als einen Satz sagt und dann ist alles geklärt. Vielleicht wurden sie in den ersten beiden Teilen der Reihe langsamer eingeführt, sodass sie dem Leser hier schon bekannt sind, aber da ich nur diesen dritten Teil gelesen habe, sind es für mich eindeutig zu viele Jungen.

Fazit:
Die Balance zwischen Verständlichkeit und Authentizität ist dem Autor gut gelungen. In der Geschichte kann der Leser viele Details über das alte Rom erfahren, gleichzeitig sind Erklärungen und Sprache aber an die Zielgruppe angepasst. Die Geschichte ist außerdem spannend, auch wenn viele besonders spannende Szenen erst hinterher von Caius berichtet werden. Nur die Anzahl der Charaktere ist deutlich zu groß. Nach Beenden des Buches weiß ich noch immer nicht, wie viele Jungen es denn jetzt eigentlich genau sind und wie sie alle heißen. Daher bekommt „Caius in der Klemme“ insgesamt vier Schreibfedern von mir.




Mittwoch, 1. Juli 2015

[Statistik] Juni 2015

Der Juni war ein guter Monat. Dank der SuB-Radikalkur habe ich es geschafft, kein Buch zu kaufen, sondern das Geld für den vierten Teil der Selection-Reihe zu sparen, der im Juli erscheint. Aufgrund des Poststreiks sind auch alle Gewinne aus diesem Monat noch immer nicht bei mir angekommen, daher habe ich keinen einzigen Neuzugang zu verzeichnen. Außerdem habe ich noch ein paar Altlasten vom SuB gelesen und dabei eine Reihe beendet, sodass ich rundum zufrieden sein kann.

Gelesen und rezensiert:
- "Gefühltes Herz" von Rigor Mortis (177 Seiten) [3/5]
- "Ich und die Menschen" von Matt Haig (351 Seiten) [5/5]
- "Ghostwalker 4: Fluch der Wahrheit" von Michelle Raven (430 Seiten) [3/5]
- "Ghostwalker 5: Ruf der Erinnerung" von Michelle Raven (425 Seiten) [5/5]
- "Ghostwalker 6: Tag der Rache" von Michelle Raven (427 Seiten) [4/5]

Bücher insgesamt: 5 Bücher
Seiten insgesamt: 1810 Seiten
durchschnittliche Bewertung: 4 von 5 Schreibfedern