Montag, 30. Mai 2016

[Rezension] Chroniken der Unterwelt: City of Ashes – Cassandra Clare



Titel: Chroniken der Unterwelt – City of Ashes
Autor: Cassandra Clare
Verlag: Arena Verlag
Erscheinungsdatum: 01. Juni 2008
Einband: Hardcover
Seiten: 473
ISBN: 978-3-401061-33-7
Preis: 17,99 € [D]

Klappentext:
Clary wünscht sich ihr normales Leben zurück. Aber was ist schon normal, wenn man als Schattenjägerin gegen Dämonen, Werwölfe, Vampire und Feen kämpfen muss? Doch die Unterwelt ist noch nicht bereit, sie gehen zu lassen. Als Jace in Gefahr gerät, stellt sich Clary ihrem Schicksal – und wird in einen tödlichen Kampf gegen die Kreaturen der Nacht verstrickt.

Einordnung:
- City of Bones (Teil 1) 
- City of Ashes (Teil 2)
- City of Glass (Teil 3)
- City of Lost Souls (Teil 5)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Der zweite Band der Reihe braucht überraschend lange, bis die Handlung endlich wirklich anläuft. Clary versucht, sich aus ihrem neuen Leben zurückzuziehen und wieder so zu leben wie vor den Geschehnissen im ersten Band. Dementsprechend langweilig sind die Beschreibungen ihrer Tätigkeiten und der Dinge, die sie erlebt. Unterbrochen wird dies nur hin und wieder durch Szenen aus Jace‘ Perspektive. Doch sein Leben scheint ohne Clary beinahe genauso langweilig zu sein. Es dauert mehr als 100 Seiten, bevor die Geschichte endlich ins Rollen kommt und irgendetwas anderes passiert als dass die Charaktere mehr oder weniger offensichtlich miteinander ‚rummachen‘, wie Clary so schön sagt.

Ab da wird das Buch aber wirklich gut. Einige Geheimnisse aus dem ersten Band werden gelüftet, während gleichzeitig neue Fragen in den Raum geworfen werden. Damit entwickelt sich die Geschichte und die Handlung kontinuierlich weiter und ist nicht bloß ein typischer Mittelteil. Außerdem bekommt der Leser gemeinsam mit Clary noch mehr von der verborgenen Welt zu sehen. Besonders interessant ist dabei der Besuch am Lichten Hof, als sie gemeinsam die Welt der Elben, Feen und Nixen betreten. Schnell wird deutlich, wie tückisch Kreaturen sein können, die die Schönheit von Engeln und Abgebrühtheit von Dämonen besitzen. Auch ein genauerer Einblick in das Leben als Vampir wird gegeben, sodass nach und nach immer mehr Teile der verborgenen Welt offenbart werden.

Auch die Spannung steigt nach dem schwerfälligen Einstieg deutlich an. Dabei sind vorhersehbare Geschehnisse ebenso mitreißend wie überraschende Ereignisse. An vielen Stellen ist offensichtlich, dass die Figuren mit ihrer Dickköpfigkeit alles gegen die Wand fahren werden. Der Leser kann sehr deutlich sehen, wie die Figuren ins offene Messer rennen. Dass die Charaktere das jedoch nicht zu bemerken scheinen, zerrt an den Nerven. Besonders Jace scheint mit verbundenen Augen herum zu laufen, seit sein Leben mit Clarys Auftauchen etwas aus der Bahn geworfen wurde. Mehrfach wollte ich ihn schütteln und ihn anschreien, nicht so ein Idiot zu sein. Insbesondere in den letzten Kapiteln des Buches wird die Handlung dann aber immer unvorhersehbarer. Die Autorin wartet mit einigen Wendungen auf und plötzlich schweben alle Charaktere in akuter Lebensgefahr. Dort erreicht die Spannung ihren Höhepunkt.

Fazit:
Der zweite Band braucht mehr als 100 Seiten, um Fahrt aufzunehmen. Nachdem zu Beginn überhaupt nichts passiert, steigen danach Informationsgehalt und Spannung deutlich an. Während Jace immer wieder ins offene Messer rennt, erfährt Clary viel über den Rest der verborgenen Welt, beispielsweise bei einem Besuch am Lichten Hof. In den letzten Kapiteln spitzt sich die Situation dann deutlich zu und bringt alle Charaktere in Lebensgefahr, unabhängig von ihrer Spezies und ihrer Macht. Wegen der sehr langen Anlaufzeit bekommt „City of Ashes“ aber trotzdem nur vier Schreibfedern.


0 Kommentare

Kommentar veröffentlichen