Samstag, 7. Mai 2016

[Rezension] Opposition: Schattenblitz – Jennifer L. Armentrout



Titel: Opposition
Autor: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Carlsen Verlag
Erscheinungsdatum: 29. April 2016
Einband: Hardcover
Seiten: 411
ISBN: 978-3-551583-44-4
Preis: 19,99 € [D]

Klappentext:
Katy kann noch immer nicht glauben, dass Daemon sie verlassen und sich der Armee der Lux angeschlossen hat. Seit deren Invasion ist ein Krieg ausgebrochen, der schon viele Menschenleben gekostet hat. Niemand ist mehr sicher, doch um der schwangeren Beth zu helfen, wagt Katy sich aus dem Haus. Als ihr größter Wunsch in Erfüllung geht und sie Daemon begegnet, scheint dieser jegliche Gefühle für sie verloren zu haben. Katy muss herausfinden, ob noch etwas von dem Daemon, den sie liebt, in ihm steckt – bevor alles verloren ist.

Einordnung:
Obsidian: Schattendunkel (Teil 1, Katy) 
- Oblivion: Lichtflüstern (Teil 1, Daemon)
Onyx: Schattenschimmer (Teil 2, Katy) 
- Oblivion: Lichtflimmern (Teil 2, Daemon)
Opal: Schattenglanz (Teil 3, Katy) 
- Oblivion: Lichtflackern (Teil 3, Daemon)
Origin: Schattenfunke (Teil 4, Katy) 
- noch unbekannt (Teil 4, Daemon)
- Opposition: Schattenblitz (Teil 5, Katy) 
- noch unbekannt (Teil 5, Daemon)
Die Geschichte wird vollständig aus beiden Perspektiven erzählt. Um Dinge mit Katy zu entdecken und Überraschungen zu erleben, würde ich jedoch empfehlen, zuerst alle Bücher aus ihrer Perspektive zu lesen.

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten vier Teile enthalten!

Im finalen Teil passieren viele Dinge von der ersten Seite an Schlag auf Schlag. Es wird gar nicht richtig an die Dinge erinnert, die am Ende des letzten Teils geschehen sind. Hin und wieder drängen sich Katy die Gedanken daran auf, die aber nur in zwei oder drei Sätzen geschildert werden, bevor der Fokus wieder auf der aktuellen Handlung liegt. Bereits am Ende des ersten Kapitels hat sich die angespannte Lage noch weiter zugespitzt. Diese Spannung hält beinahe das gesamte Buch über an, denn obwohl das Ende des vierten Buches schon der Höhepunkt der Katastrophe zu sein schien, geht im fünften Teil alles noch weiter den Bach runter. Es stellt sich heraus, dass Daedalus gar nicht so Unrecht hatte, denn die Lux sind eindeutig nicht in friedlicher Absicht gekommen. Das führt zu vielen tödlichen Zusammenstößen, denn die Menschen sind den Aliens weit unterlegen. Als ich mich dem Ende des Buches näherte, war immer noch nicht absehbar, wie die Geschichte gut enden sollte. Ich bin geradezu durch die Seiten geflogen, denn das Buch bietet mehr als die Lösung des Problems, das in der ersten vier Teilen aufgebaut wurde.

Nichtsdestotrotz habe ich mir an einigen Stellen noch mehr erhofft als ich schlussendlich bekommen habe. Dass Dawson, Daemon und Dee mit den Lux gegangen sind, stellt Katys Gefühlsleben natürlich völlig auf den Kopf. Doch statt in ihrem Kummer zu versinken, bewirkt Daemons Abwesenheit, dass sie sich mehr um die Situation kümmern und dementsprechend mehr Inhalt für den Leser liefern kann. In der Zeit, in der Katy und Daemon getrennt sind, erfährt der Leser sehr viel über die Invasion der Lux, über ihre Kräfte und über den Zustand der Welt. Die Nachrichten berichten von zahlreichen Meteoriteneinschlägen, die sich nach und nach als Alien-Invasion erweisen. Katy wird Zeuge der ungeheuren Kräfte der Lux und beobachtet ihre Assimiliationsprozesse und ihre unglaubliche Zerstörungswut. Gleiches gilt für die Szenen, die aus Daemons Perspektive erzählt werden. Hier erfährt der Leser mehr über die Gedanken und Pläne der Lux sowie ihre Gefühllosigkeit.
Sobald sich Katy und Daemon jedoch das erste Mal wiedersehen, rücken Informationen über die Lage und detailliertere Beschreibungen ein wenig in den Hintergrund. Der Fokus des Buches liegt für mich zu sehr auf der Liebesgeschichte. Alle anderen Dinge kommen irgendwie zu kurz, obwohl es um einen Kampf gegen unzählige Aliens geht, die die Macht über die Erde übernehmen und die gesamte Menschheit vernichten wollen. Es entstehen durchaus Pläne, um dagegen vorzugehen, sodass die Spannung trotzdem erhalten bleibt, doch die Beschreibung der Umsetzung dieser Pläne beschränkt sich meist auf ein paar grobe Informationen zum Verlauf und geht nur in die Tiefe, wenn etwas die Liebe zwischen Katy und Daemon betrifft.
Auf die Spitze getrieben wird das, als der finale Kampf stattfindet. Statt den Kampf und die Kräfte der beteiligen Personen genauer zu beschreiben, dreht sich alles um Katys Gedanken: „Mit Dawson und Beth hatte alles angefangen. (...) Und mit Daemon und mir endete es.“ (S. 367) Diese dramatische, Aufmerksamkeit erregende Aussage verstehe ich bis jetzt immer noch nicht. Mir fällt nichts ein, das mit Dawson und Beth begonnen hat, und alles, was endet, hat nichts oder nicht ausschließlich mit Daemon und Katy zu tun. Besonders an dieser Stelle hätte ich lieber eine Beschreibung des Kampfes gelesen als die sich wiederholenden Gedanken an Katys unsterbliche Liebe zu Daemon.

Fazit:
Der finale Band der Reihe beginnt so rasant wie der Vorgänger endete. Es gibt keine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse, sondern direkt neue Handlung, sodass sich die Lage bereits am Ende des ersten Kapitels noch weiter zuspitzt. Die Spannung zieht sich durch das gesamte Buch, da die Lux immer wieder als übermächtige, unbesiegbare Gegner auftreten. Obwohl mir die Handlung, die Spannung und die Lösung des Problems gefallen, ist für mich der Schwerpunkt an der falschen Stelle gesetzt. Statt detailliert die Zustände auf der Erde und die Kämpfe gegen die Lux zu beschreiben, dreht sich meist alles um die Liebe zwischen Katy und Daemon. Da das Buch trotz der dürftigen Beschreibungen und Informationen fesselnd ist, bekommt „Opposition“ vier Schreibfedern von mir.

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