Donnerstag, 30. Juni 2016

[Aktion] Top Ten Thursday #15 | Deine bisherigen Lesehighlights 2016

Nach langer, langer Zeit gibt es von mir auch endlich wieder einen Top Ten Thursday. Obwohl es für mich mit dem Lesen dieses Jahr bisher nur semioptimal funktioniert hat, kann ich mit etwas schummeln dennoch genau zehn Bücher anbieten diese Woche. Zwar sind vier Schreibfedern natürlich nicht das Optimum, ich zähle diese Bücher aber trotzdem zu meinen Highlights, da ich sonst gerade einmal zwei Bücher ("Das Labyrinth erwacht" und "Masterminds") hätte auflisten können.
Weitere Informationen zur Aktion findet ihr bei Steffis Bücherbloggeria. :)


Das heutige Thema:
Deine bisherigen Lesehighlights 2016 

Meine Top Ten:







Habt ihr eines der Bücher schon gelesen?
Was sind eure bisherigen Highlights dieses Jahr?

Freitag, 17. Juni 2016

[Rezension] Chroniken der Unterwelt: City of Glass – Cassandra Clare



Titel: Chroniken der Unterwelt – City of Glass
Autor: Cassandra Clare
Verlag: Arena Verlag
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2009
Einband: Hardcover
Seiten: 717
ISBN: 978-3-401061-34-4
Preis: 19,99 € [D]

Klappentext:
In Idris sind düstere Zeiten angebrochen. Als Valentin sein tödliches Dämonenheer zusammenruft, gibt es nur eine Chance, um zu überleben: Die Schattenjäger müsse ihren alten Hass überwinden und Seite an Seite mit den Schattenwesen in diesen Kampf ziehen. Um Clary vor der drohenden Gefahr zu schützen, würde Jace alles tun – doch dafür muss er sie erst einmal verraten ...

Einordnung:
- City of Bones (Teil 1) 
- City of Ashes (Teil 2) 
- City of Glass (Teil 3)
- City of Lost Souls (Teil 5)

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Der Anfang des Buches hat mich sehr an den Anfang des zweiten Teils erinnert. Auch hier ist es der Autorin nicht gelungen, den Schwung auf den nächsten Band zu übertragen. Es kommt lange keine Spannung auf und vor allem ist die Stimmung so abgekühlt und distanziert, dass ich eine Weile gebraucht habe, um wieder mit den Charakteren zurecht zu kommen. Größtenteils liegt das wohl an Clary, die um jeden Preis unbedingt nach Idris möchte, obwohl das für sie mehr Risiken als Nutzen bringt. Mir erschließt sich ihr Grund nicht, obwohl sie mehrfach versucht, es zu erklären. Den anderen Charakteren geht es wohl genauso, denn auch zwischen den Figuren ist die Stimmung wirklich schlecht. Dadurch macht Clary, die sich zu einer reifen jungen Frau entwickelt hatte, wieder große Rückschritte und verhält sich wie ein trotziger Teenager. Gerade war ich froh, dass sie diese Phase überwunden hatte, da fängt sie wieder von vorne an. Obwohl er es sehr harsch formuliert, hat Jace nicht Unrecht, als er ihr vorwirft, nie nachzudenken und sich und andere ständig in Gefahr zu bringen. Alles in allem hat mir der Start ins dritte Buch überhaupt nicht gefallen.

Zum Glück war das aber nur ein relativ kurzer Aussetzer, denn bald fängt sich Clary wieder und mit der Handlung nimmt auch die Spannung an Fahrt auf. Gerade die Dramatik nimmt ordentlich zu und ist deutlich mehr zu spüren als in den bisherigen Teilen. Obwohl es auch in den bisherigen Kämpfen immer um Leben und Tod ging, sind die Charaktere immer mit blauem Auge davon gekommen. In diesem Band aber haben die Auseinandersetzungen tatsächlich auch tödliche Folgen. Valentin bedroht die gesamte Welt der Schattenjäger, sodass es mehrfach zu einem regelrechten Blutbad kommt. Dabei sterben viele Figuren, die erst mit ihrem Tod vorgestellt werden, doch auch bekannte Gesichter werden nicht verschont. Nachdem diese ‚Hürde‘ einmal überwunden war, wuchs meine Angst um die übrigen Charaktere, weil ihr Tod plötzlich sehr viel realistischer geworden war.

Auch gegenüber dem Rest des Buches habe ich eine zwiegespaltene Meinung. Auf der einen Seite bin ich enttäuscht von den Beschreibungen und Erzählungen von Idris. So oft wurde das Land als wunderschön beschrieben und alle Schattenjäger, die schon einmal dort waren, sehnen sich danach, dorthin zurück zu kehren. Nachdem der Großteil der Handlung dieses Buches nun in Idris spielt, weiß ich immer noch nicht mehr über das Land, als dass es ‚wunderschön‘ ist. Es gibt kaum mehr Beschreibungen als dass es dort grünes Gras, blaue Flüsse und Berge gibt. All diese Dinge waren aber schon seit dem ersten Buch bekannt. Noch enttäuschter war ich dann bei den Szenen, die in Alicante spielen, der Hauptstadt. Abgesehen von den Türmen zur Dämonenabwehr konnte ich nichts Besonderes an der Stadt finden. Der Zauber, den die Charaktere offenbar alle verspürt haben, hat sich überhaupt nicht auf mich übertragen.
Auf der anderen Seite haben mich die vielen Szenen mitgerissen, in denen es für die Charaktere holprig bis gar nicht läuft. Immer wieder stellen die Figuren fest, wie viel Wut, Stolz, Neid und Misstrauen in ihnen und anderen steckt. Das gibt der Geschichte eine sehr authentische Note. Immer wieder brechen sich die wahren Gefühle Bahn, wenn die akute Gefahr beseitigt ist. Dadurch entsteht sehr viel Tiefe und die Charaktere werden noch vielschichtiger. Gleichzeitig strotzen aber insbesondere die Schattenjäger geradezu vor Vorurteilen, sodass sie sich sehenden Auges ihr eigenes Grab schaufeln. Diese Szenen sind wirklich packend und mitreißend.

Fazit:
Ähnlich wie der letzte Teil braucht auch der dritte Band etwas Anlaufzeit. Der Schwung ist verloren gegangen, die Stimmung deutlich abgekühlt und die Spannung verschwunden. Gleichzeitig benimmt sich Clary wieder wie ein trotziger Teenager. Sehr enttäuschend sind außerdem die glanzlosen Beschreibungen von Idris, die keinerlei Zauber vermitteln konnten. Das Buch wird dennoch schnell besser und die Dramatik nimmt immer mehr zu, während in blutigen Schlachten auch schon länger bekannte Charaktere ihr Leben lassen. Mitreißend sind auch viele kleine, authentische Szenen, in denen Misstrauen, Neid und Wut den Charakteren Tiefe geben. Da ich diesmal das komplette Buch zwiegespalten sehe, vergebe ich an „City of Glass“ nur drei Schreibfedern.


Sonntag, 12. Juni 2016

[Rezension] Göttlich verdammt – Josephine Angelini



Titel: Göttlich verdammt
Autor: Josephine Angelini
Verlag: Dressler Verlag
Erscheinungsdatum: 01. Mai 2011
Einband: Hardcover
Seiten: 494
ISBN: 978-3-791526-25-6
Preis: 19,95 € [D]

Klappentext:
Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket – und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen – indem sie sich ineinander verlieben …

Einordnung:
- Göttlich verdammt (Teil 1)
- Göttlich verloren (Teil 2)
- Göttlich verliebt (Teil 3)

Rezension:
Da griechische Mythologie total ‚mein Ding‘ ist, war ich sehr gespannt auf das Buch. Der Anfang hat mir auch sehr gut gefallen. Das Leben der Protagonistin Helen ist wie immer so langweilig wie es in einem Dorf auf einer kleinen Insel nur sein kann. Das ändert sich, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Plötzlich beginnt sie, sich zu verändern. Diese Veränderungen, wie beispielsweise ihre unbändige Wut, kann sie sich nicht erklären. Erst nach und nach finde sie gemeinsam mit dem Leser heraus, was mit ihr passiert.
Dabei wird Stück für Stück auch die griechische Mythologie eingeführt. Die meiste Zeit dreht sich diese Geschichtsstunde um den trojanischen Krieg, der ausbrach, als die schöne Helena ihren Ehemann Menelaos verließ, um mit Paris durchzubrennen. Diese Geschichte wird ausführlich genug aufbereitet, dass auch diejenigen Leser, die sie vorher nicht kannten, im Bilde sind, während einige Details, beispielsweise die Rolle des trojanischen Pferdes, für das Buch so abgewandelt werden, dass es auch für alle anderen nicht langweilig wird.

Als Helen dann allerdings erfährt, dass sie von Halbgöttern abstammt, nimmt sie das für meinen Geschmack viel zu gelassen hin. Sie ist nicht einen Moment lang skeptisch, überhaupt nicht verwirrt und glaubt das einfach ohne weitere Nachfragen. Natürlich bietet diese Offenbarung eine gute Erklärungsgrundlage für die seltsamen Dinge, die geschehen, und für Helens Fähigkeiten. Aber, ganz ehrlich, welcher Mensch, der bisher dachte, er würde in einer nur von Menschen bevölkerten Welt ohne Magie oder übernatürliche Kräfte leben, würde eine solche Erklärung einfach vorbehaltlos als Wahrheit hinnehmen? An dieser Stelle hätten Skepsis und Unglauben noch deutlich mehr ausgebaut werden können.

Auch bezüglich der Spannung weist das Buch einige Schwächen auf. Besonders die Vorhersehbarkeit ist enorm und reicht weit über die ‚normale‘ Vorhersehbarkeit von Jugendbüchern hinaus. Während so gut wie alle Dinge der Delos-Familie von Anfang an bewusst zu sein scheinen, ist Helen das genaue Gegenteil. Sie muss immer erst mit der Nase darauf gestoßen werden, bis sie die Zusammenhänge versteht. Dabei sind die Parallelen zur griechischen Mythologie oftmals so gut wie wortwörtlich ins Buch aufgenommen. Die für sie großen Überraschungsmomente sind dem Leser daher teilweise schon seit mehreren Kapiteln bekannt, sodass es häufig nur noch die Nennung des Offensichtlichen ist.
Hinzu kommt, dass es mehr als 400 Seiten dauert, bis die Geschichte einen roten Faden bekommt. Es ist nicht so als wären die Szenen bis dorthin chaotisch oder sinnlos, aber bis zu diesem Punkt ist das einzige Ziel, das Helen verfolgt, zu überleben – und das im Grunde sogar ohne konkrete Gefahr für ihr Leben. Es kommt kaum Spannung auf, weil das Buch auf nichts hinauszulaufen scheint. Normalerweise wollen die Protagonisten jemanden retten, ein Regime stürzen, einen Fluch brechen, ein Ziel erreichen etc., doch sehr lange Zeit lebt Helen in dieser Geschichte einfach nur ihr zugegebenermaßen gewaltig verändertes Leben und versucht, nicht versehentlich zu sterben. Das ändert sich erst ganz am Ende des Buches.

Fazit:
Protagonistin Helen setzt sich gemeinsam mit dem Leser mit griechischer Mythologie auseinander, entdeckt neue Fähigkeiten und findet Erklärungen für bekannte Ungereimtheiten. Die Darstellung der Mythologie ist für Kenner wie Nichtkenner gelungen, allerdings nimmt Helen die Erkenntnisse leider ohne jegliche Skepsis hin. Zudem fehlt beinahe komplett die Spannung, da sich zum einen eine Offensichtlichkeit an die nächste reiht, und die Geschichte zum anderen fast bis zum Schluss kein Ziel hat - außer dass Helen in einem kleinen Dorf auf einer kleinen Insel beinahe ohne jegliche akute Bedrohung ihres Lebens überleben muss. Der Anfang von „Göttlich verdammt“ ist gut gemacht und mir gefallen die leider etwas spärlichen Parallelen zur griechischen Mythologie, aber mehr als drei Schreibfedern kann ich trotzdem nicht vergeben.

Mittwoch, 1. Juni 2016

[Statistik] Mai 2016

Ich hatte es mir so schön vorgestellt, die Erhebungen für meine Bachelorarbeit zu machen und nebenbei jede Menge Bücher zu lesen, während meine Versuchspersonen sich durch das Experiment klicken. Leider hat das nicht wirklich funktioniert bisher. Meist läuft es darauf hinaus, dass ich den ganzen Tag durch die Gegend renne und mir bis zu 88x (trauriger Rekord von gestern) die gleichen 15 Wortpaare vorlesen lasse. Ein bisschen gelesen habe ich allerdings trotzdem. Sonst würde ich vollkommen verrückt werden.


Neuzugänge:

- "Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott" von Rick Riordan [Kauf]
- "Chroniken der Unterwelt - City of Bones" von Cassandra Clare [Kauf]
- "Chroniken der Unterwelt - City of Ashes" von Cassandra Clare [Kauf]
- "Chroniken der Unterwelt - City of Glass" von Cassandra Clare [Kauf]
- "Chroniken der Unterwelt - City of Fallen Angels" von Cassandra Clare [Kauf]
- "Chroniken der Unterwelt - City of Lost Souls" von Cassandra Clare [Kauf]
- "Chroniken der Unterwelt - City of Heavenly Fire" von Cassandra Clare [Kauf]
- "Chroniken des Magnus Bane" von Cassandra Clare [Kauf]


Gesamtanzahl: 8 Bücher




Gelesen:

- "Element8 - Das Flüstern der Erde" von Wolfgang Kirchner (424 Seiten) [2/5]
- "Chroniken der Unterwelt - City of Bones" von Cassandra Clare (500 Seiten) [4/5]
- "Chroniken der Unterwelt - City of Ashes" von Cassandra Clare (473 Seiten) [4/5]
- "Opposition" von Jennifer L. Armentrout (411 Seiten) [4/5]

Bücher insgesamt: 4 Bücher
Seiten insgesamt: 1808 Seiten
durchschnittliche Bewertung: 3,5 von 5 Schreibfedern



Highlight des Monats:

Opposition und die beiden ersten Bände der Chroniken der Unterwelt waren alle wirklich gut, aber keines stich hervor, sodass ich es als Highlight bezeichnen würde.


Enttäuschung des Monats:


Das Buch war wirklich anstrengend zu lesen. Mir waren beide Protagonisten unsympathisch oder suspekt und erst in den letzten Kapiteln ging mir langsam der Sinn der Geschichte auf.