Mittwoch, 21. Juni 2017

[Rezension] Die Roboterchroniken V: Die zweite Schöpfung – Wolfgang Bellaire


Titel: Die Roboterchroniken V – Die zweite Schöpfung
Autor: Wolfgang Bellaire
Verlag: Nordfriesischer Kinderbuch Verlag
Erscheinungsdatum: 18. September 2015
Einband: Hardcover
Seiten: 197
ISBN: 978-3-944243-20-7
Preis: 17,90 € [D]

Klappentext:
Die Künstliche Intelligenz BETTY hat mit dem BioFabber den Einstieg in die industrielle Herstellung von Menschen geschafft. Sie erfindet den Homo sapiens ganz neu. Die Menschheit, die ihr dabei im Wege steht, soll an einem Killervirus zugrunde gehen. Roboterjunge Jonathan und die Wobotniks kämpfen verzweifelt um jeden Menschen, aber können sie BETTY überhaupt noch stoppen? Kann ein Impfstoff rechtzeitig hergestellt und verteilt werden? In der Wildnis Lapplands erfüllt sich ihr Schicksal und das der Kinder, die ihnen anvertraut sind. Jonathan setzt alles auf eine Karte, doch BETTYS Agenten sind ihm hart auf den Fersen ...

Einordnung:
- Die Roboter kommen (Teil 1) 
- Die Roboter im Eis (Teil 3) 
nach Neuauflage der gesamten Reihe sind außerdem erschienen:
- Die zweite Schöpfung (Teil 5)
nach diesen Teil wird die noch nicht abgeschlossene Reihe nicht mehr fortgesetzt

Rezension:
Kann Spoiler bezüglich der ersten vier Teile enthalten!

Auch der fünfte Teil der Reihe erzählt wieder eine spannende Geschichte. Jonathan ist dem Cyberspace zwar entkommen, doch auch BETTY hat die reale Welt betreten. Außerdem ist es ihr gelungen, einen 3D-Drucker zu entwickeln, der ihr vollkommen hörige Menschen produziert. Mit diesen Menschen möchte sie die Welt bevölkern, da die echte Menschheit in ihren Augen schlecht und böse ist. Sie führt Experimente durch, um diese These zu beweisen. Daraus ergibt sich die interessante Diskussion, ob Menschen grundsätzlich böse sind oder durch widrige äußere Umstände zu schrecklichen Taten bewegt werden. Denn grausame Umstände hat das Buch eine Menge zu bieten, da BETTY einen Killervirus freigesetzt hat, der nach und nach die gesamte Menschheit vernichtet, während sie jeden Versuch, ein Heilmittel zu finden, unterbindet.

BETTY ist damit eine absolut übermächtige Gegnerin, vor der es kein Entkommen gibt. Sie hat nicht eine einzige Schwäche, an der Jonathan und seine Familie, die diesmal abwechselnd die Geschichte erzählen, ansetzen könnten. Das ist für mich allerdings ein Schwachpunkt des Buches, denn so läuft es darauf hinaus, dass alle Vorhaben, alle Rebellionen und alle Fluchtversuche scheitern. Keiner der Helden hat BETTY in irgendeiner Hinsicht etwas entgegen zu setzen, sodass sie einfach (zumindest unblutig) abgeschlachtet werden. Das mag zwar realistisch sein, war als Geschichte aber nicht besonders schön zu lesen. Es waren zwar noch mehr Bücher für die Reihe geplant, in denen sich bestimmt ein Mittel gegen BETTY gefunden hätte, aber das ändert nichts daran, dass die Helden in diesem fünften Teil keinen einzigen strahlenden Moment haben. Insbesondere da gescheiterte Missionen so gut wie immer mit dem Tod des Erzählers oder der Erzählerin sowie unzähliger Menschen enden. Das fand ich deprimierend zu lesen.

Ein Punkt, den ich bei diesem letzten Teil noch ansprechen möchte, betrifft die Nebencharaktere. Im Laufe dieser Geschichte wie auch der vorherigen vier Teile werden immer wieder neue Nebencharaktere vorgestellt, teilweise sogar recht ausführlich. Aber sofern sie nicht an der Seite der Wobotniks bleiben, tauchen sie danach nie wieder auf. Beispielsweise verschwendet Jonathan nie einen Gedanken an Patrick, den Jungen, der im ersten Teil sogar der Erzähler war, obwohl die Menschheit gerade dabei ist, auszusterben. Gleiches gilt für Gabriel, einen Jungen, den Großmutter und Großvater Wobotnik in diesem Buch kennen lernen. Er wird verletzt, sie bringen ihn ins Krankenhaus und damit endet seine Geschichte. Es sind mehrere sympathische Figuren, insbesondere Kinder, vorgestellt worden in den bisherigen fünf Bänden, aber ihre Schicksale werden dann nicht mehr weiter verfolgt und nicht wieder aufgegriffen. Die Handlungsfäden verlaufen einfach ins Nichts. Das finde ich schade, denn die Protagonisten sind in meinen Augen nicht die einzigen wichtigen Charaktere einer Geschichte.

Fazit:
Der fünfte Teil der Roboter-Chroniken hat die Handlung wieder interessant weitergeführt. Der Kampf im Cyberspace aus dem vierten Band hat sich in die echte Welt verlagert. BETTY vernichtet nach und nach die Menschheit, während sie gleichzeitig industriell neue Menschen produziert. Dagegen sind die Wobotniks leider vollkommen machtlos. Sie erleiden in diesem Buch nur Fehlschläge, sterben gemeinsam mit unzähligen Menschen und haben generell keinen einzigen Erfolgsmoment. Das war echt deprimierend zu lesen. Außerdem tauchen auch in diesem Buch wieder neue Nebencharaktere auf, deren Handlungsfäden einfach ins Leere laufen. Insgesamt vergebe ich an „Die Roboterchroniken V – Die zweite Schöpfung“ trotz der Schwächen für die interessante Geschichte drei Schreibfedern.


Ich bedanke mich herzlich bei Autor Wolfgang Bellaire für das Rezensionsexemplar.

Samstag, 17. Juni 2017

[Rezension] The Love Interest – Cale Dietrich


Titel: The Love Interest
Autor: Cale Dietrich
Verlag: Feiwel and Friends
Erscheinungsdatum: 16. Mai 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 373
ISBN: 978-1-250107-13-8
Preis: 15,99 € [D]

Klappentext:
There is a secret organization that cultivates teenage spies. The agents are called Love Interests because getting close with people destined for great power means obtaining valuable secrets.
Caden is a Nice: the boy next door, sculpted to physical perfection. Dylan is a Bad: the brooding, dark-souled guy who is dangerously handsome. The girl they are competing for is important to the organization, and each boy will pursue her. Will she choose the Nice or the Bad?
Both Caden and Dylan are living in the outside world for the first time. They are well-trained and at the top of their game. They have to be – whoever the girl doesn't choose will die. What the boys don't expect are feelings that are outside of their training. Feelings that could kill them both.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Ein Buch mit einem Liebesdreieck, bei dem die beiden Jungs das Mädchen ignorieren und sich stattdessen füreinander interessieren – wie cool ist das denn bitte?! Ich dachte bisher, solche Bücher würden nicht existieren. Dann bin ich über „The Love Interest“ gestolpert und es ist einfach perfekt! Die Idee, die Umsetzung, die Geschichte, die Charaktere – ich bin absolut begeistert von diesem tollen Buch und kann es jedem nur ans Herz legen, der keine Lust mehr auf die immer gleichen klischeehaften Liebesdreiecke in Jugendbüchern hat.

Meine Begeisterung erstreckt sich jedoch auch auf den Rest des Buches. Allein die Konzeption der Geschichte ist schon total spannend. In einem geheimen Labor werden Jugendliche darauf trainiert, alle Dinge zu wissen und zu beherrschen, die relevant sein könnten, um dafür zu sorgen, dass ihr Chosen sich später in sie verliebt. Dazu zählen viel körperliches Training für definierte Muskeln, Übungsstunden zum Küssen und Vorträge darüber, dass verletzte Männer heiß sind. Zusätzlich werden die Jugendlichen mit einer Geschichte und einer Persönlichkeit ausgestattet, die sie entweder zu einem Nice, dem sympathischen, lieben, treuen und fürsorglichen Jungen von nebenan, oder zu einem Bad, dem harten Kerl mit weichem Kern und tragischer Vergangenheit, machen. Das sind alles absolute Klischees, die aber in mehr Büchern vorkommen als mir lieb ist. „The Love Interest“ bricht aber mit diesen Klischees, nach denen die geheime Organisation die Jugendlichen formt, indem ziemlich schnell deutlich wird, dass Caden, der Erzähler, sich weder perfekt noch nett fühlt. Der Nice ist eine Rolle, die er spielen muss, während er rebellischen Gedanken nachhängt, heimlich ungesunde Lebensmittel isst und eine Lüge nach der anderen spinnt. Das macht die Geschichte unglaublich authentisch.

Mitgerissen haben mich auch die Charaktere. Ich finde sowohl Caden, den Erzähler, als auch Dyl, seinen Kontrahenden, als auch Juliet, das Mädchen, um das sie konkurrieren, sehr sympathisch. Deshalb wäre ich tatsächlich mit allen möglichen Beziehungen, die sich aus diesem Liebesdreieck hätten ergeben können, einverstanden gewesen. Das ist mir noch nie passiert. Nichtsdestotrotz war das Buch in dieser Hinsicht sehr lange sehr spannend. Denn außer dass Caden romantische Gefühle für Dyl entwickelt statt für Juliet, ist ihm genau wie dem Leser fast bis zum Schluss alles andere unklar. Da nie aus Dyls Perspektive berichtet wird, kann über seine Gefühlswelt nur spekuliert werden. Denn obwohl er Caden zu mögen scheint, befinden sie sich trotzdem in einem tödlichen Wettstreit. In dieser festgefahrenen Situation sind alle Lösungen möglich. Da das Buch außerdem in erster Linie als Science Fiction deklariert ist und nicht als Gay Romance, lässt auch das Genre keinen Schluss darüber zu, wie die Geschichte wahrscheinlich enden wird. Es hat mich einerseits ganz verrückt gemacht, keinen Ausweg zu wissen, und andererseits extrem durch die Seiten getrieben, um zu erfahren, wie das Buch denn nun tatsächlich endet.

Je mehr sich die Geschichte der finalen Auflösung näherte, desto spannender und dramatischer ist sie geworden. Es scheint tatsächlich keinen Ausweg zu geben, aber irgendeinen Ausgang muss der Wettbewerb ja haben, also habe ich im Grunde nur noch darauf gewartet, dass alles explodiert. Während Caden immer verzweifelter nach einer Lösung für diese vertrackte Situation sucht und Juliet keine Ahnung davon hat, dass sie dabei ist, jemanden zu töten, offenbaren sich nach und nach auch Dyls Motive. In den letzten Kapiteln hat die Geschichte mein Herz durch mehrfache überraschende Wendungen abwechselnd erwärmt und gebrochen. In diesem riesigen System aus Lügen, Verrat, Schauspielerei und Geheimnissen ergab sich dann immer irgendwo noch eine neue Entwicklung oder Offenbarung, die die ganze Situation wieder über den Haufen geworfen hat. Das Buch hat mich am Ende wirklich fertig gemacht. Insbesondere, da ich mich inzwischen so sehr mit Caden identifiziert hatte, dass es mir nicht mehr gelungen ist, die Bahnen seiner Gedanken zu verlassen und eigene Überlegungen anzustellen. So bin ich jedes Mal mit ihm auf alles hereingefallen, als die verzweifelte Situation sich zu einer wahren Achterbahnfahrt der Gefühle entwickelt hat.

Fazit:
Ich liebe dieses Buch. Es hat all meine Wünsche erfüllt. Es ist eine tolle Alternative zu den langweiligen, klischeehaften Liebesdreiecken. Außerdem hatte ich manchmal das Gefühl, dass das Buch auf einer gewissen Metaebene auch an anderen nervigen Klischees aus Jugendbüchern Kritik übt, unter anderem an den perfekten Charakteren und der ständigen Auseinandersetzung Good Boy vs. Bad Boy. Zudem sind mir überraschenderweise alle drei Charaktere des Liebesdreiecks sehr sympathisch. Darüber hinaus ist auch noch die Geschichte spannend, die Konzeption der Science-Fiction-Welt unglaublich interessant und die Handlung bis zum Schluss unvorhersehbar. „The Love Interest“ ist ein geniales Jugendbuch, das all meine Wünsche erfüllt hat und dafür natürlich alle fünf Schreibfedern bekommt.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Neuzugänge #81


Wie war das noch gleich mit der Prioritätenliste? Es sind schon wieder drei neue Bücher bei mir eingezogen. Zwei sind Rezensionsexemplare, eins habe ich mir selbst gekauft. Langsam wächst mir der Stapel der Rezensionsexemplare über den Kopf. Genau wie die Dinge, die ich für die Uni machen muss. Daher wird der Juni wohl trotzdem ein sehr lesearmer Monat sein ...


Als erstes traf "Die Roboter-Chroniken: Die zweite Schöpfung" bei mir ein, der fünfte Teil der Reihe. Der Autor hat mir das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie die Reihe endet. Insbesondere, weil der vierte Band mich mit einem ziemlichen Cliffhanger hat hängen lassen. Das Buch werde ich als nächstes lesen.
Ebenfalls als Rezensionsexemplar hat mir das Bloggerportal Randomhouse das Buch "Nemesis: Geliebter Feind" zukommen lassen. Das Cover finde ich ziemlich cool, obwohl ich Gesichter auf Covern normalerweise nicht mag. Und auf die Geschichte bin ich auch schon sehr gespannt. Ich hege die Hoffnung, dass das Buch aus mehr besteht als der Liebesgeschichte.
Außerdem ist "The Love Interest" noch bei mir eingezogen. Als ich das Cover gesehen habe, hatte ich spontan den Eindruck, dass es sich um eine Gay Romance handeln könnte. Das hat sich im Klappentext dann tatsächlich bestätigt. Es geht um zwei junge Spione, die auf Leben und Tod um die Liebe eines Mädchens konkurrieren müssen, dabei aber feststellen, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Wie cool ist das denn bitte?! Das Buch habe ich direkt angefangen und es ist einfach genial! Die Idee, die Aufweichung von Klischees, die Spannung, es stimmt alles! Riesige Leseempfehlung!

Samstag, 10. Juni 2017

[Rezension] Magnus Chase: Der Hammer des Thor – Rick Riordan


Titel: Magnus Chase – Der Hammer des Thor
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen Verlag
Erscheinungsdatum: 26. Mai 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 497
ISBN: 978-3-551556-69-1
Preis: 19,99 € [D]

Klappentext:
Der Donnergott Thor hat mal wieder seinen Hammer Mjöllnir verloren – die stärkste Waffe in allen Neun Welten! Und diesmal ist der Hammer zu allem Übel in Feindeshände geraten. Magnus und seine Freunde müssen ihn so schnell wie möglich zurückholen, denn ohne ihn ist die Welt der Sterblichen einem Angriff der Riesen wehrlos ausgeliefert. Der Weltuntergang Ragnarök droht! Als Verbündeten braucht Magnus ausgerechnet den gerissenen Gott Loki – doch der Preis für seine Hilfe ist hoch ...

Einordnung:
- Der Hammer des Thor (Teil 2)
- weitere Teile werden folgen

Rezension:
Der zweite Band der Reihe um Magnus Chase ist genauso spannend wie sein Vorgänger, der Fokus ist jedoch etwas anders. Denn obwohl sich Magnus und seine Freunde auf die Suche nach Thors Hammer machen und dabei allerlei Abenteuer erleben, stehen diesmal eher die Charaktere, ihr Leben und ihre Vergangenheit im Vordergrund. Beispielsweise spielt Sams Verlobter Amir eine größere Rolle als im vorherigen Teil. Um ihre Beziehung zu retten, weiht sie ihn in ihr geheimes Leben als Walküre ein und zeigt ihm die mythischen Dinge, die normale Sterbliche eigentlich nicht sehen können, weil ihr Gehirn dieses Ausmaß an Unlogik nicht verarbeiten kann. Außerdem erfährt der Leser mehr über Hearth Vergangenheit, als die Suche nach dem Hammer ihn, Magnus und Blitzen in seine Heimatwelt und ins Haus seines Vaters führt. Viele Anspielungen, die im ersten Band gemacht wurden, werden hier wieder aufgegriffen und genauer erläutert. Dadurch werden die Charaktere alle weiter ausgestaltet und bekommen noch mehr Tiefe.

Die Figur, mit der sich das Buch aber am meisten beschäftigt, heißt Alex, ist ein Kind des Loki und genderfluid. Das hat mich vom ersten Moment an fasziniert, denn homosexuelle Charakter sind mittlerweile in so gut wie jeder Geschichte anzutreffen, einem genderfluiden Charakter bin ich aber noch nie über den Weg gelaufen. Diese Lücke füllt Autor Rick Riordan mit einer sehr sympathischen Figur und vielen Erklärungen. Zum Beispiel wird erläutert, dass schon bei allen alten Völkern, wie den Griechen und den Wikingern, Menschen bekannt waren, die sich abwechselnd mit dem männlichen und dem weiblichen Geschlecht identifiziert haben. Diese Personen wurden, zumindest bei den Wikingern, mit dem altnordischen Begriff „Ergi“ (dt. Unmännlichkeit) bezeichnet. Diese Beleidigung benutzt auch im Buch viele Charaktere, manchmal tatsächlich herablassend, manchmal auch einfach nur als das Label der Schublade, in die Alex gesteckt wird. Gegen das Wort und die Schublade wehrt sich Alex das ganze Buch über, unterstützt von Magnus und seinen Freunden. Denn gerade für Magnus ist es überhaupt nichts Besonderes, da er in seiner Zeit auf der Straße viele Jugendliche kennen gelernt hat, die von ihren Eltern vor die Tür gesetzt wurden, weil sie homosexuell, transgender oder genderfluid sind. Da Magnus der Ich-Erzähler ist, wird das Thema dadurch mit einer selbstverständlichen Akzeptanz und toleranten Neugierde besprochen. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, dass Magnus sich ein bisschen zu Alex hingezogen fühlt. Das alles hat mir nicht nur auf Ebene der Geschichte, sondern darüber hinaus auch auf der moralischen, lehrreichen Ebene sehr gefallen, und lässt mich neugierig zurück.

Neben den Charakterentwicklungen und der Lehrstunde in Toleranz wird natürlich trotzdem die Handlung weitergetrieben. Magnus und seine Freunde müssen unbedingt Thors Hammer finden, wobei ihnen ein Haufen nutzloser Götter im Weg herumsteht. Ausgerechnet der Gott Loki ist jedoch alles andere als nutzlos, denn er hat den Hammer aufgespürt und einen Weg gefunden, um ihn zurück zu holen. Dafür schickt er Magnus und seine Freunde auf eine wahre Schnitzeljagd, bei der sie wohl oder übel mitmachen müssen. Diese Jagd führt sie von einer gefährlichen Situation in die nächste, wo sie manchmal kaum mit dem Leben davon kommen, und quer durch die Neun Welten. Allerdings hat es für meinen Geschmack fast etwas zu lange gedauert, bis die Handlung wirklich angefangen hat, weil am Anfang eine Ewigkeit lang die Ereignisse aus Band 1 wiederholt und Alex als neuer Charakter eingeführt wurde. Da ist dann auch der für Rick Riordan so typische Humor manchmal etwas auf der Strecke geblieben.

Fazit:
In diesem Band hat der Autor viel Wert auf die Ausarbeitung der Charaktere gelegt. Es wird aus der Vergangenheit bereits bekannter Charaktere berichten, das aktuelle Leben anderer Charaktere wird ausgearbeitet und mit Alex wird eine neue, sehr interessante, sehr detailliert ausgearbeitete Figur eingeführt. Da Alex genderfluid ist, ist dieses Buch außerdem nicht nur in Bezug auf die nordische Mythologie lehrreich, sondern auch in Bereichen der Akzeptanz und Toleranz. Damit war Alex für mich auf allen Ebenen die interessanteste Figur der Geschichte. Allerdings hat seine Einführung so lange gedauert, dass Handlung und Humor am Anfang etwas auf der Strecke geblieben sind. Später ist das Buch dann aber wie gewohnt witzig, spannend und sehr unterhaltsam gewesen. Daher bekommt „Der Hammer des Thor“ insgesamt vier Schreibfedern von mir.

Donnerstag, 1. Juni 2017

[Statistik] Mai 2017

Und der Mai ist auch schon wieder um. Das Jahr rennt echt extrem, kaum zu glauben. Zum Glück habe ich diesen Monat einige Bücher lesen können. Witzigerweise war kein einziges Buch dabei, das ganz okay war. Alle waren entweder genial oder schrecklich. Leider hält sich das auch ziemlich die Waage, sodass ich mir für den Juni Bücher vorgenommen habe, von denen ich schon weiß, dass ich sie auf jeden Fall lieben werde. Das kann ich echt mal wieder gebrauchen.


Neuzugänge:

- "Die Dämonenakademie: Die Inquisition" von Taran Matharu [Rezensionsexemplar]
- "Zeitenzauber: Die goldene Brücke" von Eva Völler [Kauf]
- "Magnus Chase: Der Hammer des Thor" von Rick Riordan [Kauf]

Gesamtanzahl: 3 Bücher






Gelesen:

- "Vier Farben der Magie" von V. E. Schwab (464 Seiten) [5/5]
- "Kalte Nächte, warme Herzen" von Sarina Bowen (268 Seiten Seiten) [2/5]
- "More happy than not" von Adam Silvera (293 Seiten) [5/5]
- "Daniel is different" von Wesley King (299 Seiten) [4/5]
- "Plötzlich Prinzessin" von Meg Cabot (285 Seiten) [1/5]
- "Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung" von Michael Karner (330 Seiten)[1/5]

Bücher insgesamt: 6 Bücher
Seiten insgesamt: 1939 Seiten
durchschnittliche Bewertung: 3 von 5 Schreibfedern
durchschnittliche Anzahl der Tage auf dem SuB: 221 Tage







Highlight des Monats:


Dieses Buch hat mich wirklich umgehauen. Es war ganz anders als ich erwartet habe, weil ab der Mitte einfach alles auf den Kopf gestellt wurde. Diese Wendung habe ich echt nicht kommen sehen. Wunderbar gemacht.


Enttäuschung des Monats:


An dieses Buch hatte ich schon kaum Erwartungen, aber es war einfach noch viel grottiger. Es kommt nicht ein einziger sympathischer Charakter vor. Außerdem handelt es sich um das Tagebuch eines vierzehnjährigen Teenagers in der schlimmsten Phase der Pubertät. Und genau so liest es sich auch.
Finger weg vom Buch, lieber den schönen Film anschauen!

Freitag, 26. Mai 2017

Neuzugänge #80


Der Mai hatte eine ganze Menge wunderbare Neuerscheinungen. Da ich aber ohnehin kaum Zeit zum Lesen habe, habe ich mir eine Prioritätenliste erstellt, welche Bücher ich sofort brauche und welche nicht. Zwei Bücher sind direkt am Erscheinungstag bei mir eingezogen, der Rest muss warten. Außerdem habe ich auf dem Bücherflohmarkt der Stadtbibliothek noch ein Buch gekauft.


Dem zweiten Band von "Die Dämonenakademie" habe ich schon ewig entgegen gefiebert. Den ersten Teil fand ich einfach genial und ich bin richtig gespannt, wie es mit Fletcher weiter geht. Das Buch ist als Rezensionsexemplar bei mir eingezogen und wird gelesen, sobald ich meine aktuelle Lektüre beendet habe.
Die zweite Neuerscheinung, die sofort bei mir einziehen musste, war "Magnus Chase - Der Hammer des Thor". Der erste Teil hat mich begeistert, wie es die Bücher von Rick Riordan eigentlich immer tun. Kaum stand ich vor der Tür der Buchhandlung, habe ich schon angefangen zu lesen. Weit bin ich noch nicht gekommen, aber witzig war es trotzdem schon. Allein die Kapitelüberschriften sind genial. Die Bücher von Rick Riordan sind die einzigen, bei denen ich jemals das Inhaltsverzeichnis lese...
Auf dem Bücherflohmarkt habe ich außerdem "Zeitenzauber - Die goldene Brücke" mitgenommen. Da habe ich schon jede Menge von gehört und bin gespannt, wie mir die Reihe gefallen wird. Allerdings ist das der zweite Band (nur zweite Bände in meinen Neuzugängen diesmal...), sodass ich mir erst mal den ersten Teil zulegen muss, bevor ich damit beginnen kann.

Dienstag, 23. Mai 2017

[Rezension] Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung – Michael Karner


Titel: Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung
Autor: Michael Karner
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 01. Mai 2017
Einband: eBook
Seiten: 330
ISBN: 978-1-520722-61-0
Preis: 3,99 € [D]

Klappentext:
Praya ist die Prinzessin des Juwels der Wüste, doch etwas ist besonders an ihr. Um ihre ewige Jugend zu bewahren, wurde sie in einen Tiefschlaf versetzt. Als der junge, ehrgeizige Monsterjäger Ducarte und ein friedfertiger Kung-Fu-Mönch mit dubioser Vergangenheit zu ihrer Rettung auftauchen, verfolgt jeder seine eigenen geheimen Pläne. Doch jemand will der Prinzessin das Leben rauben. Das ungleiche Trio muss sich zusammenschließen, um eine Flucht über drei Kontinente anzutreten. Von der sengenden Wüste, zu frostbefallenen Wäldern, gelangen sie auf die Spur ihrer Verfolger. Doch je mehr sie die Verschwörung aufdecken, desto eher gerät ihre Heimat in Gefahr. Als ein vermeintlicher Verbündeter die Helden unerwartet in die Arme des übermächtigen Feindes treibt, ist der einzige Ausweg, sich ihm zu stellen. Denn Praya erinnert sich langsam an ihre magischen Kräfte. Ihre Familie hielt sie noch aus einem anderen Grund gefangen ...

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Mit der Geschichte habe ich mich leider ziemlich schwer getan. Ich versuche immer noch, einen Überblick zu bekommen und den Sinn zu verstehen, aber ich habe das Gefühl, als würde ich mir einen Knoten ins Gehirn denken. Das ganze Buch ist für mich bis zum Schluss nicht so richtig greifbar geworden – weder die Charaktere noch das Setting noch die Handlung. Insbesondere Setting und Handlung haben dafür gesorgt, dass ich ständig ins Schwimmen geraten bin und nie so genau wusste, woran ich denn jetzt eigentlich bin.

Die wichtigsten Charaktere des Buches sind Prinzessin Praya, Mönch Chauhan und Monsterjäger Ducarte. Sie fliehen gemeinsam vor den Attentätern, die Praya das Leben nehmen wollten, und durchqueren dabei die halbe Welt. Leider bleiben sie alle trotz der vielen Handlung sehr blass und haben kaum Persönlichkeit. Es hat fast bis zur Mitte des Buches gedauert, bis ich mir merken konnte, dass der Erzähler Ducarte heißt und nicht „Ich“. Sie alle geben kaum etwas von ihrer Vergangenheit Preis und wenn sie doch einmal darüber sprechen, dann in kurzen, mysteriösen Aussagen, mit denen ich überhaupt nichts anfangen konnte. Außerdem scheinen sie keinerlei Emotionen zu haben und transportieren dementsprechend auch keine zum Leser. Praya beispielsweise hat keine Angst, als sie unerwartet aus ihrem Tiefschlaf gerissen wird und mitten in einem Kampf landet. Auch zucken weder sie noch ihre Begleiter mit der Wimper, als sie einen mehrere Dutzend Meter hohen Wasserfall herunter springen müssen. Als Prayas Leben in Gefahr ist, wird sieht sie zwar kurz „beunruhigt“ aus, mehr Emotionen sind ihr aber nicht zu entlocken. Gleiches gilt auch für ihre Begleiter. Nicht einmal die Gefühle des Erzählers Ducarte werden dem Leser mitgeteilt. Alle drei Charaktere sind so tiefenentspannt, dass mich die Stimmung nicht mitreißen konnte, weil überhaupt keine aufkam.
Hinzu kommen unverständliche oder unglaubwürdige Motivationen der Charaktere. Bis zum Schluss habe ich nicht verstanden, warum Praya ohne zu zögern mit zwei fremden Männern aus dem Fenster springt und nicht nur die Stadt, sondern gleich auch noch den Kontinent verlässt. Sie zögert nie, sie hinterfragt nie, als wäre das alles abgesprochen gewesen. Aus welchem Grund der Mönch in ihrem Zimmer aufgetaucht ist, welche Ziele er eigentlich verfolgt hat und warum er eine Allianz mit Ducarte gebildet hat, ist mir leider auch immer noch unklar. Etwas deutlicher werden Ducartes Absichten formuliert, immerhin ist er der Erzähler. Aber auch bei ihm verstehe ich nicht, warum er den Mönch nicht ausgeschaltet, sondern sich – in meinen Augen vollkommen unnötig – mit ihm verbündet hat. Außerdem hatte ich, als das erste Mal erwähnt wird, warum er hinter der Prinzessin her ist, die Hoffnung, dass das ein Witz war. Leider stellt sich irgendwann heraus, dass dieses absurde Ziel, das in keinster Weise erklärt wird, tatsächlich sein Ernst ist.

Ähnlich wie mit den Charakteren ging es mir auch mit der Welt, die der Autor sich ausgedacht hat. Für mich wurde dabei an den falschen Stellen ins Detail gegangen, denn wie genau eine Burg aufgebaut ist und welche Räume es dort gibt, hilft mir nicht dabei, der Geschichte zu folgen, wenn ich nicht einmal weiß, in welchem Land die Charaktere sich gerade befinden. Die Länder, Städte, Bevölkerungsgruppen und Kontinente werden aber immer nur kurz genannt oder so grob beschrieben, sodass ich mir nicht wirklich etwas darunter vorstellen konnte. Die Flut an Namen konnte ich mir beim besten Willen nicht merken, da das Trio auf der Flucht immer nur kurz an einem Ort verweilt und dann schon ins nächste Land reist, wo es andere Städte und Bevölkerungsgruppen gibt. Ich bin nicht einmal sicher, ob das wirklich alles unterschiedliche Regionen und Menschen waren oder ob die Charaktere nicht einfach verschiedene Namen für ein und dasselbe verwenden. Eine Karte hätte mir da vielleicht weitergeholfen, denn ich habe ziemlich schnell den Faden verloren, wo die Charaktere gerade sind. Die Erklärungen waren einfach zu kurz, um irgendetwas verstehen zu können, sodass ich absolut keinen Schimmer habe, wie die Welt eigentlich aussieht.

Die größten Schwierigkeiten hat mir beim Lesen jedoch die Tatsache bereitet, dass ich das Gefühl hatte, nur das halbe Buch vor mir zu haben. Immer wieder finden sich Sprünge in der Handlung oder in Ducartes Gedanken, die mich völlig verwirrt haben. Ich hatte ständig das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben. Beispielsweise gehen sie in eine Stadt, um den Auftraggeber ihrer Verfolger zu finden, aber plötzlich findet eine große Versammlung mit Vertretern vieler Gruppierungen statt, an der sie natürlich teilnehmen. Die komplette Erklärung, wann und warum sie ihren Plan geändert haben und was sie damit bezwecken, fehlt. Und solche Szenen gibt es leider zu Hauf. Ich war so sehr damit beschäftigt, mir ständig Fragen zu stellen wie „Wie kommen sie da jetzt plötzlich hin?“ oder „Wie haben sie dies jetzt gemacht?“ oder „Warum machen sie denn jetzt plötzlich jenes?“, dass ich keine Kapazitäten übrig hatte, um Gefallen an der Geschichte zu finden. Es ist, als wären die Handlungen und die Dialoge der Geschichte jedes Mal weiter gelaufen, wenn ich das Lesen unterbrochen habe, sodass ich erst an einer späteren Stelle wieder einsteigen konnte, obwohl ich ja eigentlich direkt den folgenden Satz gelesen habe. So viele Dinge wurden mir als Leser nicht mitgeteilt, dass ich die (erfolglosen) Versuche, der Geschichte zu folgen, als extrem ermüdend empfunden habe.

Fazit:
Das Buch war leider überhaupt nichts für mich. Die Charaktere sind blass und haben kaum Persönlichkeit, sodass ich mir nicht einmal den Namen des Erzählers merken konnte. Außerdem empfinden und transportieren sie keinerlei Emotionen und ihre Motive und Ziele sind unklar bis unglaubwürdig. In der Welt habe ich mich bis zum Schluss nicht zurecht gefunden und konnte der Reise damit nicht folgen. Die unendlich vielen Namen für Städte, Länder und Bevölkerungsgruppen kombiniert mit sehr kurzen oder gar keinen Erklärungen dazu haben mich mehr verwirrt als erleuchtet. Der Handlung selbst konnte ich auch nicht folgen, weil ich ständig das Gefühl hatte, dass Teile fehlten. Gedankengänge, Dialoge und Handlung sprangen ohne roten Faden herum. Da mich „Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung“ ermüdet, verwirrt und mit jeder Menge Fragezeichen im Gesicht zurücklässt, kann ich nicht mehr als eine Schreibfeder vergeben.


Ich bedanke mich trotzdem bei Autor Michael Karner für das Rezensionsexemplar.

Samstag, 20. Mai 2017

[Rezension] Plötzlich Prinzessin – Meg Cabot


Titel: Plötzlich Prinzessin
Autor: Meg Cabot
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 01. November 2002
Einband: Softcover
Seiten: 285
ISBN: 978-3-570300-58-9
Preis: 6,95€ [D]

Klappentext:
Vollblut-New-Yorkerin Mia fällt aus allen Wolken. Sie soll Prinzessin von Genovia sein und nun in dem verschnarchten kleinen Fürstentum das Zepter schwingen? Niemals! Mia wehrt sich – bis ihre royale Großmutter eingreift und ein heilloses Durcheinander anzettelt.

Einordnung:
- Plötzlich Prinzessin (Teil 1)
- Power, Prinzessin! (Teil 2)
- Prinzessin sucht Prinz (Teil 3)
- Dein Auftritt, Prinzessin! (Teil 4)
- Prinzessin in Pink (Teil 5)
- Bühne frei, Prinzessin (Teil 6)
- Party, Prinzessin! (Teil 7)
- Keine Panik, Prinzessin! (Teil 8)
- Peinlich, peinlich, Prinzessin! (Teil 9)
- Dein Herzensprinz, Prinzessin! (Teil 10)

Rezension:
Dieses Buch wollte ich schon länger lesen, weil mir der Film sehr gut gefallen hat. Allerdings musste ich ziemlich schnell feststellen, dass sich Buch und Film doch ordentlich unterscheiden. Die Charakter haben ganz andere Eigenschaften, Namen wurden verändert, Genovia ist kein Königreich, sondern ein Fürstentum, Mias Vater lebt noch, einige Figuren existieren gar nicht und der Fokus der Geschichte liegt auch ganz woanders. Deshalb habe ich mich zum Teil wirklich schwer getan, mich in dem Buch zurecht zu finden. Normalerweise wäre das zwar eher Kritik an der Verfilmung, aber da der Film so dermaßen viel besser ist als das Buch, bin ich froh über jede Änderung, die gemacht wurde. Als ich das erste Drittel des Buches gelesen hatte, war ich so verzweifelt darüber, wie diese schöne Geschichte verhunzt wurde, dass ich mir erst einmal den Film ansehen musste. Das sage ich wirklich nicht oft, aber wer die Wahl hat, sollte sich für den Film entscheiden!

Am wenigsten gefallen haben mir an diesem Buch die Charaktere. Die Autorin hat es nämlich tatsächlich fertig gebracht, nicht eine einzige auch nur halbwegs sympathische Figur zu erschaffen. Am schlimmsten ist Protagonistin Mia. Bei dem Buch handelt es sich nicht nur um ihre Geschichte, sondern eigentlich um ihr Tagebuch, sodass all ihre Gedanken und Meinungen ungefiltert mitgeteilt werden. Prinzipiell wäre das nicht schlecht, wenn sie sich nicht gerade in der schlimmsten Phase der Pubertät befinden würde. Da sie gerade aber gerade ein absolut zickiger Teenager ist, fand ich sie unendlich nervtötend. Außerdem benutzt sie ständig mitten im Satz französische Wörter, die ich teilweise tatsächlich nachschauen musste, weil der Satz sonst überhaupt keinen Sinn ergeben hat. Das hat den Lesefluss enorm unterbrochen.
Sympathischer sind aber auch die übrigen Charaktere nicht, obwohl einige zur Auswahl stehen. Mias Mutter ist exzentrisch und weltfremd, sodass im Grunde Mia den Haushalt führen und fast schon selbst die Mutterrolle übernehmen muss. Ihr Vater ist dauerhaft genervt, arrogant und hochnäsig. Ihre Großmutter ist eine kaltherzige Hexe. Ihre beste Freundin ist eine egoistische Zicke. Der Bruder der besten Freundin ist ein gemeiner Blödmann. Ihr Schwarm ist sensationsgeiler Mistkerl. Und so weiter und so weiter. Und keiner dieser Charaktere macht in irgendeiner Weise eine Wandlung durch, sodass ich sie alle von Anfang bis Ende überhaupt nicht mochte.

Leider reißt die Handlung auch nicht heraus, was die Charaktere verbocken. Im Grunde geht es in dem Buch nämlich eigentlich gar nicht darum, dass Mia plötzlich eine Prinzessin ist und lernen muss, damit umzugehen. Das ist nur ein Ereignis mehr, das Mia einen Grund gibt, ständig und überall immer genervt und bockig zu sein. Wenn sich nämlich tatsächlich Entwicklungen bezüglich ihres Prinzessinnen-Daseins ergeben, hat die Autorin diese Szenen einfach übersprungen. Das Buch liest sich, im negativsten Sinne, wie das, was es ist: Das Tagebuch eines 14jährigen Teenagers mitten in der Pubertät. Die Hälfte der Zeit ist sie damit beschäftigt, ihren Schwarm anzuschmachten und zu beschreiben, was er getan hat, selbst wenn er nur an seinem Spind lehnte. In der übrigen Zeit schildert sie ausführlich, auf wen sie jetzt schon wieder wütend ist und wie gemein und ungerecht die Welt doch ist. Diese Schilderungen wiederholen sich abwechselnd, hin und wieder untermauert von ein bisschen mehr Handlung als bloß einem weiteren Tag in der Schule.

Einen einzigen Lichtblick gab es, als Mia eine Selbsterkenntnis hatte, bei der ich ihr nur absolut zustimmen konnte. Leider hatte sie das eine Seite später schon wieder vergessen:

"Oh Gott, nur weil ein Jungs mich vielleicht nett finden könnte, verliere ich vollkommen den Verstand.
Ich kotze mich selbst an."
(S. 227)

Fazit:
Diese Reihe werde ich auf jeden Fall nicht weiter verfolgen. In diesem Buch kommt keine einzige sympathische Figur vor. Am meisten missfallen hat mir Protagonistin Mia selbst. Sie ist ein 14jähriger Teenager mitten in der schlimmsten Phase der Pubertät und hat mir damit den letzten Nerv geraubt. Da es sich bei dem Buch um ihr Tagebuch handelt, musste ich auf jeder zweiten Seite ihre weit ausschweifend erzählten Zickereien ertragen, während sie dazwischen nur damit beschäftigt ist, einen totalen Mistkerl anzuschmachten. Dann endet das Buch. Wer sich für die Geschichte interessiert, sollte also den Film anschauen und bloß die Finger vom Buch lassen. Für „Plötzlich Prinzessin“ ist mehr als eine Schreibfeder wirklich nicht drin.

Donnerstag, 18. Mai 2017

[Aktion] Top Ten Thursday #24 | 10 Bücher von deiner Wunschliste

Es ist eine ganze Weile her, dass ich das letztes Mal beim Top Ten Thursday mitgemacht habe. Da die ellenlange Wunschliste ja aber leider ein unerschöpfliches Thema ist, bin ich dieses Mal dabei. Aufgelistet habe ich die Bücher, die ich aktuell am liebsten sofort lesen würde. Dabei erscheinen einige erst demnächst, einige sind schon älter und bei einem Titel bin ich mir nicht sicher, ob er überhaupt noch übersetzt wird. Trotzdem freue ich mich auf all diese Bücher und musste mich beim Erstellen des Posts sehr zusammen reißen, um sie nicht einfach spontan zu kaufen.
Weitere Informationen zur Aktion findet ihr bei Steffis Bücherbloggeria. :)


Das heutige Thema:
10 Bücher von deiner Wunschliste 

Meine Top Ten:

Ich liebe Rick Riordan. Deshalb steht es absolut außer Frage, dass ich "Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel" sofort lesen möchte, wenn es am 31. August erscheint. Ich bin total gespannt auf die Geschichte und echt erleichtert, dass die Reihe jetzt doch noch übersetzt wird.
Noch länger warten muss ich auf "Angelfall - Am Ende der Welt". Das Buch erscheint nämlich erst am 09. Januar 2018. Ich bin jetzt schon ganz ungeduldig, weil ich unbedingt wissen möchte, wie diese spannende Geschichte mit den tollen Charakteren endet.

Seit ich "Die Chroniken der Unterwelt" gelesen habe, hat mich das Schattenwelt-Fieber gepackt. Irgendwie finde ich diese Welt so faszinierend, dass ich gar nicht aufhören kann, die Bücher darüber zu verschlingen. Auch wenn es "Chroniken der Schattenjäger - Clockwork Angel" leider nicht mehr mit dem alten Cover gibt, das viel besser zu den restlichen Reihen passt.
Seit dem Erscheinungsdatum schleiche ich außerdem um "Diabolic - Vom Zorn geküsst" herum. Erst wollte ich es lesen, dann nicht mehr, aber dann waren alle meine Blogger des Vertrauens so begeistert, dass es jetzt doch wieder ganz weit oben auf der Wunschliste steht.

Auf "Die Dämonenakademie - Die Inquisition" bin ich auch schon sehr gespannt. Zum Glück erscheint das Buch schon am 22. Mai, sodass ich nicht mehr lange warten muss. Ich werde es verschlingen, sobald ich es in die Finger bekomme. Die Geschichte hat mir echt richtig gut gefallen und Fletcher trifft meinen Geschmack einfach auf ganzer Linie.
Genauso schnell werde ich "Goldener Käfig" verschlingen, wenn es am 30. Juni endlich erscheint. Die Reihe finde ich einfach genial mit ihren vielen Intrigen und Wendungen. Da habe ich echt noch überhaupt keine Vorstellung, wie die Geschichte enden könnte. Auch wenn es, glaube ich, noch einen vierten Teil geben soll.

Bei "Hamish und die Nimmerleute" bin ich mir leider nicht sicher, ob die Übersetzung überhaupt noch auf Deutsch erscheint. Geplant war sie für diesen Monat, aber mittlerweile sind nirgendwo mehr Informationen zu dem Buch zu finden. Ich hoffe wirklich, dass sich das nur verzögert hat, den ersten Teil der Reihe habe ich nämlich geliebt!
Auch der erste Teil der Reihe "Masterminds" hat mir richtig gut gefallen. Daher bin ich auf "Masterminds - Im Sog des Verbrechens" auch schon echt gespannt. Der erste Band steckte voller Überraschungen und war sehr gut gemacht. Für den zweiten Teil hege ich dieselbe Hoffnung.

"Simon vs. The Homo Sapiens Agenda" steht schon ewig auf meiner Wunschliste. Mittlerweile ist es sogar auf Deutsch erschienen, aber mich sprechen Titel und Cover im Englischen einfach mehr an. Ich hoffe wirklich, dass ich in nicht allzu ferner Zukunft Zeit für dieses Buch habe. Bis dahin muss es auf der Wunschliste bleiben.
Gleiches gilt auch für "Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche". Auf das Buch bin ich schon Monate vor Erscheinungdatum aufmerksam geworden und habe ihm richtig entgegen gefiebert. Trotzdem habe ich es bisher irgendwie noch nicht geschafft, das Buch zu kaufen, geschweigen denn zu lesen.


Habt ihr eines der Bücher schon gelesen?
Welche Bücher stehen auf eurer Wunschliste ganz oben?

Dienstag, 16. Mai 2017

[Rezension] Daniel is different – Wesley King


Titel: Daniel is different
Autor: Wesley King
Verlag: Magellan
Erscheinungsdatum: 18. Januar 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 299
ISBN: 978-3-734847-10-3
Preis: 17,00 € [D]

Klappentext:
Warum ist die Zahl vier schlecht und weshalb muss er den Lichtschalter dauernd an- und wieder ausknipsen? Daniel hat absolut keine Ahnung, aber eins ist sicher: Das kann doch nicht normal sein! Genau deswegen darf auch niemand von seinen komischen Angewohnheiten erfahren – vor allem nicht sein bester Freund Max und erst recht nicht seine Traumfrau Raya! Aber dann hält das Leben eine Begegnung für ihn bereit, die seine Welt auf den Kopf stellt.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Der Protagonist der Geschichte heißt Daniel, ist 13 Jahre alt und ich finde ihn total niedlich. Er ist ein unglaublich liebenswerter Charakter, aber nicht etwa wegen seiner Höflichkeit, sondern wegen seiner unbescholtenen, kindlichen Naivität. Und obwohl ich nicht immer mit ihm gefühlt habe, haben seine Erzählungen sehr viele verschiedene Emotionen bei mir ausgelöst. Insbesondere am Anfang habe ich sehr viel gelacht, obwohl ich das erste Kapitel eigentlich schon aus der Leseprobe kannte. Die Ernsthaftigkeit, mit der Daniel seine Gedanken beschreibt, liest sich wie knochentrockener Humor und ist wirklich witzig. Beispielsweise erklärt er, dass er im Internet gelesen hat, dass Männer Hosen mit Bügelfalten tragen sollen, wenn sie Frauen gefallen wollen, und dass er das nun tatsächlich in Erwägung zieht. Zum Glück bringt sein Bruder ihn davon ab, denn als er einen schrecklichen Lehrer in solch einer Hose sieht, analysiert er vollkommen ernsthaft, dass er sich damit wohl lächerlich gemacht hätte. Über solche Kleinigkeiten denkt Daniel viel und intensiv nach, aber auf einem liebenswerten, kindlichen Niveau.

Es gibt jedoch auch Szenen, in denen ich ihn nicht einfach nur niedlich fand, sondern in denen ich wirklich mit ihm gefühlt und gelitten habe. Denn obwohl sonst niemand von seinen komischen Angewohnheiten wissen darf, erzählt Daniel den Lesern von den Zaps, wie er sie nennt. Wann immer ihn ein solcher Zap überkommt, hat der Autor sehr eindrücklich geschildert, welche Gedanken Daniel durch den Kopf gehen und welche Konsequenzen daraus folgen. Das fand ich von Anfang an bedrückend, auch wenn Daniel manchmal einfach nur eine aufgeschriebene Zahl durchstreicht und dann alles vorbei ist. Je mehr er in Stress gerät und je mehr Sorgen er sich macht, desto schlimmer werden die Zaps aber. Beispielsweise schaltet er normalerweise abends fünfmal das Licht ein und aus, bevor er ins Bett geht. Damit fühlt er sich besser. Als er jedoch eines abends mit einer Gehirnerschütterung ins Bett gehen will, ist er so ängstlich, dass er es dreihundertundfünf Mal ein- und wieder ausschalten muss, bevor es sich richtig anfühlt. Manchmal muss er Bewegungen mehrere dutzend Male wiederholen, bevor er glaubt, es richtig gemacht zu haben. Einmal tritt er ganze siebzehn Minuten immer wieder auf eine Fuge und wieder herunter, bevor er es schafft, weiter zu gehen. In diesen Szenen habe ich genauso gelitten wie Daniel. Seine Qualen haben mir Tränen in die Augen getrieben. Der Autor hat seine Probleme so eindrücklich geschildert, dass mich das wirklich fertig gemacht hat. Als Psychologiestudentin kann ich sagen, dass diese Beschreibungen absolut authentisch sind und dass dieses Buch sehr viele korrekte Informationen enthält – das hat es für mich aber irgendwie nur noch schlimmer gemacht.

Natürlich hat das Buch aber auch noch andere Handlung als Daniels Angewohnheiten. Denn eines Tages erhält er eine mysteriöse Nachricht, in der er um Hilfe gebeten wird. Als er sich näher damit befasst, gerät er in mehrere brenzlige Situationen und erlebt ein ganz schönes Abenteuer. Das Buch beinhaltet jedoch nur nicht ein Abenteuer, sondern gleich zwei. Nebenbei schreibt Daniel nämlich auch noch an einem Buch. Daraus werden immer wieder Kapitel abgedruckt. Im Grunde habe ich also zwei Geschichten in einer bekommen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, das zu lesen. Insbesondere, da das Buch im Buch manchmal spannender war als die eigentliche Geschichte um Daniel. Denn trotz des Abenteuers, das er erlebt, ist Daniel für meinen Geschmack ein bisschen sehr häufig damit beschäftigt, zu erzählen, wie sehr er Raya mag. Außerdem haben sich die Szenen mit den Footballspielen irgendwann sehr in die Länge gezogen, da Daniel nur manchmal aufs Feld muss, um einmal gegen den Ball zu treten und dann wieder auf die Bank zurück zu kehren. Das hätte ich wirklich nicht dreimal lesen müssen. Insbesondere, da ich überhaupt keine Ahnung von Football habe und mir so nicht einmal vorstellen konnte, was er denn da eigentlich tut.

Fazit:
Das Buch hat mich sehr berührt. Daniels unschuldige, kindliche Naivität macht ihn zu einem sehr liebenswerten Charakter, über dessen Äußerungen ich mehrfach herzlich lachen musste. Auf der anderen Seite werden seine Angewohnheiten, bestimmte Dinge wiederholt zu tun, sehr eindrücklich beschrieben. Seine Qual und Verzweiflung haben mir die Tränen in die Augen getrieben. An dieser Stelle ist das Buch sehr authentisch und voller wissenschaftlich korrekter Informationen. Außerdem ist die Handlung größtenteils spannend, denn zum einen erlebt Daniel ein ziemliches Abenteuer und zum anderen schreibt er ein spannendes Buch, aus dem immer wieder Kapitel abgedruckt sind. Nur die Beschreibungen der Footballspiele und seiner Zuneigung zu Raya haben sich irgendwann nur noch wiederholt und mich eher gelangweilt. „Daniel is different“ bekommt daher insgesamt vier Schreibfedern von mir.

Sonntag, 14. Mai 2017

[Rezension] More happy than not – Adam Silvera


Titel: More happy than not
Autor: Adam Silvera
Verlag: Soho Teen
Erscheinungsdatum: 26. April 2016
Einband: Softcover
Seiten: 293
ISBN: 978-1-616956-77-6
Preis: 10,49 € [D]

Klappentext:
Sixteen-year-old Aaron Soto is struggling to find happiness after a family tragedy leaves him reeling. He's slowly remembering what happiness might feel like this summer with the support of his girlfriend Genevieve, but it's his new best friend, Thomas, who really gets Aaron to open up about his past and confront his future. As Thomas and Aaron get closer, Aaron discovers things about himself that threaten to shatter his newfound contentment. A revolutionary memory-alteration procedure, courtesy of the Leteo Institute, might be the way to straighten himself out. But what if it means forgetting who he truly is?

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Wow, was für ein Buch. Es ist wahnsinnig tiefgründig, ohne dabei die Handlung aus den Augen zu verlieren. Es hat mich zum Lachen gebracht, während ich eigentlich noch geweint habe. Ich bin voller Hoffnung verzweifelt. Und ich liebe das blöde Ende. „Silvera managed to leave me smiling after totally breaking my heart“, sagt Becky Albertalli (Autorin von „Simon vs. The Homo Sapiens Agenda“, dt. „Nur drei Worte“) über das Buch. Da kann ich ihr nur absolut zustimmen. Diese Achterbahnfahrt der Gefühle hat mich völlig fertig gemacht, aber ich liebe das Buch.

Ein Aspekt, der mich vom ersten Moment an gepackt hat, ist der Erzählstil. Ich hatte das Buch kaum angefangen, da musste ich schon über die ersten Wortwitze lachen. Ich-Erzähler Aaron teilt meinen Humor, weswegen er mir ziemlich schnell sympathisch war. Aber auch abgesehen von gelungenen Wortwitzen ist das Buch angenehm zu lesen. Obwohl Aaron ein sechszehnjähriger Junge ist, der nicht gerade aus den besten Verhältnissen stammt, erzählt er seine Geschichte in anständigem Englisch. Nur wenn er sich aufregt, baut er manchmal vor jedem Substantiv und vor der Hälfte der Verben das Wort 'fucking' ein, aber das passt immer absolut in die Szene und hält auch nie länger als eine halbe Seite an. Außerdem benutzen er und seine Freunde häufig den Ausdruck „No homo“, aber in Anbetracht der LGBTQ+ Thematik des Buches ist das schon wieder witzig. Abgesehen von diesen kleinen, passend verwendeten Details hat der Autor darauf verzichtet, Aaron in nervtötender Jugendsprache erzählen zu lassen. So hat das Lesen Spaß gemacht.

Begeistert hat mich außerdem die Entwicklung der Geschichte. Während der ersten Hälfte des Buches dachte ich, ich hätte die Geschichte durchschaut und wüsste, womit ich noch rechnen muss. Der Klappentext scheint ja auch nicht gerade uneindeutig zu sein. Aber dann bin ich in der Mitte des Buches angekommen und mir wurde klar: Ich wusste überhaupt nichts. Ich hatte, ehrlich gesagt, nicht damit gerechnet, dass das Buch überhaupt eine überraschende Wendung haben würde, und schon gar nicht damit, in welche Richtung diese gehen würde. Das hat der Autor wirklich richtig genial gemacht. Ab diesem Zeitpunkt war das Buch ganz anders als erwartet. Die Handlung war überhaupt nicht mehr vorhersehbar. Hinweise auf zukünftige Ereignisse waren geschickt im Text versteckt und im Nachhinein doch offensichtlich. Das Buch ist aber trotz aller Wendungen aus beiden Perspektiven (unwissend beim Lesen und aufgeklärt am Ende) absolut schlüssig, sinnig und packend. Im Grunde war jede Seite zweimal eine Überraschung – einmal durch die Unvorhersehbarkeit während des Lesens und einmal durch die unerwartete Erklärung, welche Bedeutung die Szene eigentlich wirklich hat. Das hat mich so mitgerissen, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

Fazit:
Das Buch hat mich in jeder Hinsicht absolut überzeugt. Der Erzählstil ist sehr angenehm, flüssig zu lesen und die Wortwitze sind lustig. Die Handlung ist kein Stück vorhersehbar, denn die Geschichte läuft auf zwei Ebenen ab: Überraschungen während des Lesens und nochmalige Überraschung, wenn die eigentliche Bedeutung der Szene offenbart wird. Das war wirklich packend. Außerdem hat mich das Buch auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen, nach der ich selbst die Aspekte, die ich hasse, absolut liebe. „More happy than not“ hat mich genau so hinterlassen, nämlich more happy than not, und bekommt dafür alle fünf Schreibfedern.