Freitag, 28. Juli 2017

[Rezension] Family don't end with blood – Lynn S. Zubernis [Hrsg.]


Titel: Family don't end with blood
Herausgeber: Lynn S. Zubernis
Verlag: Smart Pop
Erscheinungsdatum: 09. Mai 2017
Einband: Softcover
Seiten: 248
ISBN: 978-1-944648-35-0
Preis: 12,78 € [D]

Klappentext:
Supernatural, a three-time People's Choice Award winner for Favorite Sci-Fi / Fantasy TV Show and Tumblr's 2015 Most Reblogged “Live Action TV“, has made a name for itself by supporting and encouraging its fans to “always keep fighting” and a memorable line from early in the show's run, “Family don't end with blood”, became an inspiring mantra for many who found community in the fandom.
In 25 powerful chapters written by Supernatural's actors and fans, including series lead Jared Padalecki, plus special messages from Jensen Ackles, Misha Collins, and Mark Sheppard, Family Don't End with Blood: Cast and Fans On How Supernatural Has Changed Lives examines the far reach of the show's impact for more than a decade. Supernatural has inspired fans to change their lives, from getting “sober for Sam” to escaping a cult to pursuing life-long dreams. But fans aren't the only ones who have been changed. The actors who bring the show to life have also found, in the show and its community, inspiration, courage, and the strength to keep going when life seemed too hard.
Collected and edited by Lynn S. Zubernis, a clinical psychologist, professor, and passionate Supernatural fangirl, Family Don't End with Blood provides an insightful and often uplifting look into the way international fan communities become powerful, positive forces in the lives of so many.

Einordnung:
Das Buch ist kein Teil einer Reihe.

Rezension:
Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Dieses Buch war gleichzeitig genial und anstrengend. Anfangs war ich skeptisch, ob es für mich mehr als eine Informationsquelle sein würde, weil Supernatural mein Leben nicht wesentlich verändert hat. Jetzt kann ich sagen, dass das Buch mich sehr berührt hat. Mehrfach kamen mir die Tränen, das erste Mal auf Seite 10 – im Vorwort! Endgültig vorbei war es dann bei Jareds Kapitel. Da habe ich wirklich Rotz und Wasser geheult. Neben der Traurigkeit hat das Buch jedoch auch Liebe, Stärke und Zuversicht angesprochen. Jedes Mal, wenn die Kraft unserer Gemeinschaft beschrieben wurde, hatte ich Gänsehaut. Das Buch ist wirklich sehr emotional, ohne dabei dauerhaft auf die Stimmung zu drücken.

Besonders gefallen hat mir, dass da Buch von Anfang an die Liebe, die Gemeinschaft und die Begeisterung perfekt eingefangen hat. Mit diesen Aspekten, der Bewegung und der Macht des Fandoms, konnte ich mich identifizieren. Immer, wenn diese Aspekte beschrieben wurden, dachte ich: „Ja! Genau so!“ Das hat das Buch für mich lesenswert gemacht, obwohl ich persönlich mich mit den Monstern und Dämonen der verschiedenen Autoren nicht identifizieren kann. Obwohl ich keine psychische Störung habe, in einer liebevollen Familie aufgewachsen bin und all meinen Träumen nachjagen kann, habe ich mich trotzdem mit den Berichten verbunden gefühlt. Das bedeutet, dass das Buch nicht nur Hoffnungsträger für alle Fans mit harten Kämpfen sein kann, sondern auch allen anderen das Gefühl gibt, durch und durch verstanden zu werden. Es ist damit absolut empfehlenswert für jeden Fan der Serie.

Neben all der Genialität war das Buch allerdings auch anstrengend zu lesen, nicht nur emotional, sondern auch kognitiv. Da ich Biografien normalerweise nicht lese und dieses Buch im Grunde ja nichts anderes ist als ein Zusammenschnitt aus 25 Biografien, war es mir unmöglich, es an einem Stück zu lesen. Irgendwann konnte ich den Autoren einfach nicht mehr die Aufmerksamkeit entgegen bringen, die ihre Berichte verdient haben. Das liegt auch mit daran, dass obwohl es um Süchte, Ängste, Schüchternheit, Depressionen, Aufopferung für andere, Sekten und noch viele weitere Dinge geht, grundsätzlich alle Personen dasselbe gesagt haben. Für ebenfalls Betroffene mag es wichtig sein, sich nicht allein zu fühlen, aber für mich waren die Detail der persönlichen Schicksale zu weit weg als dass ich sie 25x hintereinander hätte lesen können. Deshalb musste ich das Buch in vielen kleinen Stücken lesen, obwohl ich trotzdem neugierig war, was die folgenden Personen zu berichten hatten. Meine Aufmerksamkeit hat es einfach nicht hergegeben, mehr als drei Kapitel am Stück zu lesen.

Fazit:
Ich war skeptisch bezüglich des Buches, weil Supernatural mein Leben nicht verändert hat und ich auch kein Ultra-Fangirl bin. Im Nachhinein finde ich es empfehlenswert für jeden Fan der Serie. Es fängt die Stimmung und die Gemeinschaft perfekt ein, unabhängig von den Einzelschicksalen. Außerdem ist es wahnsinnig emotional. Ich habe Bestärkung genauso verspürt wie ich hemmungslos geheult habe. Da das Buch wie ein Zusammenschnitt aus 25 sehr ähnlichen Biografien ist, war die Kapazitätsgrenze meiner Aufmerksamkeit aber leider ziemlich schnell erreicht, sodass ich es in vielen kleinen Stücken lesen musste. „Family don't end with blood“ bekommt daher vier Schreibfedern von mir.

0 Kommentare

Kommentar veröffentlichen