Donnerstag, 31. August 2017

[Rezension] Koch zum Frühstück – Rona Cole


Titel: Koch zum Frühstück
Autor: Rona Cole
Verlag: Cursed
Erscheinungsdatum: 10. September 2012
Einband: Softcover
Seiten: 563
ISBN: 978-3-942451-16-1
Preis: 9,95 € [D]


Kulinarische Höchstleistung ist das Einzige, was im Leben von Sternekoch David Klein eine Rolle spielt. Als gefeierter Shootingstar verblasst neben seinem Perfektionismus alles andere – auch das zunehmende Kriseln in seiner Beziehung, um die er sich ohnehin kaum bemüht. Und plötzlich hat David noch ein ganz anderes Problem: etwa einen Meter groß und sicher keiner der Sterne, die er normalerweise für erstrebenswert hält ...


Das Buch ist kein Teil einer Reihe.


„Wo bleibt die beschissene Seezunge?“
(Seite 7)


Mit dem Anfang des Buches hatte ich einige Probleme, weil Protagonist David wirklich ein Arschloch ist, um mal die Ausdrucksweise der Menschen zu nutzen, die öfter mit ihm zu tun haben. Er war einfach extrem unsympathisch. Da er die Hälfte der Handlung erzählt und auch noch im Prolog damit beginnt, war besonders der Einstieg schwierig. Das ändert sich dann im Laufe der Zeit aber zum Glück, da er durchaus auch seine sanfte Seite hat. Seine verschämten Zärtlichkeiten und die versteckten liebevollen Verhaltensweisen gegenüber der kleinen Stella beispielsweise haben mir sehr gefallen. Damit hat auch er ziemlich schnell mein Herz erobert.

Auch die Handlung hat mich positiv überrascht. Die Geschichte bedient schon einige Klischees, aber die Umsetzung ist nicht kitschig, sondern so trocken, dass es zum Teil gar nicht wirklich auffällt. Das liegt vor allem daran, dass die Autorin wunderbar recherchiert hat – oder zumindest den Eindruck erweckt. Ich kenne mich mit dem Kochen nicht aus, aber die Beschreibungen seiner Arbeit, die David liefert, lesen sich realistisch. Das gilt genauso für andere Aspekte wie beispielsweise Fragen des Sorge- und Adoptionsrechts. Die Geschichte liest sich authentisch, nicht geschönt und auch nicht zurecht gebogen, um alle glücklich und zufrieden zu stellen.

Noch besser hat mir die Liebesgeschichte gefallen, denn sie ist wirklich sehr, sehr langsam. Obwohl David und Florian vom ersten Moment an Gefallen aneinander finden, sind sie sich der Tatsache bewusst, dass sie beide in Beziehungen leben. Sie können die körperliche Anziehung nicht leugnen, halten sich nicht zuletzt wegen ihrer sehr unterschiedlichen Lebensvorstellungen zurück. Das schafft eine Menge Situationen, in denen es ordentlich knistert. Die Spannung zwischen ihnen, die deutlich zu spüren war, macht einen besonderen Reiz dieses Buches aus. Die Autorin hat sich sehr viel Zeit damit gelassen, diese Spannung zu lösen – so viel, dass ich beinahe schon ungeduldig geworden bin vor lauter Aufregung. Diese Geduld ist in dem Genre wirklich selten und hat mir sehr gut gefallen. Das war viel nervenaufreibender und kribbelnder als die folgenden Sexszenen.


Mit dem Einstieg hatte ich ein wenig Probleme, weil David, der erste Erzähler, mir wirklich unsympathisch war. Sobald er die Küche verlassen hatte, ist er mir aber auch ans Herz gewachsen. Positiv überrascht war ich von der gut recherchierten Handlung. Alles liest sich authentisch und nicht gestellt. Es werden durchaus bekannte Elemente verarbeitet, aber ohne jeglichen Kitsch, sondern auf nüchterner, realistischer Ebene. Darüber hinaus ist die Liebesgeschichte sehr gelungen. Sie entwickelt sich langsam, es gibt viele Momente von knisternder Spannung und kribbelnder Aufregung. „Koch zum Frühstück“ ist ein wirklich tolles Buch und bekommt dafür vier Schreibfedern.

Mittwoch, 30. August 2017

[Rezension] Plötzlich Banshee – Nina MacKay


Titel: Plötzlich Banshee
Autor: Nina MacKay
Verlag: IVI
Erscheinungsdatum: 01. September 2016
Einband: Softcover
Seiten: 393
ISBN: 978-3-492703-93-2
Preis: 15,00 € [D]


Alana ist ein Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Mit dieser Fähigkeit versucht Alana Leben zu retten – und gerät dabei immer wieder selbst in den größten Schlamassel. Denn Banshees ziehen das Pech an wie ein Magnet. Als man sie versehentlich mit mysteriösen Morden in der Stadt in Verbindung bringt, versucht Alana, den Täter selbst zu finden. Auch wenn das heißt, dass sie mit einem äußerst unverschämten Police Detective zusammenarbeiten muss, der obendrein ziemlich gut aussieht ...


Das Buch ist kein Teil einer Reihe.


Ich sprang hinter den drei Typen auf den unter uns vorbeifahrenden Zug.
(Seite 7)


Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Wirklich schlecht war das Buch nicht, aber es gibt auch keinen Aspekt, der mir vorbehaltlos gefallen hat. Die größten Probleme hatte ich mit Protagonistin Alana. Sie ist nervtötend und für ihre 20 Jahre unfassbar naiv. Manchmal hätten ihr Verhalten und vor allem ihre Gedanken eher zu einer Zwölfjährigen gepasst. Sie hat keinen eigenen Willen und passt ihre Meinungen und Überzeugungen immer dem an, was ihr gerade irgendjemand erzählt. Deshalb nimmt sie unter anderem die Tatsache, dass sie eine Banshee ist, mehr oder weniger schulterzuckend hin. Das war keine wirklich überzeugende Reaktion. Außerdem zieht Alana, wie der Klappentext schon verrät, das Unglück echt an. Ihre Tollpatschigkeit ist meistens witzig und lockert die Situation auf, aber dass sie beispielsweise regelmäßig vor Schreck im wahrsten Sinne des Wortes vom Stuhl fällt, ist dann doch übertrieben.
Erwähnenswert finde ich zudem, dass ihr Job als Privatdetektivin wohl ein Witz ist, denn während des ganzen Buches arbeitet sie nicht ein einziges Mal an einem Fall. Hin und wieder denkt sie daran, dass sie mal wieder arbeiten sollte, um Geld zu verdienen, vergisst das gleich darauf aber wieder. Dabei scheint sie nicht einmal in der Lage zu sein, die Katze ihrer Auftraggeberin zu finden. Vielleicht ist das auch kein Wunder, wenn sie mit 20 Jahren glaubt, Privatdetektivin sein zu können. Im Laufe der Geschichte hinterlässt sie jedenfalls den Eindruck, dass sie in jedem anderen Beruf besser aufgehoben wäre.

Vermutlich hat die Autorin sich deshalb für den Beruf als Privatdetektivin entschieden, weil das eine Zusammenarbeit zwischen ihr und der Polizei ermöglicht. Das hätte sie sich allerdings sparen können, denn die Polizeiarbeit in diesem Buch ist dermaßen unrealistisch, dass die Zusammenarbeit mit einer möglicherweise in die Fälle verwickelten Privatperson es auch nicht mehr schlimmer gemacht hätte. Dylan, der Polizist, der aus dem Verhör mit Alana irgendwie eine Zusammenarbeit bastelt, frisst ihr vom ersten Moment an aus der Hand, ohne nach den Quellen ihrer Information zu fragen. Selbst scheint er gar nicht zu arbeiten, weil er stattdessen all ihren verrückten Ideen folgt, obwohl ihm bewusst ist, dass sie etwas verheimlicht.
Hauptsächlich besteht die Zusammenarbeit der beiden allerdings daraus, dass sie sich gegenseitig anschmachten. Schon bei der ersten Begegnung findet Alana seinen Körper wahnsinnig toll. Wann immer sie nicht an seiner Brust klebt, weil sie schon wieder gestolpert ist, redet sie sich ein, dass sie ihn für einen Idioten hält. Natürlich nur, bis er von einem tragischen Ereignis in seiner Vergangenheit erfährt, wonach sie ihn voll und ganz verstehen kann und unendlich viel Mitleid mit ihm hat. Natürlich müssen außerdem kurze Abschnitte der Buches aus Dylans Perspektive geschrieben sein. Diese erfüllen keinen anderen Zweck als den Leser wissen zu lassen, dass er Alana genauso anschmachtet. Gefühle habe ich in dieser Liebesgeschichte nicht wirklich gefunden.

Überhaupt sind Gefühle ein großes Problem des Buches. Es kommen nämlich so gut wie gar keine Emotionen auf. Dafür ist alles viel zu oberflächlich beschrieben. Bis auf Alana und Dylan bleiben beispielsweise die Charaktere alle fürchterlich platt. Daher hat es mir überhaupt nicht leid getan, wenn jemand gestorben ist. Das ist leider eine schlechte Voraussetzung für ein packendes, dramatisches Finale. Milde überrascht war ich durchaus, mehr aber auch nicht. Wie schon während des ganzen Buches war die Szene nicht besonders detailliert, sodass ich weder dort noch in irgendeiner anderen Situation wirklich von der Stimmung des Buches mitgerissen wurde.


Ich hatte richtig Lust auf das Buch, da irische Mythologie nicht besonders häufig betrachtet wird. Gefallen hat es mir dann leider nicht. Alana ist eine unfassbar nervtötende und naive Protagonistin. Sie ist übertrieben tollpatschig und den Großteil des Buches damit beschäftigt, den Polizisten anzuschmachten. Dieser schmachtet munter zurück, sodass es trotz Mordserie kaum Polizeiarbeit gibt. Das bisschen Arbeit, das tatsächlich gemacht wird, ist zudem mehr als unrealistisch. Hinzu kommen oberflächliche Beschreibungen, fehlende Stimmung und platte Nebencharaktere. Da ich ein wenig über irische Mythologie gelernt habe, dem Buch aber sonst im Grunde nichts abgewinnen konnte, bekommt „Plötzlich Banshee“ zwei Schreibfedern von mir.

Dienstag, 29. August 2017

[Rezension] Die unendliche Geschichte – Michael Ende


Titel: Die unendliche Geschichte
Autor: Michael Ende
Verlag: Thienemann
Erscheinungsdatum: 01. Januar 1979
Einband: Hardcover
Seiten: 480
ISBN: 978-3-522176-84-2
Preis: 19,99 € [D]


Bastian Balthasar Bux gerät in einem Antiquariat an ein Buch, das ihn auf magische Weise anzieht: Die unendliche Geschichte. Er stiehlt es und liest auf dem Schulspeicher vom grenzenlosen Reich Phantásien, in dem sich auf unheimliche Weise das Nichts immer weiter ausbreitet. Ursache dafür ist die Krankheit der "Kindlichen Kaiserin", die einen neuen Namen braucht, um gesund zu werden. Den kann ihr aber nur ein Menschenkind geben. Bald merkt Bastian, dass er mehr und mehr in die Handlung um den jungen Krieger Atréju und dessen Aufgabe, ein solches Menschenkind zu finden, hineingerät. Sollte er selbst jenes Menschenkind sein?


Das Buch ist kein Teil einer Reihe.


Diese Inschrift stand auf der Glastür eines kleinen Ladens, aber so sah sie natürlich nur aus, wenn man vom Inneren des dämmerigen Raumes durch die Scheibe auf die Straße hinausblickte.
(Seite 4)


Wie es von einem Buch von Michael Ende nicht anders zu erwarten war, ist die Geschichte über alle Maßen fantasievoll. Die Welt Phantásien, in der ein Großteil der Geschichte spielt, ist vielfältig und detailreich beschrieben. Es gibt jede Menge unterschiedliche Länder, in denen viele verschiedene Völker leben. Dabei handelt es sich größtenteils um Wesen, die außerhalb dieses Buches wohl nicht existieren. Leider hat der Autor es, meiner Meinung nach, irgendwann ein wenig übertrieben mit der Fantasie. Es fiel mir immer schwerer, mich auf noch ein neues, verrücktes Wesen einzulassen. Und die Masse an Namen, die nicht nur Länder und Völker, sondern natürlich auch einzelne Individuen haben, hat mich schlichtweg erschlagen. Da ist überhaupt nichts von hängen geblieben. Manchmal waren das so ellenlange Buchstabenkombinationen, dass ich sie nicht einmal aussprechen konnte.

Ähnlich ging es mir auch mit der Handlung. Sie war durchaus spannend und der Aspekt der Geschichte in der Geschichte in der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Hin und wieder gab es zudem überraschende Wendungen und die Auflösung verlief anders als gedacht. Oberflächlich fand ich die Handlung daher sehr interessant. Sobald ich versucht habe, sie nachzuvollziehen, bin ich allerdings an meine Grenzen gestoßen. Die Geschichte ist so mystisch und fantastisch und verrückt und abgedreht, dass der Versuch, sie logisch zu verstehen, hoffnungslos ist. Mir blieb also nichts anderes übrig, als viele Entwicklungen, die schlichtweg über meinen Verstand gingen, einfach hinzunehmen. Zudem hatte das Buch in der Mitte einen ordentlichen Hänger. Da hatte ich zum Teil das Gefühl, dass „Die unendliche Geschichte“ tatsächlich unendlich ist. Es ging einfach nicht vorwärts, während sich ein kreativer Erguss des Autors an den anderen gereiht hat.

Am meisten gestört haben mich jedoch die unzähligen losen Fäden, die ganz bewusst geschaffen und dann ignoriert werden. Immer wenn eine Figur sich aus der Handlung verabschiedet, werden grobe Andeutungen über die großen Leistungen und künftigen Abenteuer der Figur gemacht. Aber statt es einfach auf den Punkt zu bringen, bleiben die Aussagen vage und der Autor speist den Leser jedes Mal mit dem Satz "Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden." ab. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie viele Dutzend Male ich diesen Satz lesen musste. Dadurch ist mit dem Ende des Buches zwar Bastians Geschichte abgeschlossen, aber sämtliche Nebencharaktere hängen noch in der Luft, sodass es trotzdem ein unbefriedigendes Ende ist.


Im Großen und Ganzen hat mich das Buch enttäuscht. Die Geschichte ist wirklich fantasievoll und reich an allen denkbaren und undenkbaren Wesen. Leider war sie irgendwann so voll gestopft mit Ländern, Völkern und Figuren mit ellenlangen, unaussprechlichen Namen, dass davon einfach überhaupt nichts hängen geblieben ist. Zudem sind die fantastischen Ergüsse so verworren, dass ich die Handlung teilweise nicht mehr nachvollziehen konnte. Anfangs und am Ende ist sie trotzdem spannend, aber in der Mitte schien sie mir unendlich. Am meisten hat mich aber gestört, dass der Autor jeden Nebencharakter mit einem losen Faden und neugierig machenden Andeutungen verabschiedet hat, ohne später noch einmal darauf einzugehen. „Die unendliche Geschichte“ war damit nett, mehr aber auch nicht, und bekommt dafür drei Schreibfedern.

Montag, 28. August 2017

[Rezension] Cavaliersreise: Die Bekenntnisse eines Gentlemans – Mackenzi Lee


Titel: Cavaliersreise – Die Bekenntnisse eines Gentlemans
Autor: Mackenzi Lee
Verlag: Königskinder
Erscheinungsdatum: 24. März 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 483
ISBN: 978-3-551560-38-4
Preis: 19,99 € [D]


Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicity auch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.


Das Buch ist kein Teil einer Reihe.


Am Tag des Aufbruchs zu unserer Cavaliersreise auf den Kontinent erwache ich neben Percy in meinem Bett.
(Seite 7)


Das Buch spielt im 18. Jahrhundert auf dem europäischen Kontinent. Zu dieser Zeit war es üblich, dass junge Engländer auf einer Bildungsreise den Kontinent besuchten, um noch ein letztes Mal ausschweifend zu feiern und sich darauf vorzubereiten, ihre gesellschaftliche Rolle einzunehmen. Durch dieses Setting ist das Buch sehr historisch. Normalerweise kann ich damit überhaupt nichts anfangen, aber hier hat die Autorin es so gut in die Geschichte und die Handlung integriert, dass es mich eher neugierig gemacht hat. Während des Lesens konnte ich viel über die damaligen Geschlechterrollen, Medizin und Alchemie, Gesellschaftsstrukturen, Traditionen, Moral und Rassismus lernen. Zu den geschichtlichen Eckpfeilern des Buches finden sich im Anhang zudem Erläuterungen und Rechercheergebnisse.

Auch die Handlung selbst hat mich überzeugt. Die Geschichte ist sehr flüssig, weil die Geschehnisse ineinander über gehen. Die einzelnen Szenen ergeben sich auseinander, ohne dass die Handlung jedoch gestellt wirkt. Damit war das Buch zwar unbedingt nicht spannend im eigentlichen Sinne, hat mich aber trotzdem gut bei der Stange gehalten. Ich bin von einem Kapitel ins nächste gerutscht und konnte kaum aufhören zu lesen. Montys gesellschaftliche Ausrutscher waren dabei genauso amüsant wie die Begegnung mit den Wegelagerern brenzlig. Die wunderbare Mischung aus humoristischer Erzählweise und ernster Handlung hat mir viel Spaß bereitet.

Beeindruckt hat mich zudem Charakterentwicklung, bei der die Autorin sich wirklich viel Mühe gegeben hat. Der Klappentext verspricht nicht zu viel, wenn er verrät, dass Felicity, Monty und Percy unter anderem zu sich selbst finden. Diesen Punkt hat die Autorin sehr liebevoll erzählt. Am deutlichsten ist die Entwicklung an Monty, dem Erzähler, zu sehen. Ganz langsam und schleichend entwickelt er sich von einem unzuverlässigen, über die Stränge schlagenden, trotzigen Teenager zu einem reifen, standfesten jungen Mann. Die Cavaliersreise erfüllt damit durchaus ihren Zweck, auch wenn das eine ganze Weile überhaupt nicht auffällt, da sich Monty kein Stück so entwickelt, wie die Gesellschaft und sein Vater das gerne gehabt hätten. Diese unterschwelligen Veränderungen, die lange weder ihm noch den anderen Charakteren noch mir bewusst waren, haben mir sehr gefallen.


Dem historischen Setting des Buches stand ich skeptisch gegenüber, aber es hat mich absolut überzeugt. Es gab viel zu lernen und alles war wunderbar in die Handlung integriert. Die Handlung selbst ist sehr flüssig. Szenen und Geschehnisse gegen ineinander über. Humor und Ernsthaftigkeit wechseln sich ab. Und währenddessen gibt es eine langsame, schleichende und doch enorme Charakterentwicklung. Diese ist sehr sanft und liebevoll erzählt und hat mich beeindruckt. „Cavaliersreise: Die Bekenntnisse eines Gentlemans“ ist ein wunderschönes Buch und bekommt dafür fünf Schreibfedern.

Sonntag, 27. August 2017

[Rezension] Die Märchen von Beedle dem Barden – Joanne K. Rowling


Titel: Die Märchen von Beedle dem Barden
Autor: Joanne K. Rowling
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 12. Oktober 2009
Einband: Softcover
Seiten: 106
ISBN: 978-3-551359-26-1
Preis: 6,99 € [D]


Welcher ordentliche Zauberer kennt sie nicht: die großartigen alten Märchen, die Beedle der Barde für die magische Gemeinschaft gesammelt hat? Jedem Zaubererkind werden sie abends vorgelesen. Nur Harry Potter hätte fast zu spät von ihnen gehört. Fast. Doch dann rettete ein wertvoller Hinweis daraus ihm das Leben – im Kampf gegen Voldemort, dem grausamsten schwarzen Magier aller Zeiten.


Das Buch ist kein Teil einer Reihe.


Die Märchen von Beedle dem Barden sind eine Sammlung von Geschichten, die für junge Zauberer und Hexen geschrieben wurden.
(Seite XI)


Das Buch beinhaltet fünf wirklich schöne Märchen, die von der Art her genau wie unsere Muggel-Märchen sind. Nur die magischen Inhalte spielen eine etwas andere Rolle. Es gibt schöne Frauen und Ritter, Bösewichte und weise Alte, Rätselsprüche und Herausforderungen. Selbst im Erzählstil hat die Autorin die Stimmung gut getroffen, denn obwohl jede Geschichte natürlich sehr vorhersehbar war, sobald die Moral erkannt war, hat mir das Lesen viel Spaß bereitet. In all den magischen Geschichten stecken zudem auch immer Lehren, die auch Muggel sich zu Herzen nehmen sollten. Auch wir können beispielsweise unseren Mitmenschen helfen, wenn wir dazu in der Lage sind. Da die Geschichten für Zauberer wie Muggel gleichermaßen lehrreich sind, habe ich an manchen Stellen sogar vergessen, dass es sich eigentlich um magische Märchen handelt.

Die Geschichten, die die Autorin sich ausgedacht hat, lassen jedoch noch viel mehr Interpretationen zu als die bloße Moral von der Geschicht'. Am Ende jedes Märchens findet sich eine Anmerkung von Professor Dumbledore. Manchmal erzählt er lediglich witzige Anekdoten, die zum Märchen passen, doch manchmal berichtet er auch über die verschiedenen Versionen, in denen diese Märchen im Laufe der Zeit verbreitet wurden. Beispielsweise beschreibt eines die Hochzeit einer Hexe mit einem Muggel und war daher in Zeiten von Voldemorts Herrschaft, in denen reines Blut viel Wert hatte, nicht gerne gesehen. Solche Details, die ich während des Lesens oftmals übersehen habe, werden mehrfach in Professor Dumbledores Anmerkungen thematisiert. Dadurch wurden die Märchen auch aus der Zaubererperspektive interpretiert und ich habe einige neue Dinge über die magische Welt erfahren.


Das Buch hat mich wirklich gut unterhalten, obwohl ich das letzte der fünf Märchen bereits kannte. Die Autorin hat sich lehrreiche Geschichten ausgedacht, die für Zauberer und Muggel gleichermaßen eine Moral beinhalten. Anschließend an jedes Märchen finden sich Anmerkungen von Professor Dumbledore mit witzigen Anekdoten, tiefsinnigen Interpretationen und wichtigen Hinweisen. „Die Märchen von Beedle dem Barden“ haben mir gut gefallen und bekommen dafür vier Schreibfedern.

Samstag, 26. August 2017

Neuzugänge #83

Es ist Ende August. Damit beginnt jetzt die Zeit, in der mein SuB und mein Portemonnaie leiden werden, weil es so unglaublich viele interessante Neuerscheinungen gibt. Der erste Schwung ist schon bei mir eingezogen und ich kann mich jetzt schon nicht entscheiden, in welcher Reihenfolge ich die Bücher lesen soll.



Cavaliersreise: Die Bekenntnisse eines Gentlemans (Q)
Zuerst ist das Buch von Mackenzi Lee bei mir eingezogen. Das hat mich schon neugierig gemacht, als ich es das erste Mal entdeckt habe. Vor zwei Wochen hatte ich dann unglaublich Lust auf das Buch, sodass ich es kurzerhand gekauft habe. Inzwischen ist es schon gelesen. Ich fand es wirklich schön, obwohl es eine historisches Setting ist und ich damit eigentlich nichts anfangen kann. Die Rezension folgt übermorgen.


Cloud (Q)
Das letzte Buch von Claudia Peitschmann hat mir sehr gefallen, deshalb habe ich ihr neues Buch direkt vorbestellt. Zwar habe ich den Eindruck, dass der Klappentext schon ziemlich spoilert, aber vielleicht überrascht mich die Geschichte ja doch. In den nächsten Tagen beginnt auf lovelybooks eine Leserunde, der werde ich mich mit meinem Exemplar anschließen.


Nevernight: Die Prüfung (Q)
Mehrfach bin ich über das Buch von Jay Kristoff gestolpert und hatte eigentlich kein Interesse daran. TOR ist mir schon fast zu 'erwachsen', weil ich lieber Kinder- und Jugendbücher lese. Aber irgendwie hat es mich dann plötzlich doch gepackt, sodass ich es direkt bestellt habe. Jetzt liegt das rundherum blutrote Buch (sowohl Deckel und Rücken als auch Schnitt) in meinem Regal und wartet darauf, verschlungen zu werden.

Freitag, 25. August 2017

[Rezension] Oblivion: Lichtflüstern – Jennifer L. Armentrout


Titel: Oblivion - Lichtflüstern
Autor: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 382
ISBN: 978-3-551583-58-1
Preis: 18,99 € [D]


Als Katy nebenan einzieht, weiß Daemon sofort: Das gibt Schwierigkeiten. Er darf keinen Menschen an sich heranlassen, denn das würde Fragen aufwerfen. Warum bist du so stark? Wie kannst du dich so schnell bewegen? Was BIST du? Die Antwort darauf ist ein Geheimnis, das niemals gelüftet werden darf. Doch Katy bringt Daemon vom ersten Tag an aus der Fassung. Er will ihr nahe sein, aber diese Schwäche kann er sich nicht erlauben. Sich in Katy zu verlieben würde nicht nur sie in Gefahr bringen – es könnte auch das Ende der Lux bedeuten.


- Obsidian: Schattendunkel (Teil 1, Katy) 
- Oblivion: Lichtflüstern (Teil 1, Daemon)
- Onyx: Schattenschimmer (Teil 2, Katy) 
- Oblivion: Lichtflimmern (Teil 2, Daemon)
- Opal: Schattenglanz (Teil 3, Katy) 
- Oblivion: Lichtflackern (Teil 3, Daemon)
- Origin: Schattenfunke (Teil 4, Katy) 
- noch unbekannt (Teil 4, Daemon)
- Opposition: Schattenblitz (Teil 5, Katy) 
- noch unbekannt (Teil 5, Daemon)
Die Geschichte wird vollständig aus beiden Perspektiven erzählt. Um Dinge mit Katy zu entdecken und Überraschungen zu erleben, würde ich jedoch empfehlen, zuerst alle Bücher aus ihrer Perspektive zu lesen.


Lautlos und viel zu schnell für das menschliche Auge bewegte ich mich in meiner wahren Erscheinungsform zwischen den Bäumen hindurch, jagte über das dichte Gras und die feuchten, mit Moos bewachsenen Steine.
(Seite 7)


Kann Spoiler bezüglich der Bücher aus Katys Perspektive enthalten!

Wow. Was war das denn!? Ich hatte die Lux-Reihe als eine Jugendbuch-Fantasy-Reihe im Kopf. Mit diesem Buch habe ich allerdings nur stumpfe Erotik zu lesen bekommen. Der häufigste Satz des Buches befasst sich mit Katys für ihre Körpergröße unglaublich langen Beinen. Hin und wieder werden auch ihre Kurven und ihre Brüste angesprochen, aber um die Erwähnungen ihrer langen Beine zu zählen, hatte ich irgendwann nicht mehr genug Finger. Bei jeder Gelegenheit starrt Daemon sie an und lässt sich gedanklich über ihren wunderbaren Körper aus. Das gipfelt dann darin, dass der Gedanke an sie ihn mehrfach so erregt, dass er eine kalte Dusche braucht oder eine „lange Nacht“ vor sich hat, wie die Autorin es so schön ausdrückt. Für Gefühle und die schöne Liebesgeschichte war kein Platz mehr in Daemons lustvernebeltem Hirn.

Leider hat dieser Erotik-Teil nicht nur die Liebesgeschichte ersetzt, sondern überhaupt die ganze Geschichte. Es stellt sich nämlich ziemlich schnell heraus, dass Daemon kein Hobby hat. Das Buch beginnt während der Ferien und Daemon hat absolut gar nichts zu tun. Er isst und schläft. Die restliche Zeit verbringt er damit, Katy anzustarren, anzuschmachten und wie ein Stück Fleisch anzusabbern, sobald sie nebenan eingezogen ist. Besonders zu Beginn beobachtet er sie ständig heimlich durch den Vorhang und findet es sogar noch schade, dass er sie nur vollständig bekleidet in ihrem Zimmer sieht. Dann beginnt er langsam, ihr eine Lüge nach der anderen aufzutischen, um Zeit mit ihr zu verbringen – vorzugsweise wenig bekleidet. Und wenn sie gerade nicht nahe genug ist, um sie zu beobachten, dann denkt er eben daran, wie sie aussieht, wie unglaublich lang ihre Beine sind und so weiter. Mehr tut er nicht.
Grundsätzlich hatte ich es für eine schöne Idee gehalten, die Bücher auch aus Daemons Perspektive zu erzählen, weil es dadurch tieferen Einblick in das Leben der Lux geben würde. Da habe ich mich aber getäuscht, denn die Autorin schien überhaupt keine Vorstellung zu haben, was die Lux eigentlich machen, wenn sie nicht gerade gegen Arum kämpfen. Hätte Daemon wenigstens ein einziges Hobby gehabt oder auch nur ein einziges Mal die Kolonie besucht, wäre das Buch deutlich erträglicher zu lesen gewesen.

Minimal besser wird die Geschichte, als nach mehr als der Hälfte endlich die Handlung anfängt. Wer sich an „Obsidian: Schattendunkel“ erinnert, wird noch wissen, dass Katy am Anfang hauptsächlich damit beschäftigt ist, in Ketterman anzukommen, sich einzurichten und die Umgebung kennenzulernen. Auch in „Oblivion: Lichtflüstern“ nehmen diese Aktivitäten ungefähr 200 Seiten ein. Nur dass Daemon Katy natürlich nicht begleitet, sondern Zuhause sitzt, sie heimlich beobachtet oder an ihre langen Beine denkt. Als mit dem Ausflug in den Wald und dem Angriff des Arum die Handlung auch für Daemon endlich in Schwung kommt, wird sein Schmachten zumindest hin und wieder kurz unterbrochen. Leider fehlt den Handlungsbruchstücken jegliche Tiefe. Sie werden schnell und oberflächlich abgehandelt, damit sich Daemon schnellstens wieder mit Katys heißem Körper befassen kann. Es ist zwar eine gute Idee, dass das Buch nicht identisch zu „Obsidian: Schattendunkel“ ist, da Szenen weggelassen oder ergänzt werden, aber eine einfache Nacherzählung aus der anderen Perspektive hätte mir deutlich besser gefallen als diese verkorkste Alternative.


Das Buch hat mich auf ganzer Linie enttäuscht, weil es die schöne Geschichte komplett verhunzt. Daemon hat kein einziges Hobby und die Autorin hat sich auch nicht die Mühe gemacht, ihn in die Kolonie zu schicken, sodass es keinerlei weiterführende Informationen über die Lux gibt. Stattdessen verbringt Daemon die erste Hälfte des Buches ausschließlich damit, Katy anzustarren, an ihre unglaublich langen Beine zu denken und sich anschließend um seine Erektion zu kümmern. Die zweite Hälfte verläuft genauso, allerdings hin und wieder kurz unterbrochen durch Handlungsbruchstücke, die kurz oberflächlich abgearbeitet werden. Einzig Katys frecher Dickkopf war eine kleine Erheiterung. Dafür bekommt „Oblivion: Lichtflüstern“ gerade noch die zweite Schreibfeder.

Mittwoch, 23. August 2017

[Rezension] Göttlich verliebt – Josephine Angelini


Titel: Göttlich verliebt
Autor: Josephine Angelini
Verlag: Dressler
Erscheinungsdatum: 01. März 2013
Einband: Hardcover
Seiten: 449
ISBN: 978-3-791526-27-0
Preis: 19,95 € [D]


Ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Um zu verhindern, dass die sterbliche Welt in die Hände der 12 unsterblichen Götter fällt, brauchen Helen, Lucas und Orion neue Verbündete. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Wie kann Helen deren Vertrauen zurückgewinnen? Womit lassen sich die Götter besiegen? Und was wird aus ihrem Kampf um die Liebe zu Lucas?


- Göttlich verdammt (Teil 1) 
- Göttlich verloren (Teil 2) 
- Göttlich verliebt (Teil 3)


Zu ihrer Linken sah Helen etwas, das vermutlich der Styx war, denn in dem reißenden Strom trieben Unmengen von scharfkantigen Eisstücken.
(Seite 5)


Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Diesem finalen Band der Reihe stehe ich zwiegespalten gegenüber. Das größte Problem hatte ich mit der Entwicklung der Protagonistin Helen. Starke, mächtige Charaktere mag ich normalerweise und ich lasse mich gerne von ihren überwältigenden Fähigkeiten mitreißen, aber Helen wird in diesem Buch echt zu … ja, was eigentlich? Zu einer Göttin? Der Ausdruck passt nicht, weil selbst die Götter ihre beschränkten Fähigkeiten haben. Helen dagegen kann irgendwann einfach alles. Es werden zwar Erklärungen dafür geliefert, warum sie über all diese Fähigkeiten verfügt und plötzlich auch beispielsweise unter Wasser atmen oder Schatten beherrschen kann, doch es wird nicht erklärt, warum das alles nur sie betrifft. Ich fand die Fähigkeiten der Kinder im Vergleich zu denen ihrer Eltern schon in den ersten beiden Bänden übertrieben, aber in diesem finalen Teil brechen bei Helen wirklich alle Dämme. Das fand ich nicht mehr mitreißend, sondern habe eher die Augen verdreht, wenn sie schon wieder eine neue Fähigkeit entdeckt hat.

Außerdem haben mich die unzähligen Liebesgeschichten gestört. Die Reihe beruht auf der überwältigenden Liebe von Paris und Helena, die ihr Äquivalent in der komplizierten Beziehung von Lucas und Helen hat. Das finde ich absolut nachvollziehbar, aber die Autorin scheint der Meinung gewesen zu sein, dass jeder einzelne Charakter es verdient, seine große Liebe zu finden. Deshalb entwickeln sich überall Beziehungen oder es tauchen für die Geschichte vollkommen irrelevante Charaktere auf, damit die Figuren, die bisher noch single waren, auch ein Love Interest hatten. Da im Laufe der Geschichte die Erzähl-Perspektive immer wieder wechselt, werden damit nicht nur die Schmachtereien zwischen Lucas und Helen beschrieben, sondern auch zwischen Matt und Ariadne, zwischen Jason und Claire und alle die anderen neu entstehenden, innigen, schicksalhaften Liebesbeziehungen. Mit der Zeit war das wirklich ermüdend.

Sehr gut gefallen hat mir dagegen, dass die Geschichte jetzt endlich Sinn verliehen bekommen hat. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass ich viele Dinge einfach hinnehmen musste, allen voran die Tatsache, dass die Charaktere mit den Gesichtern der Menschen aus dem ersten Trojanischen Krieg geboren werden. Diese Aspekte werden hier im letzten Buch noch einmal ausführlich betrachtet und erläutert. In einigen Details der Erklärung steckten zwar Logikfehler und Widersprüchlichkeiten, aber die grundsätzliche Idee hat die Geschichte für mich nachvollziehbarer gemacht. In diesem dritten und letzten Teil hatte ich endlich das Gefühl, das Grundgerüst der Geschichte verstanden zu haben.


Die Geschichte ist inhaltlich gut aufgelöst. Viele Aspekte werden erläutert und jetzt habe ich auch endlich das Grundgerüst der Geschichte verstanden. Leider waren diese Erklärungen nicht frei von Logikfehlern. Schwer habe ich mich außerdem mit den unzähligen Liebesgeschichten getan. Am Ende des Buches musste unbedingt jede Figur eine Beziehung haben, also werden teilweise völlig irrelevante Charaktere eingeführt und Gefühle aus der Luft gegriffen. Außerdem entwickelt sich Protagonistin Helen zu einem übermächtigen Wesen. Ihre Fähigkeiten waren irgendwann nur noch übertrieben. Da „Göttlich verliebt“ mich nicht überzeugt, aber der Geschichte zumindest Sinn gegeben hat, bekommt das Buch drei Schreibfedern