Sonntag, 27. August 2017

[Rezension] Die Märchen von Beedle dem Barden – Joanne K. Rowling


Titel: Die Märchen von Beedle dem Barden
Autor: Joanne K. Rowling
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 12. Oktober 2009
Einband: Softcover
Seiten: 106
ISBN: 978-3-551359-26-1
Preis: 6,99 € [D]


Welcher ordentliche Zauberer kennt sie nicht: die großartigen alten Märchen, die Beedle der Barde für die magische Gemeinschaft gesammelt hat? Jedem Zaubererkind werden sie abends vorgelesen. Nur Harry Potter hätte fast zu spät von ihnen gehört. Fast. Doch dann rettete ein wertvoller Hinweis daraus ihm das Leben – im Kampf gegen Voldemort, dem grausamsten schwarzen Magier aller Zeiten.


Das Buch ist kein Teil einer Reihe.


Die Märchen von Beedle dem Barden sind eine Sammlung von Geschichten, die für junge Zauberer und Hexen geschrieben wurden.
(Seite XI)


Das Buch beinhaltet fünf wirklich schöne Märchen, die von der Art her genau wie unsere Muggel-Märchen sind. Nur die magischen Inhalte spielen eine etwas andere Rolle. Es gibt schöne Frauen und Ritter, Bösewichte und weise Alte, Rätselsprüche und Herausforderungen. Selbst im Erzählstil hat die Autorin die Stimmung gut getroffen, denn obwohl jede Geschichte natürlich sehr vorhersehbar war, sobald die Moral erkannt war, hat mir das Lesen viel Spaß bereitet. In all den magischen Geschichten stecken zudem auch immer Lehren, die auch Muggel sich zu Herzen nehmen sollten. Auch wir können beispielsweise unseren Mitmenschen helfen, wenn wir dazu in der Lage sind. Da die Geschichten für Zauberer wie Muggel gleichermaßen lehrreich sind, habe ich an manchen Stellen sogar vergessen, dass es sich eigentlich um magische Märchen handelt.

Die Geschichten, die die Autorin sich ausgedacht hat, lassen jedoch noch viel mehr Interpretationen zu als die bloße Moral von der Geschicht'. Am Ende jedes Märchens findet sich eine Anmerkung von Professor Dumbledore. Manchmal erzählt er lediglich witzige Anekdoten, die zum Märchen passen, doch manchmal berichtet er auch über die verschiedenen Versionen, in denen diese Märchen im Laufe der Zeit verbreitet wurden. Beispielsweise beschreibt eines die Hochzeit einer Hexe mit einem Muggel und war daher in Zeiten von Voldemorts Herrschaft, in denen reines Blut viel Wert hatte, nicht gerne gesehen. Solche Details, die ich während des Lesens oftmals übersehen habe, werden mehrfach in Professor Dumbledores Anmerkungen thematisiert. Dadurch wurden die Märchen auch aus der Zaubererperspektive interpretiert und ich habe einige neue Dinge über die magische Welt erfahren.


Das Buch hat mich wirklich gut unterhalten, obwohl ich das letzte der fünf Märchen bereits kannte. Die Autorin hat sich lehrreiche Geschichten ausgedacht, die für Zauberer und Muggel gleichermaßen eine Moral beinhalten. Anschließend an jedes Märchen finden sich Anmerkungen von Professor Dumbledore mit witzigen Anekdoten, tiefsinnigen Interpretationen und wichtigen Hinweisen. „Die Märchen von Beedle dem Barden“ haben mir gut gefallen und bekommen dafür vier Schreibfedern.

Kommentare:

  1. Hallo liebe Jenny,
    ich bin soeben auf Deinen Blog gestoßen und wow der sieht ja extrem hammermäßig aus:)
    dieses Buch liegt bei mir auf dem SUB-Stapel und möchte ich unbedingt demnächst noch lesen:) Als Harry Potter-Fan ist das eigentlich ein Muss die schon gelesen zu haben, aber naja :D
    bei 4 Federn scheint es auch richtig gut zu sein.
    Gerne lasse ich Dir ein Abo da und vielleicht hast Du ja auch mal Lust bei mir vorbei zu schauen?
    http://www.printbalance.blogspot.de
    ich würde mich voll darüber freuen
    Liebe Grüße
    Andrea:)

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    1. Hallo Andrea,

      herzlich Willkommen! Es freut mich, dass es dir hier gefällt. :)
      Viel Spaß mit dem Buch, wenn du dazu kommst. ;) Es ist ja echt nicht dick, lässt sich also gut mal dazwischen schieben. Und ich finde, es lohnt sich tatsächlich, mal rein zu schauen. Nicht wie "Quidditch im Wandel der Zeiten", was total überflüssig war...
      Ich schau gerne auch mal bei dir vorbei. ;)

      Liebe Grüße zurück,
      Jenny

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