Samstag, 30. September 2017

[Rezension] Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatsache, dass Du Du bist – Todd Hasak-Lowy


Titel: Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatsache, dass Du Du bist
Autor: Todd Hasak-Lowy
Verlag: Beltz
Erscheinungsdatum: 11. Juli 2016
Einband: Hardcover
Seiten: 651
ISBN: 978-3-407821-71-3
Preis: 18,95 € [D]


Darrens Leben war schon mal besser: seine Eltern haben sich getrennt, sein großer Bruder Nate ist weggezogen und sein Liebesleben befindet sich auf dem Tiefpunkt. Und dann steht eines Morgens sein Dad mit einem Schokodonut in der Küche und eröffnet ihm etwas, das Darren vollends aus der Bahn wirft. Kurzerhand flüchtet Darren für ein verrücktes Wochenende zu Nate und kommt dort der seltsam faszinierenden Zoey näher. Einfacher wird Darrens Leben dadurch aber auch nicht ...


Das Buch ist kein Teil einer Reihe.


4 widersprüchliche Regungen in Darren Jacobs' Brust, die er heftig zu ignorieren versucht, kurz bevor er ein bestimmtes Mädchen aus der elften Klasse um einen echt großen Gefallen bittet.
(Seite 5)


An diesem Buch ist mir als erstes ein Zusatz auf dem Cover ins Auge gesprungen: „Ein Roman in Listen“. Da ich ein absoluter Fan von Listen bin, war ich sehr neugierig, wie der Autor ein gesamtes Buch lediglich in Listen erzählen wollte. Solche besonderen Stilmittel bergen immer die Gefahr, „gut gedacht, aber schlecht gemacht“ zu sein. Tatsächlich ist es bei diesem Buch jedoch der umgekehrte Fall. Mit dem Listen-Stil kam ich wunderbar zurecht. Das Buch ließ sich locker und flüssig lesen, gerade weil nicht jede Seite vollständig bedruckt ist, wenn die Liste nur ein oder zwei Punkte beinhaltet. Außerdem hat der Autor es auf faszinierende Art geschafft, tatsächlich fortlaufende Handlungen zu erzählen. Tagesabläufe, Gedanken, Dialoge und Beschreibungen der Umgebung werden auf ungewöhnliche Weise geliefert. Ich konnte der Handlung folgen und habe alles für die Geschichte Wichtige mitbekommen, obwohl ich Listen mit Spanischvokabeln gelesen habe. In der Umsetzung ist dieses Buch wirklich gelungen.

Leider hat der Autor keine interessante Geschichte zu erzählen gefunden. Die ersten 100 Seiten haben mir noch gefallen, sodass ich einen guten Start ins Buch hatte. Wie der Klappentext bereits erwähnt, steht Darrens Vater eines Morgens in der Küche und teilt ihm etwas mit. Es handelt sich um ein durchaus ernsthaftes Thema, das der Autor sehr sanft behandelt. Darren reagiert mit seinen 15 Jahren sehr reif auf die Eröffnung. Er gibt offen zu, Schwierigkeiten zu haben, das zu verarbeiten. Er informiert sich und stellt Nachforschungen an, um mehr als eine vage Vorstellung zu haben. Er denkt viel über das Thema nach und passt seine Weltsicht dementsprechend an. Das Buch schien mir mit seiner Reife und Sanftheit wunderbar geeignet, um Jugendlichen ein gutes Beispiel zu sein.

Leider ist die Geschichte nach diesem gelungenen Beginn völlig abgestürzt. Es gab kaum noch Handlung, stattdessen folgten ellenlange Listen mit Darrens blühendsten Fantasien. Er beginnt zu rauchen. Sein Bruder, der mir anfangs noch sympathisch war, stellt sich als ununterbrochen high heraus und dreht Darren auch immer wieder Drogen an. Bier trinkt er auch mehr als er sollte. Und eine Menge Listen befassen sich mit sexuellen Handlungen zwischen ihm und verschiedenen Mädchen. Unterbrochen wird der ständige aufgrund seines Alters vollkommen illegale Drogenkonsum nur von Kapiteln, in denen er der verschwundenen Zoey hinterher schmachtet. Natürlich kann das durchaus realistisch sein, aber es ist ansonsten einfach überhaupt gar nichts anderes mehr passiert. Irgendwie ist aus dem schönen Anfang ein oberflächliches Teenager-Selbstfindungs-Zeug geworden – nur ohne die schlussendliche Selbstfindung. Das Buch wurde zäh, langweilig, abgedreht und die restlichen 550 Seiten sind mehr als langatmig gewesen. Es gibt tatsächlich keinen Zielpunkt, kein Fazit worauf diese Geschichte hinausläuft, weder der ernsthafte Anfang noch die betrunkene, bekiffte, voll gequalmte Schmachterei. Die gelungene Umsetzung ist leider völlig verschwendet worden an eine Geschichte, die überhaupt nichts zu erzählen hat.


Ein Buch vollständig in Listenform zu schreiben, ist dem Autor wunderbar gelungen. Das Buch liest sich locker und flüssig und auf faszinierende Art entsteht daraus tatsächlich eine Geschichte. Zu Beginn hat mich auch der Inhalt überzeugt, denn ein ernstes Thema wird sehr sanft, reif und realistisch besprochen. Leider stürzte die Geschichte ziemlich bald völlig ab. Es gab kaum noch Handlung, es ging nur noch um Drogen und Schmachterei. Alles drehte sich im Kreis, wurde langweilig, langatmig und zäh. Die tolle Idee mit den Listen ist an eine fürchterliche, handlungslose Geschichte verschwendet worden. „Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatsache, dass Du Du bist“ bekommt nur wegen der Listen noch zwei Schreibfedern.

Mittwoch, 27. September 2017

[Rezension] Phoenix 1: Tochter der Asche – Ann-Kathrin Karschnick


Titel: Phoenix – Tochter der Asche
Autor: Ann-Kathrin Karschnick
Verlag: Papierverzierer
Erscheinungsdatum: 02. Oktober 2014
Einband: Softcover
Seiten: 393
ISBN: 978-3-944544-50-2
Preis: 14,95 € [D]


Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mithilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische Macht, Europa langsam wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi. Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt?


- Tochter der Asche (Teil 1)
- Erbe des Feuers (Teil 2)
- Kinderder Glut (Teil 3)


Das Experiment hatte alles verändert, dachte Tavi bitter und warf einen gehetzten Blick um die Hausecke.
(Seite 9)


Der Einstieg in die Geschichte ist mir wunderbar gelungen, weil beide Perspektiven sofort interessant waren. Tavi, die das erste Kapitel erzählt, wird als starke, selbstständige Frau dargestellt. Damit ist sie mir direkt ans Herz gewachsen. Leon, der anschließend das zweite Kapitel erzählt, hat mich neugierig gemacht. Da er als Mitglied der Kontinentalarmee unter anderem die Aufgabe hat, Wesen wie Tavi einzufangen, versprach diese Konstellation aus Protagonisten von Anfang an spannend zu werden. Tatsächlich war der spannendste Teil dann aber nicht das Warten auf ihre erste Begegnung, sondern die Tatsache, dass der Leser durch den Perspektivenwechsel weiß, dass Leon Tavi nach Strich und Faden hereinlegt, während Tavi selbst ahnungslos ist. Es war nervenaufreibend, das mitzuverfolgen. Spannung kam zudem auch auf, weil sich sehr schnell herausstellt, dass Leon bestimmte Dinge wahrnehmen kann, die ihm als Sterblichem eigentlich verborgen bleiben sollten. Neben der Frage, wie der Konflikt zwischen ihm und Tavi ausgeht, stellt sich also auch noch die Frage, wer er denn eigentlich wirklich ist.

Auch die Konzeption der Welt hat mir gut gefallen. Die Mischung aus realen Fakten und Fantasy war sehr gut gelungen. Das Buch war viel mehr in der realen Welt verankert als ich erwartet habe, wo die Geschichte der Erde doch spätestens ab 1913 völlig verändert wurde. Doch Personen und Hintergründe haben mich mehrfach damit überrascht, dass sie viel recherchierter und tiefgründiger waren als gedacht. Außerdem waren auch einige Fantasyaspekte sehr interessant, insbesondere die übernatürlichen Wesen, die die Autorin in ihre Geschichte aufgenommen hat, wie Hexen und Phönixe beispielsweise. All diese Wesen waren einmal sterbliche Menschen, die im Augenblick ihres Todes irgendeine Emotion sehr intensiv erlebt haben. Je nachdem, um welche Emotion es sich handelt, beispielsweise Liebe, Zorn oder Hass, erstehen diese Menschen als ein anderes Wesen auf. Die Idee finde ich nach wie vor sehr ungewöhnlich und faszinierend.

Nicht ganz meinen Geschmack getroffen haben eigentlich nur zwei Dinge: es handelt sich fast mehr um einen Krimi als um Fantasy und das Ende war überstürzt. Wie der Klappentext bereits erwähnt, ist Leon mit der Ermittlung bezüglich der Mordfälle beauftragt. Da das seine tagtägliche Arbeit ist, befassen sich viele seiner Kapitel, insbesondere am Anfang, mit Besuchen an Tatorten, Sicherung von Beweismitteln und Zeugenbefragungen. Doch auch Tavi beschäftigt sich mit den Morden, da sie das Gefühl hat, dass sie etwas mit ihr zu tun haben. Das erste Drittel des Buches befasst sich daher im Grunde nur mit Mordermittlungen. Obwohl diese Ermittlungen im späteren Verlauf weitergehen, spielen die Begegnungen zwischen Leon und Tavi sowie die Fantasy-Aspekte dann eine größere Rolle, sodass mich das Buch dann mehr ansprechen konnte. Jedenfalls abgesehen vom Ende, das zwar durchaus spannend und dramatisch ist, aber einige Dinge auch sehr überstürzt. Unter anderem wird die zuvor sehr langsame, unterschwellige Liebesgeschichte plötzlich mittels einer heißen Sexszene zu unsterblicher Liebe. Tavi, die ihr gesamtes Leben nach einem bestimmten Ziel ausgerichtet hat, wirft plötzlich alles über Bord. Und Leons ausgeprägte Verbohrtheit verpufft mit einem Mal. Da hätten mir etwas weichere Übergänge besser gefallen.


Am Anfang liegt mir der Fokus zu sehr auf den Mordermittlungen und am Ende sind einige Dinge etwas überstürzt, aber sonst hat mir das Buch gut gefallen. Beide Protagonisten sind von Anfang an sympathisch und interessant. Gerade Leons Perspektive hat mich neugierig gemacht und war teilweise nervenaufreibend. Außerdem hat mir die Mischung als Realität und Fantasy sehr gut gefallen. Das Buch war recherchierter und mehr in der echten Welt verankert als erwartet. Gleichzeitig waren die Fantasy-Aspekte faszinierend und ungewöhnlich. „Phoenix – Tochter der Asche“ bekommt als interessanter Reihenauftakt vier Schreibfedern von mir.

Donnerstag, 21. September 2017

[Rezension] Moon Chosen 1: Gefährten einer neuen Welt – P. C. Cast


Titel: Moon Chosen – Gefährten einer neuen Welt
Autor: P. C. Cast
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 21. September 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 700
ISBN: 978-3-841440-14-3
Preis: 19,99 € [D]


Mari gehört zum Stamm der Erdwanderer und ist die Tochter der Mondfrau ihres Clans, Erbin der einzigartigen Heilkräfte ihrer Mutter. Es ist ihre Bestimmung, einmal ihren Platz einzunehmen und die Frauen und Männer des Stammes regelmäßig vom Nachtfieber zu reinigen. Doch sie birgt ein Geheimnis. Und sie fühlt sich noch nicht bereit, ihrem Schicksal zu folgen.
Als ein todbringender Angriff ihre Welt aus den Angeln hebt, enthüllt Mari die Macht ihrer Fähigkeiten und entschließt sich, ihr Volk zu retten. Ihr läuft ein Hund zu, der ihr nicht mehr von der Seite weicht. Ihr neuer Begleiter wird allerdings schon gesucht – von ihren Feinden.
Als Mari dem Sohn des Anführers, Nik, begegnet, verspürt sie ein zuvor nie gekanntes Gefühl. Sie bricht die Gesetze des Clans und verbündet sich mit ihm, um die Kräfte zu besiegen, die sie alle zu zerstören drohen.


- Gefährten einer neuen Welt (Teil 1)
- weitere Teile werden folgen


Ansteckendes Frauengelächter hallte durch den warmen, gemütlichen Bau.
(Seite 7)


Als ich das Buch das erste Mal zur Seite gelegt habe, weil ich keine Lust mehr hatte, es weiter zu lesen, war ich auf Seite 35. Ich denke, das macht schon gut deutlich, was für ein Kampf es war, dieses Buch zu beendet. Die beiden Male, die ich das Buch tatsächlich absichtlich pausiert habe, hat Protagonistin Mari zu verantworten. Generell wird die Geschichte in drei Handlungssträngen geschildert, aber hauptsächlich dreht sie sich um Mari, die daher auch viele Kapitel erzählt. Angeblich soll sie 18 Jahre alt sein, aber sie benimmt sich wie ein höchstens zehnjähriges, quengeliges, trotziges Mädchen, manchmal sogar eher wie ein Kleinkind. Ihre unreife Sprache, das in unendlich vielen Sätzen im Dialog sowie im Erzähltext eingebaute Wort „Mama“, ihre kindliche Sprunghaftigkeit und ihr trotziges Verhalten in Kombination mit ihrer überbeschützenden Helikopter-Mutter haben sie zu einer so anstrengenden Figur gemacht, dass meine Nerven nach dem zweiten Kapitel bereits blank lagen.
Dieses Verhalten hat sich eine ganze Weile nicht geändert. Es ist eher noch schlimmer geworden. Am Höhepunkt ihres trotzigen Verhaltens hatte ich zum zweiten Mal keine Lust mehr auf das Buch. Zum diesem Zeitpunkt weigert sich Mari aus purer Aufmüpfigkeit, ihrem Clan mit ihren einzigartigen Heilkräften zu helfen. Während die Menschen ihres Clan qualvoll leiden, tanzt Mari glücklich und entspannt ihren Namen im Mondlicht. Da konnte ich wirklich nur den Kopf schütteln. Zwar wird sie zum Ende des ersten Bandes erwachsener, allerdings passiert das unbegründet und mit einem Fingerschnippen, sodass dieser Wandel dann auch nichts mehr herausreißen konnte. Zum Glück wurden immer wieder einige Kapitel aus der Perspektive des Gefährten Nik geschildert, sodass ich beim Lesen manchmal Pause von der fürchterlichen Protagonistin hatte.

Leider fand ich die Welt, die die Autorin sich ausgedacht hat, und ihre Implementierung in die Geschichte ebenfalls misslungen. Alle Informationen über den kleinen Ausschnitt der Welt, in dem die Geschichte spielt, sind in die ersten Kapitel gestopft. Es werden drei Clans aus drei unterschiedlichen Stämmen vorgestellt mit ihren Stärken und Schwächen, mit ihrer Religion und Gesellschaftsstruktur, mit wichtigen Figuren und Krankheiten. Als hätte die Autorin die Steckbriefe in ganzen Sätzen formuliert. Dadurch ist der Anfang des Buches dermaßen mit unzusammenhängenden Informationen überladen, dass ich einfach nur verwirrt war. Nach diesen ersten Kapiteln hatte sich die Vorstellung der Welt dann allerdings vollständig erledigt. Es wurde nichts weiter ausgeführt und über den Tellerrand hinausgeschaut wird nur in zwei Nebensätzen. Die ganze Welt wirkte total unausgereift, weil bis zum Ende dieses ersten Bandes, was immerhin 700 Seiten sind, keine einzige Erklärung geliefert wurde. Aspekte wie das mysteriöse Nachtfieber der Erdwanderer werden wieder und wieder und wieder angesprochen, aber es gibt nicht einmal einen Ansatz zur Erklärung, was das eigentlich ist.
Diese fehlenden Erklärungen sind insbesondere auch deshalb problematisch, weil die Autorin versucht hat, die Fantasygeschichte in ein dystopisches Setting zu stopfen. Schon in den ersten Kapiteln wird erklärt, wie die Sonne sämtliche technologische Errungenschaften zerstört hat, sodass sich die Menschen in die Wälder zurückziehen und ein naturverbundenes Leben beginnen mussten, um zu überleben. Zu diesem dystopischen Setting passen aber weder die merkwürdigen Krankheiten noch die mutierten Tiere noch die geradezu magischen Fähigkeiten noch die ganzen anderen Fantasyaspekte. Da die Autorin sich sämtliche Erklärungen für diese Aspekte gespart hat, wirkt die Welt unrealistisch, unglaubwürdig und inkonsistent.

Neben der Protagonistin und der Welt gab es aber auch noch viele andere Dinge, mit denen ich Schwierigkeiten hatte. Unter anderem gehört dazu die fehlende Geschwindigkeit der Handlung. Nachdem die ersten Kapitel mit Informationen voll gestopft waren, ist die Handlung schnell abgeflacht. Hin und wieder gab es spannende, stringente Handlungsabläufe, aber die wurden meist nur kurz im Nebensatz angerissen. Dazwischen drehte sich die Geschichte im Kreis und kam einfach nicht vom Fleck. Ich habe mich zwischenzeitlich wirklich gelangweilt. Das änderte sich erst spät in der zweiten Hälfte, als sich die Handlungsstränge langsam verbunden haben. Die 450 Seiten Anlaufzeit, die das Buch bis dahin gebraucht hat, waren aber echt langatmig.
Außerdem war an vielen Stellen die Handlung vorhersehbar. Die Autorin hat jedes Mal mit ziemlich deutlichen Hinweisen verraten, was als nächstes passieren würde, wenn es nicht auch so schon offensichtlich war. Da die Ereignisse dann leider auch nicht packend erzählt wurden, hat das dem Buch eine Menge Spannung genommen. Das einzige Mal, das die Autorin mich wirklich überraschen konnte, hat sie den Moment gleich wieder zunichte gemacht, indem sie genau die gleiche Szene mit den gleichen Personen am gleichen Ort direkt im Anschluss noch einmal geschrieben und dabei das vorhersehbare Ereignis hat eintreten lassen.
Nachdem sich die Geschichte eigentlich immer weiter gesteigert hatte, war das Ende dann wieder sehr schwach. Die Handlung hat sich weiter aufgeschaukelt, die Spannung ist gestiegen und die Dramatik hat zugenommen. Und dann wirkte es, als hätte die Autorin sich in einer Sackgasse wiedergefunden, und um die Situation lösen zu können, musste sie irgendein göttliches Wesen erscheinen lassen. Damit ist die Spannung einfach verpufft. Die Hälfte des Endes, die nicht Spannung, sondern Liebesgeschichte war, war da leider auch nicht überzeugender. Das Buch ist wirklich dick, aber trotzdem hat die Autorin die obligatorische Instant-Liebe benutzt, bei der die Charaktere schon beim zweiten Treffen wissen, dass sie unsterblich ineinander verliebt sind und den Rest ihres Lebens miteinander verbringen wollen. So war die Liebesgeschichte leider völlig unnötig.


Es war ein Kampf, dieses Buch zu beenden. Einer der Erzähler, Nik, war mir sympathisch. Außerdem gab es hin und wieder spannende Stellen, die insbesondere zum Ende hin auch häufiger wurden. Sonst habe ich leider nur Negatives zu berichten. Protagonistin Mari war einfach fürchterlich, zweimal hätte ich das Buch beinahe abgebrochen, die ersten Kapitel waren völlig konfus und mit Informationen überladen, mehrfach kommt die Handlung nicht vom Fleck, die Fantasygeschichte im dystopischen Setting ist unglaubwürdig, die gesamte Welt wirkt unausgereift, es gibt keine Erklärungen, oftmals ist die Handlung vorhersehbar, das Ende ist schwach und die obligatorische Instant-Liebe unrealistisch. „Moon Chosen: Gefährten einer neuen Welt“ wirkte eher wie ein vorläufiges, konfuses, unausgereiftes Manuskript und bekommt daher nur zwei Schreibfedern.


Ich bedanke mich beim Fischer Verlag und bei Lovelybooks für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 19. September 2017

Neuzugänge #85

Da sind auch schon die nächsten Bücher bei mir eingezogen. Diesmal handelt sich sich ausschließlich um Leserunden- und Rezensionsexemplare, sodass sie den SuB schnell wieder verlassen werden. Nächste Woche wird es noch einmal Neuzugänge geben, dann kehrt hoffentlich erst einmal wieder Ruhe ein, damit ich meinen SuB im Griff behalte. Ich arbeite darin, ihn auf eine zweistellige Anzahl ungelesener Bücher zu schrumpfen. Die vielen interessanten Neuerscheinungen und Fortsetzungen machen es mir leider nicht leicht.



Amani 2: Verräterin des Throns (Q)
Ehrlich gesagt, habe ich den ersten Band der Amani Reihe von Alwyn Hamilton immer noch nicht gelesen. Er liegt seit Ewigkeiten auf meinem SuB, aber ich bin einfach nicht dazu gekommen. Jetzt habe ich den zweiten Band als Rezensionsexemplar bekommen. Da ist ein sehr guter Grund, diese Reihe endlich mal anzufangen! Ich bin schon sehr gespannt, wie sie mir gefallen wird. Mit orientalischen Settings tue ich mich häufig schwer, weil das eine mir völlig unbekannte Welt ist. Aber ich bin sehr gerne bereit, mich darauf einzulassen.


Chosen 2: Das Erwachen (Q)
Nachdem ich schon den ersten Teil der Reihe von Rena Fischer im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks gelesen habe, hatte ich nun auch beim zweiten Band Glück. Da die Meinungen zum Finale positiver ausfallen als zum Auftakt, hoffe ich sehr, dass auch mir das Buch besser gefallen wird als der erste Band. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf den Austausch mit vielen Lesern, mit denen ich auch schon den ersten Teil gemeinsam gelesen habe.


Moon Chosen 1: Gefährten einer neuen Welt (Q)
Auch das neue Buch von P. C. Cast habe ich für eine Leserunde auf Lovelybooks gewonnen. Das ist schon ein paar Tage her, sodass ich es mittlerweile, endlich, beendet habe. So richtig gefallen hat es mir leider nicht. Die Welt wirkte unausgereift, in der ersten Hälfte kam die Handlung kaum vorwärts (und bei einem 700seitigen Buch zieht sich eine Hälfte ganz schön, wenn kaum etwas passiert), eine Erzählerin wirkte die meiste Zeit wie ein trotziges Kleinkind, auf den vielen Seiten war scheinbar leider kein Platz für irgendwelche Erklärungen zur Welt oder Handlung und die für ein Jugendbuch typische Instant-Liebe durfte natürlich auch nicht fehlen. Genaueres könnt ihr in meiner Rezension nachlesen, die übermorgen erscheint.

Sonntag, 17. September 2017

[Blogparade] Außergewöhnliche Liebesromane

Ich habe noch nie bei einer Blogparade mitgemacht. Und eigentlich hatte ich das auch bei Sophias Parade nicht vor, da ich kaum Liebesromane lese. Als ich genauer darüber nachgedacht habe, sind mir dann aber doch einige Bücher eingefallen, die zum Thema passen. Denn: Ich lese Liebesromane nicht, weil ich das immer gleiche Schema total langweilig finde. Sophia hat es gut zusammengefasst mit: "Mann und Frau treffen sich - Mann oder Frau haben gewisse Probleme - Schwierigkeiten treten auf - Mann und Frau finden doch zusammen". In dieser Blogparade geht es aber eben gerade nicht um solche prototypischen Liebesromane, sondern um außergewöhnliche Geschichten. Und da habe ich doch einige gelesen, die zum Thema passen. Gerade, weil ja mittlerweile im Grunde in jedem Buch eine Liebesgeschichte eine Rolle spielt, unabhängig davon, welchem Genre dieses Buch zuzuordnen ist.




A little something different (dt. Klar ist es Liebe) [Q]


Autorin Sandy Hall hat hier eine Geschichte geschrieben, die tatsächlich etwas 'different' ist. In dem Buch geht es um Lea und Gabe, die sich an der Uni kennenlernen und sich langsam ineinander verlieben. Besonders ist an diesem Buch nicht die Liebesgeschichte, sondern die Erzählperspektive. Die Geschichte wird nämlich aus vierzehn unterschiedlichen Perspektiven erzählt - Lea und Gabe selbst kommen dabei aber nie zu Wort. Stattdessen berichtet der Mann vom Lieferservice von ihnen, der Busfahrer, die Dozentin, eine Parkbank, ein Eichhörnchen, die besten Freunde und so weiter. Alle finden Lea und Gabe unheimlich niedlich und gemeinsam erzählen sie diese Liebesgeschichte, in der die Protagonisten selbst nie zu Wort kommen. Das ist der Autorin wunderbar gelungen und war herzerwärmend zu lesen. [Rezension]



Die Chroniken der Unterwelt 1: City of Bones [Q]




Wird die Reihe als Ganzes betrachtet, sind die vielen Liebesgeschichten nicht mehr so außergewöhnlich. Aber in diesem ersten Band dachte ich durchaus noch, dass die Liebe zwischen Jace und Clary ungewöhnlich ist. Da ich nicht spoilern möchte, nur so viel: Es ist eine verbotene Liebe. Und zwar verboten auf eine Art und Weise, die ich bis dahin noch nie in einem Buch gelesen hatte. [Rezension]






Simon vs. The Homo Sapiens Agenda (dt. Nur drei Worte) [Q]


In gewissem Sinne ist das Buch von Becky Albertalli schon deshalb außergewöhnlich, weil es um die Liebesgeschichte zweier Jungen geht. Schon damit weicht das Buch vom typischen Schema ab, das Sophia genannt hat. Darüber hinaus finde ich aber auch noch ungewöhnlich, dass die beiden Jungen sich den Großteil des Buches gar nicht kennen. Sie finden sich im Internet und schreiben E-Mails, aber alles unter Pseudonymen. Sie wissen, dass sie auf dieselbe Schule gehen, aber es dauert sehr, sehr lange, bis sie die Identität des jeweils anderen herausfinden. Die ganz zarte, langsame und unschuldige Liebesgeschichte entspinnt sich also fast das gesamte Buch über durch zögerliches, schriftliches Flirten und ein Gefühl der Vertrautheit und Geborgenheit, ohne dass sie einander kennen. [Rezension]



The Love Interest (keine deutsche Übersetzung) [Q]

Dieses Buch ist die ultimative Antwort auf die gerade für Jugendbücher typischen Liebesdreiecke. Die gesamte Geschichte, die Cale Dietrich sich ausgedacht hat, nimmt jede Menge Klischees aus Jugendbüchern auf die Schippe. Unter anderem die Tatsache, dass das Mädchen sich immer zwischen zwei Jungen entscheiden muss, von denen einer der liebe, nette Junge von nebenan ist, den sie schon ewig kennt, und der andere der düstere, gefährliche Macho mit tragischer Vergangenheit, der neu in die Stadt kommt. Es werden wirklich alle Klischees der prototypischen Liebesgeschichte verwendet - inklusive 'Kratz dich am Nacken, damit dein Shirt hoch rutschen kann und eine Streifen glatter, muskulöser Bauch zu sehen ist'. Das alles jedoch auf herrlich parodierende Art. Dem Ganzen hat der Autor dann noch dadurch die Krone aufgesetzt, dass den beiden Jungen das Mädchen eigentlich völlig gleichgültig ist, weil sie stattdessen Gefühle füreinander entwickeln. [Rezension]

Freitag, 15. September 2017

[Rezension] Helden des Olymp: Der verschwundene Halbgott – Rick Riordan


Titel: Helden des Olymp – Der verschwundene Halbgott
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 25. September 2012
Einband: Hardcover
Seiten: 576
ISBN: 978-3-551556-01-1
Preis: 17,90 € [D]


Jason erinnert sich an gar nichts – nicht einmal an seine besten Freunde Piper und Leo. Und was hat er in Camp Half-Blood zu suchen, wo angeblich nur Kinder von griechischen Göttern aufgenommen werden? Zu allem Überfluss gehören die drei Freunde laut Prophezeiung zu den legendären sieben Halbgöttern, die den Olymp vor dem Untergang bewahren sollen. Kein Problem – Leo treibt einen mechanischen Drachen als Transportmittel auf und los geht’s! Und dann gilt es auch noch einen seit längerem verschwundenen Halbgott zu finden, einen gewissen Percy Jackson ...


- Der verschwundene Halbgott (Teil 1)
- Der Sohn des Neptun (Teil 2)
- Das Zeichen der Athene (Teil 3)
- Das Haus des Hades (Teil 4)
- Das Blut des Olymp (Teil 5)
Diese Reihe spielt im Anschluss an die „Percy Jackson“ Reihe und vor den Reihen „Die Abenteuer des Apollo“ und „Magnus Chase“, wobei letztere bislang kaum Verbindungen zur „Helden des Olymp“ Reihe hat.


Jasons Tag war auch schon vor dem elektrischen Schlag mies gewesen.
(Seite 7)


Entgegen meiner Erwartung wurde das Buch nicht nur von Jason erzählt, sondern auch von seinen Freunden Piper und Leo. Das ergab mehrfach interessante Perspektiven auf die Ereignisse und hat die Charaktere noch um einiges sympathischer werden lassen. Jason macht trotzdem den Eindruck als wäre er die Hauptfigur. Er hat sein Gedächtnis verloren und befindet sich während des gesamten Buches auf der Jagd nach seinen Erinnerungen. Er scheint eine wichtige Figur zu sein, der eine ganz besondere Rolle zukommt. An seiner Seite ist Leo, sein beste Freund. Er ist ebenfalls wichtig und außerdem begabt, sehr sympathisch, charmant und talentiert. Dass er sich selbst ständig in Jasons Schatten sieht, sorgt durchaus schon mal für Reibereien. Trotzdem verbindet die beiden Jungen eine innige Freundschaft, die beiden viel bedeutet. Dritte Erzählerin ist Piper. Ihre Perspektive ist am interessantesten, da der Leser von Anfang an weiß, dass sie eine Verräterin ist. Es war sehr spannend, darauf zu warten, dass sie es tut oder auffliegt. Damit hatte das Buch drei ganz unterschiedliche Perspektiven, die allesamt spannend zu verfolgen waren und sich immer im richtigen Moment abgewechselt haben.

Bei allen anderen Aspekten kann ich mich nur aus meinen anderen Rezensionen zu Büchern des Autors wiederholen. Rick Riordan fällt wirklich immer etwas Neues ein. Diese Buch widmet sich hauptsächlich dem Wetter, insbesondere dem Wind. Aeolus, der durchgedrehte Gott der Winde, ist in gewissem Sinne eine Parodie menschlicher Meteorologen durch seine vagen, sich ständig ändernden Wettervorhersagen. Ihm sozusagen untergeordnet sind die Götter des Nord-, Süd-, West- und Ostwinds, die sich häufig gegenseitig in die Haare kriegen und damit für stürmisches Chaos verantwortlich sind. Auch wenn er sich der Mythologie bedient, ist es immer wieder faszinierend, wie der Autor seine Geschichte in der realen Welt verankert, indem er alltägliche Begebenheiten oder große Katastrophen wie den Brand von 1666 in London durch das Verhalten von Göttern, Halbgöttern oder anderen mythischen Wesen erklärt.

Aufgefallen ist mir außerdem, dass dieses Buch wesentlich reifer wirkt als die Percy Jackson Reihe. Das liegt natürlich unter anderem daran, dass die Charaktere 16 oder 17 Jahre alt sind und damit älter als Percy zu Beginn. Doch auch Erzählstil und Komplexität wirken reifer. Die unterschiedlichen Perspektiven, ausführlichere Beschreibungen und die Erweiterung der bereits bekannten Welt machen dieses Buch anspruchsvoller. Zudem werden auch rückwirkend Erklärungen geliefert oder neue Erkenntnisse enthüllt, die die Ereignisse der Percy Jackson Reihe anreichern und erweitern. Die Reihe bewegt sich damit weg von Kinder- und hin zum Jugendbuch. Nichtsdestotrotz verliert der Autor dabei nicht den Humor und im Grundsatz bleibt die Erzählweise weiterhin locker und lässig. Mir hat sehr gut gefallen, wie der Autor seinem Stil treu bleibt, während seine Geschichte langsam erwachsen wird.


Das Buch wird aus drei sehr unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Jeder Erzähler ist interessant und es hat mir gefallen, mehr über die Figuren zu erfahren. Ihre Entwicklungen waren spannend zu verfolgen. Fasziniert hat mich wieder, wie der Autor sich immer etwas Neues ausdenkt und das in der realen Welt verankert. Ich habe wieder viel gelernt. Und obwohl der wunderbare Humor und der lockere, lässige Erzählstil bleiben, wirkt die Geschichte reifer. Sie ist ein wenig anspruchsvoller und reichert die in der Percy Jackson Reihe geschaffene Welt noch weiter an. „Helden des Olymp – Der verschwundene Halbgott“ war ein tolles Leseerlebnis und ein wunderbarer Start in die Reihe und bekommt dafür fünf Schreibfedern von mir.

Dienstag, 12. September 2017

[Rezension] Die Abenteuer des Apollo: Das verborgene Orakel – Rick Riordan


Titel: Die Abenteuer des Apollo – Das verborgene Orakel
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 31. August 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 387
ISBN: 978-3-551556-88-2
Preis: 17,99 € [D]


Der Gott Apollo fällt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Mithilfe eines gewissen Percy Jackson machen sich die beiden auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt ...


- Das verborgene Orakel (Teil 1)
- vier weitere Teile werden folgen


Mein Name ist Apollo.
(Seite 7)


Alle Bücher, die Rick Riordan schreibt, spielen im selben Universum und hängen in irgendeine Art und Weise miteinander zusammen. Auch in diesem Buch tauchen viele bekannte Elemente und Figuren auf, aber trotzdem ist die Perspektive dieser Geschichte ganz anders als in den bisherigen Reihen des Autors. Mit Apollo ist nämlich zum ersten Mal ein früherer Gott, der jetzt ein Sterblicher ist, der Protagonist – und kein Halbgott. Mit seiner göttlichen Kraft verliert Apollo auch einen Teil seines Gedächtnisses und der Rest verblasst zunehmend, weil das menschliche Gehirn einfach nicht dafür geschaffen ist, Wissen und Erinnerungen von mehr als vier Jahrtausenden präsent zu halten. Daher ist er hilfloser, machtloser und schwächer als die Halbgötter. Hin und wieder flackert aber auch seine göttliche Kraft auf, die die Fähigkeiten der Halbgötter weit in den Schatten stellt. Unberechenbar schwankt er zwischen diesen beiden Extremen. Das gibt der Geschichte eine ungewöhnliche Perspektive.
Am meisten unterscheidet sich Apollo allerdings durch seine unerschütterliche Arroganz, seine unglaubliche Eitelkeit und seinen unendlichen Narzissmus von den Protagonisten der anderen Reihen. Es ist ihm eindeutig zu Kopf gestiegen, dass er Jahrtausende lang ein gut aussehender, mächtiger Gott war. Doch so unsympathisch wie das auch klingen mag, der Autor verkauft Apollo so, dass er einfach nicht ernst zu nehmen und wirklich lustig ist. Denn seine selbstverliebte Persönlichkeit sorgt immer wieder für Situationskomik. Es ist beispielsweise vollkommen irrelevant, in welcher Situation er sich befindet, er bezieht zuallererst alles auf sich. Dafür legt er den anderen Charakteren manchmal Worte in den Mund oder Gedanken in den Kopf, die sie ganz eindeutig nicht haben. Außer Apollo ist das auch offensichtlich allen bewusst. Dadurch unterlaufen ihm so häufig absolute Fehlinterpretationen der Situation, dass es einfach nur unendlich witzig ist. Hinzu kommt unter anderem, dass die Kapitelüberschriften in Haikus verfasst sind, die so unfassbar schlecht sind und einfach nur aus unzusammenhängenden Wörtern bestehen, sodass Apollos Stolz auf seine Dichtkunst herrlich amüsant ist. Obwohl ich die meiste Zeit über ihn gelacht habe, ist mir Apollo trotzdem nach und nach ans Herz gewachsen.

Neben dem üblichen Humor spielt auch Spannung eine Rolle in diesem Buch. Es hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Noch bevor die Handlung rund um Apollos Weg zurück zum Gott richtig angefangen hat, werden kleine Rätsel aufgeworfen, wie beispielsweise die Frage nach Megs göttlichem Elternteil. Diese kleinen Dinge haben mich schon so neugierig gemacht, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das hat sich bis zum Schluss nicht geändert, weil auch der Haupthandlungsstrang wirklich spannend und unvorhersehbar war. Dem Autor gelingt es wirklich jedes Mal, sich etwas Neues auszudenken. Für jede Reihe und jedes Buch findet er immer noch neue Informationen, Personen, Wesen und Mythen, um die sich die Geschichte drehen kann, die bisher noch nicht erwähnt wurden. Dadurch gab es auch diesmal wieder einige Dinge zu lernen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass es mehrere Orakel gibt und nicht alle mit Apollo in Verbindung stehen.

Gleichzeitig erweitert der Autor den Rahmen der anderen Reihen, insbesondere „Percy Jackson“ und „Helden des Olymp“, die beide zeitlich früher spielen. Dieses Buch hat eine vollkommen eigenständige Handlung, beantwortet aber trotzdem Fragen, die ich mir bisher gar nicht gestellt habe, obwohl rückblickend noch einige Dinge zu klären sind. Die Geschichte rund um Percy Jackson scheint mit jeder neuen Reihe größer zu werden, obwohl Percy in diesem Buch nicht mehr als zwei kurze Gastauftritte hat. Immer wieder finden sich weiterführende Erklärungen oder manchmal auch lediglich Anspielungen auf die anderen Reihen, die dadurch miteinander verwoben und immer komplexer werden. Reihenübergreifend sind beispielsweise auch Prophezeiungen. An deren Stil hat sich ebenfalls nichts geändert, denn sie sind absolut undurchschaubar, bis sie aufgelöst werden, um dann rückblickend mehr als offensichtlich zu sein. Rick Riordan ist ein Meister der undurchschaubaren Offensichtlichkeiten.


Das Buch war ein typischer Riordan. Und es hat mich absolut begeistert. Apollo ist ein ganz anderer, ungewöhnlicher Protagonist. Sein Narzissmus ist amüsant, sorgt für viel Situationskomik und seine vollkommen weltfremde Wahrnehmung hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Gleichzeitig ist das Buch spannend und vollkommen unvorhersehbar. Es hat mich von Anfang an gefesselt und immer wieder überrascht. Der Autor hat sich wieder etwas Neues ausgedacht, neue Mythen ausgegraben und es trotzdem geschafft, Bezug zu seinen anderen Reihen zu nehmen und deren Rahmen noch zu erweitern. „Die Abenteuer des Apollo: Das verborgene Orakel“ war perfekt und bekommt fünf Schreibfedern dafür.

Montag, 11. September 2017

Neuzugänge #84

Schon sind die nächsten Bücher bei mir eingezogen und einige weitere sind bereits auf dem Weg. Zum Glück sind darunter einige Geschenke und Rezensionsexemplare, sodass dieser wunderbare Neuerscheinungs-Herbst mich zumindest nicht meinen letzten Cent kostet. Da ich die Neuzugänge von Ende August schon alle gelesen habe, wächst auch mein SuB nicht bis in die Unendlichkeit.



Die Abenteuer des Apollo: Das verborgene Orakel (Q)
Neue Bücher von Rick Riordan müssen immer sofort bei mir einziehen. Ich liebe diesen Autor. Dementsprechend ist das Buch auch schon gelesen. Wie erwartet, war ich absolut begeistert. Da ich mich mit dem Buch einer Leserunde auf Lovelybooks angeschlossen habe, befinde ich mich immer noch im Austausch mit Gleichgesinnten. Das ist wirklich herrlich. Das Buch hat mich wieder richtig süchtig nach dem Universum gemacht, sodass ich als nächstes endlich mal die "Helden des Olymp" Reihe (zu Ende) lesen werde. Die Rezension zu Apollo folgt morgen.


Coldworth City (Q)
Ein Buch über Mutanten! Die Geschichte wird unter anderem Fans der X-Men Filme und der Serie Supernatural empfohlen. Da ich beide sehr mag, bin ich echt gespannt auf das Buch. Ich hoffe, dass Raven nicht nur außergewöhnliche, sondern auch starke Kräfte hat. Das Buch werde ich auf jeden Fall so bald wie möglich lesen - vielleicht schließe ich mich wieder einer Leserunde an.


Hinter verzauberten Fenstern (Q)
Dieses schon ältere Buch von Cornelia Funke habe ich bei der Herzensbücher-Wichtelaktion einer Freundin geschenkt bekommen. Einige Bücher der Autorin habe ich bereits gelesen, dieses kenne ich aber tatsächlich noch nicht. Und obwohl das Wetter momentan wirklich zu wünschen übrig lässt, werde ich mit dem Buch wohl auf den Advent warten. Die Supermärkte lassen sich Zeit mit den Weihnachtsartikeln, da muss ich nicht jetzt schon ein Weihnachtsbuch lesen.


Love that dog (Q)
Das zweite Buch, das ich bei der Wichtelaktion bekommen habe, ist ein Buch in Gedichtform. Protagonist Jack schreibt für die Schule Gedichte und lernt dabei, dass er durchaus etwas zu sagen hat. Die Geschichte klingt wirklich herzerwärmend. Wenn ich in den nächsten Tag mal etwas mehr Ruhe habe, werde ich mir dieses Büchlein zu Gemüte führen.

Sonntag, 10. September 2017

[Rezension] Cloud – Claudia Pietschmann


Titel: Cloud
Autor: Claudia Pietschmann
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 10. August 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 362
ISBN: 978-3-401603-49-0
Preis: 15,00 € [D]


Emma ist verliebt: Paul versteht sie wie kein anderer, erst recht seit ihr kleiner Bruder verstorben ist. Die beiden haben sich zwar noch nie getroffen, aber online teilen sie alles miteinander. Paul will alles über sie wissen und Emma schneidet bereitwillig ihr ganzes Leben für ihn mit. Immer wieder fallen ihm Überraschungen ein, die er ihr über das Internet per Knopfdruck schickt. Aber Pauls nette kleine Gefallen, die ihr Leben schöner machen, bekommen bald einen bitteren Beigeschmack. Denn für ihn scheint Emma das einzige Fenster zur Welt zu sein. Ihrem Wunsch, sich endlich zu treffen, weicht er aus. Was ist los mit Paul – gibt es ihn überhaupt?


Das Buch ist kein Teil einer Reihe.


Seifenblasen schmecken wie Butterblumen.
(Seite 5)


Das Buch lebt von einer unendlich naiven Protagonistin. Emma trauert um ihren verstorbenen Bruder, als sie im Internet auf einer Trauerseite Paul kennenlernt. Sie chatten ein wenig, beginnen dann zu telefonieren und Emma schickt ihm sogar Videos von ihrem Alltag, damit er alles kennenlernt. Wie der Klappentext schon anspricht, gibt es dabei nach und nach immer mehr Hinweise darauf, dass Paul möglicherweise nicht ganz ehrlich ist. Beispielsweise gibt er kaum Informationen über sich selbst Preis, weiß Dinge, die er nicht wissen dürfte, und liefert oftmals Erklärungen, die schwer nach Ausreden klingen. Obwohl die Frage, wer Paul denn nun wirklich ist, lange Zeit nicht geklärt wird, habe ich gar nicht genug Finger, um die Momente aufzuzählen, an denen ich zumindest skeptisch geworden bin. Emma dagegen ist dermaßen naiv und vertrauensselig, dass sie kaum jemals wenigstens für einige Sekunden stutzig wird. Dabei ist es irrelevant, wie offensichtlich Paul sie angelogen hat, sie nimmt das schlichtweg nicht wahr. Dieses beeindruckende Maß an Naivität zieht sich durch das gesamte Buch, sodass es mir unmöglich war, mich in irgendeiner Art und Weise mit Emma zu identifizieren. Daher bin ich schnell dazu übergegangen, sie, ihre Gedanken und ihre Handlungen einfach zu ignorieren und mich stattdessen auf den Rest der Geschichte und meine eigenen Überlegungen zu konzentrieren. Dadurch hat mich das Buch ab der Mitte dann tatsächlich packen können.

Die Handlung selbst ist durchaus spannend und überraschend, obwohl ich befürchtet hatte, der Klappentext hätte schon eine Menge gespoilert. Das ist jedoch nicht der Fall, da die Autorin sich sehr gut darauf versteht, Dinge ungewöhnlich zu interpretieren. Obwohl das Buch ganz aktuell im Herbst und Winter 2017 spielt, mutet es wie ein Science-Fiction-Roman an. Nicht nur Emmas Internetfreundschaft mit Paul spielt dabei eine Rolle, sondern Technik im Allgemeinen, da Emmas Familie nicht nur ein selbstfahrendes Auto besitzt, sondern auch in einem SmartHome lebt. Familienclouds, selbst einkaufende Kühlschränke, Duschen, die die persönlichen Vorlieben jedes Bewohners erkennen und Licht, dass auf ein Händeklatschen reagiert, zeichnen ein erschreckendes Bild der Zukunft, während die Geschichte doch offensichtlich ganz aktuell verankert ist. Die technischen Möglichkeiten, ihre Vorteile und Risiken nutzt die Autorin geschickt aus, um eine spannende Geschichte mit interessanten Ideen und überraschenden Wendungen zu erzählen.

Diese Spannung hält sich leider nicht bis ganz zum Ende, weil die schlussendliche Lösung des Problems wirklich sehr seicht ist und für mich viel zu schnell abgehandelt wurde. Überhaupt war die Geschwindigkeit manchmal ein großes Problem. Protagonistin Emma ist nicht nur unglaublich naiv, sie überstürzt auch alles. Sie lernt Paul zu Beginn des Buches kennen, sofort ist er ein Vertrauter und nach kaum zwei Dutzend Nachrichten will sie ihn schon treffen. Bei dem Tempo konnte ich leider überhaupt nicht folgen. Für mich hat es sich nie so angefühlt als würde Paul sie mehr verstehen als andere Menschen in ihrem Leben. Weshalb sie so begeistert von ihm war, konnte ich auch nicht nachvollziehen. Ihre Emotionen schwappten schneller hin und her als ich folgen konnte. Das betraf sowohl ihre Trauer um ihren Bruder, die manchmal einfach aus dem Nichts ausbrach und wenige Sätze später genauso schnell wieder verschwunden war, als auch ihre Gefühle gegenüber anderen Charakteren. Durch diese überstürzten Wechsel fehlte mir oftmals die emotionale Tiefe.


Die Idee des Buches ist sehr interessant. Die Autorin hat ein spannendes Buch geschrieben, das wie ein Science-Fiction-Roman klingt, erschreckenderweise aber in schon in diesem Jahr spielt. Zudem gab es überraschende Enthüllungen, da der Klappentext zum Glück weniger spoilert als erwartet. Leider lebt die Geschichte von einer unendlich naiven Protagonistin. Es war mir unmöglich, mich mit Emma zu identifizieren, die zu gleichen Teilen naiv, blind und vertrauensselig ist. Zudem überstürzt sie alles, sodass ich ihr insbesondere auf emotionaler Ebene nicht folgen konnte. Viele Aspekte waren für mich schlichtweg nicht nachvollziehbar, weil sie abgehandelt waren, bevor ich mich emotional darauf einlassen konnte. „Cloud“ ist zwar ein interessantes, spannendes Buch, aber leider mit einer echt schrecklichen Protagonistin, sodass ich nur drei Schreibfedern vergeben kann.

Donnerstag, 7. September 2017

[Rezension] Nevernight: Die Prüfung – Jay Kristoff


Titel: Nevernight – Die Prüfung
Autor: Jay Kristoff
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 24. August 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 699
ISBN: 978-3-596297-57-3
Preis: 22,99 € [D]


Mia Corvere ist ein Kind der Schatten, und sie kennt nur ein einziges Ziel: Rache an den Männern zu üben, die ihre Familie zerstört haben. Ihre Feinde sind die Mächtigen des Reiches – ein General, ein Konsul und ein Kardinal –, doch Mia ist zu allem entschlossen. Sie macht sich auf den Weg zur Enklave der Roten Kirche, einem geheimen Assassinenorden, um die Kunst des Tötens zu erlernen.


- Die Prüfung (Teil 1)
- noch unbekannt (Teil 2)
- noch unbekannt (Teil 3)


Wenn Menschen sterben, scheißen sie sich oft in die Hosen.
(Seite 9)


Dieses Buch ist ein klassischer Fall von „Gut gedacht, schlecht gemacht“. Zwischendurch war ich so genervt von der Geschichte, dass ich sie beinahe pausiert und ein zweites Buch nebenher gelesen hätte – und das mache ich wirklich nie. Ich bin dann doch dabei geblieben, weil es nach diesem ersten Tiefpunkt bald wieder bergauf ging. So wechselhaft blieb dann leider das gesamte Buch, weil sich an jede gute Idee ein erzählerischer Tiefpunkt angeschlossen hat.

Grundsätzlich ist das Buch sehr anders als die Bücher, die ich bisher gelesen habe. Es handelt sich nicht um einen Roman, sondern um eine Chronik – die Chronik des Lebens der Mia Covere. Dementsprechend spielt das Buch einmal auf der Ebene der Geschichte um Mia und einmal auf der Ebene des erzählenden Chronisten. Dieser bislang namenlose Chronist schreibt das Vor- sowie das Nachwort, spricht den Leser immer wieder direkt an und versieht die Erzählung mit Fußnoten, wenn Erklärungen zu Ereignissen oder Wesen notwendig sind. Am Anfang fand ich die Idee faszinierend, nicht einfach eine Fantasygeschichte zu lesen, sondern zu lesen, wie jemand diese Fantasygeschichte erzählt. Mit der Zeit gefiel mir das aber immer weniger.
Der Hauptgrund dafür ist, dass die Fußnoten mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben. Zum einen konnte ich nicht richtig in die Geschichte eintauchen, weil ich sie immer wieder verlassen musste, um stattdessen am Fuß der Seite Erklärungen nachlesen. Bei einem so dicken Buch war es echt anstrengend, mir die ganze Zeit der Tatsache bewusst zu sein, dass ich bloß ein Buch lese, statt die Geschichte mitzuerleben. Zum anderen beinhalteten die Fußnoten manchmal ganze geschichtliche Abrisse, die auf der nächsten Seite noch weiter gingen, sodass ich am Ende der Fußnote nicht mehr wusste, wo ich denn gerade eigentlich im Text unterbrochen wurde. Mehrfach habe ich an der falschen Stelle weiter gelesen und musste dann noch mal zurück blättern. Nachdem sich die erste Begeisterung über diesen ungewöhnlichen Erzählstil gelegt hatte, war das einfach nur noch nervig. Zum Glück wurden es mir der Zeit weniger Fußnoten, da nicht mehr so viele Erklärungen notwendig waren.

Genau so verhält es sich auch mit allen anderen Aspekten des Buches. Zu Beginn gefiel mir immer alles gut, es war überraschend, spannend und interessant. Aber dann folgte ziemlich bald ein Tiefpunkt, bevor es mit einer neuen Idee und einem neuen Höhepunkt weiter ging. Das liegt hauptsächlich daran, dass der Autor jedes Mal den Moment verpasst hat, in dem er sich einer neuen Idee oder Entwicklung hätte zuwenden sollen. Mias Weg zur Roten Kirche ist am Anfang durchaus spannend, gerade weil die Welt mir noch nicht bekannt war. Auch die Beschreibungen des Unterrichts haben mich interessiert, unter anderem weil die Ausbildung mit potenziell tödlichen Prüfungen verbunden ist. Allerdings hat der Autor jeden dieser Aspekte dann in aller Ausführlichkeit unendlich lang ausgewalzt, bis mir selbst die tollste Idee zum Hals heraushing. Der Unterricht an der Assassinenschule hat mich sehr interessiert, aber 400 Seiten lang muss ich das dann beim besten Willen doch nicht lesen.

Die Idee des Buches hat mir gut gefallen. Hätte es nur halb so viele Seiten gehabt, wäre es ein echtes Highlight geworden. Das wurde besonders auf den letzten 100 Seiten deutlich, als die Handlung immer weiter ging, jede Menge passiert ist und eine Situation in die nächste überging. Da war das Buch nämlich richtig spannend und hatte eine überraschende Wendung parat, mit der ich absolut nicht gerechnet habe. Es hätte echt genial sein können. Nur war es vorher leider eine Berg- und Talfahrt, denn das Buch hat zu viel von allem: zu viele Adjektive, zu viele Metaphern, zu viele Beschreibungen, zu viele Seiten, zu viel bildliche Sprache, zu viele vollkommen unwichtige, namenlose Tote und vor allem zu viele Fußnoten.


Wäre das gesamte Buch so spannend, mitreißend und überraschend gewesen wie die letzten 100 Seiten, wäre es ein absolutes Highlight geworden. Leider ist es davor eine Berg- und Talfahrt. Der Autor hatte viele gute Ideen und spannende Ansätze, die er dann leider so lang ausgewalzt hat, dass ich einfach nur noch genervt war, bis endlich die nächste Idee umgesetzt wurde. Zudem ist das Buch nicht als Roman konzipiert, sondern als Chronik, sodass ein Chronist die Geschichte erzählt und Anmerkungen macht. Am Anfang fand ich das noch faszinierend, aber mit der Zeit gingen mir die unzähligen Fußnoten dermaßen auf die Nerven, dass ich das Buch beinahe vorerst pausiert hätte. „Nevernight: Die Prüfung“ ist gut gedacht, aber teilweise schlecht gemacht, weil das Buch einfach viel zu viel von allem hat, sodass ich nur drei Schreibfedern vergeben kann.