Sonntag, 4. November 2018

[Leseplanung] November 2018

Da der Oktober der lesereichste Monat war, den ich jemals hatte, war es kein Problem, die ausgesuchten vier Bücher dort unterzubringen. Dementsprechend habe ich tatsächlich meine ganze Liste abgearbeitet und damit Reihen beendet und SuB-Leichen weggelesen. Für den November habe ich mir ein paar dickere Bücher vorgenommen, die auch weniger den klassischen Jugendbuch-Mustern entsprechen. Ich habe nämlich das Gefühl, den Jugendbüchern langsam zu entwachsen.


Rückblick auf die Liste aus dem Oktober
"Nemesis 2: Verräterisches Herz" von Anna Banks
"Windfire" von Lynn Raven
"Witch Hunter 2: Herz aus Dunkelheit" von Virginia Boecker
"Das Lied der Wächter 1: Das Erwachen" von Thomas Erle



    Liste für den November

    Palace of Silk: Die Verräterin (Bd. 2) (Q)
    Der erste Teil der Reihe von C. E. Bernard hat mir überraschend gut gefallen. Deshalb hatte ich mich sehr gefreut, dass die Fortsetzungen im Zwei-Monats-Rhythmus veröffentlicht wurden. Allerdings bin ich dann schon beim zweiten Band nicht mehr mit dem Lesen hinterher gekommen. Das möchte ich diesen Monat ändern, denn es gibt eine Menge Figuren in dieser Reihe, auf deren Entwicklung ich sehr gespannt bin.

    Magie (Q)
    Das Buch von Trudi Canavan liegt schon seit Ewigkeiten auf meinem SuB. Ihre Reihe "Die Gilde der Schwarzen Magier" habe ich damals geliebt, deshalb musste die Vorgeschichte auch bei mir einziehen. Jetzt habe ich endlich so richtig Lust, nochmals in die Welt einzutauchen, weil sie in meiner Erinnerung durchaus spannend und komplex war. Hoffen wir, dass meine Erinnerung mir da keinen Streich spielt.

    Weltenwanderer 2 und 3: Die Verzauberung der Schatten (Q) und Die Beschwörung des Lichts (Q)
    Auch der erste Teil der Reihe von V. E. Schwab hat mich damals positiv überrascht. Beide Erzähler haben es mir sehr angetan, genau wie die Tatsache, dass auch eine Liebesgeschichte verzichtet wurde. Lange hat es gedauert, bis ich Lust auf die seitenreichen Fortsetzungen hatte, aber jetzt habe ich den zweiten Teil sogar schon angefangen und bin wieder begeistert.

    Donnerstag, 1. November 2018

    [Statistik] Oktober 2018

    Der Oktober war bezüglich der Seitenzahlen der lesereichste Monat, den ich jemals hatte. Es zeigt deutlich Wirkung, dass ich wieder bei meinen Eltern lebe und daher keinen ganzen Haushalt mehr zu schmeißen habe. Mit der Masterarbeit bin ich tatsächlich auch ein wenig vorwärts gekommen. Da aktuell aber unser Badezimmer renoviert wird (unter lautem Getöse!), läuft es da nicht wirklich weiter momentan. Umso mehr Zeit habe ich zum Lesen. Ich hoffe sehr, dass es im November so erfolgreich weiter geht. Vor allem bin ich ein bisschen stolz darauf, dass ich meine gesamten Neuzugänge direkt gelesen habe.


       NEUZUGÄNGE
    • "The Summoner's Handbook" von Taran Matharu [ Kauf | gelesen ]
    • "Die Farben des Blutes 4: Wütender Sturm" von Victoria Aveyard [ Kauf | gelesen ]
    • "What if it's us" von Becky Albertalli und Adam Silvera [ Kauf | gelesen ]
    • "Prince's Gambit" von C. S. Pacat [ Kauf | gelesen ]
    • "Kings Rising" von C. S. Pacat [ Kauf | gelesen ]
    • "Mortal Engines 1: Krieg der Städte" von Philip Reeve [ Kauf | gelesen ]

       GELESEN
    > 11 Bücher | 4.413 Seiten | Ø 3,82 Sterne | Ø 124,2 Tage auf dem SuB <



    HIGHLIGHT DES MONATS



    ENTTÄUSCHUNG DES MONATS

    Mittwoch, 31. Oktober 2018

    [Rezension] Witch Hunter 2: Herz aus Dunkelheit – Virginia Boecker


    Titel: Witch Hunter – Herz aus Dunkelheit
    Autor: Virginia Boecker
    Verlag: dtv
    Erscheinungsdatum: 11. November 2016
    Einband: Hardcover
    Seiten: 374
    ISBN: 978-3-423761-51-2
    Preis: 17,95 € [D]

    Klappentext
    Elizabeth Greys früherer Lehrmeister Blackwell hat sich als Hexenmeister zu erkennen gegeben und den Thron Anglias an sich gerissen. Sie brennt darauf, gegen ihn anzutreten. Doch ihren größten Schutz, die Kraft ihres Stigmas, hat Elizabeth auf den Heiler John übertragen. Wie hätte sie ahnen können, dass er sich dadurch bis zur Unkenntlichkeit verändert? Ohne das Stigma bleiben ihr nur noch die eigene Kraft und ihre Fähigkeiten als Kämpferin im Krieg gegen Blackwell. Aber muss sie sich selbst und ihre Liebe aufgeben, um ihn zu besiegen?

    Einordnung
    - Witch Hunter (Teil 1)
    - Herz aus Dunkelheit (Teil 2)

    Erster Satz
    Ich sitze auf der Bettkante und warte.
    (Seite 7)

    Rezension
    Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

    Schon in der Rezension zum ersten Band habe ich geschrieben, dass Protagonistin Elizabeth es nie geschafft hat, Emotionen bei mir auszulösen, obwohl sie sogar als Ich-Erzählerin fungiert. Das kann ich für den zweiten Teil leider nur wiederholen. Ich bin nie warm mit ihr geworden, sodass mich ihre Gefühle auch nicht mitgerissen haben. Eher im Gegenteil, denn diesmal verbringt sie ziemlich viel Zeit damit, in melancholischer Schmachterei über John nachzudenken. Leider gab es auch keinen anderen Charakter, der ihre Stelle hätte einnehmen können. Lediglich Skyler fand ich in Ansätzen interessant; die übrigen Figuren waren mir schlichtweg gleichgültig. Damit ist ein Teil der Spannung weggebrochen, weil ich die Kämpfe und die finale Schlacht völlig unbeteiligt gelesen habe. Es gab einige Todesfälle, aber keiner davon hat mich berührt.

    Aber auch abgesehen von den Charakteren habe ich mich mit diesem Buch schwer getan. Die meiste Zeit fand ich es langweilig. Blackwells Ziel wurde schon früh verraten, sodass nichts an der Geschichte mich mehr neugierig gemacht hat. Nach weniger als einem Drittel hatte ich schon keine Lust mehr auf das Buch, sodass ich es pausiert habe. Zwei Wochen später habe ich es beendet, aber auch der Rest hatte wenig Tiefe. Ich habe einfach keinen Aspekt gefunden, der mich packen konnte. Alles drehte sich im Kreis, bis die Zeit zur finalen Schlacht endlich vergangen war. Da Elizabeth aber zuerst im Rausch ist und sich dann zurückzieht, war selbst das Aufeinandertreffen tausender Soldaten und Magier dröge und oberflächlich. Kurzzeitig interessanter wurde die Handlung nur, als John zwischenzeitlich von der Bildfläche verschwindet und Elizabeth sich daraufhin mit anderen Dingen als den Gedanken an ihn beschäftigt. Diese Phase hielt aber leider nur kurz an.

    Außerdem muss ich sagen, dass ich während des Lesens mehrfach verwirrt war und öfter das Gefühl hatte, dass Dinge keinen rechten Sinn ergeben oder nicht bis zum Schluss durchdacht waren. Beispielsweise wurden die Veränderungen, die das Stigma bei John auslöst, zwar immer wieder angerissen und zumindest genannt, wenn auch nicht beschrieben, aber dieser Zustand endet von einer Seite auf die andere, als er der Geschichte nicht mehr nützlich ist, weil John wieder gebraucht wird. Außerdem habe ich bis zum Schluss nicht so richtig durchschaut, welches Gebiet nun zu welchem Land gehörte, aus welchen Gründen die Nachbarländer die Rebellion unterstützen, wo da plötzlich die Verbündeten herkamen und welchen Sinn eine gegen Ende stattfindende arrangierte Ehe hat. Das sind nur einige der Fragen, die ich mir nach wie vor stelle. Den Höhepunkt der finalen Schlacht verstehe ich auch nicht, weil ich den spärlichen Erklärungen nicht folgen konnte. Vor diesem Problem habe ich mehrfach gestanden, weil ich viele Dinge einfach hinnehmen musste, da sie die Handlung zwar weiter gebracht haben, aber ohne jegliche Erklärung eingebaut wurden.

    Fazit
    Wie schon im ersten Teil bin ich mit Elizabeth nicht warm geworden. Sie war mir genauso gleichgültig wie die anderen Charaktere, sodass ich auch Todesfälle unbeteiligt gelesen habe. Diesmal fand ich auch die Handlung langweilig, weil sie sich im Kreis drehte und wenig Tiefe hatte. Zudem hinterlässt mich das Buch mit mehr Fragen uals Antworten, weil viele Aspekte nicht oder nur unzureichend erläutert wurden oder keinen Sinn ergaben. „Witch Hunter – Herz aus Dunkelheit“ konnte mich nicht überzeugen und bekommt dafür nur zwei Schreibfedern.