Mittwoch, 18. Juli 2018

Neuzugänge #99

Natürlich gibt es auch in diesem Monat wieder Neuzugänge bei mir. Obwohl ich mitten im Umzug bin und deshalb eigentlich meinen SuB jetzt möglichst weg lesen sollte, sind drei neue Bücher bei mir einzogen, die die entstandenen Lücken sofort füllen. Es erscheinen einfach zu viele Reihenfortsetzungen im Moment. Dafür sind zwei Bücher aber auch gleichzeitig das Ende der jeweiligen Reihe. Wenn bei mir dieses Jahr irgendetwas läuft, dann ist es das Beenden von Reihen. Und nachdem die letzten Neuzugänge ausschließlich aus dem Carlsen Verlag stammten, ist dieses Mal wohl die Verlagsgruppe Randomhouse dran.


Rebellin der tausend Sterne [Bd. 2] (Q)
Das Setting des ersten Teils der Reihe von Rhoda Belleza hat mich verwirrt, sonst hatte mir das Buch aber gut gefallen. Jetzt ist der zweite Teil erschienen und ich konnte ihn als Rezensionsexemplar ergattern. Deshalb und um eine weitere beendete Reihe auf meiner Liste hinzufügen zu können, habe ich das Buch auch schon angefangen. So richtig gepackt hat es mich bisher allerdings nicht. Zwar gibt es momentan noch keine verwirrende Irrfahrt durch die Weiten der Galaxie, aber auch die kriegerischen Auseinandersetzungen der diversen Planeten und Monde können mich bislang nicht mitreißen.


Palace of Silk: Die Verräterin [Bd. 2] (Q)
Der erste Teil der Reihe von C. E. Bernard hat mich ausgesprochen positiv überrascht. Das Buch war spannend und hatte viele interessante Charaktere aufzubieten. Deshalb ist jetzt auch der zweite Band bei mir eingezogen. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, da mit Paris diesmal wohl eine Stadt besucht wird, in der Umgang mit den Magdalenen deutlich anders ist. Das Buch werde ich sicher bald zur Hand nehmen, da in fünf Tagen ja auch schon der finale Teil erscheint.


Nemesis 2: Verräterisches Herz (Q)
Noch ein neuer zweiter Teil in meinem Regal ist das Buch von Anna Banks. Auch mit diesem Buch werde ich eine Reihe beenden können. Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern, worum es im ersten Band ging. Aber ich weiß noch, dass er mich positiv überrascht hat und ich schon sehr neugierig auf den nächsten Teil war. Hoffentlich gefällt mir dieser wieder genauso gut. Er steht auf jeden Fall als nächstes auf der Leseliste.

Montag, 16. Juli 2018

[Rezension] Helden des Olymp 5: Das Blut des Olymp – Rick Riordan


Titel: Helden des Olymp – Das Blut des Olymp
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 02. Oktober 2015
Einband: Hardcover
Seiten: 512
ISBN: 978-3-551556-05-9
Preis: 18,99 € [D]

Klappentext
Die Erdgöttin Gaia ist stark wie nie – ihre Armee aus Riesen ist auferstanden und sie selbst steht kurz davor! Sie braucht nur noch das Blut zweier Halbgötter, um vollends zu erwachen und die Herrschaft über die Welt an sich zu reißen. Und dieses Blut wollen ihr Percy und seine Freunde auf keinen Fall geben! Doch wie sollen sie gegen die Monsterarmee bestehen? Und wie können sie gleichzeitig den drohenden Krieg zwischen römischen und griechischen Halbgöttern daheim im Camp Half-Blood verhindern? Jetzt geht es um alles ...

Einordnung
- Der verschwundene Halbgott (Teil 1)
- Der Sohn des Neptun (Teil 2)
- Das Zeichen der Athene (Teil 3)
- Das Haus des Hades (Teil 4)
- Das Blut des Olymp (Teil 5)
Die Reihe spielt nach den Ereignissen aus „Percy Jackson“ und vor den Reihen „Magnus Chase“ und „Die Abenteuer des Apollo“.

Erster Satz
Jason fand es schrecklich, alt zu sein.
(Seite 7)

Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten vier Teile enthalten!

Nachdem ich dieses Buch direkt im Anschluss an den absolut epischen vierten Teil der Reihe gelesen habe, ist es wohl keine Überraschung, wenn ich sage, dass dieser Band mir nicht ganz so gut gefallen hat. Es ist ein guter Abschlussband, das steht außer Frage. Trotzdem gibt es einige Details, die ich mir anders gewünscht hätte. Beispielsweise blieb zwischenzeitlich die Spannung etwas auf der Strecke, vermeintliche Todesfälle wurden sehr schnell aufgelöst und meine emotionale Involviertheit war deutlich geringer als im vorherigen Band. Das ist allerdings wirklich Jammern auf hohem Niveau.

Besonders hängen geblieben ist mir in dem Zusammenhang die Schlacht gegen die Riesen, weil sie absolut untypisch für ein Buch von Rick Riordan war. Während alle Kämpfe und die angewendeten Tricks normalerweise ausführlich beschrieben werden, wurde dieser Kampf schnell und oberflächlich abgehandelt. Die Riesen sind da, die Helden kommen, die Götter kommen, die Riesen sind tot, weiter geht’s. Ich meine, wir haben schon unzählige Riesen sterben sehen, da muss nicht auch noch diese Schlacht ausführlich beschrieben werden. Und natürlich findet der Showdown am Camp Half-Blood statt, wo die Helden möglichst schnell hin zurück müssen, aber nachdem dieses Buch 100 Seiten kürzer ist als der vorherige Teil, wäre in meinen Augen genug Platz gewesen, um auch diesen Kampf anständig auszutragen. Dass stattdessen alles auf nur sieben Seiten abgehandelt wird, hat mich kurzfristig etwas aus dem Konzept gebracht.

Der Großteil der Geschichte hat mich trotzdem wieder gefesselt. Mir hat insbesondere gefallen, dass das Buch beide Missionen verfolgt. Die Besatzung der Argo II, die nun genau der Weissagung entspricht, setzt ihren Weg fort, um Gaia aufzuhalten. Gleichzeitig wird immer wieder auch von Reynas Mission erzählt, die Statue zum Camp Half-Blood zu bringen und den Krieg zwischen den Halbgöttern zu verhindern. Dadurch wird die Spannung enorm gesteigert, denn während von der einen Mission berichtet wird, ist völlig unklar, wie es den anderen Halbgöttern geht.
Sehr gefreut hat mich auch, dass endlich ein Teil der Geschichte aus Nicos Perspektive berichtet wird. Er ist so ein interessanter Charakter, den wir aus den Augen so vieler anderer Figuren gesehen haben (die, wenn wir ehrlich sind, zum Großteil keinerlei Ahnung haben, wie es wirklich in ihm aussieht), dass ich mich richtig darüber gefreut habe, nun auch einmal die Welt aus seinen Augen zu sehen. Außerdem bietet diese neue Perspektive die Möglichkeit, weitere überraschende Freundschaften (und mehr) entstehen zu lassen, die mich auch dieses Mal wieder begeistert haben.

Fazit
Das Buch ist ein gelungener Abschlussband. Es ist zum Großteil fesselnd, verfolgt sowohl die Argo II als auch Reynas Mission und beglückt den Leser mit Schilderungen aus Nicos Perspektive. Einige kleine Details haben mir nicht ganz so gut gefallen, beispielsweise ein oberflächlich abgehandelter Kampf und die geringe Anzahl an Situationen, die mich emotional wirklich mitgenommen haben. Das ist allerdings Jammern auf sehr hohem Niveau, denn „Das Blut des Olymp“ bekommt vier Schreibfedern von mir.


Samstag, 14. Juli 2018

[Rezension] Helden des Olymp 4: Das Haus des Hades – Rick Riordan


Titel: Helden des Olymp – Das Haus des Hades
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 21. Oktober 2014
Einband: Hardcover
Seiten: 607
ISBN: 978-3-551556-04-2
Preis: 18,99 € [D]

Klappentext
Percy und Annabeth haben es mit ihren Freunden durch Luft und Wasser bis nach Rom geschafft. Doch nun steht alles auf dem Spiel: Die Erdgöttin Gaia und ihre Armee aus Riesen können sie nur aufhalten, wenn sie die Tore des Todes von beiden Seiten gleichzeitig verschließen.
Gut, dass Percy und Annabeth ohnehin durch einen Felsschlund in die Unterwelt gestürzt sind, da können sie gleich auf die Suche nach ihnen gehen. Und ihre Freunde müssen die oberirdische Seite der Tore finden. Werden sie es rechtzeitig schaffen und den Untergang des Olymps verhindern?

Einordnung
- Der verschwundene Halbgott (Teil 1)
- Der Sohn des Neptun (Teil 2)
- Das Zeichen der Athene (Teil 3)
- Das Haus des Hades (Teil 4)
- Das Blut des Olymp (Teil 5)
Die Reihe spielt nach den Ereignissen aus „Percy Jackson“ und vor den Reihen „Magnus Chase“ und „Die Abenteuer des Apollo“.

Erster Satz
Beim dritten Angriff hätte Hazel fast einen Felsquader gegessen.
(Seite 7)

Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten drei Teile enthalten!

Eine Zusammenfassung des Buches in zwei Worten: Epische Charakterentwicklung. Die Reise der Figuren durch die Alte Welt geht weiter, die Handlung wird fortgesetzt und die Schlacht spitzt sich zu, aber dieses Buch steht eindeutig unter dem Stern der Charakterentwicklung. Der Leser kennt alle Charaktere und diese kennen sich jetzt auch gegenseitig, sodass sich das gesamte dicke, lange Buch mit der Weiterentwicklung der Charaktere und der Beziehungen beschäftigt. Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen, wie unfassbar gut mir das gefallen hat. Jede Figur findet im Laufe dieses Buches durch die verschiedenen Gegner, Hindernisse und Schwierigkeiten etwas über sich selbst heraus. Jeder von ihnen wird ein Stück mächtiger, indem er oder sie sich der Wahrheit stellt und sie anerkennt.
Doch auch die Beziehungen entwickeln sich weiter. Die Romanzen werden reifer und vertrauensvoller. Es entwickeln sich aber auch neue, sehr starke Freundschaften, insbesondere zwischen Nico und Jason. Zwischen diesen beiden entstehen eine solche Verbundenheit und Loyalität, dass es mir mehrfach die Tränen der Rührung in die Augen getrieben hat. Doch auch als Nico und Frank ihre Fähigkeiten auf unerwartete Weise kombiniert haben, hatte ich wirklich Gänsehaut. Die meisten Figuren mochte ich auch vor diesem Buch schon, aber durch ihre individuelle Entwicklung sowie die Entwicklung ihrer Beziehungen habe ich sie alle sehr, sehr fest ins Herz geschlossen.

Ein weiterer Punkt, der mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, betrifft wieder die Charaktere. Diesmal jedoch nicht die Kämpfer auf der Argo II, sondern all die Charaktere, die Percy und seine Freunde im Laufe der bisherigen acht Bücher kennengelernt haben. Die Mannschaft der Argo II trifft auf einige bekannte Wesen, doch insbesondere Percy und Annabeth sehen im Tartarus eine ganze Menge bekannte Gesichter wieder. Sie treffen Monster, die sie getötet haben, und Freunde, die im Kampf gefallen sind. Ihre Wanderung durch den Tartarus hat bei mir richtiggehend Nostalgie ausgelöst. Es ist so lange her, dass ich die „Percy Jackson“-Reihe gelesen habe. So unerwartet Gegner sowie Monster-Freunde vor die Nase gesetzt zu bekommen, war einfach wunderschön. Ich habe mich über jede bekannte Figur gefreut, selbst wenn es böse Monster waren, die Percy selbst im Tod noch vernichten wollten.

Ganz nebenbei werden in diesem Band auch eine ganze Menge Fragen beantwortet, die sich Fans schon seit langer Zeit stellen. Es beginnt mit der Wanderung durch den Tartarus, dem letzten noch unbekannten Gebiet. Er wird ausführlich beschrieben und ist wirklich der gruseligste Ort, den jemals ein Halbgott betreten hat. Doch nicht nur das, auch viele andere Details werden eingestreut, wie beispielsweise die Antwort auf die Frage, ob Springflut in Kugelschreiberform eigentlich schreiben kann. Damit ist dieses Buch wirklich ein Geschenk für jedes Fanherz. Ich für meinen Teil mochte jedenfalls alle bisherigen Bände mit Percy Jackson unglaublich gern, kann aber ohne zu zögern sagen, dass „Das Haus des Hades“ mein absoluter Liebling ist. Rick Riordan erzählt auf einem sehr, sehr hohen Niveau, aber dieses Buch ist wirklich das Sahnehäubchen seiner bisherigen Arbeit. Doch mal ehrlich, wie kann es auch anders sein bei einem Buch, das mit der folgenden Widmung beginnt: „Für meine wunderbaren Leserinnen und Leser. Das mit dem letzten Cliffhanger tut mir leid. Na ja, vielleicht doch nicht. HAHAHAHAHA. Aber jetzt mal im Ernst: Ich liebe euch, Leute.“

Fazit
Ich liebe dieses Buch. Es hat mehr Charakterentwicklung als ich in Worte fassen kann. Individuell ist jeder einzelne Charaktere reifer und mächtiger geworden; die Freundschaften und Kampfbündnisse haben mir Gänsehaut und Tränen der Rührung beschert. Außerdem ist das Nostalgie-Niveau sehr hoch, denn es tauchen unzählige seit „Diebe im Olymp“ altbekannte Figuren wieder auf: Gegner sowie Freunde. Fans werden sich zudem über die Beantwortung zahlreicher im Grunde nebensächlicher Fragen freuen. „Das Haus des Hades“ ist mein absolutes Lieblingsbuch von Rick Riordan und bekommt alle fünf Schreibfedern, obwohl es die Skala eigentlich sprengt.