Donnerstag, 28. Dezember 2017

[Rezension] Ein Junge namens Weihnacht – Matt Haig


Titel: Ein Junge namens Weihnacht
Autor: Matt Haig
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 266
ISBN: 978-3-423280-88-4
Preis: 18,00 € [D]


Wie war das eigentlich, als der Weihnachtsmann noch ein Junge war? Er hieß Nikolas, wuchs in großer Armut mitten in Finnland in einer kleinen Holzhütte auf – und dies ist seine wahre Geschichte. Der elfjährige Nikolas begibt sich allein auf eine gefährliche Reise an den Nordpol, um seinen Vater zu finden. Er besteht haarsträubende Abenteuer, begegnet fliegenden Rentieren, einer Elfe, einem gewalttätigen Troll – und er stellt fest: Wichtel gibt es wirklich! In ihm reift ein Entschluss: Er will die Welt zu einem glücklicheren Ort machen. Wie er dieses Ziel erreicht und wie er dabei zum Weihnachtsmann wird – das verrät dieses Buch.


- Ein Junge namens Weihnacht (Teil 1)
- Das Mädchen, das Weihnachten rettete (Teil 2)
- Father Christmas (dt. unbekannt, Teil 3)


Hier vor dir hast du die ganz und gar wahre Geschichte des Weihnachtsmanns.
(Seite 9)


Der Weihnachtsrausch hat mich gerade voll erwischt und mit seinem Roman „Ich und die Menschen“ konnte Matt Haig mich so begeistern, dass ich mir sein neues Weihnachtsbuch unbedingt kaufen musste. Auch hier erzählt er wieder eine fantastische, mitreißende Geschichte. Protagonist Nikolas trifft auf fliegende Rentiere, zaubernde Wichtel und Elfen, die nur die Wahrheit sagen können. Der Autor hat seine Fantasie spielen lassen und eine schöne Weihnachtsgeschichte erzählt.

Die Idee, aus der Kindheit des Weihnachtsmannes zu berichten und zu erzählen, wie aus dem kleinen Jungen der Weihnachtsmann geworden ist, ist sehr interessant. Von Anfang an wird deutlich, dass Nikolas ein herzensguter Junge ist. Er ist bitterarm, hat bisher nur zweimal Weihnachtsgeschenke bekommen und sein einziger Freund ist eine kleine Maus. Trotzdem ist er nicht verbittert, sondern zufrieden mit dem, was er hat. Es war faszinierend zu verfolgen, wie er nach und nach seine Bestimmung findet. Er erfährt viele Rückschläge im Leben, doch er behält immer die Güte. Außerdem erfährt er am eigenen Leib, wie wichtig ist es, an irgendetwas zu glauben und Hoffnung zu haben. Dass das Weihnachtswunder hauptsächlich durch den Glauben daran entsteht, ist eine absolut weihnachtliche Botschaft.

Allerdings finde ich, dass das Buch eher für ältere Kinder und Erwachsene geeignet ist. In der Grundstimmung war es relativ düster. Nikolas ist ein armer Junge, dessen Mutter früh bei einem Bärenangriff gestorben ist, dessen grausame Tante ihn draußen im Schnee schlafen lässt und dessen Vater verschwindet, sodass er ihn suchen muss. Die Reise ist gefährlich und er wandelt am Rande des Todes. Dann muss er feststellen, dass viele Dinge nicht so sind wie er dachte. Er verliert alles, was ihm etwas bedeutet. Mich hat das Buch eher in traurige, melancholische Stimmung versetzt. Die Geschichte war schön, berührend und voller interessanter Ideen, um ein fröhliches Kinderweihnachtsbuch handelt es sich aber eindeutig nicht.


Diese Weihnachtsgeschichte von Matt Haig hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine faszinierende Idee, von der Kindheit des Weihnachtsmannes zu berichten und zu erzählen, wie er zu der Figur geworden ist, die wir alle kennen. Dabei fließen viele fantastische Elemente ein und Glaube sowie Hoffnung spielen eine große Rolle. Insgesamt finde ich das Buch aber eher für ältere Kinder und Erwachsene empfehlenswert, weil es doch oft sehr traurig, düster und manchmal auch gewalttätig ist. „Ein Junge namens Weihnacht“ bekommt daher vier Schreibfedern von mir.

Kommentare:

  1. Grüße :D,

    Ich mag den Autoren auch sehr gerne und bestimmt dürfen wir uns nächstes Jahr auf "Father Christmas" freuen :D Ob Mama Weihnachtsmann auch noch zu Wort kommt? :D Außerdem sind die Cover auch wirklich wunderschön gemacht. Zum verlieben ♥

    Tintengrüße von der Ruby

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    1. Hey Ruby,

      ich denke auch, dass Ende 2018 der dritte Teil übersetzt werden wird. Vorher macht es wenig Sinn, da Weihnachten ja vorbei ist. Die Idee mit Mother Christmas finde ich aber auch interessant. Warten wir es mal ab. ;)

      Liebe Grüße,
      Jenny

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