Mittwoch, 27. Dezember 2017

[Rezension] Hinter verzauberten Fenstern – Cornelia Funke


Titel: Hinter verzauberten Fenstern
Autor: Cornelia Funke
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 01. Oktober 2009
Einband: Softcover
Seiten: 181
ISBN: 978-3-596809-27-1
Preis: 8,95 € [D]


Warum hat mein blöder kleiner Bruder Olli den schönen Schokoladenadventskalender bekommen und ich nur diesen doofen Papieradventskalender, ärgert sich Julia. Doch das auf ihrem Kalender abgebildete Haus glitzert so silbrig und geheimnisvoll, dass Julia der Versuchung nicht widerstehen kann und das erste Fenster ihres Kalenderhauses öffnet. Da bemerkt sie, dass das Haus bewohnt ist und dass sie die Menschen, die darin leben, besuchen kann. Damit beginnt ein ganz ungewöhnliches Abenteuer ...


Das Buch ist kein Teil einer Reihe.


Draußen wurde es dunkel, und es schneite immer noch.
(Seite 7)


Bisher hatte ich mit Cornelia Funkes Büchern nicht so viel Glück, weil sie mich meist gelangweilt haben. Leider gilt das auch für „Hinter verzauberten Fenstern“. Zu Beginn fand ich die Geschichte noch ganz interessant, das verläuft sich aber leider schnell. Julia öffnet das erste Türchen ihres Adventskalenders und findet sich plötzlich in ihrem Kalender wieder, wo sie einen der Bewohner trifft. Das hat mir gut gefallen, leider trifft sie dann in den nächsten Tagen einfach nur immer mehr Bewohner, wenn sie nicht gerade in ihrer eigenen Welt ist und sich mit ihrem Bruder streitet. Am Ende des Buches kommt die Handlung noch einmal etwas in Schwung, allerdings war sie so vorhersehbar und unrealistisch, dass sie mich auch dann nicht begeistern konnte. Für künstlerische Freiheit und Fantasie bin ich immer zu haben, aber in dieser Geschichte war mir zu viel an den Haaren herbei gezogen.

Beim Lesen kam auch keine Weihnachtsstimmung auf. Der Adventskalender ist der Aufhänger für die Geschichte, ansonsten hat das Buch damit aber nicht viel zu tun. Es fängt mit dem Aufbau an, weil das Buch 16 Kapitel hat, sodass nicht jeden Tag eines gelesen werden kann. Außerdem spielt die Geschichte an elf Tagen, von denen einige einfach übersprungen werden. Und nicht zuletzt öffnet Julia die Türchen willkürlich. Manche öffnet sie gar nicht, dafür öffnet sie am elften Tag schon Nummer 24. Dadurch kam für mich keine positive, weihnachtliche Stimmung auf.

Mit den positiven Emotionen habe ich mich generell schwer getan, weil die Geschichte für mich auf emotionaler Ebene eigentlich nur Julias Wut über ihren Bruder übertragen hat. Er war wirklich nervtötend und hat sie ständig bei ihren Eltern verpetzt oder versucht, ihr das Geheimnis um ihren Kalender zu stehlen. Wenn Julia sich bei ihrer Mutter beschwert hat, war diese so angenervt von Julia, dass sie sogar die Tür zu geknallt hat. Die Zeichnungen haben es auch nicht viel besser gemacht, weil sie in meinen Augen nicht zauberhaft, sondern eher gruselig sind. Insgesamt hat mich das Buch also nur aufgebracht und nicht in friedliche Stimmung versetzt.


Das Buch hat gut angefangen, mich dann aber auf ganzer Linie enttäuscht. Die Geschichte wurde schnell langweilig, vorhersehbar und unrealistisch. Außerdem kam keinerlei positive Stimmung auf. Mit Weihnachten hat das Buch kaum etwas zu tun. Es gibt nur 16 Kapitel, die Geschichte spielt an elf Tagen und Julia öffnet ihre Türchen willkürlich. Außerdem hat das Buch für mich nur Julias Wut auf ihren Bruder übertragen, sodass ich nach dem Lesen einfach nur noch aufgebracht war. „Hinter verzauberten Fenstern“ war leider eine Enttäuschung und bekommt nur zwei Schreibfedern.

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