Donnerstag, 8. Februar 2018

[Rezension] Die Dämonenakademie 3: Die Prophezeiung – Taran Matharu


Titel: Die Dämonenakademie – Die Prophezeiung
Autor: Taran Matharu
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 09. Januar 2018
Einband: Softcover
Seiten: 528
ISBN: 978-3-453269-94-1
Preis: 12,99 € [D]

Klappentext
Es ist das größte und gefährlichste Abenteuer, das der junge Dämonenkrieger Fletcher bisher bestehen musste. Gemeinsam mit seinen Gefährten von der Akademie und seinem Feuer speienden Dämon Ignatius muss er sich seinem Erzfeind entgegenstellen: Khan, der mächtige weiße Ork, hat geschworen, ganz Hominum zu zerstören und all jene zu töten, die Fletcher liebt. Wenn es Fletcher nicht gelingt, Khan zu besiegen, ist die Welt der Menschen dem Untergang geweiht ...

Einordnung
- Wie alles begann (Kurzgeschichte, Prequel)
- Der Erwählte (Teil 1)
- Die Inquisition (Teil 2)
- Die Prophezeiung (Teil 3)

Erster Satz
Ein Kaleidoskop aus violetten Tönen jagte an Fletcher vorbei, dann stürzte er ins Leere.
(Seite 9)

Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Eine Zusammenfassung meiner Gedanken während des Lesens der ersten Hälfte: „Aaaaah! Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott!“ Und die entsprechende Zusammenfassung aus der zweiten Hälfte: „Nein! Oh Gott. Nein. Neiiiin!“ Es war so packend, dass ich das gesamte Buch in einer achtstündigen Sitzung durchgelesen habe. Kein Essen, kein Schlaf und der Puls konstant zwischen 100 und 120 bpm – Aufhören war unmöglich. Die Kämpfe und Verfolgungsjagden haben mich so mitgerissen, dass ich jedes Mal völlig außer Atem war, als wäre ich selbst um mein Leben gerannt oder geflogen. Allein, diese Rezension zu schreiben, treibt meinen Puls schon wieder in die Höhe. Ich habe ja schon die ersten beiden Teile der Reihe geliebt und jetzt kann ich sagen, dass die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite ein geniales Niveau hat.

Die Punkte, die mir an diesen finalen Band besonders gefallen haben, sind im Grunde dieselben wie schon bei den ersten beiden Teilen. Durch die Flucht der Freunde in den Äther wird ein neuer Teil der Welt vorgestellt. Da sie im Ork-Teil des Äthers landen und zu Hominums Teil reisen müssen, um dort vielleicht ein Portal zu finden, treffen sie auch immer wieder auf interessante, dem Leser bislang unbekannte Dämonen. Diese machen die Flucht der Freunde vor den Orks quer durch den Äther noch atemberaubender. Schon in dieser ersten Hälfte gibt es eine Menge Höhepunkte, die jedoch nicht ausreichen, um die Spannung abzubauen. Ich war völlig fertig, als sie es endlich aus dem Äther geschafft haben. Nur, um dann direkt mit den Charakteren weiter hetzen zu müssen, denn wie heißt es so schön: Vom Regen in die Traufe.

Diese atemlose Spannung hat sich in der zweiten Hälfte nahtlos fortgesetzt. Dort kamen dann jedoch auch noch andere Aspekte zum Tragen. Besonders Flechters Offenheit für die anderen Völker hat für herzerwärmende Momente gesorgt. Von der Gemeinschaft aus Menschen, Elfen, Zwergen, Kobolden und Dämonen gingen ein solches Machtgefühl und eine solche loyale Verbundenheit aus, dass es mir regelrecht Gänsehaut beschert hat. Dass diese verschiedenen Personen zusammengeführt werden, bedeutet gleichzeitig, dass es ein Wiedersehen mit so gut wie allen Charakteren gab, die im Laufe der Reihe eine Rolle gespielt haben. Erst dadurch ist mir bewusst geworden, wie viele von ihnen ich so sehr ins Herz geschlossen hatte. In ein Herz, das unzählige Male gebrochen wurde wegen der vielen, vielen, vielen Gefallenen. Es war kein sinnloses Abschlachten von Charakteren, jede einzelne Figur ist für Hominum gestorben und hat den Auftritt und Respekt bekommen, der ihr gebührte. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb war ich jedes Mal den Tränen nahe. Diese Charaktere werden, wie die gesamte Reihe, immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

Fazit
Das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite so mitreißend, dass ich es in einem Zug komplett durchgelesen habe. Die Spannung hat meinen Puls hoch getrieben und nach jedem Kampf war ich völlig außer Atem. Mit dem Äther wird ein neuer Teil der Welt vorgestellt, bislang unbekannte Dämonen tauchen auf und es gibt ein Wiedersehen mit so gut wie allen bisher aufgetauchten Charakteren. Es gibt dramatische Höhepunkte und herzerwärmende Momente. Und unendliche Trauer wegen der vielen Gefallenen in dieser finalen Schlacht. „Die Prophezeiung“ hatte, wie schon die gesamte Reihe, einfach alles, was das Herz begehrt, und bekommt dafür fünf Schreibfedern.

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