Dienstag, 6. Februar 2018

[Rezension] Mindjack 1: Open Minds – Susan Kaye Quinn


Titel: Mindjack – Open Minds
Autor: Susan Kaye Quinn
Verlag: Self-Publishing
Erscheinungsdatum: 20. März 2014
Einband: Softcover
Seiten: 324
ISBN: 978-1-497408-55-5
Preis: 9,62 € [D]

Klappentext
Wenn jeder Gedanken liest, kann ein Geheimnis eine gefährliche Sache sein. Die sechzehnjährige Kira Moore ist eine Null, jemand der weder Gedanken lesen, noch von anderen gelesen werden kann. Nullen sind Außenseiter denen man nicht vertrauen kann, weswegen sie auch keine Chancen bei Raf hat, einem normalen Gedankenleser und ihr bester Freund, in den sie heimlich verliebt ist. Als sie aus Versehen die Kontrolle über Rafs Verstand übernimmt und ihn dadurch beinahe umbringt, versucht Kira ihre unheimliche, neue Fähigkeit vor ihrer Familie und dem zunehmend misstrauischer werdenden Raf zu verbergen. Aber sie verstrickt sich in ihren Lügen und wird immer tiefer in eine geheime Unterwelt voller Gedankenkontrollierer gezogen. Den Verstand all derer zu kontrollieren, die ihr am Herzen liegen, ist dabei nur eine von vielen gefährlichen Entscheidungen, die noch vor ihr liegen.

Einordnung
Kiras Geschichte wird in drei Büchern erzählt:
- Open Minds (Teil 1)
- Closed Hearts (Teil 2)
- Free Souls (Teil 3)
Anschließend wird Zephs Geschichte in drei weiteren Büchern erzählt:

- Locked Tight (Teil 4)
- Cracked Open (Teil 5, noch nicht übersetzt)
- Broken Wide (Teil 6, noch nicht übersetzt)

Erster Satz
Eine Null wie ich sollte nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.
(Seite 5)

Rezension
Eigentlich wollte ich nur kurz in das Buch rein lesen und mich anschließend um meine Prüfungsvorbereitung kümmern. Dann war die Geschichte aber schon in den ersten Kapiteln so packend, dass ich ständig dachte: „Okay, ein Kapitel noch!“ Darüber habe ich völlig die Beherrschung verloren und „ein Kapitel noch“ ist darin ausgeartet, dass ich das gesamte Buch in einem Stück weg gelesen habe. Um mich dann zu ärgern, dass der zweite Band noch nicht griffbereit im Regal steht. Die Geschichte ist wirklich mitreißend erzählt. Und dadurch, dass die Handlung sich nicht ewig an einem Punkt aufhält, sondern immer weiter getrieben wird, konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. An manchen Stellen wird die Zeit gerafft und irrelevante Situationen werden übersprungen, sodass Spannung und Tempo hoch gehalten werden.

Die packende Erzählweise und die interessante Handlung haben mich so in ihren Bann gezogen, dass ich kaum Energie übrig hatte, um mich an Dingen zu stoßen, die mir normalerweise nicht besonders gut gefallen – das obligatorische Liebesdreieck beispielsweise. Die Geschichte hat es geschafft, dass mir das im Grunde gleichgültig war. Den letzten Rest Zweifel hat die Gestaltung des Liebesdreiecks selbst beseitigt, weil die üblichen Entscheidungsschwierigkeiten und Schmachtereien fehlen. Kira entscheidet sich jedes Mal schnell und nachvollziehbar und die Zuneigung beider Jungen zu ihr authentisch dargestellt, sodass mir selbst das Liebesdreieck gefallen hat.

Leider, leider, leider schließt das Buch mit einem Logikfehler ab. Das kann passieren und wäre eigentlich auch nicht weiter tragisch, wenn dieser Fehler nicht zum Teil als Grundstock für die folgenden Bände verwendet werden würde. Momentan handelt es sich noch um eine Vermutung der Protagonistin, sodass sich das natürlich noch als falsch herausstellen könnte, aber aktuell scheint es mir die Erklärung zu sein, auf die es hinauslaufen wird. Ich bin wirklich in einem Rutsch durch die Geschichte geflogen, wurde dann dadurch am Ende aber doch etwas ausgebremst. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzungen, aber gerade weil ich es so gut fand, ärgert mich dieser Fehler umso mehr.
[Edit: Ich wurde darüber aufgeklärt, dass Protagonistin Kira sich tatsächlich irrt und die folgenden Bände nicht so sehr darauf aufbauen wie es am Ende des ersten Teils den Anschein hat. Mein erstes Leseerlebnis hat es trotzdem gestört, aber für mögliche künftige Leser hier der Hinweis, um das gesamte Buch genießen zu können.]

Fazit
Die Geschichte war so packend und mitreißend, dass ich sie an einem Stück gelesen habe. Die Handlung war spannend und das Tempo hoch, weshalb ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Das hat mich zum Teil über das obligatorische Liebesdreieck hinweg getröstet, das allerdings auch an sich schöner gestaltet war als erwartet. Die Gefühle sind authentisch und Kira ist wunderbar entscheidungsfreudig. Bis zum Schluss bin ich durch die Geschichte gerauscht, mitten hinein in einen Logikfehler, der zum Teil Basis für die Folgebände ist. Das ärgert mich, weil der Rest des Buches wirklich gut war. „Open Minds“ hat mich positiv überrascht und neugierig auf die Folgebände gemacht, sodass ich vier Schreibfedern vergebe.


Ich bedanke mich bei Übersetzer Michael Drecker für das Rezensionsexemplar.

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