Samstag, 31. März 2018

[Rezension] Scythe 2: Der Zorn der Gerechten – Neal Shusterman



Titel: Scythe – Der Zorn der Gerechten
Autor: Neal Shusterman
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 14. März 2018
Einband: Hardcover
Seiten: 521
ISBN: 978-3-737355-07-0
Preis: 19,99 € [D]

Klappentext
In einer fast perfekten Welt entscheiden die Scythe nach festen Regeln, wer sterben muss – zum Wohle aller Lebenden. Scythe sind hochgeehrt, doch nicht alle sind gerechte Richter. Die Scythe der neuen Ordnung sind kaltblütige Mörder, die Spaß am Töten haben ...
Citra und Rowan haben die Ausbildung zum Scythe absolviert. Aus Citra ist die ehrenwerte Scythe Anastasia geworden, aus Rowan der gefürchtete Scythe Luzifer. Im Untergrund macht er Jagd auf die Scythe der neuen Ordnung. In Citras Augen ist er deswegen zum Mörder geworden. Als ein Anschlag auf sie verübt wird, fällt der Verdacht sofort auf ihn. Doch Citra weiß es besser: Niemals würde Rowan sie in Gefahr bringen. Oder?

Einordnung
- Die Hüter des Todes (Teil 1)
- Der Zorn der Gerechten (Teil 2)
- weitere Teile werden erscheinen

Erster Satz
Was für ein Glück, dass ich zu den Empfindungsfähigen zähle und meinen Zweck kenne.
(Seite 9)

Rezension
Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Das Buch war überwältigend. Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Gute Voraussetzung für eine Rezension. Der Einstieg ist mir problemlos gelungen. Sowohl die altbekannten Charaktere konnten mich direkt wieder fesseln als auch interessante neue Figuren wie der jungen Mann Greyson. Im Laufe des Buches werden diverse Charaktere begleitet, die mir alle gut gefallen haben. Citra und Rowan kommen natürlich wieder zur Wort, es gibt aber auch ein Wiedersehen mit Scythe Faraday und Rowans bestem Freund Tyger. Es hat mir viel Freude bereitet, die unterschiedlichen Entwicklungen zu verfolgen und zu beobachten, wie die Handlungsstränge langsam zusammen gelaufen sind.

Besonders faszinierend fand ich, dass die Tagebucheinträge, die im letzten Buch von verschiedenen Scythe stammten, diesmal vom Thunderhead geschrieben wurden. Auch in einigen Kapiteln wird zum Teil aus seiner Perspektive berichtet. Das fand ich unglaublich interessant. Durch die genaueren Einblicke in seine Gedanken und seine Funktionen konnte ich immer mehr verstehen, warum die Menschen ihn so mögen. Tatsächlich konnte ich mich seiner charmanten Freundlichkeit und seiner ruhigen Geduld irgendwo auch nicht entziehen, denn je mehr ich von ihm gelesen habe, desto sympathischer wurde er mir. Außerdem finde ich die Idee nach wie vor faszinierend, dass die künstliche Intelligenz in dieser Reihe tatsächlich nicht der Bösewicht, sondern das ultimativ Gute ist.

Doch auch abgesehen von den Charakteren konnte mich das Buch fesseln. Es gab eine Menge Überraschungen und Wendungen, die ich nicht vorher gesehen habe. Wie schon im ersten Teil hat der Autor auch hier wieder Entwicklungen geschildert, an die ich nicht im Traum (oder Albtraum) gedacht habe. Außerdem ist es gegen Ende immer spannender und dramatischer geworden. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen. Und dann war das Buch einfach zu Ende! Das war frustrierend. Voller Adrenalin mit angehaltenem Atem umgeblättert – und in der Danksagung gelandet. Jetzt überlege ich ernsthaft, den nächsten Band auf Englisch zu lesen, damit ich nicht mehr ganz so lange warten muss. Das gesamte Buch was spannend, aber das Ende war wirklich atemberaubend.

Fazit
Dieses Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights. Es hat mich von der ersten Seite an gepackt. Sowohl die altbekannten als auch die neuen Charaktere haben mir viel Freude bereitet. Ich habe ihre Entwicklung gerne verfolgt. Außerdem hat mich der Thunderhead, der diesmal eine größere Rolle spielt, sehr fasziniert. Seine Perspektive war wirklich interessant und ich mag ihn genauso sehr wie die Menschen im Buch. Aber auch die Handlung war absolut überzeugend. Spannend, dramatisch, unvorhersehbar und am Ende regelrecht atemberaubend. „Der Zorn der Gerechten“ ist ein überwältigend gutes Buch, das alle fünf Schreibfedern von mir bekommt.

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