Mittwoch, 30. Mai 2018

[Rezension] Helden des Olymp 3: Das Zeichen der Athene – Rick Riordan


Titel: Helden des Olymp – Das Zeichen der Athene
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 25. Oktober 2013
Einband: Hardcover
Seiten: 582
ISBN: 978-3-551556-03-5
Preis: 17,90 € [D]

Klappentext
Sieben Halbgötter werden den Olymp vor dem Untergang bewahren – so sagt es die alte Prophezeiung. Als Annabeth und Percy zusammen mit ihren neuen Freunden wieder aufeinandertreffen, scheinen sich die sieben endlich gefunden zu haben. Mit ihrem Schiff, der Argo II, machen sie sich auf den Weg nach Rom. Aber könne sie die alte Feindschaft zwischen den Nachkommen der griechischen und römischen Götter überwinden? Und Annabeth hat noch eine eigene Mission zu erfüllen: Sie soll dem Zeichen der Athene folgen. Aber was ist das und wohin wird es sie führen?

Einordnung
- Der verschwundene Halbgott (Teil 1)
- Der Sohn des Neptun (Teil 2)
- Das Zeichen der Athene (Teil 3)
- Das Haus des Hades (Teil 4)
- Das Blut des Olymp (Teil 5)
Die Reihe spielt nach den Ereignissen aus „Percy Jackson“ und vor den Reihen „Magnus Chase“ und „Die Abenteuer des Apollo“.

Erster Satz
Ehe sie auf die explodierende Statue gestoßen war, hatte Annabeth geglaubt, auf alles vorbereitet zu sein.
(Seite 7)

Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Auf dieses Buch war ich wirklich gespannt, weil die sieben tollen Figuren endlich aufeinandertreffen und sich auf den Weg in ihr gemeinsames Abenteuer machen. Im ersten Viertel des Buches hatte ich dann aber richtig Angst, dass das Buch eine Katastrophe werden würde. Rick Riordans Bücher leben nicht nur von ihrem Humor, sondern auch von den sympathischen Charakteren und ihren tiefen, loyalen, von blindem Vertrauen geprägten Freundschaften. In den ersten beiden Teilen der Reihe haben die Halbgott-Kleingruppen sich wunderbar aufeinander eingeschworen und eine harmonische Einheit geformt. Diese Harmonie ist zerbrochen, als alle Charaktere aufeinandertreffen. Die Atmosphäre war angespannt, die Charaktere wussten nichts miteinander anzufangen, plötzlich gab es überall wieder Geheimnisse, ständig brachen Streitigkeiten aus und selbst die schon bekannten Beziehungen haben sich verändert. Wie die Halbgötter schon richtig feststellen, gibt es wohl einen Grund dafür, dass sie sonst immer nur zu dritt auf Einsätze gehen. Es war eine ganz neue Erfahrung, dabei zuzusehen, wie sie sich schon in den ersten Minuten abgemüht haben, soweit miteinander zurecht zu kommen, dass sie es gemeinsam auf einem riesigen Schiff aushalten.

Im Laufe der Geschichte haben die Charaktere dann aber zueinander gefunden, sodass mir klar wurde, dass die fehlende Harmonie tatsächlich vom Autor intendiert war und ich die Situation nicht einfach nur persönlich als unangenehm empfunden habe. Percy und Leo werden schnell wieder gewohnt witzige, sympathische Erzähler. Mit Annabeth und Piper habe ich mich eine Weile länger schwer getan, doch auch sie fügen sich nach und nach in die Gruppe ein. Es gibt immer noch Geheimnisse und angespannte Situationen, aber alle fangen an, gemeinsam zu arbeiten. Besonders gefreut habe ich mich über die Kombination aus Percy und Jason, die so viel Konfliktpotenzial birgt. Es war sehr schön zu sehen, wie reif und vernünftig sie stattdessen miteinander umgehen. Und von den Szenen, in denen die beiden ihre Kräfte kombinieren und damit ganze Hurrikans erzeugen, konnte ich nicht genug bekommen.

Faszinierend war in diesem Buch auch wieder die Handlung. Rick Riordan schafft es in jedem Buch, neue Monster oder interessante Figuren einzuführen. Diesmal ändert sich das aber insoweit als dass der Handlungsort verschoben wird und die Tore des Todes offen stehen. Während bislang immer der amerikanische Kontinent bereist wurde, fliegen und segeln die Halbgötter diesmal über den Atlantik nach Italien. Dort treffen sie auf mythische Wesen, die unmittelbar mit der Region verbunden sind, wie beispielsweise der Gott Tiberinus. Die für Halbgötter extrem gefährliche Alte Welt eröffnet damit noch einmal ganz neue Dimensionen. Das gilt auch für die Konsequenzen der offen stehenden Tore des Todes. Wie im zweiten Band erläutert wird, sind viele Seelen aus der Unterwelt entkommen. Dadurch treffen die Halbgötter auf Figuren wie Narziss, die anderweitig nicht hätten auftauchen können, weil sie tot waren. Es gab eine Menge interessante, mir teilweise aus der Mythologie bekannte Personen, die in diesem Buch aufgetaucht sind.

Fazit
Im ersten Viertel des Buches hatte ich Angst, es diesmal nicht zu mögen, weil Loyalität und Harmonie bei so vielen Protagonisten zerbrochen sind. Die angespannte Atmosphäre war regelrecht unangenehm. Als die Charaktere sich aneinander gewöhnt hatten, war das Buch dann aber grandios wie immer. Es sind einige faszinierende Freundschaften entstanden. Außerdem wird die Handlung diesmal nach Europa verlegt, was ganz neue Dimensionen eröffnet und viele aus der Mythologie bekannte Figuren auftauchen lässt. „Helden des Olymp – Das Zeichen der Athene“ hat mir gut gefallen und bekommt dafür vier Schreibfedern.


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