Samstag, 19. Mai 2018

[Rezension] Magisterium 4: Die silberne Maske – Holly Black und Cassandra Clare


Titel: Magisterium – Die silberne Maske
Autor: Holly Black und Cassandra Clare
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 26. Januar 2018
Einband: Hardcover
Seiten: 253
ISBN: 978-3-846600-59-7
Preis: 17,00 € [D]

Klappentext
Callum und Tamara können es immer noch nicht fassen: Aaron ist tot. Doch ihnen bleibt kaum Zeit für die Trauer um ihren Freund. Sie wissen zwar jetzt, wer ihr Gegenspieler im Magisterium ist – aber sie wissen nicht, wer sich im Kampf gegen das Böse auf ihre Seite schlagen wird. Während sich die dunklen Kräfte im Hintergrund sammeln, gerät Call zunehmend in eine Zwickmühle. Er ringt mit sich, ob er die Kräfte des Feindes des Todes nutzen soll, die in ihm schlummern. Soll er versuchen, Tote wieder lebendig werden zu lassen, wenn das vielleicht sogar ihren Freund Aaron zu ihnen zurückbringen könnte? Nichts würde er sich mehr wünschen, als seinen Freund wieder bei sich zu haben. Doch er ahnt, dass es für ihn furchtbare Folgen haben könnte, wenn er sich mit der dunklen Seite einlässt ...

Einordnung
- Der Weg ins Labyrinth (Teil 1)
- Der kupferne Handschuh (Teil 2)
- Der Schlüssel aus Bronze (Teil 3)
- Die silberne Maske (Teil 4)
- The Golden Tower (Teil 5, dt. unbekannt)

Erster Satz
So hatte Call sich das Leben im Gefängnis nicht vorgestellt.
(Seite 7)

Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten drei Teile enthalten!

Obwohl mich bisher kein Teil der Reihe so richtig überzeugen konnte, bin ich doch immer wieder gespannt, wie es mit Call und dem Magisterium weiter geht. Nachdem mir im letzten Band der Einstieg endlich einmal besser gelungen ist, hatte ich in diesem Buch aber leider wieder dieselben Probleme wie in den ersten beiden Teilen. Die Bücher sind einfach viel zu dünn für die Menge an Handlung, sodass die Tiefe völlig fehlt. Es werden einfach nur Ereignisse aneinander gereiht. Statt Erklärungen, Beschreibungen, Details oder Gefühle zu nennen, gab es „und dann und dann und dann und dann“ zu lesen. Bei Lerninhalten wird immer nur das Thema genannt, Handlungssequenzen werden so kurz wie möglich zusammen gefasst. Damit bleibt das Buch sehr oberflächlich. Eine Ausnahme stellen da nur die Mahlzeiten dar, weil jede einzelne Speise auf der reichlich gedeckten Tafel aufgezählt wird. Für mich sind die Schwerpunkte von Oberflächlichkeit und Detailliertheit damit leider völlig unpassend gesetzt.

Nachdem im Schnelldurchlauf alle Handlung abgearbeitet wurde, die notwendig war, um Call an den Ort zu bringen, um den es in der Geschichte eigentlich geht, wurde es langsam besser. Die Handlung war weniger oberflächlich und abgehackt. Außerdem hat sich mit der Zeit die Spannung gesteigert, denn nicht nur stellt sich die Frage, ob Call sich auf seine dunklen Kräfte einlassen soll, sondern auch, ob er dazu prinzipiell überhaupt in der Lage ist. Tatsächlich spitzt sich die Handlung immer mehr zu und teilweise wird es regelrecht dramatisch. Insbesondere das letzte Kapitel und der Epilog haben eine Menge herausgeholt, da sie überraschend und mitreißend waren. Schade, dass die Autorinnen sich jedes Mal wieder erst am Ende des Buches warm geschrieben zu haben scheinen.

Ein Punkt, der in den bisherigen Bänden nur unterschwellig angeklungen war, in diesem Buch aber leider ausführlichst behandelt werden musste und mich neben dem oberflächlichen Anfang am meisten gestört hat, ist die Liebesgeschichte zwischen Call und Tamara. Natürlich gehören Liebesgeschichten dazu und es hat sich ja auch schon eine ganze Weile schüchtern und zögerlich angedeutet, aber die Umsetzung war dann nicht niedlich, sondern nervenraubend. Durch ein ständiges Hin und Her in Calls Gedanken wird viel mehr Drama aufgebaut als die Beziehung eigentlich hergibt. Da Call ständig seine Meinung ändert, nimmt dieses Drama dann auch noch eine ganze Menge Raum ein. Die niedliche Verliebtheit und die unterschwellige Zuneigung zwischen den beiden in den bisherigen Bänden hat mir deutlich besser gefallen.

Fazit
Das Buch fällt wieder ins gleiche Umsetzungsschema zurück wie die ersten beiden Teile. Der Anfang ist sehr oberflächlich, es fehlen Details und es werden einfach nur die Ereignisse aneinander gereiht, ohne in irgendeiner Weise zu berühren. Erst als das Buch bei der Handlung ankommt, um die es eigentlich gehen soll, wird es langsam besser. Die Spannung steigert sich und besonders das Ende war überraschend und mitreißend. Ein weiterer Kritikpunkt ist allerdings die Liebesgeschichte, die bis dato niedlich und subtil war, in diesem Teil aber mit überflüssigem Drama aufgebauscht und lange ausgewalzt wird. Insgesamt hatte „Magisterium – Die silberne Maske“ seine Momente, konnte mich aber genauso wenig überzeugen wie die Vorgänger und bekommt dafür drei Schreibfedern.

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