Sonntag, 17. Juni 2018

[Rezension] Magnus Chase 3: Das Schiff der Toten – Rick Riordan


Titel: Magnus Chase – Das Schiff der Toten
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 31. Mai 2018
Einband: Hardcover
Seiten: 453
ISBN: 978-3-551556-70-7
Preis: 19,99 € [D]

Klappentext
Der fiese Gott Loki hat sich nach jahrtausendelanger Gefangenschaft von seinen Fesseln befreit und rüstet zum letzten Kampf! Er bemannt Naglfari, das legendäre Schiff der Toten, mit Zombies und Riesen, um den Weltuntergang Ragnarök einzuläuten. Klar, dass Magnus und seine Freunde das nicht zulassen können. Auf der Suche nach dem Schiff der Toten durchsegeln sie verschiedene Welten und müssen gegen wütende Meeresgötter, brutale Riesen und feuerspeiende Drachen antreten. Doch der gefährlichste Feind bleibt Loki selbst ...

Einordnung
- Das Schwert des Sommers (Teil 1)
- Der Hammer des Thor (Teil 2)
- Das Schiff der Toten (Teil 3)
Zudem spielt die Reihe im Anschluss an die Reihen „Percy Jackson“ und „Helden des Olymp“.

Erster Satz
Mach noch einen Versuch“, sagte Percy zu mir.
(Seite 9)

Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Direkt von der ersten Seite an war dieses Buch wieder ein typischer Riordan. Schon im ersten Kapitel habe ich viel gelacht, denn Jack ist wieder unbeschreiblich lustig und die Kapitelüberschriften sind herrlich sarkastisch und auf den Punkt gebracht. Dieser Humor hat sich durch das gesamte Buch gehalten. Auch die Charaktere sind gelungen wie immer, sodass ich mich gefreut habe, viele Figuren wiederzusehen. Insbesondere hat mich der Gastauftritt von Percy und Annabeth begeistert. Dadurch hat sich die Verbindungen zu den anderen Reihen des Autors noch vertieft. Und irgendwie hat er es tatsächlich geschafft, mit Hilfe von Percy und Annabeth in diesem finalen Band noch einen Cliffhanger unter zu bringen, sodass ich sein nächstes Buch kaum erwarten kann.

Der Großteil des Buches ist aber natürlich den Charakteren dieser Reihe gewidmet. Während der Vorbereitung auf den finalen Kampf erfährt Magnus eine Menge über die Vergangenheit seiner Freunde. In diesem Zusammenhang ist mir noch einmal besonders aufgefallen, wie viel Diversity in diesem Buch herrscht. Es fängt schon damit an, dass die meisten Charaktere aus Walhalla stammen und in unterschiedlichen Zeiten gelebt haben. Ein Wikinger, eine irische Rebellin und ein schwarzer, amerikanischer Sklave erzählen von der Gesellschaft und den Problemen zu ihren Lebzeiten. Ihr Kampfeinsatz wird unterstützt von einer Muslima, die aufgrund des Ramadan fastet, einem tauben Alben und dem/der genderfluiden Alex. Gekrönt wird das durch die Einführung eines nicht hetereo-normativen Paars, auf das die meisten Leser der Reihe schon lange gewartet haben. Normalerweise erfreue ich mich bei Büchern nur an Geschichten, aber dieses Buch hat so, so, so viele wichtige Botschaften, allein dafür ist es schon absolut lesenswert.

Neben den Figuren entwickeln sich aber die auf die Welt und die Handlung weiter. In der nordischen Mythologie existieren neun Welten, die noch nicht alle bereist wurden. In diesem finalen Band gibt es dementsprechend viele neue Schauplätze. Gleich zu Beginn verlassen die Charaktere Boston und reisen nicht nur durch Midgard, sondern beispielsweise auch nach Nidavellir und Jotunheim. Diese Orte fand ich sehr interessant. Am meisten überrascht hat mich an diesem Buch aber die finale Schlacht. Riordans Halbgötter mussten ihre Waffen schon gegen diverse Götter, Riesen, Titanen und Monster schwingen, sodass ich auch an dieser Stelle wieder mit einem Kampf gerechnet habe. In gewisser Weise gibt es diese Auseinandersetzung auch, aber im Vergleich zu den sonstigen Schlachten, war das wirklich eine gelungene Abwechslung. Ganz anders als erwartet und wirklich herzerwärmend.

Fazit
Der finale Band der Reihe ist wieder rundum gelungen. Der Humor ist von der ersten Seite an genial und es gibt viele Charaktere wiederzusehen. Auch Percy Jackson hat in diesem Buch seinen Gastauftritt. Der Vergangenheit von Magnus Freunden ist in diesmal viel Platz gewidmet. Durch deren Schilderungen hebt der Autor das Ausmaß der Diversity noch einmal auf ein ganz neues Level. Das Buch vermittelt wirklich sehr viele wichtige Botschaften. Doch auch die Handlung ist wieder spannend, es gibt neue Schauplätze und der finale Kampf ist wirklich eine unerwartete Überraschung. „Magnus Chase – Das Schiff der Toten“ hat mir richtig gut gefallen und bekommt dafür fünf Schreibfedern.

Kommentare:

  1. Ahoi Jennifer,

    kann dir nur zustimmen, der finale Endkampf war echt überraschend und großartig :D So wie überhaupt die ganze Reihe...

    Liebe Sonntagsgrüße, Mary <3
    https://marys-buecherwelten.blogspot.com/2018/06/magnus-chase-das-schiff-der-toten.html

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Mary,

      da hast du Recht. :D Rick Riordan liefert einfach immer. :)

      Liebe Grüße zurück,
      Jenny

      Löschen

Hinweise zum Datenschutz: Mit dem Verfassen eines Kommentars sowie dem Abonnement weiterer Kommentare stimmst du der Erhebung und Speicherung personenbezogener Daten (z. B. IP-Adresse) zu. Weitere Hinweise finden sich in der Datenschutzerklärung sowie der Datenschutzerklärung von Google.