Mittwoch, 11. Juli 2018

[Rezension] Percy Jackson auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane – Rick Riordan



Titel: Percy Jackson auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane
Autor: Rick Riordan
Verlag: Carlsen
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2017
Einband: Hardcover
Seiten: 205
ISBN: 978-3-551556-83-7
Preis: 12,99 € [D]

Klappentext
Die Herrschaftsgebiete der alten Götter überlappen sich – und es gibt böse Mächte, die sich das zunutze machen wollen! Zum Glück bekommen Percy und Annabeth angesichts der neuen Gefahren Hilfe von den Geschwistern Kane, Nachkommen eines mächtigen Pharaos. Denn sie brauchen die Magie beider Welten, der griechischen und der ägyptischen, um das Böse abzuwehren. Neue Monster und ganz neue Abenteuer warten auf sie!

Einordnung
Das Buch ist kein Teil einer Reihe, spoilert allerdings die „Percy Jackson“-Reihe sowie „Die Kane-Chroniken“.

Erster Satz
Von einem Riesenkrokodil gefressen zu werden, war schon mies genug.
(Seite 11)

Rezension
Kann Spoiler bezüglich der „Percy Jackson“- Reihe sowie der „Kane-Chroniken“ enthalten!

Dieses Büchlein beinhaltet die drei Kurzgeschichten „Der Sohn des Sobek“, „Der Zauberstab des Serapis“ und „Die Krone des Ptolemäus“, in denen Percy, Annabeth, Sadie und Carter aufeinander treffen. In Summe erleben diese Kurzgeschichten aber wieder eine gesamte Geschichte mit zwei Monstern am Anfang und dem finalen Kampf am Ende. Damit ist das Buch genauso aufgebaut wie die anderen Reihen des Universums. Durch die Zusammengehörigkeit der Kurzgeschichten hat es mir auch nichts ausgemacht, dass sie so kurz waren. Im Vergleich zu den anderen Büchern ist hier natürlich alles relativ schnell abgehandelt, aber es ist dennoch eine Entwicklung sichtbar.

Besonders interessant fand ich die Mischung aus griechischer und ägyptischer Mythologie. Diese Überschneidung findet auf zwei Ebenen statt. Zum einen haben die Monster, die eine Rolle spielen, einen Ursprung in beiden Mythologien. Zum anderen lernen sich Percy, Annabeth, Sadie und Carter kennen und müssen in ihr ohnehin schon verrücktes Weltbild noch Zauberer oder Halbgötter einbauen. Es war faszinierend, wie Annabeth Sadies Zauberstab verwendet und Carter altgriechische Worte vorgelesen hat. Diese Mischung aus zwei ganz unterschiedlichen Konzepten fand ich interessant und gelungen. Hier ist mir auch zum ersten Mal bewusst aufgefallen, dass Rick Riordan für die griechische, römische und nordische Mythologie Halbgötter genutzt hat, während die Figuren, die Teil der ägyptischen Seite sind, lediglich Normalsterbliche mit magischen Fähigkeiten sind. Dieser überraschenden Erkenntnis müssen sich auch die Charaktere stellen.

Obwohl mir das Buch grundsätzlich gefallen hat, ist mir auch diesmal wieder aufgefallen, wie anstrengend Carter Kane ist. Die erste Kurzgeschichte wird aus seiner Perspektive geschildert und hat mir am wenigsten gefallen. Er ist so überheblich und wo Jason mit Percy harmoniert hat, trifft Carter bei Percy einen Nerv, der ihn dagegen halten lässt. Annabeth und Sadie kommen dagegen direkt wunderbar miteinander aus. Am besten hat mir jedoch die von Percy erzählte letzte Kurzgeschichte gefallen. Er wirkt so viel reifer und respekteinflößender als Carter, dass ich es schade finde, dass er nicht schon den Anfang geschildert hat. Das hätte mir wohl einige kindische, zum Teil nicht mehr lustige Auseinandersetzungen erspart.

Fazit
Dieses Buch ist ein Crossover aus griechischer und ägyptischer Mythologie. Dabei sind die einzelnen Kurzgeschichten aufgebaut wie die anderen Reihen des Autors und stellen eine Entwicklung der Ereignisse bis hin zum Showdown mit dem Endgegner dar. Durch diese Zusammenhänge war es in Ordnung, dass in den einzelnen Geschichten alles relativ schnell abgehandelt wurde. Interessante Informationen und spannende Treffen zwischen den Zauberern und den Halbgöttern gab es trotzdem. Schade fand ich nur, dass Carter Kane das erste Kapitel erzählt hat, weil er es mir mit seiner kindischen Überheblichkeit manchmal etwas verdorben hat. Insgesamt ist „Percy Jackson auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane“ ein lesenswerter Zusatzband, der Rick Riordans Mythologie-Universum noch weiter verschmelzen lässt und dafür vier Schreibfedern bekommt.

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