Mittwoch, 23. Januar 2019

[Rezension] Das dicke Urmel-Buch – Max Kruse

'Das dicke Urmel-Buch' von Max Kruse
zum Verlag
Titel: Das dicke Urmel-Buch
Autor: Max Kruse
Verlag: Thienemann
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2011
Einband: Hardcover
Seiten: 321
ISBN: 978-3-522182-92-8
Preis: 9,99 € [D]

Klappentext
Ein Urzeit-Ei am Strand der Insel Titiwu? Was ist da bloß drin? Das Urmel ist darin! Kaum hat es das Licht der Welt erblickt, sorgt das neugierige Urmel auch schon für jede Menge Wirbel bei Professor Tibatong und seinen sprechenden Tieren. Auf einer Reise zum Planeten Futura wird das neugierige Urmel beinahe bei einer Zwischenlandung auf dem Mond vergessen!

Einordnung
- Doppelband 1: „Urmel aus dem Eis“ (Teil 1) und „Urmel fliegt ins All“ (Teil 2)
- Doppelband 2: „Urmel taucht ins Meer“ (Teil 3) und „Urmel spielt im Schloss“ (Teil 4)
- Doppelband 3: „Urmel zieht zum Pol“ (Teil 5) und „Urmel im Vulkan“ (Teil 6)
- Doppelband 4: „Urmels toller Traum“ (Teil 7) und „Urmels großer Flug“ (Teil 8)
- Doppelband 5: „Urmel wird ein Star“ (Teil 9) und „Urmels Lichterbaum im Eismeer“ (Teil 10)
- „Urmel fährt Ballon“ (Teil 11)
- „Urmel saust durch die Zeit“ (Teil 12)

Erster Satz
'Es war vor vielen Millionen Jahren.'
(Seite 5)

Rezension
Vom Urmel haben mir früher meine Eltern vorgelesen und sich dabei regelmäßig die Zunge verknotet. Außer an die Sprachfehler der Tiere konnte ich mich jedoch an nichts mehr erinnern, als ich das Buch jetzt selbst in die Hand genommen habe. Ich war ein wenig skeptisch, ob mir die Geschichten nach wie vor gefallen würden. Jetzt kann ich beruhigt verkünden: „Rapf! Hinter den Bupf!“ (S. 301) ist immer noch genauso lustig wie vor achtzehn Jahren.

Tatsächlich waren es die Sprachfehler, die ich am witzigsten fand. Damit mein Hirn die Wörter nicht automatisch korrigiert, habe ich mir die Dialoge selbst laut vorgelesen. So viel Spaß habe ich selten beim Lesen gehabt. Besonders bei den traurigen Liedern des armen Seele-Fants bin ich immer wieder in Gelächter ausgebrochen, weil ich „Öch weuß nöcht, was soll ös bödeutön“ (S. 173) singend einfach kein Trübsal blasen konnte. Jede Diskussion wurde durch Äs und Ös, Tschs, Pfs und Öffs aufgelockert. Gleichzeitig hat dies jedem Tier ein unverwechselbares Merkmal gegeben und der Sprecher war einwandfrei zu erkennen, ohne dass jedes Mal die, zugegebenermaßen auch witzigen, Namen der Tiere genannt werden mussten.

Über diesen witzigen Aspekt hinaus haben mir die Geschichten jedoch auch gefallen. Sie sind perfekt für Kinder aufbereitet, haben aber auch mich gut unterhalten. Die Handlung entwickelt sich schnell genug, dass es nie langweilig wird, gleichzeitig wird aber alles ausreichend erläutert. Das ist mir insbesondere in der zweiten Geschichte aufgefallen, in der auch Wissen zum Weltall und zur Raumfahrt vermittelt wird. Manchmal gab es auch Aufregungen und Überraschungen, die erst im nächsten Kapitel aufgelöst wurden und besonders für Kinder bestimmt spannend sind. Ich muss zugeben, dass einmal sogar ich darauf hereingefallen bin.

Fazit
Ich mochte das Buch jetzt genauso gerne wie damals als Kind. Es war kurzweilig, aber spannend, informativ und unterhaltsam, lehrreich und witzig. Die Sprachfehler der Tiere haben mich zum Lachen gebracht, die Geschichte war abwechslungsreich und auf eine Überraschung bin ich tatsächlich auch hereingefallen. „Das dicke Urmel-Buch“ bietet Lesespaß für Groß und Klein und bekommt dafür vier Schreibfedern von mir.
4 Schreibfedern

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