Mittwoch, 9. Januar 2019

[Rezension] Summoner 0: The Outcast – Taran Matharu

'Summoner: The Outcast' von Taran Matharu
zum Verlag
Titel: Summoner Prequel – The Outcast
Autor: Taran Matharu
Verlag: Feiwel and Friends
Erscheinungsdatum: 01. Mai 2018
Einband: Hardcover
Seiten: 408
ISBN: 978-1-444939-06-4
Preis: 14,99 € [D]

Klappentext
Arcturus is just an orphaned stable boy when he accidentally summons a demon. As Hominum's first common summoner, he becomes the key to a secret that the powerful nobility will do anything to keep hidden. He is immediately whisked away to Vocans Academy where the lost arts of summoning, spell craft and demonology are taught to the noble children of the Empire. In no time, Arcturus finds himself surrounded by enemies as teachers and students question his right to be there. But before he can even attempt to make friends, his life is turned upside down once again, for the Empire is in turmoil. Rebellion is simmering among the masses, and it will not be long before it boils over. Arcturus must choose a side … or watch the Empire crumble.

Einordnung
- The Outcast (dt. unbekannt, Prequel)
- Origins (dt. Wie alles begann, erste Kapitel des Prequels als Kurzgeschichte)
- The Novice (dt. Der Erwählte, Teil 1)
- The Inquisition (dt. Die Inquisition, Teil 2)
- The Battlemage (dt. Die Prophezeiung, Teil 3)

Erster Satz
Arcturus shrank deeper into the stable's shadows, waiting for the dead of night.
(Seite 1)

Rezension
Kann Spoiler bezüglich der Trilogie sowie der Kurzgeschichte enthalten!

Die ersten Kapitel dieses Prequels kannte ich bereits aus der Kurzgeschichte „Wie alles begann“. Doch nicht nur daher, auch aus der Trilogie rund um Fletcher kam mir der Anfang sehr bekannt vor. Als Waisenjungen, die versehentlich Dämonen beschwören und dann an die Akademie geschafft werden, sind sie sich sehr ähnlich. Die Befürchtung, das Prequel wäre eine Neuauflage der Trilogie mit einem anderen Protagonisten, hat sich jedoch nicht bestätigt. Einige Elemente ähneln sich, doch insbesondere der betrachtete Konflikt ist ein vollkommen anderer, da es sich im Grunde nur um eine Auseinandersetzung zwischen den Menschen handelt und die anderen Völker keine Rolle spielen. Das Buch ist dadurch nicht weniger spannend, vermeidet aber Wiederholungen.

Grundsätzlich handelt es sich bei dem Buch um die Geschichte der vorherigen Generation. Es tauchen über Arcturus hinaus noch viele weitere bekannte Figuren auf, mit denen er die Akademie besucht. Es war richtig interessant, Hauptfrau Lovett als dreizehnjähriges Mädchen zu sehen, Edmund und Alice näher kennen zu lernen, tiefere Einblicke in Harolds Einstellungen und Gedanken zu bekommen und mit Valens, Sacharissa und Athena auch ein paar bekannte Dämonen zu treffen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, weiterführende Informationen über diverse Charaktere zu bekommen.

Noch mehr als die Intentionen und Charaktereigenschaften der Figuren erläutert dieser Band aber die gesellschaftlichen Umstände, die während Fletchers Zeit an der Akademie herrschen. Insbesondere weshalb Harold zwar König, gleichzeitig aber vollkommen machtlos ist, wird ausführlich dargestellt. Darüber hinaus wird durch Arcturus als ersten Dämonenbeschwörer aus dem einfachen Volk die Entwicklung erläutert, Dank derer zu Fletchers Zeit nicht mehr nur die Kinder der Adligen unterrichtet werden. Im Grunde hat dieses Buch damit alles, was ein gutes Prequel ausmacht: Es liefert Hintergrundinformationen, führt die gesellschaftlichen Umstände ein, befasst sich mit Charakteren, für die in der Trilogie kaum Platz war, und beinhaltet dabei gleichzeitig eine eigene, spannende Geschichte.

Fazit
Ich freue mich immer, wenn ich nach Hominum zurückkehren kann. Diesmal nicht mit Fletcher, sondern mit der vorherigen Generation. Es war sehr interessant, mehr über bekannten Figuren herauszufinden und gleichzeitig zu erfahren, wie die gesellschaftlichen Umstände zu Fletchers Zeiten zustande gekommen sind. Das Buch liefert viele Hintergrundinformationen. Es ist jedoch auch eine eigene, spannende Geschichte mit dramatischen Wendungen, einem großen Konflikt und einigen Überraschungen. „The Outcast“ hat mich sowohl als eigenständige Geschichte als auch als zusätzliche Informationsquelle überzeugt und bekommt dafür alle fünf Schreibfedern.

5 Schreibfedern

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