Montag, 18. März 2019

[Rezension] Witchmark 1: Die Spur der Toten – C. L. Polk

[Rezension] Witchmark 1: Die Spur der Toten – C. L. Polk
zum Verlag

Titel: Witchmark – Die Spur der Toten
Autor: C. L. Polk
Verlag: Hobbit Presse
Erscheinungsdatum: 23. März 2019
Einband: Softcover
Seiten: 381
ISBN: 978-3-608963-95-3
Preis: 16,00 € [D]

Klappentext
Die Geschicke Aelands werden von den adligen Sturmsängern bestimmt. Ihre offiziell anerkannte Magie hat dem Reich unvorstellbaren Fortschritt gebracht, es aber auch in einen fürchterlichen Krieg gestürzt. Die Soldaten kommen völlig verändert von der Front zurück. Miles Singer ist Arzt und behandelt die Veteranen, die zu einer tödlichen Gefahr für ihre Familien und die ganze Gesellschaft werden. Als Miles zu einem Sterbenden gerufen wird, der wohl vergiftet wurde, bleibt ihm keine Wahl: Zusammen mit einem schönen Amaranthine, der zwischen der Welt und dem Totenreich wechseln kann, versucht er, den Mordfall aufzuklären. Hinter all dem verbirgt sich aber ein Geheimnis, dessen Abgründigkeit kaum zu ermessen ist: Wohin sind die Seelen der Gefallenen verschwunden?


Einordnung
- Die Spur der Toten (Teil 1)
- Stormsong (Teil 2; dt. unbekannt)

Erster Satz
'Das Memo roch nach der Farbe des Matrizendruckers und schlechten Nachrichten.'
(Seite 7)

Rezension
Ich bin immer noch hin und weg. Das Buch hat mir in jeder Hinsicht richtig gut gefallen. An erster Stelle möchte ich dieses Mal einen für mich eher ungewöhnlichen Punkt nennen: den Schreibstil. Ich mochte ihn total. Er war so rund, dass ich geradezu durch die Seiten geflogen bin. Das ganze Buch las sich wunderbar locker, sanft und super angenehm. Ich habe mich richtig wohlgefühlt beim Lesen. Schon in der Leseprobe hatte ich mich in den Stil verliebt und bin sehr glücklich darüber, dass die Autorin ihn die ganze Zeit beibehalten hat. Gleichzeitig war die Geschichte spannend, es gab verschiedene Handlungsstränge, ein tolles Setting, sympathische Charaktere und eine süße Romanze. Außerdem finde ich das Cover wunderschön und ich habe festgestellt, dass die Schrift im Dunklen leuchtet (laut Verlag ist das nur für die erste Auflage geplant, also stürmt die Läden und kauft euch das Buch)! Damit hat mich an diesem Buch einfach alles überzeugt. Ich kann den zweiten Teil jetzt schon kaum erwarten.

Inhaltlich hat mir besonders gefallen, dass das Buch mehrgleisig fährt. Es geht nicht nur um den einen Mordfall, in dem Protagonist Miles ermittelt. Er geht gleichzeitig noch immer seiner Arbeit als Arzt nach, spricht mit seinen Patienten und beobachtet ihre Veränderungen. Die Ermittlungen verschiebt er in die Freizeit. Außerdem versucht er, nicht nur seine Identität geheim zu halten, sondern auch seine magischen Fähigkeiten. Trotzdem wird er in die Intrigen der Reichen und Mächtigen hineingezogen und muss um seine Freiheit kämpfen. Durch die vielen Wechsel der Schauplätze wurde es nie langweilig. Es gab immer etwas, worauf ich mich zusammen mit Miles konzentrieren konnte. Ich fand es beeindruckend, wie vielfältig sein Leben war und wie differenziert die Autorin sich mit den Entwicklungen auseinander gesetzt hat. Trotzdem war das Buch nicht überladen, denn da Miles der einzige Protagonist ist, flossen die verschiedenen Aspekte als Teile seines Lebens nahtlos ineinander. Dadurch, dass praktisch jede Sekunde seines Lebens und all seine verschiedenen Aufgaben berichtet wurden, hatte ich außerdem bereits sehr früh das Gefühl, Miles gut zu kennen. Seine ruhige Art, die in wunderbarem Einklang mit dem Erzählstil steht, war mir sehr sympathisch. Ich mochte ihn echt gerne. Besonders wenn er sich um seine Patienten gesorgt und gekümmert hat, ging mir jedes Mal das Herz auf.

Das Buch war aber nicht nur nicht langweilig, es war sogar spannend. Bis zum Schluss blieb die Handlung mysteriös, weil Miles zwar Nachforschungen anstellt, aber erst nach und nach immer mehr Ungereimtheiten ans Licht kommen. Einige Rätsel werden schnell aufgelöst, beispielsweise seine geheime Identität, andere Dinge wie die diversen Intrigen, habe ich dagegen erst am Schluss durchschaut. Außerdem zieht sich die Kernfrage, nämlich wer den Mord begangen hat, durch das gesamte Buch und wird erst spät aufgelöst. Die kriminalistischen Untersuchungen entwickeln sich neben den Fantasy-Aspekten her und es gab nicht eine Seite, auf der ich nicht neugierig gewesen wäre, was das Buch noch alles zu bieten hat. Das Buch wartet selten mit dramatischen Szenen auf, hat dafür aber umso mehr interessante, neugierig machende und mitreißende Entwicklungen zu bieten, sodass das der Spannung keinen Abbruch tut.

Fazit
Das Buch hat mich in jeglicher Hinsicht überzeugt: Wunderschöner Schreibstil, spannende Handlung, tolles Setting, sympathische Charaktere, süße Romanze, mehrgleisige Geschichte, herzerwärmender Erzähler und umwerfendes Cover. Ich war schon auf den ersten Seiten verliebt in dieses Buch, die Welt, die sanften Erzählungen und den herzerwärmenden Protagonisten. „Witchmark – Die Spur der Toten“ hat sich mit leisen, ruhigen Tönen in mein Herz geschlichen und bekommt dafür fünf Schreibfedern.

5 Federn

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Hobbit Presse und bei Vorablesen für das Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Huhu,

    wow du glühst ja vor Begeisterung. ^^ Hatte das Buch auch schon auf dem Schirm, aber das es so Bombe ist hätte ich nicht gedacht :D ^^ Muss ich bald mal im Buchladen reinschnuppern. :D

    Tintengrüße von der Ruby

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    1. Liebe Ruby,

      oh ja. :D Es freut mich, dass du meiner Rezension scheinbar entnehmen konntest, wie sehr mir das Buch gefallen hat. :D Ich bin dann immer nicht sicher, ob ich meine Begeisterung so zum Ausdruck bringen kann, wie ich möchte.
      Ich kann dir nur empfehlen, mal reinzuschauen. Ich habe nach der Leseprobe schon so viel Lust auf den Rest der Geschichte gehabt, dass ich mir das Buch sofort gekauft hätte, wenn ich es nicht gewonnen hätte. :D Wenn du's liest, dann gib mir gerne mal Bescheid, wie du's fandest. :)

      Liebe Grüße zurück,
      Jenny

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