Freitag, 14. Juni 2019

[Rezension] Contender 1: The Chosen – Taran Matharu

[Rezension] Contender 1: The Chosen – Taran Matharu
zum Verlag


Titel: The Chosen
Autor: Taran Matharu
Verlag: Feiwel & Friends
Erscheinungsdatum: 04. Juni 2019
Einband: Hardcover
Seiten: 358
ISBN: 978-1-250138-70-5
Preis: 16,99 € [D]

Klappentext
Throughout history, people have vanished with no explanation. A group of teenagers are about to discover why.
Cade is settling into a new boarding school, contemplating his future, when he finds himself transported to another realm. He soon discovers their new world is populated with lost remnants from the past: prehistoric creatures, ancient relics, and stranger still—people. Overwhelmed by his new surroundings, Cade has little time to adjust, for soon he and his fellow classmates are forced to become contenders in a brutal game, controlled by mysterious overlords.
But who are these beings and why did they choose these teens? Cade must prepare for battle ... because hiding is not an option.


Einordnung
- The Chosen (Teil 1)
- weitere Bände werden folgen

Erster Satz
'They watched from the shadows.'
(Seite 1)

Rezension
Da ich alle Bände der „Die Dämonenakademie“-Reihe von Taran Matharu mit fünf Sternen bewertet habe, musste ich den Auftakt zu seiner neuen Trilogie sofort lesen. Auch dieses Buch hat mir wieder gut gefallen, wenn auch nicht so gut wie „Die Dämonenakademie“. Der Klappentext und die zahlreichen Vorankündigungen, in denen unter anderem Dinosaurier erwähnt wurden, haben bereits deutlich gemacht, dass das Buch ein wenig verrückt werden würde. Ich dachte, ich wäre darauf eingestellt. Nichtsdestotrotz war es mir an einigen Stellen dann doch etwas zu abgedreht. Es war ein tolles, witziges, interessantes Buch, das manchmal aber ein wenig zu viel von allem hatte.

Die grundlegende Idee fand ich faszinierend. Protagonist Cade und einige seiner Schulkameraden werden in eine merkwürdige Welt teleportiert, in der sie auf viele verschollene und verschwundene Relikte stoßen, die dort alle zugleich existieren. Damit hat der Autor die Basis geschaffen, um alle coolen Dinge in eine Geschichte zu integrieren. Es gibt Mutanten-Monster, Römer, Dinosaurier, Maya-Städte, Samurai-Schwerter und vieles mehr. Was immer im Laufe der Historie verschwunden ist, könnte dort als Requisite auftauchen. Anfänglich fand ich das noch richtig interessant. Im Laufe der Geschichte habe ich allerdings festgestellt, dass mich leibhaftig auftauchende Dinosaurier zwar grundsätzlich begeistern, für längere Handlungsstränge aber nicht genug interessieren. Kurze Begegnungen habe ich gerne gelesen, aber als Cade dann mehrere Dutzend Seiten lang vor unterschiedlichen Carnivoren flieht, hat mich die Geschichte etwas verloren.

Die übrige Zeit hat dieses bunte Gemisch aus Objekten und Lebewesen aus der Vergangenheit aber für viel Spannung und Witz gesorgt. Denn zum einen ist das Buch so verrückt, dass ich mir einfach nicht ausmalen konnte, welchen Hintergrund dies alles hat. Zum Glück hat der Autor mich nicht auf dem Trockenen sitzen lassen, sondern am Ende Erklärungen geliefert, die mich wirklich überrascht haben, aber auch Sinn ergeben. Tatsächlich hat er es geschafft, selbst mit seinen Erläuterungen zu den Hintergründen noch mehr coole Dinge einzubauen. Zum anderen finden die Charaktere die Welt genauso bizarr wie ich und reagieren entsprechend. Beispielsweise summt jemand den Soundtrack von Jurassic Park, als sie das erste Mal auf Dinosaurier treffen. Solche Reaktionen gibt es mehrfach und ich bin jedes Mal in schallendes Gelächter ausgebrochen. Aus meiner Sicht hat der Autor die Reaktionen von ein paar frechen Teenagern aus dem 21. Jahrhundert perfekt getroffen.

Fazit
Das neue Werk von Taran Matharu hat mir grundsätzlich gut gefallen. Der Autor hat es auf faszinierende Weise geschafft, alle coolen Dinge in eine Geschichte zu integrieren und dafür sogar eine sinnvolle Erklärung zu finden. Der bunte Mix aus historischen Relikten hat für Spannung in der Handlung und unheimlich witzige Reaktionen der Charaktere gesorgt. Gerade in der Mitte des Buches war es mir allerdings manchmal ein wenig zu viel von allem. „The Chosen“ war ein abgedrehtes, aber interessantes Buch und bekommt dafür vier Schreibfedern.

4 Federn

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