Montag, 9. September 2019

[Rezension] Die Vernichteten (3) – Ursula Poznanski

zum Verlag

Titel: Die Vernichteten
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Erscheinungsdatum: 21. Juli 2014
Einband: Hardcover
Seiten: 526
ISBN: 978-3-785575-48-2
Preis: 18,95 € [D]

Klappentext
Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.

Einordnung
- Die Verratenen (Teil 1)
- Die Verschworenen (Teil 2)
- Die Vernichteten (Teil 3)

Erster Satz
'Wir sehen sie kaum in der Dunkelheit, sie sind Schatten zwischen dem Flackern der Fackeln.'
(Seite 7)

Rezension
Bisher hat mir die ganze Eleria-Reihe schon gut gefallen, für mich war dieser Abschluss dann aber tatsächlich der beste Teil der ohnehin guten Reihe. Ich möchte das nicht nur darauf schieben, dass die ganzen Liebesdramen und -dreiecke rund um Ria sich im vorherigen Band aufgelöst haben, sodass sie in diesem finalen Band keinen großen Raum mehr einnehmen. Zwar werden sie nochmals thematisiert, aber in notwendigem Rahmen und ohne die Handlung aufzuhalten. Da ich mich aber in letzter Zeit unfassbar über das Geschmachte in Jugendbüchern aufgeregt habe, wird das bei meinem Eindruck dennoch eine Rolle gespielt haben. Dass ich mich in diesem finalen Teil ganz auf die Handlung konzentrieren konnte, war in jedem Fall wunderbar erfrischend.

Besonders gefallen haben mir auch die in diesem Buch neu eingeführten Charaktere. Mit einigen Figuren aus den vorherigen Bänden bin ich nicht so richtig warm geworden, aber die neuen Freunde, die Ria in diesem Teil findet, mochte ich von Anfang an sehr gern. Bemerkenswert finde ich vor allem, dass es sich bei diesen Menschen teilweise um Erwachsene handelt, deren Beziehung zu Ria mich wirklich berührt hat. Viele Charaktere habe ich so sehr ins Herz geschlossen, dass ich extrem um sie gebangt habe, weil ich nicht sicher war, wie viele von ihnen am Ende des Buches noch leben würden. Waren mir einige lebensbedrohliche Entwicklungen im zweiten Teil der Reihe noch gleichgültig, habe ich im finalen Band nervös auf der Stuhlkante gehockt, wann immer jemandes Leben auf dem Spiel stand.

Unter anderem die Angst um die Charaktere hat dazu geführt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich habe das gesamte Buch in zwei Sitzungen verschlungen. Dazu beigetragen hat auch, dass ich für sehr lange Zeit keine Vorstellung davon hatte, wie die Geschichte enden würde. Das hat mich sehr neugierig darauf gemacht, welche Lösung die Autorin sich überlegt hat. Tatsächlich hat mir dann auch sehr gefallen, wie sie die Geschichte zu einem Ende geführt hat, denn obwohl ich es mir einige Seiten vorher dann bereits gedacht habe, gab es noch Details, die mich überraschen konnten. Für den Großteil des Buches war das Ende aber noch nicht absehbar. Außerdem fand ich es interessant und gelungen, wie die losen Fäden nach und nach zusammengeführt wurden. Zwar werden nicht alle Fragen vollständig beantwortet, dafür wurden noch mal Aspekte aufgegriffen, die mir schon wieder entfallen waren. Das Ende ist damit nicht nur rund, sondern schlägt zeitgleich auch noch mal Brücken zum Anfang.

Fazit
Der Abschlussband der Reihe um Eleria hat mir am besten gefallen. Es war von Anfang an spannend, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Viele sehr sympathische Charaktere haben mich bangen lassen, das Ende war lange Zeit nicht absehbar, lose Fäden werden gelungen zusammen geführt und es wird nochmals ein Bogen zum Beginn der Reihe geschlagen. Außerdem kommt das Buch ganz ohne Schmachterei aus. „Die Vernichteten“ ist ein wirklich gelungener Abschluss und bekommt dafür fünf Schreibfedern von mir.


5 Federn

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