Freitag, 27. September 2019

[Rezension] Magisterium 5: Der goldene Turm – Holly Black und Cassandra Clare

[Rezension] Magisterium 5: Der goldene Turm – Holly Black und Cassandra Clare
zum Verlag

Titel: Magisterium – Der goldene Turm
Autor: Holly Black und Cassandra Clare
Verlag: One
Erscheinungsdatum: 28. Februar 2019
Einband: Hardcover
Seiten: 256
ISBN: 978-3-846600-79-5
Preis: 17,00 € [D]

Klappentext
Alex Strike, der neue Makar des Chaos, will die gesamte Magierwelt unterjochen. Und so muss Callum sich in seinem letzten Schuljahr am Magisterium erneut mit aller Kraft gegen das Böse stellen. Doch wie soll er als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen? Der Feind steht ihm schließlich nicht nur gegenüber, sondern lauert auch in seinem Inneren.


Einordnung
- Der Weg ins Labyrinth (Teil 1)
- Der kupferne Handschuh (Teil 2)
- Der Schlüssel aus Bronze (Teil 3)
- Die silberne Maske (Teil 4)
- Der goldene Turm (Teil 5)

Erster Satz
'Zum ersten Mal in Calls Leben sah das Haus, in dem er aufgewachsen war, klein aus.'
(Seite 7)

Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten vier Teile enthalten!

Dieses Buch habe ich im Grunde nur gelesen, damit ich die Reihe beendet habe. Zwar sind meine Bewertungen der bisherigen Bücher nicht unterirdisch ausgefallen, aber ich habe mir die Teile seit dem zweiten Band nur noch aus der Bibliothek ausgeliehen. Bei jemandem, der sonst immer alle gelesenen Bücher selbst besitzen muss, sagt das eine Menge. Wären die Bücher umfangreicher, hätte ich die Reihe wohl längst abgebrochen. Aber die wenigen Seiten voll vorhersehbarer Handlung in einfachstem Erzählstil lassen sich dann doch so schnell weglesen, dass ich auch den letzten Band der Vollständigkeit halber noch beendet habe. Da alle fünf Teile der Reihe sich zum Verwechseln ähnlich sind, hat das Buch meinen Erwartungen dann tatsächlich auch ziemlich genau entsprochen.

Ich muss zugeben, dass ich diesmal von einer Enthüllung tatsächlich überrascht war. Die habe ich nicht vorhergesehen. Das ist wohl das einzige Mal, dass die Reihe mich mit irgendeiner Wendung überraschen konnte. Allerdings ist das Buch so kurz, dass gar keine Zeit war, auf diese neue Entwicklung einzugehen. Eine Seite später war das schon wieder alles völlig irrelevant. Der Rest des Buches verlief in vorhersehbaren Bahnen und ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Sofern doch einmal ein Problem auftritt, ist es spätestens im nächsten Absatz wieder gelöst. Die meiste Zeit ist die Handlung daher ziemlich langweilig – selbst wenn ich davon absehe, dass ich die gesamte Idee, die locker in ein einzelnes Buch gepasst hätte, so unglücklich umgesetzt finde, dass sie die Gesamtgeschichte uninteressant macht.

Zudem ist auch diesmal wieder alles kurz und abgehackt geschildert. Daher kamen weder Spannung noch Emotionen auf. Jeder Kampf war beendet, noch bevor er richtig angefangen hatte. Tatsächlich sind meine Probleme mit dem Schreibstil mit jedem Band größer geworden. Ja, die Altersempfehlung sagt, dass Buch ist für Zehn- bis Zwölfjährige, womit ich aufgrund der herumliegenden Leichen durchaus übereinstimme, aber es ist so einfach erzählt, dass auch Achtjährige keinerlei Probleme damit haben sollten. In Anbetracht der Tatsache, dass die Charaktere mittlerweile aber 16 Jahre alt sind, wirkte das oftmals einfach lächerlich und völlig unpassend. Selbst todernste Szenen waren so stumpf erzählt, dass ich lachen musste, während Figuren gestorben sind. So, wie dieses Buch erzählt wurde, konnte ich die Charaktere einfach nicht ernst nehmen.

Fazit
Es hat sich nicht gelohnt, diese Reihe auf Gedeih und Verderb bis zum Ende zu verfolgen. Der finale Teil war genauso vorhersehbar, langweilig, uninteressant, abgehackt und emotionslos wie die vorherigen Bände. Eine Enthüllung konnte mich überraschen, aber auf der nächsten Seite war diese schon längst abgehandelt. Die Charaktere sollen mittlerweile 16 Jahre alt sein, reden aber immer noch wie Achtjährige, was unpassend, stumpf und oftmals leider auch einfach nur lächerlich wirkt. „Der goldene Turm“, der zum Glück endlich das Ende dieser viel zu lang ausgebreiteten Geschichte ist, bekommt zwei Schreibfedern, weil ich wenigstens etwas zu lachen hatte.


2 Federn

Kommentare:

  1. Hallo Jenny, :)
    ich habe zwar die ersten vier Bände nicht gelesen, habe jetzt aber trotzdem deine Rezension gelesen - nur ohne die Inhaltsangabe -, habe mich jetzt aber nicht gespoilert gefühlt, allerdings ziemlich ernüchtert. Es ist sehr schade, dass die Bücher dich überhaupt nicht überzeugen konnten. Ich habe auch überlegt, die Reihe zu lesen, aber deine Meinung ambitioniert mich nicht gerade dazu. :D Jetzt werde ich es mir noch mal überlegen.^^

    Danke für deine aussagekräftige Rezension. :)

    Liebe Grüße
    Marina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Marina,

      ich gehe sicherheitshalber bei Folgebänden trotzdem immer an, dass die Rezension Spoiler enthalten könnte. Meist weiß ich am Anfang der Rezension auch noch gar nicht, was da am Ende drin stehen wird. xD Aber wenn du dich nicht gespoilert gefühlt hast, dann umso besser. :)
      Ich kann dir die Reihe leider nicht empfehlen. Der erste Band war schon nur okay und dann ist es irgendwie nicht besser geworden. Die Autorinnen waren vor allem nicht besonders kreativ, weil Band 2 einfach eine Wiederholung von Band 1 ist, nur haben die Figuren andere Namen und so weiter. Insgesamt ziemlich schwach. Aber wenn du der Reihe trotzdem eine Chance geben willst, drücke ich dir die Daumen, dass sie dir besser gefällt. :)

      Liebe Grüße zurück und Danke
      Jenny

      Löschen

Hinweise zum Datenschutz: Mit dem Verfassen eines Kommentars sowie dem Abonnement weiterer Kommentare stimmst du der Erhebung und Speicherung personenbezogener Daten (z. B. IP-Adresse) zu. Weitere Hinweise finden sich in der Datenschutzerklärung sowie der Datenschutzerklärung von Google.