Dienstag, 28. April 2020

[Rezension] Hamish and the Baby Boom (4) – Danny Wallace

[Rezension] Hamish and the Baby Boom (4) – Danny Wallace
zum Verlag

Titel: Hamish and the Baby Boom
Autor: Danny Wallace
Verlag: Simon & Schuster UK
Erscheinungsdatum: 08. März 2018
Einband: Softcover
Seiten: 307
ISBN: 978-1-471178-42-9
Preis: 8,34 € [D]

Klappentext
Hamish and the PDF have been left in charge of Starkley while his dad and the rest of the Belasko agents are off hunting down the universe's second-most dangerous villain, Scarmarsh.
But nothing bad will happen while they're gone, right? WRONG!
Suddenly the babies of Starkley are on the rampage and causing chaos – but only Hamish and his friends seem to be worried about the odd behaviour.
What's behind the baby uprising and can the mini mutiny be stopped?!


Einordnung
- Hamish and the Worldstoppers (Teil 1; dt. Hamish und die Weltstopper
- Hamish and the Neverpeople (Teil 2)
- Hamish and the GravityBurp (Teil 3)
- Hamish and the Baby Boom (Teil 4)
- Hamish and the Monster Patrol (Teil 5)

Erster Satz
'It was a minute after your bedtime, and in the small town of Frinkley Nurse Pickernose was checking on all the new babies at the hospital.'
(Seite 1)

Rezension
Kann Spoiler bezüglich der ersten drei Teile enthalten!

Die Bücher rund um Hamish und seine Freunde haben mich bisher immer begeistert. So auch dieses Mal. Nachdem Starkley, Hamishs Heimatstadt, nun bis ins letzte Detail bekannt ist, wird die Welt in diesem Buch wieder ein wenig erweitert, indem Starkleys Nachbarstädte einbezogen werden, vor allem Frinkley. Starkley und Frinkley liegen so sehr im Clinch wie es zwei Nachbarstädten nur möglich ist. Ich fand es richtig lustig, wie Werbebanner, Zeitungen und Cartoons aus Frinkley sich über Starkley lustig machen. Auch die Beschwerden, die die Bewohner von Frinkley bei der Beschwerde-Behörde von Starkley hinterlassen, beispielsweise darüber, dass Starkleys Häuser gefälligst weiter von Frinkley entfernt werden sollen, waren einfach nur witzig.

Ganz besonders positiv aufgefallen ist mir in diesem Buch, dass der Autor nichts dem Zufall überlässt. Er setzt nicht einfach zufällige Ideen zu Geschichten um. Stattdessen gibt es Erklärungen, Hintergründe und Begründungen für alles. Beispielsweise wird noch ausführlicher als im vorherigen Teil erklärt, warum Scarmarsh es ausgerechnet auf Starkley, Hamish und seinen Vater abgesehen hat. Außerdem wird eine absolut nachvollziehbare Begründung dafür geliefert, warum ausgerechnet die Babys verrückt spielen. Es hat mich positiv überrascht, wie viele Überlegungen dahinter stecken und wie sich diese Katastrophe ganz natürlich aus den vorherigen Büchern herleiten lässt. Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und das gefällt mir. Obwohl es Kinderbücher sind, muss nichts einfach als Fakt hingenommen werden.

Darüber hinaus mochte ich auch diesmal wieder die Geschichte, auch wenn es mehr die kleinen Dinge waren, an denen ich mich besonders erfreut habe. Richtig toll fand ich unter anderem, dass Venk, der in den vorherigen Büchern immer so ein bisschen der tollpatschige, eher nutzlose Mitläufer war, diesmal auch eine Sternstunde hatte. Ich mochte es auch sehr, dass explizit angesprochen wurde, dass Venk darunter leidet, dass er bei den bisherigen Ereignissen nicht viel beitragen konnte, dass die anderen aber sicher sind, dass sich irgendwann noch zeigen wird, worin sein Talent besteht, und dass sie ihn wertschätzen und unterstützen.
Außerdem fand ich neben dem Konflikt zwischen Frinkley und Starkley besonders witzig, wie die Erwachsenen einfach völlig blind waren für das Chaos und die Zerstörung, die ihre Kinder angerichtet haben. Ich habe mich köstlich darüber amüsiert, wie diese blinde Liebe und auch die Erschöpfung frischgebackener Eltern auf die Schippe genommen und für den Zweck der Geschichte uminterpretiert wurde.
Der einzige Aspekt, der mich nicht packen konnte, war eine Enthüllung am Ende des Buches. Die habe ich schon im zweiten Kapitel vorhergesehen, weil sie doch ziemlich offensichtlich war. Das war zwar ein wenig schade, machte mir im Grunde aber nichts aus, weil das Buch auch so sehr unterhaltsam war.

Fazit
Auch der vierte Band rund um Hamish und seine Freunde hat mich wieder überzeugt. Die Geschichte entwickelt sich authentisch aus den vorherigen Büchern und wird damit überraschend durchdacht und fundiert begründet. Außerdem gab es wieder viel zu lachen, denn Starkleys Konflikt mit der Nachbarstadt Frinkley war ebenso amüsant wie die völlige Blindheit der Eltern dafür, welche Biester ihre Babys sind. Besonders gefallen hat mir, dass der bislang eher mitgelaufene Venk diesmal einen großen Auftritt hat, bei dem seine Freunde ihn unterstützen. „Hamish and the Baby Boom“ war eine witzige und unterhaltsame Fortsetzung und bekommt dafür vier Schreibfedern.

4 Federn

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