Freitag, 15. Mai 2020

[Rezension] Laura und das Siegel der Sieben Monde (2) – Peter Freund

zu Amazon


Titel: Laura und das Siegel der Sieben Monde

Autor: Peter Freund
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 10. Dezember 2008
Einband: Softcover
Seiten: 527
ISBN: 978-3-404158-17-1
Preis: 8,95 € [D]


Klappentext

Laura ist erst dreizehn, aber sie ist mutig und besitzt fantastische Fähigkeiten. Und die braucht sie auch, wenn sie den nahezu aussichtslosen Kampf gegen den Fürsten Borboron gewinnen will, der ihren Vater gefangen hält. Auch Professor Morgenstern, der Direktor ihrer Schule, steht ihr zur Seite - bis er verdächtigt wird, den blinden Bibliothekar eines geheimen Archivs ermordet zu haben. Nur das Siegel der Sieben Monde kann Laura noch helfen. Aber das zählt zu den großen Rätseln der Geschichte. Und nicht einmal Professor Morgenstern glaubt, dass Laura es zu entschlüsseln vermag ...

[ Amazon ]


Einordnung

- Laura und das Geheimnis von Aventerra (Teil 1)
- Laura und das Siegel der Sieben Monde (Teil 2)
- Laura und das Orakel der Silbernen Sphinx (Teil 3)
- Laura und der Fluch der Drachenkönige (Teil 4)
- Laura und der Ring der Feuerschlange (Teil 5)
- Laura und das Labyrinth des Lichts (Teil 6)
- Laura und der Kuss des schwarzen Dämons (Teil 7)


Erster Satz

'Es ging auf Mitternacht zu in Hinterthur.'
(Seite 7)


Rezension

Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten!

Mit diesem Buch hat meine Liebe zu dieser Reihe begonnen, als ich es damals, vor mehr als zehn Jahren, zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Aus diesem Grund habe ich mich auf den Reread dieses Bandes noch ein wenig mehr gefreut als auf alle anderen. Zu Beginn konnte ich mich nur noch an eine einzige Szene erinnern, sodass ich richtig neugierig war, was mich wohl erwarten würde. Zwar kamen während des Lesens einige Erinnerungen zurück, durchaus auch zu entscheidenden Enthüllungen, aber an das größte Rätsel habe ich mich bis zum Schluss nicht erinnern können. Daher hat mich die Auflösung, was es mit dem Siegel auf sich hat, wirklich überrascht.

Ein anderer Grund dafür, dass die Erinnerungen der Spannung keinen Abbruch getan haben, ist das hohe Tempo der Geschichte. Es gibt so viel Action, weil die Dunklen wirklich bei jeder Gelegenheit versuchen, Laura Steine in den Weg zu legen, dass gar keine Zeit für etwaige Langeweile war. Die Dunklen versuchen mit allen Mitteln, sie in den Schulfächern durchfallen zu lassen, damit sie von der Schule verwiesen wird, sie verüben mehrere Mordanschläge auf sie, Laura muss oft auf Traumreisen zurückgreifen, um Informationen zu bekommen, und die anderen Wächter werden auf unterschiedliche Weise aus dem Verkehr gezogen, damit sie ohne Unterstützung dasteht. Gleichzeitig schildert das Buch auch die Ereignisse auf Aventerra und die Erlebnisse von Ritter Paravain, Heiler Morwena, Schülerin Alienor und Waldläufer Silvan, die ich allesamt ins Herz geschlossen habe. Ich konnte kaum aufhören zu lesen, weil sich eine packende Szene an die andere gereiht hat, unabhängig davon, welche Figur gerade betrachtet wurde. Insgesamt hat das Buch dadurch wirklich viel Handlung, auch wenn der Autor sich trotzdem die Zeit nimmt, detailliert zu beschreiben. In Summe kommt dabei eine für die Zielgruppe ungewöhnlich umfangreiche Geschichte zustande.

Dass die Zielgruppe etwa das Alter von Laura und ihren Freunden hat, ist mir auch in diesem Buch wieder extrem aufgefallen. Realistisch ist es nämlich eher selten. Hätte ich das Buch durchweg ernst genommen, wäre ich wohl ziemlich enttäuscht worden. Zum Glück habe ich rechtzeitig gemerkt, dass ich mit einem gewissen Augenzwinkern herangehen muss. Nicht, dass die Geschichte lächerlich wäre, das auf keinen Fall. Die Figuren verhalten sich nur, unabhängig von ihrem Alter, alle wie Dreizehnjährige, es gibt ziemlich viele glückliche Zufälle, hanebüchene Beweise überzeugen die Polizei, niemand findet die enge, private Beziehung zwischen Laura und ihrem Lehrer fragwürdig, Böse mit telepathischen Fähigkeiten bemerken nicht, wenn sie angelogen werden und kommen nicht auf die Idee, Lauras Pläne einfach aus den Köpfen ihrer Freunde zu stehlen. Ich bin mir sicher, dass mir das damals, als ich das Buch das erste Mal gelesen habe, nicht aufgefallen ist. Jetzt bemerke ich es durchaus, allerdings gefällt mir die Geschichte gut genug, dass ich kein Problem damit habe, darüber hinwegzusehen.


Fazit

Auf das Buch war ich richtig neugierig. Zwar kamen mit der Zeit viele Erinnerungen wieder, aber insbesondere das Siegel konnte mich wieder überraschen. Außerdem hat mich das hohe Tempo der Geschichte überzeugt. Es gab viel Action, sodass es packend war, und in Summe echt richtig viel Handlung. Nur dass die Zielgruppe eindeutig Leser in Lauras Alter sind, hat sich teilweise extrem bemerkbar gemacht. Viele Dinge waren nicht gerade realistisch, aber die Geschichte hat mir gut genug gefallen, um darüber hinwegzusehen. „Laura und das Siegel der Sieben Monde“ war eine spannende Fortsetzung, die vier Schreibfedern bekommt.

4 Federn

0 Kommentare

Kommentar posten

Hinweise zum Datenschutz: Mit dem Verfassen eines Kommentars sowie dem Abonnement weiterer Kommentare stimmst du der Erhebung und Speicherung personenbezogener Daten (z. B. IP-Adresse) zu. Weitere Hinweise finden sich in der Datenschutzerklärung sowie der Datenschutzerklärung von Google.