Freitag, 14. August 2020

[Rezension] Das verbotene Eden 3: Magda und Ben – Thomas Thiemeyer

[Rezension] Das verbotene Eden 3: Magda und Ben – Thomas Thiemeyer
zum Verlag

Titel: Das verbotene Eden – Magda und Ben

Originaltitel: -
Autor: Thomas Thiemeyer
Übersetzer: -
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01. August 2013
Einband: Hardcover
Seiten: 444
ISBN: 978-3-426653-28-9
Preis: 16,99 € [D]


Klappentext

Der Kampf der Geschlechter steuert seinem Höhepunkt entgegen. Als die Frauenarmee immer tiefer ins Herz der Männerstadt vorrückt, treffen ein alter Mann und eine alte Frau einander – und machen eine unglaubliche Entdeckung ...

Kann es gelingen, die Zeit zurückzudrehen und den Menschen noch eine Chance zu geben? Wenn es eine Kraft gibt, die das möglich mach, dann ist es die Liebe.
 

Einordnung

- David und Juna (in Neuauflage „Erwachen“; Teil 1)  
- Logan und Gwen (in Neuauflage „Erkenntnis“; Teil 2) 

- Magda und Ben (in Neuauflage „Entscheidung“; Teil 3)


Erster Satz

'Die Finsternis drang wie Rauch aus den Tunneln.'
(Seite 5)


Rezension

Kann Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile enthalten!

Nachdem ich die ersten beiden Bücher der Reihe in Ordnung, aber nicht überragend fand, wurde mir von mehreren Seiten mitgeteilt, dass der dritte Teil das beste Buch der Reihe sein soll. Das kann ich zwar nur bedingt bestätigen, aber meine Kritikpunkte liegen diesmal an anderer Stelle.

Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen. Ich fand es spannend, die Hintergründe für die Trennung und den Hass zwischen Frauen und Männern zu erfahren. Es wurde noch einmal viel mehr ins Detail gegangen als in den vorherigen Büchern, weil der Beginn des Buches zu dem Zeitpunkt spielt, an dem die Krankheit ausgebrochen ist. Durch die aktive Schilderung wirkte das Ereignis viel dramatischer als in den Überlieferungen.

Außerdem habe ich mir genau den richtigen Zeitpunkt ausgesucht, um eine Dystopie zu lesen, deren Gesellschaftssystem durch eine Pandemie entstanden ist. Die Menschen werden, vor dem Zusammenbruch der Gesellschaft, dazu aufgerufen, Masken zu tragen, keine Hände zu schütteln, Abstand zu halten, sich nicht ins Gesicht zu fassen und Menschenansammlungen zu meiden. Es war ein wenig skurril, das zu lesen, während im echten Leben gerade ebenfalls eine Pandemie grassiert. Die Schilderungen im Buch waren auf jeden Fall authentisch.

Darüber hinaus hat mich das Buch allerdings nicht sonderlich mitnehmen können. Dazu waren mir die Ereignisse zu konstruiert. Es gab jede Menge glückliche Zufälle, die in Summe dann zwar alle Handlungsstränge zum Abschluss gebracht, aber keine Spannung aufgebaut haben. Viele dieser Zufälle waren zudem vorhersehbar. Selbst die Figuren wussten manchmal, worauf ein bestimmter Handlungsstrang hinauslaufen würde. Zusammen mit der Tatsache, dass ich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte, hat das dazu geführt, dass mich selbst vermeintliche Tragik und Dramatik nicht berühren konnte. Für das große Finale der Reihe war es mir leider zu emotionslos.

Außerdem fand ich das Ende enttäuschend. Die gesamte Reihe über wurde auf die alles entscheidende Schlacht zwischen Frauen und Männern hingearbeitet. Immer wieder wurde betont, dass beide Seiten zwar fanatische Anführer haben, aber auch viele andere ihren extremistischen Meinungen folgen. Es wurde immer weiter Spannung aufgebaut, aber schlussendlich verpuffte das Konfliktpotenzial einfach. Ich sehe, dass es keine Lösung ist, es tatsächlich zu einem ausführlichen, blutigen Krieg kommen zu lassen, weil damit beide Gruppen ausgelöscht werden würden. Aber dafür, dass viele Männer Frauen wirklich ekelerregend finden und dass viele Frauen Männer noch immer hassen, kamen mir die Lösung und der Abschluss dann einfach zu schnell.


Fazit

Der Abschluss der Reihe konnte mich leider auch nicht mehr überzeugen als die vorherigen Teile. Zwar wurde diesmal auf die Instant-Liebesgeschichte verzichtet und ich fand die detaillierten Schilderungen der Ereignisse, die zur Trennung von Frauen und Männern geführt haben, sehr interessant, sonst konnte mich das Buch aber nicht mitnehmen. Vieles wirkte konstruiert und war emotionslos und vorhersehbar. Das Ende kam außerdem zu schnell und hat mich daher enttäuscht. „Das verbotene Eden – Magda und Ben“ bekommt für die Erläuterung der Hintergründe noch drei Schreibfedern.

3 Federn

0 Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Hinweise zum Datenschutz: Mit dem Verfassen eines Kommentars sowie dem Abonnement weiterer Kommentare stimmst du der Erhebung und Speicherung personenbezogener Daten (z. B. IP-Adresse) zu. Weitere Hinweise finden sich in der Datenschutzerklärung sowie der Datenschutzerklärung von Google.