Freitag, 29. Januar 2021

[Rezension] Matching Night 1: Küsst du den Feind? – Stefanie Hasse

zum Verlag


Titel: Matching Night – Küsst du den Feind?

Originaltitel: -
Autor: Stefanie Hasse
Übersetzer: -
Verlag: Ravensburger
Erscheinungsdatum: 29. Januar 2021
Einband: Hardcover
Auch erschienen als: eBook
Seiten: 332
ISBN: 978-3-473402-01-4
Preis: 16,99 € [D]


Klappentext

Ravens und Lions – um die beiden mächtigen Verbindungen am St. Joseph‘s College ranken sich zahlreiche Legenden, genau wie um ihre luxuriösen Wohnhäuser und wilden Partys. Von alldem kann die Studentin Cara nur träumen, schließlich reicht ihr Geld hinten und vorne nicht. Als die Ravens ihr überraschend eine kostenlose Unterkunft anbieten, zögert sie deshalb nicht lange. Doch es gibt eine merkwürdige Bedingung: Cara muss auf drei exklusiven Verbindungspartys mit einem Wildfremden ein Paar spielen und an einem geheimnisvollen Wettkampf teilnehmen. Sie ahnt nicht, dass sie dabei mehr verlieren wird als nur ihr Herz ...

[ Ravensburger ] 


Einordnung

- Küsst du den Feind? (Teil 1)
- Liebst du den Verräter? (Teil 2)


Erster Satz

Hi, Honey!“


Rezension

Im Nachwort des Buches erklärt die Autorin, untermalt von Teufel-Emojis und bösem Lachen, dass sie unbedingt einen Cliffhanger schreiben wollte und dieser Punkt der Geschichte daher mit als Erstes stand. Dieser Cliffhanger ist ihr dann auch absolut gelungen. Zwar habe ich die ganze Zeit mehr oder weniger mitgefiebert und interessiert die Geschichte verfolgt, aber nichts war so packend wie die letzten Seiten, die ihren Höhepunkt im letzten Satz finden. Jetzt muss ich wirklich unbedingt auf der Stelle wissen, wie es weiter geht! Ein Glück, dass der zweite Band der Dilogie zeitgleich erschienen ist.

Bevor es zu diesem fiesen Ende kam, gab es natürlich viele Kapitel Geschichte. Es ist eine Geschichte über ein Elite-College und zwei Studentenverbindungen. Die Verbindungen haben mir gefallen. Vor allem den Wettkampf und die Anwärterphase mit den Prüfungen, denen sich auch Protagonistin Cara stellen musste, fand ich spannend. Teilweise kamen die Aufgaben im Wettkampf ein wenig kurz; da hatte ich das Gefühl, dass es eigentlich nur um z. B. das Ende der Schnitzeljagd ging und der Rest nur notwendiges Beiwerk war. Die ausführlicher behandelten Situationen fand ich dafür sehr gut umgesetzt. Das trifft besonders auf die Szenen zu, die vorhersehbare Stereotype waren. Die Autorin hat es geschafft, aus absolut typischen Situationen und „Zufällen“ etwas Besonderes zu machen, indem sie beispielsweise Verlauf oder Ausgang geändert hat, Figuren untypisch zurückhaltend waren oder Schauspielerei aufgegeben wurde, als Situationen außer Kontrolle geraten. Viele Szenen haben sich dadurch dann doch anders entwickelt als erwartet und das hat mir gefallen.

Cara hat mich nicht immer überzeugt. Manche ihrer Handlungen und Entscheidungen konnte ich einfach nicht nachvollziehen. Wie leichtfertig sie ihre Zukunft manchmal aufs Spiel setzt. Oder wie sie ihrer besten Freundin Dinge vorwerfen kann, die sie selbst ganz genauso macht. Das war letztlich aber nicht allzu störend, weil Cara zwar die Geschichte erzählt, aber sehr viel um sie herum passiert, worein sie immer nur kurze Einblicke bekommt. Sie beschließt meist, diese Dinge zu ignorieren, bei mir haben sie aber alle Alarmglocken schrillen lassen. Es gibt sehr viele Figuren mit Geheimnissen; die Verbindungen selbst sind manchmal auch zumindest fragwürdig und alle versuchen sich gegenseitig auszuspionieren und zu täuschen. Die Dilogie wird als „Romantic-Suspense-Reihe“ beschrieben und das absolut zurecht, wobei „Romantic“ in diesem Buch aus meiner Sicht noch etwas kurz kommt – ja, Cara bandelt mit zwei Männern an, aber mit dem einen ist es eigentlich ein Zweckbündnis und mit dem anderen hat sie überhaupt keine Chemie. Tatsächlich ist die Romantik aber gleichzeitig der Punkt, der mich an Caras weiterer Entwicklung am meisten interessiert. Einen der Männer mag ich nämlich sehr gern und ich habe die Hoffnung, dass Cara da auch noch die Augen geöffnet werden.


Fazit

Die Verbindungen und der Wettkampf haben mir gut gefallen. Die Autorin hat es geschafft, aus typischen Szenen und Zufällen etwas Besonderes zu machen. Die Protagonistin hat mich nicht immer überzeugt, aber mit ihrer Liebesgeschichte fiebere ich mit, weil ich einen eindeutigen Favoriten habe. Außerdem geschieht so viel um sie herum, dass ich mich nicht dauerhaft mit ihr befassen muss. Viele Geheimnisse und Zwielichtigkeiten sorgen zusammen mit dem richtig fiesen Cliffhanger dafür, dass ich Band 2 baldmöglichst ebenfalls lesen werde. „Matching Night 1: Küsst du den Feind?“ ist ein gelungenes Romantic-Suspense-Buch und bekommt dafür vier Schreibfedern.


Ich bedanke mich bei Vorablesen und beim Ravensburger Verlag für das Rezensionsexemplar.

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