Dienstag, 19. Januar 2021

[Rezension] Saeculum – Ursula Poznanski

zum Verlag

Titel: Saeculum

Originaltitel: -
Autor: Ursula Poznanski
Übersetzer: -
Verlag: Loewe
Erscheinungsdatum: 02. November 2011
Einband: Softcover
Auch erschienen als: Taschenbuch, eBook
Seiten: 493
ISBN: 978-3-785570-28-9
Preis: 14,95 € [D]


Klappentext

Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy –, normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.

Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?


Einordnung

Das Buch ist kein Teil einer Reihe.


Erster Satz

Oh mein Gott, so viel Blut!“


Rezension

Das Buch hat Ewigkeiten auf meinem SuB gelegen, obwohl mir Ursula Poznanskis Bücher meist gut gefallen und viele andere Leser mir gesagt haben, dass es ihr Lieblingsbuch der Autorin ist. Jetzt habe ich es endlich gelesen und kann sagen, dass es mir gefallen, mich aber nicht völlig begeistert hat.


Am meisten mitgerissen hat mich die Spannung, die einen Großteil der Seiten anhält. Selbst ohne die beunruhigenden Ereignisse habe ich gebannt verfolgt, wie die Gruppe technikverwöhnter, junger Menschen versucht, mit Ausstattung aus dem 14. Jahrhundert in der Wildnis zu überleben. An einigen Stellen, beispielsweise beim Ausheben von Latrinen, war das durchaus lehrreich.


Die Charaktere haben mich zum Großteil weniger überzeugt. Da die Gruppe recht groß ist, werden viele von ihnen nur über ein, zwei Eigenschaften charakterisiert. Damit verkommen sie zu Stereotypen. Zwei Figuren mochte ich allerdings richtig gern - leider habe ich meist nicht sonderlich viel Glück mit Charakteren, für die ich Sympathien hege. Trotzdem hat es mir geholfen, dass ich mich an diese Figuren halten und ihre Geschichte verfolgen konnte.


Mein einziger wirklicher Kritikpunkt hat wenig mit dem Buch, sondern mehr mit mir selbst zu tun: Ich mag es nicht, wenn nicht von Anfang an deutlich ist, ob es sich bei einem Buch um einen "realen" Thriller oder einen Mystery-Thriller handelt. Bei mir werden dann meist falsche Erwartungen geweckt und die Auflösung enttäuscht mich. Wenn ich beispielsweise bei mysteriösen Vorkommnissen rätsele, wer die Fähigkeit hat, all das zu inszenieren, und es am Ende doch einfach nur eine übernatürliche Erklärung gibt, finde ich das langweilig. Andersherum, wenn ich ganz auf das Brechen von Flüchen und das Vertreiben von Geistern eingestimmt bin, erwischt mich die Feststellung, dass ein normaler Mensch alles inszeniert hat, in der völlig falschen Stimmung. Ich möchte nicht verraten, um welchen der beiden Fälle es sich hier handelt, nur dass ein Großteil der Spannung für mich einfach verpuffte, weil es in dem Buch um etwas ganz anderes ging als ich dachte. Es ist wirklich gut gemacht, das muss man der Autorin lassen, nur meine Erwartungshaltung, an der ich leider auch nichts ändern kann, passte nicht zum Buch.


Fazit

Das Buch ist fesselnd: Sowohl die beunruhigenden Ereignisse als auch grundsätzlich das Leben ohne jegliche Technik war faszinierend zu verfolgen und lehrreich. Leider verpuffte die Spannung, weil mich das Buch mit der Auflösung verloren hat. Ich hatte völlig andere Erwartungen und habe es nicht geschafft, mich so schnell anzupassen. Das ist mein persönliches Problem, hat mir aber trotzdem einigen Lesespaß genommen. Insgesamt war „Saeculum“ aber sehr gut gemacht und bekommt trotzdem vier Schreibfedern von mir.

1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Ich fand das auch total spannend, das war, glaub ich, sogar das erste Buch von Ursula Poznanski, das ich gelesen hab :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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